27. September 2024

Bewerbungsarchitektur: Entscheidend für den Recruiting-Erfolg
Ähnlich wie in Deutschland nur ein kleiner Teil aller Bauwerke und Gebäude von Architekten geplant und gestaltet und der überwiegende
weiterlesen22. Mai 2019
Lesezeit: 23 Min. RecruitingStellenanzeigen
Seit dem 22. Mai 2019 ist Google for Jobs in Deutschland verfügbar. Mit der Schweiz und Österreich profitieren nun Recruiting-Teams und Jobsuchende in jedem deutschsprachigen Land von Googles Jobsuche. Tatsächlich haben auch hierzulande, bereits 2 Jahre nach Einführung von Google for Jobs, viele Unternehmen immer noch nicht begriffen, welche Chancen Googles Jobsuche bietet. Andere wiederum, die ihre Stellenanzeigen gemäß dem Datenschema aufgebaut haben, welches erforderlich ist, um von potenziellen Bewerbern via Google gefunden zu werden, machen immer wieder die gleichen Fehler – etwa unvollständige Firmierung oder Ortsangaben oder eine fehlerhaft angegebene Gehaltsspanne. Damit Sie die Potenziale voll ausschöpfen können, können, verrate ich Ihnen in diesem Artikel alles, was Sie für die richtige Nutzung von Google for Jobs wissen müssen.
Irgendwie stimmt es mich schon nachdenklich: Da präsentierte Google bereits 2019 sein verbessertes Sucherlebnis für Stellenausschreibungen – eine lange Zeit, um sich damit auseinanderzusetzen und bestens für den Deutschlandstart vorbereitet zu sein – und trotzdem glänzen Deutschlands Unternehmen überwiegend mit Desinteresse oder Nichtstun. So verfügten zum Deutschlandstart bspw. 16 der DAX-30-Konzerne nicht einmal ansatzweise über nach Googles Richtlinien aufgebaute Stellenanzeigen. Andere haben sich zwar oberflächlich für Google for Jobs aufgestellt, kämpfen aber mit Fehlern, die letztendlich dazu führen, dass die Jobs doch nicht angezeigt werden. Auch über ein Jahr nach dem Start von Google for Jobs sah das bei den DAX 30 nicht anders aus.
Natürlich sind diese Unternehmen nicht die einzigen, die Potenziale verschenken, aber gerade diese sollten aufgrund ihrer Größe und aufgrund ihrer internationalen Recruiting-Aktivitäten eigentlich ein gewisses Vorbild abgeben. Nur als Erinnerung: Google for Jobs ist mittlerweile in fast allen Ländern dieser Welt und in vieler Vielzahl von Sprachen verfügbar. Wer diese Chancen als global rekrutierendes Unternehmen verpennt, dem ist wirklich nicht zu helfen.
Zunächst einmal: Google for Jobs ist keine Stellenbörse!
Wenn Sie so wollen, ist Google for Jobs eine optimierte Jobsuche innerhalb der Google-Suche. Google for Jobs ist keine Stellenbörse im klassischen Sinne, denn eine Möglichkeit, über einen Button Jobs einzustellen, suchen Sie vergeblich. Streng genommen gibt es das „Produkt“ Google for Jobs nicht einmal. Auf der dazugehörigen Microsite (für deren URL im Übrigen die bisherige Jobsseite für die Google-internen Jobs, also quasi Googles Karriere-Website, den Platz räumen musste), auf der die Jobsuche vorgestellt wird, ist nur die Rede von “Job Search on Google”, niemals von Google für Jobs. Auch gibt es für Googles Jobsuche keine eigene URL.
Tatsächlich ist Google for Job nichts anderes, als viele andere Suchergebnisse bei Google auch: ein sogenanntes “Enriched Search Result“. Diese um verschiedene Informationen angereicherten Suchergebnisse kennen wir etwa von einer Suche nach Hotels, dem Wetter, dem Kinoprogramm oder einem Restaurant. Auch hier aggregiert Google verschiedene Daten und ermöglicht dem Nutzer eine Aktion, etwa ein Hotel zu buchen oder einen Tisch zu reservieren. Oder, im Falle von Google for Jobs, sich auf eine Stelle zu bewerben.
