Fremdschämen bei McDonalds: Zielgruppe strikes back und das erste Recruiting Video im Gangnam Style

von personalmarketing2null. Lesezeit: etwa 7 Minuten.

Während man sich hierzulande zum wiederholten Male fremdschämen muss, weil man es einfach nicht lassen kann, peinliche Musik- und Tanzvideos zu drehen, bin ich heute in doppelter Hinsicht auf ein wie ich finde fan-tas-tisches Fundstück gestoßen: Das Recruiting-Video im Gangnam Style. Aber bevor ich dahin komme, noch ein, zwei Anmerkungen zum neuesten Fremdschäm-Recruiting-Video, diesmal von McDonalds…

Wir erinnern uns: Da war zunächst einmal „die Mutter“ aller Recruiting-Rap-Videos in Deutschland, der BMW Praktikum Rap. Viel Schelte hat er aushalten müssen, ich war glaube ich der einzige Blogger weit und breit, der dem Ganzen etwas Positives abgewinnen konnte. Und dazu stehe ich bis heute. Und obwohl sich vermeintlich alle Welt über das Video echauffiert hat, brach eine wahre Recruiting-Rap-Video-Welle los: Zunächst gab es da den legendären Wurst-Rap, gefolgt von der Gang der Chemie Nord, übertrumpft noch von den EDE(ppen)KA-Rappern, geschweige dem Bon-Prix-Chichi Fremdschäm-Akt. Gekrönt wurde das Ganze dann vor Kurzem vom Sparda-Rap. Mittlerweile hat die Redewendung „Ey Alter, bist du krass  Sparda oder was“ leider eine traurige Berühmtheit erlangt und bedeutet soviel wie „spinnst du“. Sogar bei T3N, deren Ding Recruiting ja nun mal gar nicht ist, werden nun alte Kamellen aufgewärmt und die hier genannten Spots vorgestellt

Traurige Berühmtheit erlangt nun auch der Fremdschäm-Spot von McDonalds. Hier wird zwar nicht gerappt, aber besser ist das Resultat dadurch noch lange nicht. Im Gegenteil.

Weil es so schön ist, hier der Text:

BigMac grillen, tagein tagaus, niemals still, aus die Maus.
Glaubst du wirklich das ist alles?
Tisch abräumen, Spaß versäumen, wenig Geld, kleine Welt.
Weißt du wirklich was du denkst?
Hey!
hier zählt nur dein Talent
Es geht schneller als du denkst,
dein Aufstieg in deiner Hand,
wo ist dein Tellerrand?
Hey!
Mach bei uns den neuen Start,
vielleicht wirds auch mal hart,
die Zukunft wartet nicht,
mach den Schritt ins Rampenlicht!

Das, lieber Leser ist kein Scherz, sondern die traurige Realität. Interessantes Detail im Übrigen: Das Video wurde gar nicht offiziell von McDonalds auf Youtube eingestellt, sondern von einem „begeisterten“ McD-Fan. Offensichtlich war man sich bei McD sehr wohl bewusst, was da für ein Schmonzes verzapft wurde und wollte sich die Peinlichkeiten eines Sparda-BMW-Edeka-Rap-„Shitstorms“ ersparen. Schaut man sich die bisherigen Reaktionen an, ging das aber ordentlich nach hinten los. Auch wenn auf diese Weise das Urheberrecht verletzt wurde, so schert das die Generation Y(outube) herzlich wenig :-).

Wenn Jannis Tsalikis neulich auch schrieb, dass der Employer Branding Rap tot sei, so ist das auf jeden Fall auf peinliche Tanzvideos zu erweitern. Verwundert musste ich mir dann aber doch die Augen reiben, als der eine oder andere Blogger, der sich noch über die gute Fee aus dem Sparda-Rap oder andere Recruiting-Rap-Katastrophen echauffiert hatte, auf einmal McDonalds den Freifahrtschein erteilte und fast schon über den grünen Klee lobte. Nur weil dort der einzige bekannte deutsche Personalvorstand ist, der bloggt (der einzige Personaler, der bloggt, ist er schon lange nicht mehr ;-) und auf seinen persönlichen Artikel zum Clip bin ich gespannt), heißt das noch lange nicht, dass die Aktivitäten von McDonalds über jeden Zweifel erhaben sind (sind sie im Übrigen nicht – das beweist schon alleine die Tatsache, dass der Clip bzw. die Informationen gut auf der Website versteckt sind und nicht dort, wo man sie eigentlich erwarten würde – sprich auf der Ausbildungswebsite – sowie die Karriere-Website an sich) und man ihn in Watte packen muss. Mal ehrlich, Leute. Der Spot ist einfach nur peinlich und zum Fremdschämen. Aber das wissen Sie ja schon. Im Übrigen schön, wenn das auch die (vermeintliche) Zielgruppe so sieht, wie dieser Spot schön zeigt.

