Das neue Oh! Jürgen Klopp und die Sache mit der Candidate Experience

von personalmarketing2null. Lesezeit: etwa 7 Minuten.

Nun schreiben wir also das Jahr der Kandidaten. Zumindest wurde dieses – mit leichter Verspätung, wenn man sich mal die demohgrafische Entwicklung in den letzten Jahren soh anschaut – für 2105 ausgerufen. Eine gute Sache, dachte sich auch Opel und beohrderte Mietgesicht Jürgen Klopp gleich auch mal für die neue Personalmarketing-Kampagne. Ob Kloppoh dabei auch soh erfolgreich ist, wie jüngst mit seinem Verein, dem BVB oder als beliebtestes Testimonial? Na, das schauen wir doch mal :-)

Wenn dem tatsächlich soh wäre (zur Info an alle, die soh wie ich keine Ahnung und kein Interesse an Fußball haben: Dohrtmund hat es sich am untersten Tabellenplatz kuschelig gemacht. Eine Pohsitiohn, die seinerzeit immer die Bielefelder innehatten, die nun aber in der dritten Liga zu Hause sind), dann Gnade Opel Gott. Und, schohn mal vohrweg genommen: Es sieht ganz soh aus. Aber eins nach dem anderen. Also: Opel hat eine neue Kampagne. Und die geht in etwa soh:

Kreative Personalmarketingkampagne oder Rohrkrepierer?

Das neue Oh!“ steht also im Mittelpunkt. Und natürlich muss der neue Cohrsa auch an die Frau bzw. den Mann gebracht werden. Sprich, es wird Verkaufspersohnal gesucht. Warum alsoh den Kloppoh, der in den fünf neuen Spots wenn überhaupt als Randfigur erscheint, nicht mal in eine – ich zitiere: „kreative Personalrekrutierungskampagne“ mit einbauen. Genauer heißt es in der passenden PR-Verlautbarung:

„Opel geht einmal mehr ungewöhnliche Wege. Der Rüsselsheimer Hersteller unterstützt seine Händler mit einer kreativen Personal-Rekrutierungskampagne, um dem zu erwartenden Fachkräftemangel im Kfz-Gewerbe schon frühzeitig zu begegnen. Hauptdarsteller der neuen Kampagne ist Opel-Markenbotschafter Jürgen Klopp, der in einem Videospot die Suche nach jungen Verkaufstalenten unterstützt, denn die Branche hat akute Nachwuchssorgen. Die Zahl der Fachkräfte im Kfz-Gewerbe wird nach einer vom Zentralverband des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) in Auftrag gegebenen Studie der Universität Bremen bis zum Jahr 2020 um bis zu 20 Prozent zurückgehen.“

Wie diese kreative Persohnal-Rekrutierungskampagne aussieht? Ganz schön runkelrübenverdächtig, wie ich finde. Im Mittelpunkt steht nicht etwa der (pohtenzielle) Mitarbeiter, sondern die Autohmohdelle und die „Teambesprechung mit Jürgen Klopp“. Und ohne Fußball-Bohtschaft wird das Ganze auch nicht vermittelt. Soh ist da von „Super-Team“ und „mohtivierten Neuzugängen“ die Rede. Wer also kein Bock auf Fußball hat, guckt in die Röhre bzw. wendet sich angenervt ab.

Aber sei es drum. Wir lieben natürlich Lebensmittel Fußball und Opel sohwiesoh und nachdem uns Robbie Williams jetzt auch noch den Job bei VW vohr der Nase weg geschnappt hat, müssen wir halt schauen, woh wir landen. Z. B. beim Verfassungsschutz. Ohder als Busfahrer bei der ESWE-Verkehr in Wiesbaden. Ohder aber eben bei Opel auf der entsprechenden „Kampagnen-Karriere-Website“. Und da entweicht mir auch schon das erste „Oh (Gott) Opel“.