Da es sich um ein Suchergebnis handelt, gelangen Sie zu diesem “Google-for-Jobs-Feature” ganz einfach, indem Sie eine Jobsuche starten. Geben Sie bspw. „Jobs in meiner Nähe“ oder „Jobs Verkäufer“ oder „Stellenangebote Pflegefachkraft“ oder Ähnliches in Googles Suchmaske ein. Hier bekommen Sie nun anstatt wie bisher eine Fülle an organischen Suchergebnissen (die überwiegend aus externen Jobbörsen stammen, da die Wichtigkeit von SEO im Recruiting immer noch nicht in vielen Unternehmen angekommen ist), eine prominent platzierte pastellblaue Box angezeigt. Diese ist so angeordnet, dass sie (sofern vorhanden) unterhalb von Google Ads, aber auf jeden Fall oberhalb der organischen Suchergebnisse zu finden ist.
Jemand, der auf Jobsuche ist, kann gar nicht an dieser (hell-)blauen Box vorbei.
In welcher Form und Farbe die Google-for-Jobs-Box dargestellt wird, hängt u. a. vom jeweiligen Land, vom verwendeten Browser, vom Standort oder davon ab, ob man bei Google eingeloggt ist, oder nicht. Auch ist Google for Jobs nach wie vor “Beta” oder “Work in Progress”, aber das gilt eigentlich für das gesamte Google. Wenn man genauer hinschaut, sieht man das Google immer wieder an Einzelheiten feilt, wie bspw. Hintergrundfarbe, Hervorheben von Suchvorschlägen etc.
So wurden bspw. im Mutterland von Google for Jobs phasenweise “Top Jobs” oder einzelnen Kategorien hervorgehoben.
Die “Top Jobs” waren wohl nur ein Feature-Test, denn die dort angezeigten Jobs waren alles andere als “top”. Sie waren weder top-aktuell noch besonders “top” in der Aufbereitung des für die bestmögliche Sichtbarkeit bei Google for Jobs erforderlichen Datenschemas.
In Deutschland etwa bekommen Nutzer eine Vorschau der Jobs noch direkt auf der Google-Startseite angezeigt. Der Nutzer landet durch Klick auf den Bewerbungsbutton dann direkt auf der ausgepielten Stellenanzeige. Um hier also im ersten Moment Jobsuchende zu überzeugen, ist ein ansprechend gestalteter Einstiegstext der Bewerbung also zwingend erforderlich!
Während deutschen Nutzern das Feature in dieser Form verfügbar ist, bekommen die Nutzer in den USA dieses (aktuell) aber nicht angezeigt. Hier landet man per Klick dann direkt auf der eigentlichen “Google-for-Jobs-Startseite”.
Einfluss darauf, wie Sie bei Google erscheinen haben Sie allerdings nicht. So oder so, bei einer Google-Suche (insbesondere der nach Jobs) geht kein Weg an dem pastellblauen “Link-Container” vorbei.
In den USA profitieren Jobsuchende nun auch über die Möglichkeit Jobs nach Berufserfahrung einzugrenzen.
Zudem besteht die Möglichkeit, Google gezielt nach Stellen ohne entsprechenden Hochschulabschluss zu durchforsten. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten herrscht ja eine noch größere Exzellenz-Fokussierung als bei uns und werden Menschen ohne entsprechenden Uni-Abschluss immer mehr abgehängt, da ist das eine naheliegende Option. Andererseits haben Unternehmen, denen Uni-Abschlüsse und Berufserfahrung eher egal sind, hier die Möglichkeit, gezielt auf Ihre Jobs aufmerksam zu machen und womöglich eine größere Zielgruppe zu erschließen.
Schon gar nicht, wenn er seine Jobsuche mobil startet (was, nur am Rande erwähnt, immer häufiger geschieht. Und so heißt es nicht ohne Grund: Bewerber, die auf Smartphones starren). Dann dominiert die “Google for Jobs-Box” nämlich den ganzen Bildschirm. Ein Blick auf die organischen Ergebnisse darunter ist im Grunde obsolet, denn ein Klick auf die Box öffnet die eigentliche Jobsuche.