Zitat: Ne, Mama, äh… ich mache doch Abitur :-).

Wo bleibt das Recruiting-Video im Gangnam Style???

Stellt sich also die Frage, wo bei all den Fremdschäm-Videos der erste Recruiting-Clip im Gangnam Style bleibt. Bevor ich darauf eine Antwort erteile, erst einmal ein paar kurze Worte zu Gangnam. Ja, Sie lesen richtig: es heißt Gangnam und nicht Gangbang. Im ersten Überfliegen könnte man tatsächlich letzteres lesen und interpretieren. Auch wenn das den einen oder anderen enttäuschen mag, geht das aber haarscharf am Ziel vorbei :-)

Also, Gangnam: Das ist der teuerste Stadtteil Seouls. Gangnam Style wiederum bezeichnet den verschwenderischen und luxuriösen Lebensstil, den man mit diesem Bezirk verbindet. Darüber hinaus ist es der wahrscheinlich weltweit erfolgreichste Hit aller Zeiten – zumindest was die Zugriffszahlen auf Youtube angeht. Gehört haben Sie den Ohrwurm mit Sicherheit schon, sein volles Potenzial und seinen Charme entfaltet das Ding aber eigentlich erst, wenn man Rapper (!, da haben wir’s wieder :-)) PSY tanzen sieht.

Und gerade dieser Tanzstil und das Video machen das Video so erfolgreich. Selbst Parodien mit Obama, Romney, Hitler oder Ai Wei Wei machten schon die Runde.

Was also ist naheliegender als das Ganze auch als Recruiting-Video zu verwursten (darf man als Vegetarier eigentlich von verwursten sprechen? Egal.). Langer Rede kurzer Sinn. Here we go…

Da wir uns jedoch leider in Deutschland befinden zollt dieses Video mal wieder der GEMA-Mafia Tribut und Sie werden sich dieses Fundstück der Recruiting-Video-Kultur nicht unmittelbar anschauen können. Aber keine Panik! Sie gehen einfach auf die Website sitegetter.net und geben dann dort den Youtube-Link ein: http://www.youtube.com/watch?v=lJtHNEDnrnY (mehr Tipps, wie sich das GEMA-Diktat umgehen lässt, finden sich im Übrigen hier). Und fertig ist die Laube (das ist ein Spruch meines Ex-Mathelehrers und mit Sicherheit nicht Generation Y-like :-))!

Sie werden mich jetzt vielleicht fragen, warum denn dieses Video so viel besser ist, als die genannten. Vielleicht aber auch nicht. Nichtsdestotrotz gebe ich Ihnen eine Antwort :-)

Einblicke ins MIT-Leben

Zunächst einmal habe ich mich gefreut wie Bolle (sollten Sie wissen, wer Bolle ist, immer her mit der Antwort – unter allen richtigen Antworten verlose ich ein handsigniertes Exemplar des Buches Recruiting im Social Web! – u. a. mit Beiträgen von den personalbloggern Jörg Buckmann, Dominic Hahn und Florian Schrodt), dass ich so ein Video gefunden habe und tatsächlich das Thema aufgegriffen wurde (wer so etwas bereits von einem deutschen Unternehmen kennt, immer her damit – auch hier verlose ich ein Buch!). Auch finde ich die Machart sehr gelungen, die auf unterhaltsame Weise einen Blick hinter die Kulissen des Massachusetts Institute of Technology (MIT) ermöglicht und viele der Studierenden mit einbindet. All die Machart wäre aber nichts gegen die Entstehungsgeschichte bzw. die Hintergründe. Zunächst einmal geht es ja nicht um ein Recruiting-Video im klassischen Sinne, also für ein Unternehmen. Vielmehr geht es darum, das MIT für potenzielle Kandidaten schmackhaft zu machen und die verschiedenen Facetten/Bereiche des MIT auf unterhaltsame Weise vorzustellen. Und das wiederum nicht von oben (auch wenn der Dekan sich selber das eine oder andere Mal in das Video mit einbringt), sondern getrieben von Studierenden des MIT selber.

