Woran erkennt man eigentlich einen guten Arbeitgeber?

von personalmarketing2null. Lesezeit: etwa 2 Minuten.

Woran erkennt man eigentlich einen guten Arbeitgeber? Das fragen sich viele Bewerber Tag für Tag. Und gehen auf die Suche nach einer Antwort. Und googeln. Fragen Freunde, Bekannte, Verwandte. Wälzen Bewerbungsratgeber. Sprechen mit Karriere-Experten. Oder mit Mutti. Oder schauen einfach TV. So wie ich heute. Was ich da sah, wollte ich einfach nicht glauben.

Aber eigentlich war es ja klar: Nach Brot, Fleisch, Wein, Weib und Gesang Obst und Gemüse, Kaffee und Schokolade nun also auch noch der Arbeitgeber LIDL selbst. OMG. Schrieb ich doch gerade noch, woran man eigentlich gutes Personalmarketing erkennt, hat LIDL keine Kosten und Mühen gescheut und den Recruiting-Clip gleich noch am Tag meiner Artikelveröffentlichung auf Youtube eingestellt. Klar, in Neckarsulm lässt man sich nicht lumpen.

„Woran erkennt man eigentlich einen guten Arbeitgeber?
Einen guten Arbeitgeber erkennt man nicht am guten Sitz der Krawatte
oder an der exponierten Lage der Firmenzentrale.

Einen guten Arbeitgeber erkennt man an einem guten Arbeitgeber.

Daran, wie wichtig ihm seine mehr als 70.000 Mitarbeiter sind.
Dass bei ihm jeder alles werden kann
und trotzdem er selbst bleibt.
Dass er mehr als den gesetzlichen Mindestlohn zahlt.

Sie erkennen ihn daran, dass der beste Mann für eine Führungsposition häufig eine Frau ist
und dass seine rund 3.000 Auszubildenden nicht nur Kisten, sondern auch Verantwortung tragen.

Einen guten Arbeitgeber erkennen Sie, wenn Sie sich mit ihm an einen Tisch setzen.“

So einfach ist das also. Andere kaufen für teuer Geld Arbeitgebersiegel und werden über Nacht zum Top Arbeitgeber (oder wenigstens Top 806. Arbeitgeber, je nach dem). LIDL dreht einfach einen Clip und behauptet, ein guter Arbeitgeber zu sein. Cleverer Schachzug. Eigentlich. Nur: Wo bleibt die Glaubwürdigkeit? Das Problem haben wir ja schon bei den restlichen Spots. Das, was dort kommuniziert wird, steht leider im krassen Gegensatz zur Realität.

Nun, wie schrieb ich oben? Ein Bewerber googelt seinen potenziellen Arbeitgeber. Und dort wird er dann im Zweifelsfall die Informationen, die er braucht, finden.

Ehrlich währt am längsten. Auch im Employer Branding

Wie heißt es so schön? Ehrlich währt am längsten. Das gilt auch für die Arbeitgeberkommunikation. Fürs Employer Branding.

Auch wenn böse Stimmen sagen „LIDL lohnt nicht„, ist LIDL selbstverständlich ein guter Arbeitgeber. Schließlich kommt es dort weder auf den guten Sitz der Krawatte, noch auf die exponierte Lage der Firmenzentrale an. Außerdem sind ihm die über 70.000 Mitarbeiter wichtig. Wurde ja auch Zeit, nach den Skandalen in der Vergangenheit. Und bei LIDL kann jeder alles werden. Alles. Und bleibt dabei ganz er selbst. Bzw. sie. Denn schließlich ist der beste Mann für eine Führungsposition eine Frau (ist das eigentlich AGG-konform?). Klasse auch, dass die Azubis dort nicht nur Kisten, sondern auch Verantwortung tragen. Können die bei EDEKA aber auch. Und da wird wenigstens gerappt.

Übrigens, LIDL sucht immer noch einen Employer Branding Manager. Also einen HR Marketing Experten. Oder war es umgekehrt? Wie auch immer, wenn’s diese Kampagne nicht bringt, dann weiß ich’s auch nicht… Vielleicht wäre einem diese Kampagne aber auch erspart geblieben, wenn ein solcher Experte diese Aktivitäten gesteuert hätte.

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