Arbeitgeber Arbeitsamt: Fehlerhafte Stellenbörse und unflexible Fachkräftemangelverwalter

von Henner Knabenreich. Lesezeit: fast 11 Minuten.

Am Wochenende bekam ich eine E-Mail von einer Leserin, die am eigenen Leibe zu spüren bekommen hat, was es bedeutet, Bittsteller beim Arbeitsamt und dort mit unfähigen Fallberatern konfrontiert zu sein. Darüber hinaus kämpften sie und ihr Vermittler nicht nur mit den Unzulänglichkeiten der Arbeitsamt eigenen Stellenbörse, sondern auch noch mit der Integration von XING-Stellenangeboten in die Jobbörse des Arbeitsamts. Ich habe mich ein wenig der Thematik angenommen und mir kurz noch die Karriereseiten der BA angeschaut. Und das ist, wenn es nicht so traurig wäre, eigentlich recht vergnüglich.

Wer kennt sie nicht, die Stellenbörse der Arbeitsagentur. Mindestens 77 Millionen Euro ließ man sich seinerzeit (das war 2004) den neuen „Virtuellen Arbeitsmarkt“ kosten. Schon damals hieß es in einem Artikel des Manager Magazins: „Das Ergebnis ist dennoch enttäuschend. Die neue Jobbörse der Arbeitsagentur funktioniert nicht so, wie sie sollte.“ Nun sind bereits über 10 Jahre ins Land gegangen, wahrscheinlich noch mal einige Millionen Euro ins Projekt geflossen, aber die Stellenbörse präsentiert sich nach wie vor in bester Schlechtform. Bereits damals (2004!) bemängelt: „Gibt es keine passenden freien Stellen, werden auch solche Jobangebote als Treffer aufgelistet, bei denen beispielsweise nur die Ortsangabe übereinstimmt„. Klar, als Bewerber hat man flexibel zu sein. Und dann nimmt man auch eine Stelle als Produktionshelfer an, auch wenn man eigentlich eine Qualifikation als Online-Marketing-Manager hat. Hauptsache im gleichen Ort.

Stellenbörse mit vielen Schönheitsfehlern

Auch wenn sich das Arbeitsamt nun Arbeitsagentur nennt, bleibt man dort auch 2015 seinen Prinzipien treu. Amt bleibt eben Amt. Und so gibt es eben für alles feste, vorgegebene Suchfilter. Kommen Sie bloß nicht auf die Idee, die Freitextsuche zu nutzen. Denn das geht garantiert nach hinten los.

Jobsuche beim Arbeitsamt - Freitextsuche ohne sinnvolle Ergebnisse

Stellen Sie sich vor, Sie wären Personalmarketing-Referent und wollten nach einem entsprechenden Job suchen. Nicht mit der Arbeitsagentur! Denn dort gibt’s eben nur den „Betriebswirt (Fachschule) – Personalwirtschaft„, den „Fachkaufmann – Personal„, den „Fachwirt – Personaldienstleistung„, den „Personalreferenten„, den „Personalreferenten – Achtung: – (Studienberuf)“ und – wie ich finde, ganz schön trendy: den „Recruiter„, natürlich nicht zu vergessen: den „Recruiter (Studienberuf)„. Hä?

Egal. Sie setzen sich über alle Filter dieser Welt hinweg und geben trotzdem „Personalmarketing“ in die Freitextsuche ein. Nun, die Ergebnisse, die sie dann geliefert bekommen, mögen sogar den Suchbegriff erhalten. Nur leider eben nicht zwingend im Kontext der Stelle.

Eine Suche nach Personalmarketing-Stellen in Frankfurt liefert u. a. diese Ergebnisse

So wirft eine Abfrage nach Personalmarketing + Frankfurt eben auch die für diesen Berufszweig typischen Stellen „KFZ-Technikermeister“, „Mediengestalter“ oder mein persönliches Highlight „Schuhmacher“ aus. Gut, wie oben schon geschrieben, wir wollen nicht kleinlich sein: Hauptsache ein Job!

Dass die Stellenbörse der Arbeitsagentur darüber hinaus ein Einfallstor für Missbrauch ist, soll hier nur am Rande erwähnt werden.