MITler als Markenbotschafter, wenn man so will. Initiiert wurde die Parodie von der MIT Korean Students Association (MIT KSA). Mitgewirkt haben bei dem Projekt aber auch MIT Dekan Stu Schmill (der im Übrigen übers MIT bloggt), Professor Eric Lander, Professor Donald Sadoway, Professor Noam Chomsky sowie diverse Vereinigungen und Einrichtungen des MIT (MIT Tennis,  Freshman Leadership Program,  Korean Students Association,  Amphibious Achievement,  Sloan Business Club,  OrigaMIT,  MIT Pistol,  MIT Pole Vaulting,  Asian American Association,  MIT Women’s Soccer,  MIT Swimming,  Anime Club,  MIT Cheerleading Squad, Nu Delta,  Glass Lab,  Logarhythms,  Dance Troupe,  Department of Urban Studies and Planning,  MIT Sailing,  Chinese Students‘ Club,  Quidditch Team,  MIT-EMS,  Lion Dance Club,  Freshman Urban Program,  South Asian American Students,  Phi Beta Epsilon) und natürlich Maskottchen  Tim the Beaver.

Stark, wie ich finde. Stark auch, welche Resonanz das Video erzielt: Innerhalb weniger Tage von Going live Mitte Oktober 2012 bis heute wurde das Video bereits über 4.200.000 (!) mal angeklickt. An einigen Tagen war das Video sogar das meist angeklickte überhaupt. Auch sonst schlug das Video große Wellen. So twitterte bspw. Paulo Coelho (ja, genau der!) über den Auftritt von Noam Chomsky im Video (nun muss man wissen, dass Noam Chomsky immerhin als einer der weltweit bekanntesten lebenden Intellektuellen gehandelt wird):

 

Abgesehen von diesem gelungenen Video ist im Übrigen auch der Web-Auftritt des MIT einen Blick wert. Nie zuvor habe ich eine so ansprechende Website einer Hochschule gesehen. Hochschulmarketing vom Feinsten quasi.

Screenshot der MIT-Admissions-Website

Klare Konzentration auf das Wesentliche, tolle Nutzerführung und jede Menge Storytelling per Video (meine Favoriten „Secret Lives of Scientists„) und mit Blogbeiträgen. Lassen Sie sich inspirieren!

 

 

  1. […] sei, blieb es still (mit Ausnahme der unsäglichen RecruitingRap-Videos, die freilich auch Positivbeispiele kennen). Nochmal: Ja, der „See“ mag still wirken, aber darunter brodelt es. Social Media ist […]

  2. […] sei, blieb es still (mit Ausnahme der unsäglichen RecruitingRap-Videos, die freilich auch Positivbeispiele kennen). Nochmal: Ja, der „See“ mag still wirken, aber darunter brodelt es. Social Media ist […]

  3. […] weiß ja nicht, ob es Deutschlands Burgerbrater Nummer 1 wirklich gelingt, mit seinem Top-of-the-Pops-Recruiting-Fremdschäm-Video Schüler für eine Lehre als Systemgastronom respektive Bulettenschieber zu gewinnen. Aber was ich […]

  4. Wie wahr, wie wahr! :-)
    Demnächst rappen dann wohl auch noch katholische Messdiener vorm Altar, um für den Job als Pfarrer zu werben. Die haben ja auch Nachwuchsprobleme! ;-) Die Zielgruppe würds vielleicht sogar mehr ansprechen, als das was da sonst so in der Kirche abgeht! Beides irgendwie ne traurige Vorstellung! ;-)

    Hierzu im übrigen eine kleine Anmerkung:
    „Interessantes Detail im Übrigen: Das Video wurde gar nicht offiziell von McDonalds auf Youtube eingestellt, sondern von einem “begeisterten” McD-Fan. Offensichtlich war man sich bei McD sehr wohl bewusst, was da für ein Schmonzes verzapft wurde…“

    Ich gebs’s zu, ich esse auch gelegentlich mal bei dieser Burgerkette. ;-)
    Bei meinem letzten Besuch, lief das Video übrigens im ganzen Laden auf allen Screens. Anscheinend zeigen sie es nur dort. Den Appetit hat’s mir zwar nicht verdorben aber ein „wtf“ kam mir schon in den Sinn, als ich das sah …

    • Zum Thema BMW bin ich vor kurzem auf ein Video gestoßen, dass mich im Gegensatz zum Rap-Video doch schon um einiges mehr anspricht. Ist zwar MINI aber die gehören ja zum Konzern:
      http://youtu.be/tGamCsjw_1Y
      Ich finde, dass hier die MINI Verkäufer sehr authentisch rüber kommen. Das passt sowohl zum Image von MINI als auch zur Zielgruppe (Bewerber) … und selbstmich als (ehemaliger) MINI-Kunde spricht das an.

