5 Tipps für kostenlose Recruiting-Lösungen

5 Tipps für kostenlose Recruiting-Lösungen

von personalmarketing2null. Lesezeit: fast 5 Minuten.

Na, haben Sie Ihr Recruiting-Budget auch schon ausgereizt, weil Sie zu Deutschlands besten Arbeitgebern gehören und sich gerne mit einem bunten Siegel schmücken? Oder sind Sie der Meinung, dass Bewerber ohnehin auf Ihre Karriere-Website oder zu Ihren Stellenanzeigen finden, weil Ihnen Ihr Ruf als Mega-Arbeitgeber vorauseilt? Vielleicht handhaben Sie Ihre Bewerbungen auch noch per Outlook und Excel und sind sich der kommenden DSGVO-Problematik noch nicht bewusst? Egal, ich habe fünf Tipps für kostenlose Recruiting-Tools. Gibt’s übrigens auch kostenlos ;)

Recruiting (ich verwende den Begriff der Einfachheit jetzt mal übergreifend auch für Employer Branding. Personalmarketing usw.) kann ganz schön viel Geld kosten. Manche Unternehmen scheinen auch der Meinung zu sein, dass es vollkommen ausreichend sei, die Jobs nur auf der Karriere-Website zu veröffentlichen, weil man sie da dann schon findet (und wundern sich über ausbleibende Bewerber). Ganz so falsch liegen die Unternehmen nicht, die sich fit für Google Jobs machen und ihre Stellenanzeigen mit strukturierten Daten auszeichnen. Aber so weit sind wir leider noch nicht, noch gibt’s Google Jobs nur in den USA und in fünf lateinamerikanischen Staaten. Noch. So lange müssen Sie also noch ausharren. Oder setzen auf Tools, die für zusätzliche Reichweite bringen. Für umme! Ob Stellenbörse, Arbeitgeberbewertungsportal oder E-Recruiting-Software – Jede Wette, dass Sie mit diesen Tipps in Sachen Employer Branding und Candidate Experience bei potenziellen Mitarbeitern punkten.

#1 Google My Business – Employer Branding und Arbeitgeberbewertungsplattform in einem

Was Google Unternehmen bietet, ist echt Wahnsinn. Wussten Sie beispielsweise, dass Google für Soziale Einrichtungen ein Budget von mehreren Tausend Euro für Adwords bereitstellt? Einfach mal googeln! Aber darum geht’s nicht. Es geht um Google My Business, also den Firmeneintrag, den jedes Unternehmen bei Google vornehmen kann und der damit auch via Google Maps sichtbar ist. Während hier früher ein eher rudimentärer Eintrag möglich war, lassen sich nun auch Fotos und News hinterlegen. Und ist damit prädestiniert als Employer Branding-Channel! Denn schließlich kann man hier wunderbar Bilder vom Unternehmen vom Arbeitsplatz und der Umgebung posten, wie man am Beispiel Seibert Media aus Wiesbaden sehen kann. Und sogar eine kostenlose Web-Präsenz lässt sich einrichten. Ein einfacher Homepage-Baukasten macht’s möglich! Gerade für Klein- und Mittelstand ist letztere Option ein echtes Schmankerl!

Google My Business als Employer Branding-Tool - Screenshot Seibert Media

Schon länger als Feature mitenthalten ist die Bewertungs-Option. Und natürlich ist Google bekannter als kununu oder Glassdoor und so finden neben Kunden- auch Arbeitgeberbewertungen ihren Weg auf Google My Business.

#2 Arbeitgeberprofile auf Glassdoor & Companize

Wo wir gerade bei Glassdoor und kununu sind: Während bei kununu das Employer Branding-Profil nur bares Geld zu haben ist, können sich Arbeitgeber auf Glassdoor mit ihren Bildern und Infos kostenlos verewigen. „Stellen Sie Ihr Unternehmen mit aktuellen Meldungen, Zusatzleistungen und Fotos dar.„, heißt es auf der Website. Auch auf Statistiktools lässt sich über dieses Konto zugreifen. Wie bei Google My Business können auch Nutzer – also auch Mitarbeiter – Bilder aus dem Unternehmen posten. Authentischer und glaubwürdiger geht ein Arbeitgeber-Auftritt wohl kaum.

Eine weitere Möglichkeit, wie Arbeitgeber kostenfrei auf sich aufmerksam machen können ist im Übrigen auch ein kostenfreies Firmenprofil (Basis-Version) auf der deutschen Arbeitgeberplattform Companize. Auf diese Weise kann man seine Reputation als Arbeitgeber fördern und auch kleinere und mittelgroße Unternehmen zusätzliche Reichweite schaffen und auf Interesse der Nutzer stoßen.

#3 eBay Kleinanzeigen

Ja, Sie lesen richtig: Auch eBay-Kleinanzeigen sind ein hervorragendes Mittel, um für Reichweite zu sorgen und Stellenanzeigen an Mann, Frau und drittes Geschlecht zu bringen. Auf Deutschlands größtem Kleinanzeigenportal erreichen Sie durchschnittlich 30 Mio. Besucher im Monat. eBay Kleinanzeigen ist grundsätzlich kostenlos. Sowohl gewerbliche und private Nutzer können gebührenfrei Anzeigen aufgeben. Wer das Ganze etwas professioneller machen und in den Suchergebnissen hervorgehoben werden möchte, zahlt mit der Pro-Option auch nicht annähernd das, was eine Stellenanzeige in einer Jobbörse kostet. Wie immer kommt es natürlich auf die Inhalte, also die Gestaltung ihrer Stellenanzeigen an. Auch bei eBay Kleinanzeigen gibt’s die Möglichkeit, den Arbeitsplatz mit Bildern zu visualisieren. Übrigens, Google liebt eBay-Kleinanzeigen. Und so kann es durchaus sein, dass eine Stellenanzeige via Google-Suche potenzielle Bewerber erreicht, die Sie sonst nie als Arbeitgeber auf dem Schirm gehabt hätten!

