Google Hire: Mit Candidate Discovery schneller zum Kandidaten

Google Hire: Mit Candidate Discovery schneller zum Kandidaten

von personalmarketing2null. Lesezeit: etwa 3 Minuten.

Es war lange still um Google Hire (oder Hire by Google, wie es jetzt genannt wird). Hire ist Googles eigenes ATS (= Applicant Tracking System, also auf Deutsch Bewerbermanagement- oder auch E-Recruiting-Software, was indes wiederum nicht ganz so deutsch, dafür aber irgendwie sexyer klingt). Das ändert sich nun aber dank eines wirklich spannenden Features. Google nennt es „Candidate Discovery“.

Nanu, werden Sie sagen. Candidate Discovery? Heißt das nicht Candidate Experience? Nun, zum einen schadet es nie, ein weiteres Buzzword dem Recruiting-Bullshit-Bingo hinzuzufügen, zum anderen handelt es sich bei Candidate Discovery um ein Feature, welches positiv auf die Candidate Experience einzahlt und ganz nebenbei Recruitern feuchte Träume beschert. Möglich sind diese feuchten Träume dank der so genannten Cloud Jobs API, die jetzt auch nicht mehr so heißt, sondern auf den schönen Namen Cloud Jobs Discovery hört. Cloud Jobs Discovery wiederum „bietet einfachen Zugriff auf die Such- und Maschinenlernfunktionen von Google, damit das gesamte Ökosystem zur Personalbeschaffung die Interaktion mit der Jobbörse verbessern und mehr Bewerber überzeugen kann – egal ob Karrierewebsite, Stellenportal oder Applicant Tracking System im Unternehmen“ – oder eben das Google-eigene ATS, liegt ja nahe. Cloud Jobs Discovery ist nun auch in Deutschland verfügbar. Auf der Website wird schön veranschaulicht, wie das Ganze funktioniert.

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Candidate Discovery erleichtert die Stellenbesetzung

Vorteil dieser neuen Technologie sind dank Machine Learning und einem besseren Verstehen und Interpretieren der Inhalte von Stellenanzeigen und Suchanfragen deutlich bessere Suchergebnisse. Und dank Candidate Discovery gibt’s nun auch schneller die passenden Kandidaten. Im Durchschnitt sichtet ein Unternehmen 250 Kandidaten, so der auf The Keyword veröffentlichte Blogartikel, bevor der passende gefunden wird, den man einstellen möchte. Oft sind viele der übrigen 249, die nicht angestellt werden, durchaus eine gute Wahl für zukünftige Stellen. Diese zu identifizieren und wiederzufinden, stellt aber dank oft mangelhafter Suchroutinen bei Recruiting-Software oder in Lebenslauf-Datenbanken eine echte Herausforderung oder sogar Unmöglichkeit dar. Bisher.

Denn vergangenen Mittwoch wurde die Beta-Version der neuen Kandidatensuche „Candidate Discovery“ auf Hire by Google vorgestellt: eine intuitive Suchfunktion, die es Recruitern ermöglicht, eine kurze Liste früherer Bewerber zu erstellen, die sich für neue Positionen eignen. So können bereits bekannte Kandidaten identifiziert und „reanimiert“ werden, anstatt Zeit zu verschwenden und wertvolle Ressourcen zu binden, um neue zu finden.

So funktioniert Candidate Discovery bei Google Hire - Quelle Recruiting Daily

 

Denn oft haben sich ja in der Vergangenheit schon gute Kandidaten beworben, denen dann schweren Herzens (aus welchen Gründen auch immer) abgesagt wurde. Da ist nur gut zu wissen, wer das war und wer auf eine neu auszuschreibende Stelle passen kann. Oft fallen geeignete Kandidaten mangels effizienter Recruiting-Prozesse (bzw. unausgereifter Such-Technologien) dann durchs Raster. Candidate Discovery hilft hier, in dem eine nach Prioritäten gegliederte Liste von vergangenen Bewerbern erstellt wird, die auf Basis ihres Profils zu Stellentitel, Aufgabenbeschreibung, Anforderungsprofil und Standort passen.

„Search understands what you mean. Search “front end engineer” and it knows you want a professional with HTML, CSS, and JavaScript skills. No need for you to use Boolean with a dozen “OR” options.“

Richtige Kandidaten auch bei fehlender Keyword-Übereinstimmung

Problematisch bei solchen Suchanfragen ist dann, dass das Kandidatenprofil und/oder das Stellenprofil bzw. der Stellentitel nicht die notwendigen Keywords enthalten, um sinnvolle Suchresultate zu ermöglichen. Dank Machine Learning und ausgeklügelter Algorithmen ist das bei Google Hire nun Schnee von gestern. Die Software versteht nämlich, wonach ein Recruiter sucht, selbst wenn dieser nicht die exakte Suchphrase bzw. jegliche denkbaren Synonyme eingibt. Und so werden dann die Kandidaten herausgefiltert, deren Fähigkeiten und Erfahrungen für die Position relevant sind und zur Stelle passen – auch wenn ihre früheren Jobtitel keine exakte Keyword-Übereinstimmung zeigen.

Hire-Nutzer, die Candidate Discoery vorab testen konnten, sind auf jeden Fall begeistert. So wird Teresa Olsen, Director of Talent Acquisition bei Productive Edge im o. g. Blogartikel mit folgenden Worten zitiert: „Candidate discovery is intuitive in a way I’ve never seen before„.

Wir dürfen gespannt sein, welche heiße Eisen Google noch in Sachen Recruiting im Feuer hat. Dass Google Jobs nun auch Jobs aus deutschen Stellenbörsen und von deutschen Karriereseiten indiziert, ist ein weiteres Signal dafür, dass noch einiges auf uns zurollt. Welche Rolle dabei für Deutschland bzw. Europa die DSGVO oder mögliche kartellrechtliche Bedenken spielen werden und wie Jobbörsen und die Anbieter von E-Recruiting-Software auf Googles Kampfansage reagieren werden, bleibt abzuwarten. Fakt ist, das Recruiting-Jahr 2018 wird spannend!

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