      Beim BMW Rap Video hingegen fühlten sich wohl nur die wenigstens Bewerber und noch weniger die BMW Kunden angesprochen.

      • personalmarketing2null sagt:

        Schönes Fundstück, danke!
        Ich bin ja auch der Meinung, dass man die Inhalte der Ausbildung bzw. des Jobs transportieren sollte. Dafür eignen sich Videos nun mal einfach hervorragend. Irgendwelche Tanz- und Rapvideos wirken in meinen Augen einfach deplatziert und transportieren in den meisten Fällen die falsche Botschaft. Sofern sie überhaupt eine transportieren…

    • personalmarketing2null sagt:

      Puh, da bin ich ja froh, dass McD für mich nicht mehr auf der Agenda steht. Wenn ich mir vorstelle, da die ganze Zeit mit diesem Spot beglückt zu werden… Nicht auszudenken :-)

  5. Hi Henner,

    ja man sollte meinen, dass die Personaletagen langsam aus den schlechten Clips gelernt haben. Mir tun immer nur die Azubis leid, die sich das Bashing dann gefallen lassen müssen, obwohl doch eigentlich die Agentur dahinter den Mist verbockt hat.

    Heute hab ich auf Saatkorn.com ein exzellentes und in Cannes ausgezeichnet Beispiel für gutes Storytelling zu Employer Branding gefunden: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=_OloVUI9FYY

    Übrigens kann man sich als Arbeitgeber per Video auch anders in Szene setzen, ohne sinnfreien Pseudo-Rap oder schlechte Tanzeinlagen :-)

    • personalmarketing2null sagt:

      Hi Jan,
      das meinst du nicht wirklich ernst, oder? Das mit dem exzellent? Wenn doch, so will ich dir das noch einmal verzeihen. Das Ding ist ja schon ein bisschen älter und ich fand’s schon beim ersten Mal megapeinlich (insgesamt gibt’s drei Videos dieser Machart. Der Agentur Personalwerk gefiel es wohl so gut, dass sie einfach mal ein „Mashup“ gemacht und frech kopiert haben :-)).
      Dass man sich als Arbeitgeber prima anders in Szene setzen kann, steht wohl kaum zur Debatte. Von wegen das Testimonial ist tot. Bullshit. Leider lassen sich viele Verantwortliche von irgendwelchen Agenturen einlullen, die ihnen vermeintlich was hippes und cooles verkaufen wollen (und was in den meisten Fällen einfach nicht zum Unternehmen passt) und scheinbar keiner drüber nachdenkt, wie das außen ankommt…
      However, manche lernen aus den Fehlern anderer eben nie.
      Grüße nach Dresden!

      • Also ich fand die Herleitung zu Employer Brandig jetzt nicht soooo schlecht. Gut, „exzellent“ ist vielleicht nicht das passende Wort dafür. Aber anschaulich und verständlich gemacht ist es für meine Begriffe schon. Naja, über Geschmack lässt sich ja streiten :-)

        • personalmarketing2null sagt:

          Stimmt. Über Geschmack lässt sich streiten. Eigentlich ist das Video von McDonalds ja auch echt klasse. Aber irgend etwas braucht man halt zum bashen ;-)

  6. Lieber Henner, was für ein spannender Artikel. Hut ab. Gegen Deine Megartikel sind meine ja geradezu – zum Thema passend – bloggertechnischer Fastfood. Nun, mir geht das Videogehopse ja auch auf den Keks, aber vielleicht hat Jo ja recht und wir sind schlicht zu alt. Ich werde daher in Kürze mal meine zielgruppengerechte Tochter fragen. Zuerst will ich aber hier aufklären. Ja klar doch – ich kann Dir Bolle erklären. Das ist ein Schweizer Ausdruck, er steht für eine Stück… Haschisch. Woher ich das weiss? Von hier: http://zuri.net/default.asp?action=slang&upd=14&slangID=2764
    Nun, das Buch kannst Du behalten oder anderweitig verlosen; Du bist ja eigentlich eher für iPad Verlosungen bekannt, oder? Wenn ja, meine Adresse hast Du ja… Gruss Jörg