XING und das Arbeitsamt

Mittlerweile liefert die Arbeitsamt-Jobbörse nicht nur dort direkt eingestellte Jobs aus, sondern kooperiert auch mit einer Vielzahl von Jobbörsen. Seit 2012 mit XING. In einem Artikel im Handelsblatt wird in diesem Zusammenhang Stellungnahme des Arbeitsamts zitiert, dass „Arbeitssuchende, die in der Jobbörse eine interessante Stellenanzeige gefunden haben, die von Xing eingestellt wurde, automatisch zu der Plattform weitergeleitet werden. Auf Xing könnten sie sich dann über die Ansprechpartner in den Unternehmen informieren und direkt bewerben.“ Und nicht nur das: Im Juni 2015 wurde „das Businessnetzwerk XING am BA-PC sogar zur dienstlichen Nutzung freigeschaltet„!

„Mit der Freischaltung von XING wird den BA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern die Möglichkeit geboten, ihrer Aufgabenerledigung über die dienstlich zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel nachzugehen. Der Zugang zu XING dient der Unterstützung der Geschäftsprozesse der BA. Er stellt einen zeitgemäßen Kommunikationskanal dar, der bereits heute schon von vielen Kundinnen und Kunden genutzt wird. Zudem wird der professionelle Auftritt der BA als Organisation in XING gegenüber anderen Unternehmen sowie XING-Mitgliedern unterstützt.“

So weit die Theorie.

In der BA-Stellenbörse integrierte Stellenangebote von XING

Kommen wir nun zur Praxis. Denn Sie ahnen wahrscheinlich, dass nicht nur wenige der so genannten Jobvermittler Kundenbetreuer auf XING vertreten sind, die Integration von Jobbörse.com in XING zeigt auch massive Auswirkungen auf die Funktionalität der Stellenbörse der Arbeitsagentur. Vermutlich aufgrund massiver Beschwerden von Kunden erscheinen nun viele Anzeigen nicht mehr in XING selbst. Nur sind die leider noch in der Stellenbörse der BA gelistet (für die Funktionalität und Inhalte der einzelnen Börsen kann die Bundesagentur selbstredend keine Verantwortung übernehmen). Und was der Nutzer dann sieht, wenn er den Link klickt, ist Folgendes:

XING Anmeldemaske

Er wird entweder auf seine Profil-Startseite geleitet (als Mitglied) oder landet auf der Anmeldemaske (als Nichtmitglied). Oder vielleicht sogar auf einem Stellenangebot, muss sich dann aber (theoretisch) anmelden, um sich bewerben zu können. Theoretisch deshalb, weil in den meisten Stellenangeboten natürlich (:-)) ein Link zum Online-Bewerbungsformular bzw. zur Recruiter-E-Mail hinterlegt ist. Während der erste Fall zwar blöd ist, aber irgendwie zu verschmerzen, ist es der zweite Fall nun gar nicht. Vor allem wenn man bei seinem unterqualifizierten Fallberater Kundenbetreuer sitzt und auf dessen Wohl angewiesen ist. So wie in der Einleitung genannt.

Hier muss ich unbedingt ein kurzes Update einschieben und etwas richtig stellen: Richtig ist, dass der Nutzer entweder auf der XING-Startseite oder auf dem Stellenangebot landet, für dessen Bewerbung er sich (theoretisch) als Nicht-Mitglied erst einmal bei XING anmelden muss.

Erst registrieren, dann bewerben

Wo er aber landet, hängt davon ab, welchen Link er in den Ergebnissen der Jobbörse der Bundesagentur klickt. Denn dort gibt es, damit die Verwirrung möglichst komplett ist und sowohl ein gewissenhafter Blogger als auch ein noch viel gewissenhafterer Kundenbetreuer der Arbeitsagentur darauf herein fällt, zwei Links: Einen, der „zu den Details des Stellenangebots“ führt und einen, der „zur Datenherkunft des Stellengebots“ führt. Nichtsdestotrotz hat sich der nachfolgende Vorfall so zugetragen (welcher schön bestätigt, dass die Verlinkung einfach nur Verwirrung stiftet).

Kein Vermittlungsvorschlag möglich?

Folgendes hatte sich zugetragen:

Nach einem verstörenden Erlebnis bei der Arbeitsagentur hatte meine (nun) Leserin Jobbörse.com und Xing gegoogelt und ist so auf meinem Blog gelandet. Derzeit ist die Dame auf Jobsuche und damit „Kundin“ des Arbeitsamtes. Wer noch nie beim Arbeitsamt war: Hier sitzt ein Vermittler (der, auch wenn er jetzt Kundenbetreuer genannt wird, in der Regel nicht wirklich Ahnung von neueren Medien hat) dessen Ziel es ist, einem einen (oder auch mehrere) Vermittlungsvorschläge mitzugeben, auf die man sich dann bewerben muss (egal, ob es sinnvoll ist, oder nicht). Sie merken schon, dass da was gewaltig schief läuft. Denn wie soll jemand, der hoffnungslos mit der Arbeitsamt eigenen EDV (eigen dürfen Sie hier im doppelten Sinne verstehen) überfordert ist, einem einen Job vermitteln?

