Mit goodmonday auf dem direktesten Weg zu den Stellenangeboten eines Unternehmens

von Henner Knabenreich. Lesezeit: etwa 5 Minuten.

Eigentlich sollte dieser Artikel ja schon letzte Woche erscheinen. Und dann eigentlich heute Morgen. Aber ich weiß nicht, ob Sie dieses Phänomen auch kennen: Ich stelle immer wieder mit Erstaunen fest, dass ein Tag nur 24 Stunden hat. Und eine Woche sieben Tage. Bei Monaten und Jahren wird’s da schon kniffliger, das variiert dann so zwischen 28 und 31 bzw. 365 und 366 Tagen. Da soll dann mal einer den Überblick behalten. Also, wo waren wir stehen geblieben, richtig. Also Montag. Es ist halt immer wieder so, dass was dazwischen kommt. In den meisten Fällen ist das positiv. Nicht unbedingt für Sie, lieber Leser, aber für mich, wenn ich mich statt eines Blogartikels um ein Projekt kümmere. Jetzt aber zurück zum Thema. Montag. Warum sollte dieser Artikel nun gerade Montag erscheinen, haben wir doch oben gerade festgestellt, dass die Woche sieben Tage hat. Naja, weil sich dieser Artikel um die neue Jobsuchmaschine goodmonday.de drehen soll und da liegt es doch nahe, diesen Artikel auch Montags zu veröffentlichen (wobei Sie dann immer noch das exklusive Recht haben, diesen Artikel auch Dienstags, Mittwochs, Donnerstags, Freitags, Samstags oder sogar Sonntags zu lesen. Schließlich leben wir trotz der Content Mafia GEMA (German Entertainment Mafia Association) und Weichertwahn in einem freien Land).

Der Name goodmonday leitet sich im Übrigen tatsächlich aus der Erfahrung ab, dass die meisten Menschen am Montag nach Jobs suchen, genau genommen Montag mittags. Gewissermaßen also ein feines Zusammenspiel aus den guten Vorsätzen des Wochenendes und der Brotzeit, um goodmonday-Mitarbeiter Paul Blau zu zitieren.

Was also ist goodmonday nun genau? Ein weiteres Monster? Ein weiterer Anbieter einer JobAd2.0StellenanzeigeSuperPlus? Ein weiterer Talentfrosch? Mitnichten und Neffen! goodmonday läutet vielleichti eine neue Ära der Jobsuchmaschinen ein. Denn goodmonday grast die Karriere- bzw. Unternehmenswebsites nach aktuellen Jobs ab. Und das ausschließlich. Ergo ist goodmonday keine weitere Metasuchmaschine à la kimeta, icjobs oder jobrobot, sondern lässt sich allenfalls mit jobscanner vergleichen. Allerdings setzt man in Berlin auf die neuesten Technologien und probiert auch viel aus. Und zeitgemäßer und nutzerfreundlicher als jobscanner kommt goodmonday allemal daher :-).

Jobsuchmaschine goodmonday - einfaches, klares Layout mit AJAX-Technologie

Jobsuchmaschine goodmonday – einfaches, klares Layout mit AJAX-Technologie

Und so lässt sich einfach nach der Traumstelle in der passenden Stadt suchen. Schon während der Suche bekommt man mögliche Treffer angezeigt (diese Technologie kennt man bspw. von Amazon oder Google Instant Search) und ist so vor Frustrationen gefeit. Denn Stellentitel, die nicht vorhanden sind, werden gar nicht erst angezeigt. Die Qualität der Suchergebnisse hängt im Übrigen stark von den Einträgen auf der Website selbst ab. So kann es also durchaus mal vorkommen, dass nicht die allerpassendsten Einträge angezeigt werden. Hieran wird aber fleißig gearbeitet. Problem ist eben, dass die Spracherkennung für die deutsche Sprache noch in den Kinderschuhen steckt und dies viel Finetuning und Fehleranalyse des Crawlers und der Suchschnittstelle bedeutet. Dies ist zwar ein langwieriger Prozess, letztendlich wird der aber dafür sorgen, dass die Suche in Zukunft immer besser wird.

Wie mir Katrin Kaden, Kopf und Gründerin von goodmonday, verraten hat, nutzen 85% aller bisher ins Visier genommenen Firmen noch gar nicht die Möglichkeit, Stellen über ihre eigene Homepage auszuschreiben. Das ist verdammt viel, in meinen Augen viel zu viel (wie war das noch mit dem Fachkräftemangel?) und auch wesentlich mehr, als man bei goodmonday von vornherein erwartet hätte. Dort ist man im Übrigen der Meinung (und der schließe ich mich uneingeschränkt an), dass die Nutzung der firmeneigenen Webseite für die Mitarbeitersuche weiter zunehmen wird (wir erinnern uns: eine Ihrer Hausaufgaben war die Optimierung respektive Einrichtung Ihrer Karriere-Website). Insofern ist es nur gut und richtig, dass das Team um Katrin Kaden dies mit ihrer neuartigen Jobsuchmaschine unterstützt und vorantreibt.

