Ihre Karriere-Website ist Ihre Visitenkarte als Arbeitgeber – machen Sie was draus!

von Henner Knabenreich. Lesezeit: etwa 4 Minuten.

Irgendwie ist es immer wieder faszinierend: Alle Welt will bei Facebook mit einer Karriere-Page mitmischen (und viele sehen Facebook sogar als Synonym für Social Media), stürzt sich wie wild drauf, weil ja a) der Wettbewerber auch schon da ist, b) man als innovativ gelten will oder aber c) man einfach dabei sein MUSS (die anderen sind’s ja auch). Variante d) findet man relativ selten, ein klares Ziel vor Augen und die passende Strategie.

Social Media Personalmarketing ohne Mehrwert?

Und weil ja jeder so eine Seite einrichten kann und das Ganze auch noch kostenlos ist, wird das mal eben so rubbeldikatz gemacht. Inhalte? Ah, da gibt’s doch den Newsfeed auf unserer Website, den kopieren wir einfach 1:1 in die Statusmeldung – und schwupps, fertig ist die Seite. Und weil die Seite ja nun steht und man innovativ und dabei ist, muss man da ja auch nix mehr tun. Oder aber kippt entweder regelmäßig (idealerweise per RSS-Feed, schließlich bietet Facebook ja diverse Apps dafür an) noch Pressemeldungen oder Jobs in die Timeline. Und schon ist man mittendrin im Social Media Abenteuer. Dann stellt man fest, dass das alles gar nichts bringt und verabschiedet sich aus den Kanälen, nicht ohne zu bemerken, dass man das ja schon vorher gewusst hat, dass das nicht funktionieren kann. Nee, ist klar. SO kann das auch nicht funktionieren.

strabag enttäuscht von twitter - Bildquelle irwebreport

strabag enttäuscht von twitter - Bildquelle irwebreport

Aber das ist eine andere Geschichte, die ich hier jetzt in diesem Moment gar nicht weiter vertiefen möchte. Viel entscheidender bei dem Ganzen ist doch, dass man vergisst, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Die Karriere-Website ist und bleibt nun einmal Ihre Visitenkarte als Arbeitgeber und ist darüber hinaus auch das Herzstück Ihres Recruitings. Und viele von den Unternehmen, die so beherzt auf den Social Media Hype aufspringen, vergessen dabei eben diese Hausaufgaben. Im Gegenteil: Sie jagen die nächste Sau durchs Dorf. Erinnern Sie sich noch an Google+? Das war der Versuch von Google, ein soziales Netzwerk zu etablieren. Sah im ersten Moment so aus (clever gemacht, die künstliche Verknappung der Zugänge und damit dem Schaffen von Begehrlichkeiten), als würde das funktionieren, schließlich war es das am schnellsten wachsende soziale Netzwerk ever (kein Wunder, einmal durch diese Taktik, zum anderen aber, weil ja der Boden bereits durch Facebook & Co. bereitet war (den mussten sich diese Netzwerke damals erst selbst bereiten), heute, wenige Monate nach Einführung macht sich aber Ernüchterung breit und nur noch Nerds und Kommunikationsstrategen tummeln sich dort und diskutieren ungestört in ihren Circles. Tja. Trotzdem kein Hindernis für viele Unternehmen, das, was auf Facebook schon nicht geklappt hat, auf Google+ fortzuführen. Nämlich dem Schaffen von Arbeitgeberpräsenzen, die keine Sau interessiert. Naja, und wo es da nicht funktioniert hat, versucht man sich jetzt an der Chronik. Für mich interessant zu beobachten, First Mover dort (vor offizieller Zwangsveröffentlichung, die mit starken Einbußen für das wesentliche Merkmal von Facebook verknüpft ist, nämlich der direkten Interaktion) sind da nicht die Großen, sondern eher die Kleinen (und da – mit wenigen Ausnahmen – die, die sich bisher ohnehin nicht mit Ruhm bekleckert haben auf Facebook).

Und dann gibt’s ja jetzt Pinterest, immerhin die am schnellsten wachsende Website aller Zeiten. Da muss doch jetzt was dran sein. Irgendwann soll das also wohl mal klappen mit Ihrem Social Media Auftritt. Oder nicht?

Mit irgendwas muss es doch mal klappen ... wie wäre es mit Pinterest? Thx to Tom Fishburne!

Karriere-Websites und Serious Gaming

Was aber bleibt bei dem ganzen unüberlegten Aktionismus immer noch auf der Strecke? Richtig, die Karriere-Website. Und so findet man weiterhin fleißig Websites von Unternehmen, die zwar ausbilden, Hinweise dazu sucht man dazu aber vergeblich (und wenn beinhalten die maximal, dass man zwar ausbildet, weitere Infos zum Thema sucht man aber vergeblich. Und die Tonalität dieser Zielgruppe trifft man schon gar nicht). Oder Hinweise auf Jobs und Karriere finden sich (wenn überhaupt) unter den News. Oder unter Kontakt. Oder unter Unternehmen. Wichtig aber, um potenzielle Bewerber (und das können auch durchaus diejenigen sein, die sich nur über Ihre Produkte informieren wollen, dann aber über ein Stellenangebot oder Karriere-Informationen stolpern und von Ihnen als Arbeitgeber sooo begeistert sind, dass sie sich dann bewerben) zu erreichen, ist dass die Informationen auf EINEN Blick und mit EINEM Klick zu erreichen sind.

Und eben genau darum geht es in meinem Vortrag anlässlich des Treffens der Kompetenzgruppe E-Recruiting des eco Verbandes der deutschen Internetwirtschaft am 28.03.2012 in Köln. Unter dem Motto „Karriere-Websites und Serious Gaming – Pflichtprogramm und Kür im Recruiting 2.0“ berichtet ihnen darüber hinaus Christoph K. Weidner, Geschäftsführender Gesellschafter MMM MultiMediaManufaktur GmbH über Einsatzmöglichkeiten, Chancen und Erfolgsfaktoren von Serious Gaming im Recruitingprozess.

Und zu gewinnen gibt’s auch was: Zum einen wertvolle Erkenntnisse und nettes Networking während der Veranstaltung, zum anderen fünf Tickets für die Veranstaltung.

Verraten Sie mir einfach, wann mein Blog personalmarketing2null an den Start gegangen ist und Sie sind automatisch bei der Verlosung dabei.

Ich freue mich auf Sie! Und wer auf den aktuellen Status der Facebook Karriere-Pages vom Monat Februar wartet, ruhig Brauner, die kommen!

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