Thilo Weicherts Wahn fordert erstes Opfer unter Facebook Karriere-Pages

von Henner Knabenreich. Lesezeit: fast 2 Minuten.

Nun hat er es also tatsächlich geschafft: Thilo Weichert, der Mann, der die Facebook-Welt in Atem hält. Das erste Unternehmen, welches eine Facebook Karriere- bzw. Ausbildungspage betreibt, streckt aufgrund der Verunsicherung und aus Angst vor Restriktionen die Waffen und schließt bis auf Weiteres die Page:

Liebe Fans,

aufgrund der aktuellen Diskussionen rund um das Thema Datenschutz bei Facebook, müssen wir unsere Seite leider bis auf weiteres schließen. Wir Bedanken uns für eure Unterstützung und tollen Beiträge und hoffen auf eine baldige Wiederkehr unserer Fanpage.

Gruß euer Dataport-Ausbildung-Team

Dataport Ausbildung kapituliert vor Thilo Weicherts Wahn

Dataport Ausbildung kapituliert vor Thilo Weicherts Wahn

So steht es da zu lesen. Eine überstürzte Reaktion? Oder evtl. nur ein Aufhänger, um die Seite zu schließen?

Fakt ist, „Dataport ist ein Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnik der öffentlichen Verwaltung in Schleswig-Holstein“ und genau da liegt anscheinend das Problem: Schleswig-Holstein. Denn, wer es noch nicht mitbekommen hat, hier sitzt die ULD, das „Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz“ in Schleswig-Holstein. Und ein übereifriger Thilo Weichert, der allen Facebook-Page-Betreibern den Kampf angesagt hat. Wer ist datenschutzrechtlich verantwortlich für Facebook-Fanpages und Social-Plugins? so seine Frage und da er Facebook  ja kaum mit seinen wahnwitzigen Bemühungen erreicht,  hält er sich also an den Facebook-Seitenbetreibern schadlos, denen er mit Abmahnungen droht.

Ich möchte jetzt gar nicht auf die Diskussion näher eingehen, dies wurde schon an andereren Stellen ausgiebig getan. Ich finde nur die Entwicklung sehr bedenklich, die der gute Herr Weichert da angestoßen hat. Im Falle von Dataport, kann ich die Entscheidung schon nachvollziehen – sitzt das Unternehmen doch in Schleswig-Holstein und damit in der Bannmeile des ULD. Darüber ist das Unternehmen aber auch noch Dienstleister in der öffentlichen Verwaltung Schleswig-Holsteins und musste so dem Druck nachgeben. Schade, denn so muss das Unternehmen auf eine wichtige Kommunikationsplattform für (potenzielle) Azubis aufgeben.

Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Dinge weiter entwickeln. Hoffen wir also, dass das Ganze nur ein Einzelfall ist, ansonsten haben wir demnächst hier vielleicht ähnliche Verhältnisse wie in Italien, wo ein kruder Gesetzesentwurf der noch kruderen Berlusconi-Regierung im Gespräch ist und der Websites, Blogs und Social Networks blockieren soll …

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