Zu diesem Zweck nutzt dieser Vermittler eben diese „eigene EDV“, in diesem Fall die Stellenbörse der BA, nur mit weiteren Features für den Vermittler aufgepimpt. Hier gibt es zum einen den Button „Vermittlungsvorschlag“, zudem ist in der Datenbank zur passgenauen Selektion (Matching) das Qualifikationsprofil eines Kunden hinterlegt.

Leider erlebten meine Leserin und der Vermittler eine böse Überraschung: Bei 10 Versuchen, für ihr Profil passende Stellenanzeigen zu öffnen, landete der Vermittler auf XING – und sah dann NICHTS, da er selbst keinen eigenen XING-Account hatte. Daher konnte er dummerweise auch keinen qualifizierten Vermittlungsvorschlag machen (immerhin ist die Dame Diplom-Kauffrau, verfügt über eine Qualifikation als Marketingleiterin und Vertriebscontrollerin und ist darüber hinaus das, was die wenigsten Personaler sind: netzaffin). Aufgrund der Problematik bekam die Dame dann einen Vorschlag als Produktionshelferin im Schichtdienst zum Mindestlohn, weil sich dieses Stellenprofil eben ohne XING-Account öffnen ließ. Tja, so würde ich das auch machen als Fallmanager Fachkräftemangelverwalter (der ich im Übrigen seinerzeit tatsächlich mal fast in meiner Not geworden wäre, aber das ist eine andere Geschichte). Hauptsache, der Kunde kriegt einen Vermittlungsvorschlag und basta.

Problematisch bei dem Fall ist, so wie sie es formuliert, dass „XING die Suchmaschine des Arbeitsamtes für Vermittler kapert und sie keinen brauchbaren Vermittlungsvorschlag bekommt, dem sie ja mit Rechtsbelehrung Folge leisten muss?!

Geschuldet ist das Ganze auf der einen Seite einem nicht zur endgültigen Marktreife gebrachten Produkt, dass Kunden und Nutzer verärgert. Der hier nun geschilderte Fall setzt dem Ganzen nun die Krone auf und darüber hinaus mit Sicherheit kein Einzelfall. Auf der anderen Seite muss ich XING doch etwas in Schutz nehmen: Denn Für die unflexiblen, überforderten Fachkräftemangelverwalter in der angestaubten Behörde aus Nürnberg können die nun auch nichts. Denn es gibt ja außer XING noch jede Menge andere Jobbörsen. Oder Google. Welche man aber beim Arbeitsamt wohl wiederum nicht kennt oder aus Prinzip nicht nutzt oder nutzen darf.

Jobs nicht bei Google indiziert

Tatsächlich steht die Bundesagentur für Arbeit auf Kriegsfuß mit Google. Und so finden Sie auch keinen der über eine Millionen Jobs aus der Stellenbörse der Bundesagentur für Arbeit auf Google. Kurz: Die Jobs sind nicht indiziert. Aber eine solche Indizierung sei eben auch ausdrücklich nicht erwünscht, wie die WELT  in ihrem Artikel Die fast unsichtbare Jobbörse der Arbeitsagentur berichtet. „Wir bieten anderen Stellenbörsen zwar Kooperationen an, haben aber unsere Angebote nicht generell für Suchmaschinen freigegeben„, heißt es in der Stellungnahme der Bundesagentur für Arbeit an die „Welt“. Warum auch, könnte ja nur die Auffindbarkeit der Stellen signifikant erhöhen.

Arbeitgeber Arbeitsamt

Sie mögen mir nun unterstellen, dass ich doch ein bisschen mit der Darstellung der emsig Schaffenden übertreibe und sehr viel Häme über die geschundenen Mitarbeiter ausschütte. Stimmt, die leisten wirklich einen tollen Job, der auch sehr vielseitig ist und mit Sicherheit auch den ein oder anderen Bewerber begeistern kann (schließlich findet jedes Töpfchen sein Deckelchen). Das vermittelt ja sogar ohne wenn und aber die folgende Infografik:

Infografik Wir bewegen. Jeden Tag. - Quelle Arbeitsamt

Dass die Bundesagentur ein großartiger Arbeitgeber ist und dort jeden Tag viel bewegt wird (Akten und Computertastaturen, um die ganzen armen Bittsteller zu verwalten), steht ja auch auf deren Website.