Die Jobsuche selber bietet eine unglaubliche Vielzahl an Filtermöglichkeiten. Besonders interessant ist die Tatsache, dass das Ganze auf Basis von Machine Learning funktioniert (Googles Cloud Jobs API bzw. genauer Cloud Talent Solution verrichtet unter der Oberfläche seine Dienste) und Nutzern auch Jobs angezeigt werden, nach denen man zwar nicht explizit gesucht hatte, weil man sie vom Titel nicht kennt (z. B. weil Unternehmen manchmal sehr kreativ in der Schöpfung von Jobtiteln sind oder aber weil es eben für ein und dieselbe Stelle durchaus abweichende Rollentitel geben kann oder weil man vielleicht etwas unpräzise war, das soll ja vorkommen).
Besonders komfortabel auch die Umkreissuche. Hier hat der Nutzer die Möglichkeit, sehr fein abgestimmt nach Jobs in der Nähe seines Wohnortes zu suchen (vorausgesetzt, diese Information wird der Stelle mitgegeben, dazu weiter unten mehr). Google for Jobs zeigt also nicht nur bei einer Suche nach “Jobs in meiner Nähe” eben genau diese an, sondern berechnet auch den bestmöglichen Anfahrtsweg und zeigt die ungefähre Fahrtzeit an.
Sogar eine adressbezogene Suche, etwa “Jobs Kurfürstendamm” ist bei Google for Jobs möglich. Wohlgemerkt: ohne Berlin explizit anzugeben (es sei denn, Sie sind außerhalb Ihres Wohnortes auf Jobsuche).
Google aggregiert aber nicht nur Daten aus Google Maps. Auch aus externen Websites werden Daten aggregiert. Weigert man sich als Unternehmen also weiterhin beharrlich, das Gehalt mit anzugeben (Google belohnt solch eine Angabe mit besserer Sichtbarkeit, abgesehen davon sorgt so viel Transparenz für mehr Bewerbungen), zieht sich der Datenkrake eben die erforderlichen Informationen von Seiten wie Glassdoor, XING oder salary.com (oder auf welchen Portalen Google eben relevante Gehaltsdaten findet).
Und weil Google möchte, dass Bewerber glücklich sind und nicht will, dass man als Bewerber die Katze im Sack kauft, findet man auch gleich noch ein Rating des Arbeitgebers: Arbeitgeberbewertungen werden bspw. aus kununu, Glassdoor oder aus indeed generiert (Letzteres finde ich besonders interessant, weil sich indeed ja weiterhin beharrlich weigert, Google seine Stellen zur Verfügung zu stellen).
Als ziemlich neues Feature und neuen Arbeitsformen Rechnung tragend, bietet Google for Jobs auch die Möglichkeit, sogenannte Remote Jobs kenntlich zu machen. Also Jobs für digitale Nomaden.
Da das Coronavirus auch zu einer größeren Nachfrage nach Homeoffice-/Telearbeits-/Remote-Work-Jobs führt, ist es unbedingt empfehlenswert, diese kenntlich zu machen, um auf diese Weise schneller die Aufmerksamkeit potenzieller Bewerber zu wecken.
Wenn man so will, kann man sich via Google for Jobs da bewerben, wo man ohnehin schon sein Konto hat. Google spielt zwar (angeblich) nur einmal eine Stelle aus (selbst, wenn Ihre Stelle auf verschiedenen Portalen veröffentlicht wurde), bietet dann aber die Option, sich auf der Seite zu bewerben, über die die Stelle ausgespielt wurde. Mein uneingeschränkter Tipp lautet: Sorgen Sie dafür, dass Bewerber die Jobs direkt von Ihrer Karriere-Website ausgespielt bekommen. Diese Ergebnisse bevorzugt Google nämlich und belohnt Sie damit, dass der Bewerbungs-Button zu Ihrer Karriere-Website bevorzugt behandelt und im Idealfall an erster Stelle angezeigt wird. Nach Google-Angaben entscheidet ein Algorithmus darüber, an welcher Stelle der Bewerbungs-Button erscheint. Abhängig soll es zudem davon sein, wie relevant der umgebende Content sein, so Google auf meine Anfrage.
Klar, dass man sich als Bewerber auch seine Favoriten merken oder einen Job-Alert einrichten kann (vorausgesetzt, man ist bei Google angemeldet).