Einstellungssache: Personalgewinnung mit Frechmut und Können: Frische Ideen für Personalmarketing und Employer Branding
  • Herausgeber: Springer Gabler
  • Auflage Nr. 22017 (30.01.2017)
  • Gebundene Ausgabe: 309 Seiten

#4 Kostenlose Jobbörsen

Während eBay Kleinanzeigen ja keine klassische Jobbörse ist, handelt es sich bei folgenden sehr wohl darum. Allen voran ist da indeed zu nennen. indeed ist weltweit die größte Jobbörse, die Auffindbarkeit von Stellenanzeigen via Google ist sehr gut und auch hier ist die Basisnutzung kostenlos! Das gute alte Arbeitsamt bzw. die Jobbörse desselben dürfen in dieser Aufzählung nicht fehlen. Nach wie vor ist die Jobbörse der Arbeitsagentur die mit der höchsten Reichweite. Ein Fakt, den viele Personaler bzw. People & Culture-Manager offenbar vergessen. Und: Dank anderer Jobbörsen wie bspw. meinestadt.de landen deren Stellenangebote auch dort. Unter die kostenlosen Jobbörsen fallen auch Gigajob.de und backinjob.de. Auch hier lohnt ein Blick!

#5 Kostenloses E-Recruiting

Natürlich ist es nicht damit getan, potenzielle Bewerber auf sich aufmerksam zu machen. Selbige sollen sich ja auch bewerben :). Das geht z. B. per Post. Oder per E-Mail. Und dann per Excel oder so. Es lassen sich aber auch E-Recruiting-Lösungen nutzen. Die lohnen durchaus auch schon für Klein- und Mittelstand. Und sind eigentlich dank DSGVO obligatorisch. Richtig gute Lösungen gibt’s schon für schmales Geld. Aber selbst hier gibt’s kostenlose Lösungen: Hier ist zum einen die Lösung von SmartRecruiters zu nennen, die für Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern kostenlos ist. Andere Anbieter, wie bspw. prescreen, werben mit einer kostenlosen Testperiode.

Kennen Sie noch andere kostenlose Tools, die hier noch nicht genannt wurden? Dann her damit!

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    1. Stephanie Muller sagt:

      Hallo Henner, danke für das Aufgreifen meines Lieblingsthemas „ebay Kleinanzeigen“. Meines Erachtens ein unterschätztes Tool bei der Rekrutierung. Wenn man sich damit etwas beschäftigt (was ich seit ca. 2 Jahren tue), bekommt man mit ein paar Tricks und Kniffen eine nicht zu unterschätzende Reichweite seiner Stellenanzeigen. Von mir *Daumen hoch*

      • personalmarketing2null sagt:

        Liebe Stephanie,
        danke dir für deine Rückmeldung! Ja, ein absolut unterschätztes Tool. Da würden mich doch mal deine Erfahrungen damit interessieren. Sehen wir uns in Berlin auf dem HRBC, auf dem Recruiterslam oder bei #pm20af in Wiesbaden?
        Liebe Grüße
        Henner

    2. Guten Morgen Henner,
      vielen Dank für die schöne Zusammenstellung.
      Google hatte schon immer faszinierende Möglichkeiten, die man im Business gerade als kleines Unternehmen gut einsetzen kann. Was die MyBusiness-Seite angeht, so ermöglicht diese zwar Einblicke in das Unternehmen, es muss allerdings eine Entscheidung getroffen werden, ob man sich als Zielgruppe an die Kunden (Normalfall) oder an potentielle Mitarbeiter wendet. Beides zu bespielen ist zwar möglich, muss man dann aber sehr bewusst tun. Um aber einen Einblick in das tatsächlich Arbeiten, das Geschäft(smodell) und Räumlichkeiten zu erhalten, taugt die Lösung trotzdem gut.
      Viele Grüße aus dem sonnigen Nürnberg
      Stefan

      • personalmarketing2null sagt:

        Servus Stefan,
        danke für deinen Kommentar! Hm, die Frage, wie man die Seite bespielt, stellt sich im Zweifel gar nicht. Denn hier kann ja auch der Nutzer mitbestimmen, was dort erscheint – sowohl in Form von Bewertungen als auch in Form von Fotos ;) (quasi wie bei Glassdoor). Das macht das Ganze ja so spannend!
        Sonnige Grüße zurück!
        Henner

      • personalmarketing2null sagt:

        Hallo Stefan,
        ja, da hast du wohl recht :) Wobei man generell „bewusst“ handeln und nicht in blinden Aktionismus verfallen sollte ;).
        Aber tatsächlich bietet die Lösung insbesondere für Klein- und Mittelstand tolle Möglichkeiten. Sogar kostenlose Webseiten!
        Viele Grüße zurück und bis bald in B,
        Henner

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