„Die Bundesagentur für Arbeit, kurz „BA“, ist die größte Dienstleisterin für den deutschen Arbeitsmarkt. Wir bringen Menschen und Arbeit zusammen. Dafür vermitteln und beraten wir Arbeits- und Ausbildungssuchende, unterstützen Arbeitgeber bei der Mitarbeitersuche und zahlen Geldleistungen aus. Für diese Aufgaben suchen wir engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die kompetent und kundenorientiert „anpacken“.“

Ich sage ja immer, dass man als Arbeitgeber keine falschen Erwartungshaltungen wecken soll. Insofern wagt sich die Behörde da auf verdammt dünnes Eis. Denn wenn Erwartungen nicht erfüllt werden, sind die Leute schnell enttäuscht. Und noch schneller weg vom Fenster. Andererseits, wenn „kompetent und kundenorientiert anpacken“ verwalten statt gestalten heißt, passt es ja.

Und ein Blick auf die Arbeitgeberseiten enthüllt dann ja doch schnell, mit welch verstaubten Moloch man es als Bewerber da zu tun hat. Immerhin, das muss man der Behörde positiv bescheinigen, verzichtet man auf Stock-Fotos und setzt auf echte Mitarbeiter. Allerdings bestätigen „Aktualisierungs“daten von 2012 das verstaubte Image.

Wobei die Arbeitsagentur durchaus auch ein toller Arbeitgeber für IT-Fachkräfte, wie bspw. Software-Entwickler und IT-Architekten ist. Das zumindest suggeriert der entsprechende Teaser, der mich persönlich wehmütig an alte Word-Art-Zeiten erinnert…

Hinweis auf IT-Stellenangebote bei der Bundesagentur für Arbeit

Klickt man selbigen an, so landet man dann auf der nicht minder modern gestalteten Textwüste Website des BA IT-Systemhauses.

Stellenangebote beim IT-Systemhaus der BA - alles per PDF

Abgesehen davon, dass man den Teaser dann auch noch mal in groß bewundern kann, werden alle Stellenangebote nur als PDF zur Verfügung gestellt. Klar, allemal besser als die Text- und Layout-Wüsten in der Stellenbörse der BA. Diese begeistern dann mit so wie Poesie klingenden Jobtiteln wie „Anforderungsanalytiker, SEP32, ITSYS-1102/2015-E“ oder „IT-Architekt (w/m), im Verfahren eAkte, SEP14, IT-SYS-1060/2015-E“. Immerhin aber wirbt das Systemhaus mit seinen „120 eigenen IT-Verfahren, 160.000 vernetzten PC-Arbeitsplätzen und der dazugehörigen Infrastruktur als eine der größten IT-Landschaften Deutschlands“. Da schlägt ein ITler-Herz doch Purzelbäume, wenn man so etwas liest! Zumindest bei einem ITler, der immer schon in einer Behörde arbeiten wollte. Auch das Layout ist bei den PDF-Anzeigen klar und übersichtlich. Leider fehlen aber auch hier mal wieder ganz klassisch Ansprechpartner und Adresse, dafür werden immerhin die Leistungen des Arbeitgebers genannt. Und das ist ja alles andere als selbstverständlich, wie meine in Kooperation mit der der Hochschule RheinMain erstellte Studie zur Qualität von Online-Stellenanzeigen ermittelt hat.

Tja, und da die Jobs der Arbeitsagentur eben nicht von Google indiziert werden, werden es die Jobs des IT-Systemhauses der BA eben auch nicht. Man kann sich da nur an den Kopf fassen und verwundert die Augen reiben. Ich jedenfalls tue dies.

Gut gefällt mir ja auch, dass man das Trainee-Programm bei der BA unter „Berufserfahrene“ subsumiert. Da werden die Informationen dann garantiert von der Zielgruppe gefunden. Dabei gibt’s davon jede Menge. Also von den Informationen, meine ich. Leider aber keine Stellen. Dafür aber ein Bewerbungsformular. Als zweiseitiges PDF.