Grund genug also, sie noch mit ein paar Fragen zu löchern :-)

Katrin Kaden - der Kopf hinter  goodmonday

Katrin Kaden – der Kopf hinter goodmonday

personalmarketing2null: Wer steckt hinter goodmonday? Wie ist Ihr Werdegang?

Katrin Kaden: Studiert habe ich Mathematik, nach dem Diplom dann lange Zeit in einem Software-Unternehmen gearbeitet, und mich dort vorrangig mit Suchtechnologie und Spracherkennung beschäftigt. Während und nach der Studienzeit und dann im Berufsleben ist man ja ganz natürlich immer wieder mit dem Thema Jobsuche beschäftigt. Welche Firmen gibt es, woran arbeiten sie, welche Mitarbeiter suchen sie, ist das für mich interessant?
Neben mir als Entwicklerin, wird goodmonday von einigen freien Mitarbeitern bei Design, Konzeption, Administration, Tests und Pressearbeit unterstützt.

personalmarketing2null: Was war denn letztendlich die Intention für goodmonday?

Katrin Kaden: Bestehende Lösungen, also Jobbörsen und Metasuchmaschinen, haben mich da nie so richtig glücklich gemacht: Ein zu kleiner Ausschnitt von allen Firmen, die Mitarbeiter suchen, zu viele Wiederholungen (auf den verschiedenen Trefferseiten tauchen immer wieder die selben Firmen auf und durch die unzähligen Kooperationen erscheinen auf den verschiedenen Börsen und Metasuchmaschinen oft die gleichen Stellenangebote), vielfach anonyme Stellenanzeigen oder auch Angebote, die sich erst nach Anmeldung erschließen lassen. Es entstand dann der Wunsch, eine Suchmaschine zu haben, die mich einfach zu den Stellenangeboten der Firmen leitet. Die Intention ist recht naheliegend. Firmen und Arbeitsuchende sollen einfacher zueinander finden.

Falls Sie als Unternehmen noch nicht vom Jobspider erfasst werden, hier noch ein paar Tipps von ihr:

  • Firmen, die Stellen auf ihrer eigenen Homepage ausschreiben, sollten für diese Seite eine eindeutige Zieladresse besitzen. Frame-Konstruktionen, POST-Formulare, Session-IDs oder Login-Bereiche können hier zu Schwierigkeiten führen. Umlaute in der URL können auch Probleme bereiten.
  • Die Jobseite sollte von der Startseite aus gut erreichbar sein, also möglichst keine ausgefallenen JavaScript-Link-Konstrukte. Unbeschriftete Bilder-Links können dem Spider „vorenthalten“, dass es hier zu den Jobangeboten geht.
  • Die Ausschreibungen selbst sollten so geschrieben sein, dass sie von dem Arbeitssuchenden auch gut gefunden werden. Je klarer die Beschreibung, desto einfacher wird es für den Suchenden. „Wir suchen immer gute Leute“ ist eher als Ladenaushang geeignet. Wichtig ist also ein treffender Jobtitel und eine konkrete Stellenbeschreibung.
  • Jobangebote ausschließlich als Bild, Film, oder im Flash-Format sind nicht sehr suchmaschinenfreundlich.

Diese Tipps sollten Sie auf jeden Fall beherzigen, unabhängig davon, ob Sie von goodmonday gespidert werden wollen, oder nicht :-) Mir bleibt nicht viel mehr übrig, als Ihnen zu empfehlen, mal einen Blick auf goodmonday zu werfen und im Zweifelsfall auch Ihr Unternehmen dort anzumelden (natürlich kostenlos!). Und auch über Feedback freut man sich im Team von Frau Kaden sehr!

Ich auf jeden Fall drücke dem sympathischen Startup aus Berlin die Daumen und bin gespannt auf die weitere Entwicklung!