Eigentlich ganz einfach: Weil Google DIE Suchmaschine ist. Weil Google quasi alles suchbar macht, was nicht bei drei auf den Bäumen ist und in den Untiefen des Dark Web sein Unwesen treibt. Und weil Google glaubt, es besser machen zu können, als jede Jobbörse dieser Welt (Letzteres glaube ich Google aufs Wort). Und natürlich weil Google hehre Ziele verfolgt. Nämlich aus dieser Welt eine bessere Welt für Jobsucher zu machen und Unternehmen und Jobsuchende best- und schnellstmöglich zusammenzubringen. Oder anders gesagt, mit den Worten Sundar Pichais ausgedrückt, seines Zeichens CEO des Datenkraken:
“Job seekers often don’t know there’s a job opening just around the corner from them, because the nature of job posts – high turnover, low traffic, inconsistency in job titles – have made them hard for search engines to classify. Through Google for Jobs, we hope to connect companies with potential employees, and help job seekers find new opportunities.”
Während in den USA mittlerweile rund 80 Prozent der Jobsuchenden ihre Stellen googeln, sind es in Deutschland je nach Umfrage um die 50 Prozent (bei Azubis sogar 85!) – Tendenz steigend. Insofern wiederhole ich gebetsmühlenartig die Wichtigkeit von SEO für die Jobsuche. Zumindest in Ansätzen erübrigt sich die klassische SEO jetzt dank Google for Jobs.
All überall auf den Tannenspitzen… nein, aber fast überall auf der Welt. Wo genau weiß man gar nicht, da hält sich Google nämlich relativ bedeckt. Die Seite, die über die aktuell erschlossenen Länder informiert, ist unvollständig (insbesondere die deutschsprachige) und wird nur unregelmäßig aktualisiert und während man sich früher mit Pressemitteilungen überschlug, wenn man das Feature wieder irgendwo ausrollte, hüllte man sich bei den letzten Veröffentlichungen merkwürdig bedeckt.
Gestartet ist Google for Jobs im Juni 2017 in den USA, dann ging es weiter mit Lateinamerika, dann mit ein paar afrikanischen Staaten, dann mit Kanada und Indien, dann mit der arabischen Welt, dann irgendwo in Asien, Europa wurde 2018 in Spanien und Großbritannien vereinnahmt und 2019 wurde das Feature zuletzt auf den Philippinen, in Japan und in Russland ausgerollt. Weitere europäische Länder, die im Laufe der Zeit hinzugekommen sind, sind Frankreich, Italien, die Schweiz, Deutschland, Niederlande, Portugal, Belgien, Griechenland und zu guter Letzt Österreich. Nach eigenen Angaben ist Google for Jobs in über 120 Ländern und neun verschiedenen Sprachen verfügbar.
Wie schon geschrieben, ist Google for Jobs keine Jobbörse im herkömmlichen Sinn. Es gibt keine Möglichkeit, Jobs per Formular oder Upload hochzuladen. Folgende Möglichkeiten haben Sie:
Voraussetzung dafür, dass Ihre Jobs überhaupt via Google for Jobs auffindbar sind, ist eine bestimmte Aufbereitung Ihrer Stellenangebote. Genauer müssen diese den Google-Richtlinen bzw. den Empfehlungen von schema.org entsprechen.
Jetzt wird es ein wenig technisch, aber als Recruiter sollten Sie davor ohnehin keine Scheu haben. Ich verspreche Ihnen aber, dass es nicht zu sehr in die Tiefe geht. Geht es um die Aufbereitung Ihrer Stellenanzeigen, so gibt es Elemente die zwingend erforderlich und welche, die “nice to have” (in meinen Augen allerdings auch zwingend erforderlich) sind. Starten wir mit den zwingend erforderlichen.
Eigentlich sollte klar sein, dass ohne Stellentitel eine Auffindbarkeit wo auch immer nicht möglich ist. Für den Stellentitel (title) hat Google bzw. schema.org ein eigenes Datenfeld vorgesehen. Wenn Sie es nicht entsprechend befüllen, ist das für Google ein Grund, Ihnen den Zugang zu Google for Jobs zu verwehren.
Und darauf kommt es an:
Wie im wahren Leben gilt auch bei Google for Jobs: Nur eine ausführliche und praxisnahe, beschreibende Stellenbeschreibung, die Lust auf den Job macht, ist eine gute Stellenbeschreibung. Denn nur eine detaillierte Stellenbeschreibung sorgt für bestmögliche Orientierung bei der Entscheidungsfindung des Bewerbers.
