Recruiting to go – Recruiting auf die Ohren – Podcast Episode 2 mit Maja Schäfer

von personalmarketing2null. Lesezeit: etwa 4 Minuten.

Recruiting to go„, so heißt das Buch von Maja Schäfer – meiner Meinung nach im Übrigen tatsächlich das beste Buch, welches momentan zum Thema Recruiting erhältlich ist. Ganz einfach, weil es einfach geschrieben ist und alle Themen berücksichtigt, die aktuell (und generell) relevant sind. „Recruiting to go“ bzw. Recruiting auf die Ohren, heißt es in logischer Konsequenz auch in der zweiten Episode meines Podcasts. Übrigens: Auch wenn hier der Fokus scheinbar auf der Personalgewinnung in der Pflege liegen mag – alles, worüber Maja und ich sprechen, lässt sich 1:1 und zu 100 Prozent auf „normale“ Unternehmen übertragen!

Für meinen Podcast bin ich in Berlin geblieben und habe mich hier mit Maja Schäfer getroffen. Für ein Bier, wie mit Martin Gaedt, war es etwas zu früh, insofern gab es Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Wer Maja Schäfer nicht kennt: Maja hat 2011 für die Diakonie Deutschland die Kampagne „Soziale Berufe kann nicht jeder“ lanciert und betreut sie seitdem. Sie ist zudem die erste, die überhaupt auf die Idee gekommen ist, WhatsApp im Kontext Arbeitgeberkommunikation zu nutzen. Es war nicht Daimler ;) Ihr war damals langweilig und sie hatte kein Budget mehr, wollte aber noch was auf die Beine stellen, und so ist die wohl niedrigschwelligste Berufsberatung Deutschlands entstanden. Im Gegensatz zu manchen „One-Hit-Wondern“ ist der Berufsorientierungs-Chat der Diakonie immer noch im Einsatz. Aktuell führt Maja im Schnitt 8 Chats in der Woche. Dabei sitzt sie nicht nachts um 3 im Bett und chattet mit Bewerbern, sondern hat feste Kommunikationszeiten definiert. Ziel war es, etwas nachhaltiges auf die Beine zu stellen. Das Ziel wurde voll erfüllt und so kommt der Service sehr gut an. Was Maja wichtiger ist, als Publicity.

WhatsApp Chat bei Soziale Berufe kann nicht jeder

Majas Empfehlung: Neue Sachen im Personalmarketing einfach mal ausprobieren. Klar, kann man damit auf die Schnauze fallen, aber man wird nie wissen, ob etwas funktioniert, wenn man es nicht ausprobiert hat. Damit teilt sie Martins Ansicht und auch meine. Denn tatsächlich weiß ich nicht, ob dieser Podcast funktionieren wird. Aber: Versuch macht kluch! Und das gilt auch fürs Personalmarketing!

Einen „echten“ Personalmarketing- bzw. Recruiting-Hintergrund hat Maja im Übrigen nicht. In der Vergangenheit war sie sogar mal Radiomoderatorin, dann selbstständig und da fokussiert auf das Thema Berufsorientierung. So kam sie dann zur Diakonie, immerhin Deutschlands drittgrößtem Arbeitgeber, wo sie erfolgreich die Kampagne „Soziale Berufe kann nicht jeder“ entwickelte und umgesetzt hat. Auch die Mammutaufgabe, für die gesamte Diakonie ein Karriereportal auf die Beine zu stellen und dabei jede einzelne Einrichtung zu berücksichtigen, hat sie bravourös gemeistert.

Recruiting to go: Pflichtlektüre für alle, die mit Recruiting zu tun haben

Ihr Know-how, welches sie im Rahmen ihrer Tätigkeit gesammelt hat, gibt sie in Seminaren weiter. Selbige waren dann auch dann auch der Erlöser für ihre Bücher. 2014 erschien ihr Buch „Personalgewinnung in der Pflege“ – wo ich auch meinen bescheidenen Beitrag leisten durfte – im Frühjahr 2017 legte sie dann mit „Recruiting to go für Sozial- und Pflegeeinrichtungen“ nach. Wie ich schon oben schrieb, ein echtes Meisterwerk und derzeit das wohl beste Buch, was im Kontext Recruiting zu haben ist. Es behandelt alle relevanten Themen (Gestaltung von Stellenanzeigen und Karriereseiten, Nutzung von Social Media, Active Sourcing, SEO, Mitarbeiterempfehlungsprogramme und vieles mehr) und liefert zudem wertvolle Praxisbeispiele und Handlungsempfehlungen. Das Ganze im handlichen Taschenbuchformat. Absolute Pflichtlektüre, für alle, die mit dem Thema Recruiting zu tun haben – und das nicht nur in Sozial- und Pflegeeinrichtungen!

Recruiting to go - Das Buch von Maja Schäfer über Personalgewinnung in der Pflege

Einfache Tipps für mehr Recruiting-Erfolg

Zwei Sachen braucht ein guter Personaler, meint Maja: 1. Interesse am Kandidaten, 2. Kontakt ermöglichen. Und dann einfach auf Augenhöhe agieren und zuhören. Wie recht sie doch hat. Um dem Thema Recruiting mehr Platz einzuräumen (ich sage nur Cost of Vacancy!) empfiehlt sie zum einen, der Geschäftsführung einfach mal vor Augen zu führen, was man selbst und was der unmittelbare Wettbewerb so macht (Stellenanzeigen, Karriere-Website…), zum anderen aber auch zu schauen, ob es in der Einrichtung/im Unternehmen Arbeitskreise/Arbeitsgruppen gibt, die sich mit Zukunftsthemen beschäftigen und hier das Thema Recruiting bzw. den allgegenwärtigen Fachkräftemangel einzukippen. Hier sei zumeist ein Etat vorhanden und man müsse nicht um einen komplett neuen kämpfen. Eine gute Idee, wie ich finde!

Manchmal hilft es aber auch, einfach mal mehr Arbeitszeit in die Bewerberkommunikation zu investieren. Maja schildert den Fall einer Personalerin, die sich einfach von heute auf morgen hingesetzt hat und 30 Prozent in Recruiting-Bemühungen investiert hat und siehe da: Die Erfolge sind deutlich gestiegen. Die Erfolge dürften auch deutlich steigen, wenn man nur einen der Tipps aus Majas Buch beherzigt.

Majas Empfehlung:  Einfach mal machen und den Mut haben, loszulegen. Dem ist nicht viel zuzufügen. Alles weitere im Podcast.  Viel Spaß!

Natürlich gibt’s Recruiting to go mit Maja Schäfer auch auf iTunes!

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Ergänzende Links:

Majas Blog

Personalgewinnung in der Pflege

Majas Bücher

Personalgewinnung in der Pflege
Recruiting to go (nicht nur) für Sozial- und Pflegeeinrichtungen ;)

Majas Kampagnen

Soziale Berufe kann nicht jeder (jetzt integriert ins Karriereportal der Diakonie)

Erfahrungsbericht Talentwunder

Erfahrungsbericht Talentry

Weitere Links

Robindro Ullah zu Programmierskills für Personaler

Marcus Reif zu Recruiting- & HR-KPI

 

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