Karriere-Websites: Erfolgsfaktor Zugang und Auffindbarkeit

von Henner Knabenreich. Lesezeit: etwa 3 Minuten.

Um überhaupt in den Genuss der (im Idealfall reichlich vorhandenen) Informationen auf einer Karriere-Website zu gelangen, muss der Zugang so gestaltet werden, dass der Mitarbeiter von morgen diese Informationen auch wirklich findet.

Was nützt mir die beste Website, wenn Sie nicht gefunden wird? Oder die Informationen nicht gefunden werden? Letztendlich entscheidet doch im War for Talents die Tatsache, wie schnell und zielgenau ein potenziell geeigneter Kandidat und eine potenziell geeignete Stelle zueinander finden.

Regel Nr. 1 lautet also, dass die Unternehmenshomepage unter einem einfachen, in der Öffentlichkeit bekannten Namen erreichbar ist. Will sagen, dass man über eine intuitive Eingabe des Unternehmensnamens in die Adresszeile des Browsers die Seite problemlos finden sollte. Perfekt ist es, wenn die Seite über die Eingabe von verschiedenen Adressen erreicht werden kann, da es bei einigen Unternehmen nicht unbedingt eindeutig ist, unter welcher Adresse es im Internet auftritt (nehmen wir z. B. mal die Post: da gibt es dpwn, post, deutsche-post – um nur einige Varianten zu nennen). Das Zusammenschreiben von getrennten Begriffen, Ergänzungen wie z. B. „online“, die Rechtsform (z. B. AG), sowie die Verwendung von zu langen Begriffen als URL sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Auch sollten Abkürzungen nur dann verwendet werden, wenn sie in der breiten Öffentlichkeit hinlänglich bekannt sind (z. B. BASF, DB), da sich vollständige Begriffe einfacher merken lassen als irgendwelche kryptischen Abkürzungen.

Eine weitere Möglichkeit, die gewünschte Website zu erreichen, besteht über die Eingabe des Suchbegriffes in Suchmaschinen (Google). Regel Nr. 2 lautet daher: Die Website muss unbedingt unter den ersten 10 Treffern sein. Alles andere entspricht quasi einem nicht sichtbar sein, da nur die wenigsten User bereit sind, mehrere Ergebnisseiten zu durchforsten. Und da das so ist, gibt’s demnächst einen kleinen Exkurs zum Thema SEO. Das ist nicht etwa eine spanische Automarke, sondern steht für Search Engine Optimization – oder neudeutsch Suchmaschinenoptimierung.

Da die HR-Website unmittelbar von der Unternehmens-Homepage erreichbar sein sollte, muss die Personalmarketing-Rubrik sofort klar erkennbar und anwählbar sein. Wie Studien über Internetnutzung zeigen, verlassen Besucher die Seite schon nach zwei bis drei durchgeführten Klicks, wenn sie nicht die gewünschten Informationen erhalten. Also, Regel Nr. 3: Karriere-Button bitte auf die Startseite. Nur da gehört er hin. Und das gilt auch für Online-Shop-Seiten oder Einzelhändler. Da dulde ich keine Widerrede! Und bitte den Button eindeutig benennen, also z. B. „Jobs und Karriere“, “Human Resources“, „Karriere“ oder dergleichen. Denn so ein auffällig platzierter Karriere-Button oder ein auf der Unternehmenshomepage eingebundener Hinweis auf vorhandene Stellenangebote ermuntert nicht nur aktive Job-Sucher, sondern spricht auch passiv „Suchende“ an. Regel Nr. 4: Offene Vakanzen direkt auf der Unternehmensstartseite promoten. So hat der ungeduldige Surfer Gelegenheit, direkt nach für ihn in Frage kommenden Angeboten zu schauen, ohne den Umweg über die Karriere-Seite gehen zu müssen. Vor allem wird hier auch wieder der passiv Suchende angesprochen. Sollte das aus unternehmenspolitischen Gründen nicht machbar sein, die Stellensuchmaske bitte spätestens auf der Karriere-Startseite einbinden und den Suchenden nicht erst noch mit ein paar weiteren Klicks in die Irre führen.

Regel Nr 5: Einprägsame URL für die Karriere-Seite verwenden (das ist, einfach gesprochen, die Internetadresse). Die lässt sich nicht nur leichter merken, sondern sorgt auch für eine bessere Positionierung in Suchmaschinenergebnissen.

Fazit: Es reicht nicht, eine tolle Karriere-Website zu haben. Sie muss auch gefunden werden :-).

Und hier bietet das Internet immer mehr Möglichkeiten, die Site zu promoten. Vor allem die Social Media spielen dabei eine immer größere Rolle. Klar, dass die einen eigenen Artikel verdient haben.

Alles kalter Kaffee? Im Prinzip ja. Nichtsdestotrotz aktueller denn je. Schauen Sie sich einfach mal ein paar Karriere-Websites an und Sie werden feststellen, dass viele Unternehmen einen Großteil dieser Basics nicht beherzigen.

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