Wir sehen also, beim Arbeitsamt gibt es viel Optimierungspotenzial. Das fängt beim Millionengrab Stellenbörse an, geht über überforderte Vermittler Kundenbetreuer bis hin zum Auftritt als Arbeitgeber. Da hilft dann auch die Auszeichnung mit dem Best Recruiters Award nicht viel.

  1. […] – und sie lädt… und lädt…” oder konkrete Unternehmensbeispiele wie “Arbeitgeber Arbeitsamt: Fehlerhafte Stellenbörse und unflexible Fachkräftemangelverwalter“. In vielen Medien werden außerdem gut gemeinte Tipps und Hinweise zu Ansatzpunkten für […]

  2. Kirstin sagt:

    Toll ist auch, dass bei der Möglichkeit, seine Bewerbungsunterlagen online in seinem Kundenprofil hochzuladen, die Datenmenge derart limitiert ist, dass selbst bei komprimierten Dateien das Volumen schnell erreicht ist. Und wenn man über 20 Jahre Berufserfahrung und diverse befristete Jobs hinter sich hat (wir müssen ja flexibel sein), kommt da so Einiges zusammen. ..
    Und nicht vergessen: wenn man selbst einmal bei der BA gearbeitet hat (befristet – Vorbildfunktion) hat KEINE Chance, wieder dort einsteigen zu können: Bewerber, die schon einmal bei der BA beschäftigt waren, können nicht berücksichtigt werden.

  3. Lars Hahn sagt:

    Wir haben in unserer Arbeit täglich mit der Agentur für Arbeit zu tun. Daraus kann ich bestätigen: Es gibt viele engagierte und fähige Berater/Vermittler/Kundenbetreuer, die allerdings glücklicherweise auch auf andere Stellenbörsen, den verdeckten Stellenmarkt und gar Blogs wie diesen hinweisen.

    Die Jobbörse der Agentur für Arbeit unterliegt natürlich den Besonderheiten des öffentlichen Dienst. Außer den problematischen Algorithmen kämpft sie sicher auch damit, dass alle Stellenangebote gratis drinstehen. Daher die Menge und auch die Vielzahl an Personaldienstleister-Angeboten.

    Schwierig ist, dass jeder Arbeitssuchende qua System gezwungen ist, viel Aufwand in die Pflege seines Profils in der Jobbörse zu stecken, auch wenn er sinnvollerweise eher seine LinkedIn-, XING-, Monster- etc.-Profile managen sollte.

    Aber tröste Dich: Die BA hat sich dennoch zum Positiven entwickelt. Früher war alles noch viel problematischer…

    • personalmarketing2null sagt:

      Danke dir Lars, für deinen Kommentar! Ich selber habe das ein oder andere leidvolle Erfahrungen mit zugegebenermaßen bemühten Kundenbetreuern gesammelt. Jedes Mal habe ich mir gedacht, wie soll mir der Mensch da hinterm Schreibtisch eigentlich weiterhelfen? In Sachen Jobsuche bist du dem um Quantensprünge voraus. Und genau das was du schilderst, ist das Problem, nämlich dass Arbeitssuchende GEZWUNGEN werden, mit der ollen AA-Jobbörse zu arbeiten. In dem Zusammenhang fällt mir die Initiative Fachkräfte-Offensive des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ein. Dazu dann demnächst mehr hier ;-)

  4. FCS sagt:

    Wobei der Spass noch weitergeht. Wenn man sich auf eine bei der BA ausgeschriebene Stelle bewirbt gibt es erstmal überhaupt keine Reaktion, selbst eine Eingangsbestätigung gibt es erst nach mehrmaligem Nachfragen. Und im Anschluss daran versandet es dann endgültig – keine Rückmeldung mehr über Monate. Wenn man dann irgendwann mal nachhakt kann es vorkommen, dass einem en passant mitgeteilt wird, dass man sich entschlossen hat, die Stelle doch nicht zu besetzen. Ist eine wahre Geschichte aus meinem persönlichen Umfeld.

Schreiben Sie Ihren Kommentar

Suche

Keinen Artikel mehr verpassen?

Folge mir auf Twitter

Kategorien

Arbeitgeber Ausbildungsmarketing Authentizität Bewerber Dialog employer branding Facebook Fachkräftemangel Fanpage Karriere-Fanpage Karriere-Page Karriere-Website Karriere-Website-Check kununu Personalmarketing recruiting Social Media Social Media Personalmarketing Stellenanzeige Stellenanzeigen Studie twitter Xing Youtube Zielgruppe

Archive

Die App für HR-Blogs

HR_BloggerBadge Get it on Google Play