Damit der Leser nicht reine Textwüsten ohne Punkt und Komma präsentiert bekommt, sorgen Sie für Zeilenumbrüche und Absätze, indem Sie HTML-Tags nutzen. Laut Google sind z. B. <p>, <br>, <ul> und <li> sowie für Überschriften <h1> bis <h5> möglich. Ein Blick auf den Großteil der bis dato ausgepielten Anzeigen – egal ob in den USA, in Japan, in Deutschland oder sonst im Rest der Welt zeigt, dass es noch eine ganze Menge Optimierungspotenzial in Sachen Aufbereitung der Stellenanzeigen gibt. Kleiner Trost: Selbst Google hält sich nicht immer an die Richtlinien!).
Achtung! Eine fehlende oder unvollständige Stellenbeschreibung (description) ist wohl der häufigste Fehler, der auch eine große Auswirkung auf den Erfolg Ihrer Stellenanzeigen bei Google for Jobs hat. Hier findet sich entweder gar kein Inhalt (leer) oder nur unvollständiger Inhalt (bspw. nur der Einstieg in die Stellenanzeige). Ein anderes Extrem ist doppelter Inhalt. Warum auch immer finden sich die Inhalte der Stellenanzeige (oder auch nur Auszüge) mehrfach untereinander. Auch wenn ich es zuvor schon erwähnt habe: Die Description ist das A & O Ihrer Stellenanzeige. Hier gehören die wesentlichen Dinge rein, idealerweise sogar die komplette Beschreibung:
Sie können die Description natürlich unabhängig von Ihrer eigenen Stellenausschreibung anpassen. Respektive Ihr Programmierer kann’s ;). Wichtig ist, dass Sie es schaffen, das Interesse des potenziellen Bewerbers mit den ersten Zeilen zu wecken. Nein, mit einer sich selbst beweihräuchernden Unternehmensbeschreibung gewinnen Sie nicht das Interesse, glauben Sie mir. Detaillierte Informationen zur Gestaltung von Stellenanzeigen finden Sie in meinem Buch Karriere-Websites mit Wow!-Effekt.
Klar, dass auch der Name des Unternehmens nicht fehlen darf. Wie sollte ansonsten eine Zuordnung zum Job bzw. zum Unternehmen möglich sein? Zudem bietet Googles Jobsuche eine entsprechende Filtermöglichkeit für den Jobsuchenden an. Dennoch gibt es immer wieder Fälle, wo genau dieser nicht hinterlegt wird und die Jobs daher nicht angezeigt werden. Das liegt dann z. B. daran, dass nicht die komplette Firmierung verwendet wird. Der Zusatz der Organisationsform ist aber essenziell! Allerdings gehören zum Feld hiringOrganization noch mehr Angaben:
Google möchte seinen Nutzern bestmöglichen Service und Transparenz bieten. Deswegen ist die richtige Darstellung des Standorts bzw. der Adresse immens wichtig. Auch ist die Entfernung zum Arbeitsplatz für viele Bewerber entscheidend. Pendeln macht krank, ein kürzestmöglicher Arbeitsweg sorgt für höchste Zufriedenheit. Das weiß auch Google. Auch an den Suchanfragen bei Google selbst kann man erkennen, dass die Suche nach “Jobs in meiner Nähe” stetig zunimmt.
Achtung! Fehlende oder unvollständige Adressdaten führen insbesondere dazu, dass eine „Jobs in meiner Nähe“-Suche nicht zufriedenstellend ausgeführt und der Arbeitsweg nicht angezeigt werden kann. Nicht nur das: Auch bei einer Jobabfrage nach einer Ortsangabe, etwa „Job Kurfürstendamm Berlin“, sind Sie nicht dabei, wenn Sie die Angaben nicht entsprechend pflegen. Damit verspielen Sie im Zweifelsfall Reichweite und Aufmerksamkeit und Unternehmen, die diese Daten richtig pflegen, liegen in der Gunst eines potenziellen Bewerbers vorn.
Eine Angabe des Standortes schafft Klarheit und ermöglicht es Google, dem Bewerber Arbeitsweg und –zeit anzuzeigen.
Wenn die Arbeit an mehreren Standorten ausgeführt werden soll, sollten Sie die Eigenschaft jobLocation mehrfach anlegen. Google zeigt basierend auf der Suchanfrage und des Standorts des Interessenten den am besten geeigneten Standort an.
