Die kununity – Bewertungsportal kununu setzt auf Dialog

von personalmarketing2null. Lesezeit: etwa 4 Minuten.

Es tut sich was bei kununu. Das im deutschsprachigen Raum größte Portal für Arbeitgeberbewertungen glänzt nicht nur in neuem Gewand, auch in die Interaktion mit dem Nutzer kommt nun mit der „kununity“ Bewegung. Endlich, muss man sagen. Denn bisher war das ja eher eine Einbahnstraße. Wenn nicht sogar Keinbahnstraße. Damit ist jetzt Schluss: Mit der kununity spendiert das Bewertungsportal seinen Nutzern ein brandneues Feature. Nun haben Bewerber, Mitarbeiter, ehemalige Mitarbeiter, aber selbstverständlich auch der Arbeitgeber selbst, endlich die Möglichkeit sich unmittelbar über eine Community auszutauschen.

Kaum einer hat wohl damals damit gerechnet, dass kununu, 2007 als weltweit erstes Arbeitgeberbewertungsportal gegründet, dauerhaft am Markt bestehen würde. Viel zu heftig war der Gegenwind, der von Gründung an dem jungen Startup aus Wien entgegen wehte. Klar, wer lässt sich schon gerne als Arbeitgeber beschimpfen (auch wenn dies in vielen Fällen mehr als berechtigt ist). Den großen Siegeszug trat die Plattform dann mit der Übernahme durch XING („xununu“) an. Danach ging es stetig bergauf, so zum Beispiel mit der Eröffnung eines Standorts in Boston, um von dort aus den US-amerikanischen Markt zu erschließen. Was dank Google Jobs und den damit in die Suchergebnisse integrierten Company Reviews einen zusätzlichen Schub bekommen hat.

Auch wenn es so manchmal an Feingefühl in der Kommunikation mit dem Endkunden mangelt (und bei den Schlagzeilen wie „Gratis Tampons als Image-Boost“ oder „Produktiver dank Alkohol: Wir kriegen das Gin!“ für den Newsletter sowieso), es ist nun mal so, dass man nicht everybody’s Darling sein kann. Und so steigt die Relevanz der Plattform trotz Kritik unaufhörlich. Stand heute wurden auf kununu „bereits 2.059.000 authentische Erfahrungsberichte über Gehalt, Betriebsklima und Bewerbungsprozesse zu 550.000 Unternehmen abgegeben„.

Interaktion auf kununu: Bisher Fehlanzeige

Vor einiger Zeit schrieb ich einmal, dass es mit den Aktivitäten der Unternehmen auf kununu nicht weit her ist. Klar, es gibt immer mehr Employer Branding-Profile und die Arbeitgeber stellen sich als schillernder Pfau mit tollen Videos und blumigen Farben dar, aber die Potenziale, die das Portal bietet, werden längst nicht ausgeschöpft. So hat Daimler beispielsweise 1.917 Bewertungen erhalten. Eine Reaktion, also ein Kommentar seitens des Arbeitgeber blieb aber in allen Fällen aus. Ein Computacenter mit drei Kommentaren auf 838 Bewertungen macht es da nicht besser. Bei Siemens indes wird Recruiting von Profis gemacht und so werden immerhin 31 Prozent der 2458 Bewertungen kommentiert. Schaut man sich aber im Weiteren an, wer von den meist bewerteten Unternehmen diese Möglichkeit nutzt (kununu stellt auf der Startseite die aktuell am meisten bewerteten Unternehmen vor), so bekleckert sich da kaum ein Unternehmen mit Ruhm, wie die nachfolgende ad hoc erhobenen Daten zeigen:

Meist bewertete Unternehmen auf kununu

Tatsächlich ist es sogar so, dass vielen Unternehmen gar nicht bewusst ist, dass sie überhaupt bewertet werden. Das stelle ich in Seminaren immer wieder fest und empfehle da das Einrichten eines Google Alerts als ersten Schritt in die richtige Richtung. Gefolgt vom Abonnieren des jeweiligen Firmenprofils.

Klar, ein echter „Dialog“ war bis dato nicht möglich. Auf eine Bewertung folgte (im Idealfall) ein Kommentar (bei guten wie auch schlechten!). Dann war Ende Gelände. Das ändert sich nun und wird umso spannender, da kununu heute ein brandneues Feature ausrollt: Die kununity. Dieser Zungenbrecher steht für kununu-Community. Tatsächlich tauchte der Begriff kununity bereits 2008 das erste Mal auf, nämlich als verkündet wurde, dass ab sofort nicht nur das Betriebsklima, sondern auch den Bewerbungsprozess in Unternehmen bewerten können. „Dem großen Wunsch der „kun-unity“ folgend bietet kununu das neue Feature zur Bewertung von Vorstellungsprozessen und schafft dadurch Raum für Informationen, die bisher im Verborgenen geblieben sind.„, so hieß es seinerzeit in der Pressemeldung.

kununu wird zur kununity, der kununu-Community

Nun, neun Jahre später gibt es die wirklich echte Community. Und so wird kununu „um eine relevante Informationsebene mit Echtzeit-Charakter ergänzt. kununu wird zu einer Community („kununity“), die Jobinteressierte mit anderen Usern und Insidern aus einem Unternehmen direkt verbindet“, wie es in der aktuellen Pressemitteilung heißt.

Über den zunächst nur auf dem Profil von kununu und XING implementierten Tab „Fragen“ haben User die Möglichkeit, ihre individuellen und detaillierten Fragen zu Arbeitgebern zu stellen – und die Antworten direkt von denen zu bekommen, die es am besten wissen: aktuelle Mitarbeiter, ehemalige Mitarbeiter, andere Bewerber oder Partner, Verwandte und Freunde von Mitarbeitern.

Neues Feature auf kununu - die kununity, die über den Tab 'Fragen' erreichbar ist

Natürlich können Nutzer ihre Fragen auch direkt an die Unternehmen stellen. Schließlich sollen auch Arbeitgeber die neue Interaktions-Funktion nutzen. Genau wie sie jede einzelne Bewertung auf ihrem Profil kommentieren können, können Firmen nun auch konkrete Fragen zu ihrem Unternehmen beantworten.

Das neue Fragen-Feature auf kununu - nun ist Interaktion auf kununu möglich

Wohlgemerkt können. Ob sie es tun, ist fraglich, wie die bisherigen Interaktionswerte zeigen. Letztendlich aber wären Arbeitgeber recht dumm, wenn sie das neue Feature nicht nutzen würden, können sie doch hier in den direkten Dialog mit Mitarbeitern und Bewerbern treten und auf diese Weise überzeugen. Angst vor Bashing muss übrigens keiner haben, dafür gibt’s schließlich die Community-Richtlinien. Und aufgrund jahrelanger Erfahrungen auch einen fein justierten „Fäkal-Spam-Filter“: Schimpfwörter, Fäkalsprache, rohe, doppeldeutige oder obszöne Sprache sind nicht zugelassen. Na bitte. Ich bin gespannt, wie das Feature angenommen wird. Bei den Bewerbern mache ich mir wenig Sorgen. Eher auf Arbeitgeberseite. Aber das wird schon (müssen).

Das Fragen-Feature ist auf den Profilen von kununu und XING ab sofort live, in sechs bis acht Wochen sollen die weiteren Profile folgen.

Die neue Community finden Sie auf kununu. Hier finden Sie…


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