    • personalmarketing2null sagt:

      Lieber Jörg,
      tiefstapeln und fishing for compliments hast du doch eigentlich nicht nötig, oder? Dass dein Blog alles andere als Fastfood bereit hält, ist wohl hinlänglich bekannt. Auch wenn dein Sakko nicht die höchsten Zugriffszahlen im personalblogger erzielen konnte, sind die Artikel stets fundiert und unterhaltsam und im launigen Bucki-Style.
      Was Bolle angeht: Bei Bolle muss es sich um eine Person handeln, so viel steht fest. Denn es heißt ja „er freute sich wie Bolle“. Nun ist es schwer möglich, sich wie ein Stück Haschisch zu freuen. Klar, ich kann mich DRÜBER freuen, aber eben nicht WIE. Hier bei uns in Deutschland gibt es ja auch ein entsprechendes Volkslied „Bolle reiste jüngst zu Pfingsten, nach Pankow war sein Ziel„. Auch hier ist mir nicht klar, wer dieser mysteriöse Bolle eigentlich ist. Es bleibt also spannend :-) Aber vielleicht können ja meine Berliner Leser Licht ins Dunkel bringen?
      Was die Verlosung angeht, so gehörst du natürlich gerne zu den Auserwählten – wobei… das Buch ist dir ja wohl bekannt :-)
      Auf Wiederlesen,
      Henner

  7. […] ich heute Morgen noch vom neuesten Clou in Sachen Fremdschäm-Social-Employer-Branding-Recruiting-Videos, so machte sich auch der von mir nicht nur wegen seines unkonventionellen Stils […]

  8. Jo Diercks sagt:

    Hi Henner, das MIT-Gangnam Video ist wirklich komisch. Um das mit dem McD-Video nochmal klarzustellen: MIR gefällt das Video nicht, ich finde es eher zum Fremdschämen. Aber: MIR gefällt auch der ganze DSDS-, Voice-, Idol- und Berlin Tag und Nacht-Kram nicht (außer bei Switch reloaded). Die Einschaltquoten von Voice und die mehr als 2,3 Mio. Facebook Fans von BerlinTN drücken aber etwas anderes aus. Nämlich, dass es hierfür offenbar Zielgruppen gibt. Ich will das mal mit den Worten von Tobi Kärcher von der wollmilchsau sagen: „Sehe nur so einen Reflex (auch bei mir), bei jedem mehr oder weniger uncoolen Video zu schreien: „ahhhhh. FAIL!“. (…) Könnte mir vorstellen, dass das bei ein paar 15, 16jährigen Hemmungen abbaut, am 14. November tatsächlich mal eine Filiale zu besuchen.“ Oder anders: MIR soll es ja auch nicht gefallen.

    Wir sind eben nicht aufgerufen, dort am 14.11. zu erscheinen. Mithin müssen wir es auch nicht gut finden, damit es evtl. nachher doch ein Erfolg ist.

    Das Making Of Video zu dem Tanzvideo fand ich hingegen sehr gelungen (ebenso wie die wirklich gute Video-Replik). Insofern sehe ich es etwas differenzierter. Wer es nachlesen möchte: http://blog.recrutainment.de/2012/11/05/fundstuck-auch-bei-mcdonald%C2%B4s-tanzen-die-azubis/

    • personalmarketing2null sagt:

      Hi Jo,
      danke für dein ausführliches Feedback und die Richtigstellung!
      Was das mit der Zielgruppe angeht, so mag es wirklich welche geben, die sich davon angesprochen fühlen. Klar, wird es die geben. Interessant finde ich, dass auch diejenigen, die Zielgruppe repräsentieren, das Video eher als Nummer zum Fremdschämen empfinden. Ich hatte eigentlich vor, vor dem McD hier in Wiesbaden mal ein paar Kids zu ihrer Meinung zu befragen. Vielleicht hole ich das nach :-). Letztendlich ist es einfach peinlich, mit Rap- und Tanzvideos versuchen zu wollen, einen Arbeitgeber als hip & cool präsentieren zu wollen, wenn er es de facto nicht ist. Oder hast du schon mal McDonalds-Mitarbeiter gesehen, die freudestrahlend auf’m Tresen oder hinter selbigem tanzen? Egal, wie auch immer. Klar, ist das Ganze eine Frage des Geschmacks. Aber hier wurde die Grenze des guten Geschmacks um Meilen überschritten…

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