Auch das Datum der Stellenveröffentlichung ist für eine ordentliche Anzeige in Googles Jobsuche erforderlich. Dies dient u. a. dazu, die Aktualität des Einstellungsdatums zu erkennen und danach sortieren zu können. Stellenangebote, die in Google for Jobs erscheinen, aber längst abgelaufen sind, werden von Google geahndet. Im Extremfall mit dauerhaftem Ausschluss. Auch wenn Google bisher nicht wirklich streng auf das Einhalten der Richtlinien zu achten scheint, wird zumindest der hohe Anspruch an die Qualität der Stellenanzeigen ersichtlich.
Die nachfolgenden Datenfelder sind zwar gemäß Google Richtlinien nicht zwingend erforderlich, m. E. geht aber kein Weg daran vorbei, wenn Sie es wirklich ernst mit Transparenz und Bewerber meinen.
Bewerber wollen wissen, was sie bei Ihnen verdienen können. Also legen Sie es in Ihrem eigenen Sinne offen. Dass Sie den Preis für ein Produkt frühestens an der Kasse erfahren, würden Sie auch nicht wollen, oder? Abgesehen davon ersparen Sie es sich, Bewerbungen zu sichten, die ohnehin nicht in Ihr Gehaltsgefüge passen. Damit haben Sie viel Zeit, sich den Bewerbungen zu widmen, die umso besser passen. Abgesehen davon: Google tut alles dafür, die nicht bereitgestellten Daten anderweitig zu aggregieren (auch wenn es sich selbst nicht an die Empfehlungen hält – aber: s. o.) und zeigt stattdessen (oder aber auch ergänzend) Daten aus Glassdoor, LinkedIn oder anderen Portalen an (dieses Feature ist sogar in Deutschland verfügbar – nämlich dann, wenn Ihre Google-Spracheinstellungen auf Englisch stehen!.
Manche Unternehmen, etwa Siemens, greifen zu einem Trick und setzen dann als Wert „0“ (also null) ein. Mit der Folge, dass sie möglicherweise ein zu 100 Prozent fehlerfreies Datenschema abliefern, sich und ihre Bewerber aber betrügen und – wie in diesem Falle – ordentlich auf die Nase fallen:
Gehaltsangaben können Sie auch in der Form einer Spanne angeben. Dann müssen Sie aber zwingend mit den Parametern minValue und maxValue. Das Verwenden eines Bindestrichs führt dazu, dazu, dass das Gehalt gar nicht angezeigt wird! Ebenso können Sie etwa Stunden- oder auch Jahresbruttolohn angeben. Seien Sie transparent, Bewerber wissen das zu schätzen (und Sie schlussendlich im Recruiting-Prozess!).
Auch diese Angabe ist keine Pflicht, aber unbedingt empfehlenswert. Fehlt die Angabe, ob es sich etwa um eine Vollzeit- oder Teilzeitstelle, eine Stelle, die ich remote ausfüllen kann oder als Zeitarbeitnehmer, fehlt dem Bewerber Orientierung und Sie verschenken in den Suchergebnissen bei Google for Jobs unter Umständen Potenziale.
Ja, auch das soll vorkommen. Da hat man eine schöne Stellenanzeige kreiert und an Google übermittelt und trotzdem weigert Google sich beharrlich, die Stellenanzeige anzunehmen. Logisch, dass in einer Stellenanzeige eine Bewerbungsmöglichkeit nicht fehlen darf. Das muss nicht zwingend ein Button sein, aber wenn Sie eine Bewerbung per E-Mail ermöglichen, sollte das auch klar erkennbar sein. Etwa, in dem Sie den Link entsprechend bezeichnen, z. B. Bewerben Sie sich jetzt. Ist für Sie klar und nicht der Rede wert? Sie werden lachen, aber das gilt offenbar nicht für jeden.
Für Sie als Arbeitgeber gibt es definitiv keinen einzigen Grund, nicht auf Google for Jobs zu setzen. Dafür aber eine Vielzahl, die Sie dazu bewegen sollten, spätestens jetzt zu handeln und Ihre Jobs Google-fit zu machen:
Und nun zögern Sie nicht, machen Sie Ihre Jobs endlich „fit for Google“!
Anmerkung: Dieser Artikel erschien am 22. Mai 2019. Im Laufe der Zeit wird er ständig aktualisiert, zuletzt am 14. Januar 2021.
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