  1. Mobile Recruiting: Über Sinn und Unsinn mobiler Job-Apps « personalmarketing | employer branding | social media – kritisch hinterfragt | personalmarketing2null sagt:

    […] auf oder ist er nicht so clever und nutzt Meta-Suchmaschinen wie kimeta, icjobs, jobrapido, indeed, goodmonday und wie sie alle heißen? Da müssen wir nicht lange spekulieren, da schauen wir uns einfach mal […]

  2. Dan sagt:

    „…nutzen 85% aller bisher ins Visier genommenen Firmen noch gar nicht die Möglichkeit, Stellen über ihre eigene Homepage auszuschreiben.“

    Ähm ???

    -> „Zahl des Monats: 10.130 Unternehmen posteten ihre offenen Stellen im März ausschließlich auf der eigenen Homepage, nicht aber in Zeitungen oder Jobbörsen. Basis: Auswertung von 17.871 deutschen Firmen-Homepages, 135 Printmedien und 27 Online-Jobbörsen“

    Quelle: http://anzeigendaten.de/content/fileadmin/user_upload/pdf/Jobmarkt_Deutschland_April_2012.pdf

    Sorry, jetzt bin ich aber verwirrt. Denn laut Anzeigendaten.de posten über 56% der Unternehmen Ihre Stellenanzeigen NUR auf ihrer Homepage. Die Zahl der Unternehmen, die sowohl die eigene Karriereseite + externe Plattformen nutzen ist hier noch gar nicht aufgeführt.

    Wer hat denn nun recht???? Die Repräsentativität sollte bei 17.800 HPs aber klar bei Anzeigendaten.de liegen.

    Gruß Dan

    • Hallo Daniel, gut aufgepasst! Man muss die Zahlen natürlich immer ins richtige Verhältnis setzen bzw. die Basis nennen, auf die sich die Zahl bezieht. Und diese bezieht sich eben auf alle Arten und Größen von Unternehmen und nicht nur die von großen und bekannteren Unternehmen. Soweit das Statement meinerseits, ich bin ja nur Zitator. Und kann das durchaus nachvollziehen. Wenn man bedenkt, dass goodmonday derzeit 250.000 Seiten (jeglicher Unternehmensgröße) spidert, sind das doch im Verhältnis zu den 18.000 ausgewerteten eine Menge mehr. Wie auch immer, ich bin am Freitag ja bei euch vor Ort, da können wir das gerne ausdiskutieren :-)

  3. Dan sagt:

    „…nutzen 85% aller bisher ins Visier genommenen Firmen noch gar nicht die Möglichkeit, Stellen über ihre eigene Homepage auszuschreiben.“

    Ähm ???

    -> „Zahl des Monats: 10.130 Unternehmen posteten ihre offenen Stellen im März ausschließlich auf der eigenen Homepage, nicht aber in Zeitungen oder Jobbörsen. Basis: Auswertung von 17.871 deutschen Firmen-Homepages, 135 Printmedien und 27 Online-Jobbörsen“

    Quelle: http://anzeigendaten.de/content/fileadmin/user_upload/pdf/Jobmarkt_Deutschland_April_2012.pdf

    Sorry, jetzt bin ich aber verwirrt. Denn laut Anzeigendaten.de posten über 56% der Unternehmen Ihre Stellenanzeigen NUR auf ihrer Homepage. Die Zahl der Unternehmen, die sowohl die eigene Karriereseite + externe Plattformen nutzen ist hier noch gar nicht aufgeführt.

    Wer hat denn nun recht???? Die Repräsentativität sollte bei 17.800 HPs aber klar bei Anzeigendaten.de liegen.

    Gruß Dan

    • Hallo Daniel, gut aufgepasst! Man muss die Zahlen natürlich immer ins richtige Verhältnis setzen bzw. die Basis nennen, auf die sich die Zahl bezieht. Und diese bezieht sich eben auf alle Arten und Größen von Unternehmen und nicht nur die von großen und bekannteren Unternehmen. Soweit das Statement meinerseits, ich bin ja nur Zitator. Und kann das durchaus nachvollziehen. Wenn man bedenkt, dass goodmonday derzeit 250.000 Seiten (jeglicher Unternehmensgröße) spidert, sind das doch im Verhältnis zu den 18.000 ausgewerteten eine Menge mehr. Wie auch immer, ich bin am Freitag ja bei euch vor Ort, da können wir das gerne ausdiskutieren :-)

      • Wantha sagt:

        Habe eben die Seite entdeckt und ich muß sagen, es gibt immer wieder gute Tips im Internet zur Gestaltung von Jobangeboten.
        Am einfachsten wäre es natürlich wenn die Unternehmen selbst auf deren Webseiten die Stellenangebote ausschreiben und die großen Job Suchportale die Firmenseiten Spidern. Wichtig ist hiebei natürlich die Aktualität, was nützt es, wenn die Angebote nicht gefunden werden oder veraltet sind.

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