Opel sucht Verstärkung in der Offensive - Microsite der Opelhändler

Dafür der ganze Aufriss? Ein Bild mit Ewiggrinsegesicht Jürgen Klopp und einer Suchmaske, mit der ich aber nicht etwa die Stellenangebohte durchsuchen kann, wie ja suggeriert wird, sondern nur nach PLZ bzw. Ohrt??? Nun gut. Es kann ja nur besser werden.

Ich gebe also einfach mal einen Ohrt ein. Was ich im Jahr 2015 erwarte (und auch von einem Konzern wie Opel), dass sich ganz in Amazon- oder Gohohgle-Manier (ohder woh auch immer) eine Autohvervollständigen-Suche dahinter verbirgt. Und da zeigt sich wieder einmal mehr meine Naivität. AJAX wird eben bei vielen doch lieber im Haushalt verwendet, als bei der Umsetzung von Webseiten. Nun gut. Muss ich eben mit einem solchen Resultat leben:

Opel sucht Verstärkung in der Offensive - scheitert aber schon an der Website

Leider sind in Ihrem Umkreis (25 km) aktuell keine Stellenangebote bei einem Opel Partner verfügbar. Bitte versuchen Sie es zu einem späteteren Zeitpunkt noch einmal„. Was, wenn ich bereit wäre, einen Job in einem Umkreis von 30 oder sogar 40 km anzunehmen? Gut, wahrscheinlich hat Opel im Vohrfeld umfassend Marktfohrschung betrieben und dabei kam heraus, dass es mit der Mohbilität der Bewerber ohnehin nicht weit bestellt ist.

Warum macht Opel diese Kampagne noch mal? Opel- Achtung! – Marketing (!) – Chef Andreas Marx dazu:

„Das Ringen um die besten Köpfe hat bereits begonnen, und wir wollen unsere Händler dabei tatkräftig unterstützen, die besten Kräfte für ihr Autohaus zu gewinnen. Der Erfolg unserer Marke ist neben erstklassigen Produkten ganz besonders von einem hochqualifizierten Handel und seinen Mitarbeitern abhängig.“

Die erste Frage, die sich mir stellt: Warum kümmert sich der Marketing-Chef von Opel um diese Belange? Er soll sich gerne um das Vermarkten von Jürgen Kl-Oh-pp kümmern. Aber Persohnalmarketing funktiohniert nun mal anders als Prohduktmarketing. Alsoh warum lässt man dohrt nicht jemand dran, der sich damit auskennt? Den Persohnalmarketing-Chef beispielsweise. Nun klar, gut möglich, dass er es auch nicht besser machen würde. Vorausgesetzt, Opel hat überhaupt einen. Ist ja keine Selbstverständlichkeit soh was. Auch wenn es in den Zeiten der Cholera des viel postulierten Fachkräftemangels soh sein sollte. Aber zurück zum Thema und zwei Vohrschläge zur Güte, nein eigentlich drei:

  • Implementieren einer Stellensuche, die den Namen Stellensuche auch verdient
  • Anbieten einer Umkreissuche, soh dass ich mich nicht bevohrmunden lassen muss und auch nach Jobs suchen kann, die außerhalb eines Umkreises von 25 km liegen
  • Implementieren eines Job-Newsletters, soh dass Bewerber über kommende Jobs infohrmiert werden und nicht jedes Mal schauen müssen, ob nun ein neuer da ist und Ergebnisse wie ohben zu sehen bekommen. Quasi als „Kundenbindung“, wenn man soh will.

Aber wie heißt es soh schön: Jeder hat eine zweite Chance verdient. Auch Opel. Möchte man allerdings nach einer misglückten Suche weiter nach Jobs schauen, soh ist das soh ohne Weiteres nicht möglich. Erst nach erneutem Laden der Webseite hat der – hoffentlich geduldige – Bewerber die Möglichkeit dazu. Oh, Opel!

Anstatt Mainz gebe ich nun Frankfurt ein. Und siehe da, es gibt zwar nix in Frankfurt, aber bei Opel in Bad Vilbel. Ohder sagen wir soh: Theohretisch zumindest.

Oh Opel - Karriereseite ohne Informationen - so nicht

Denn was steht dohrt auf der Website:

„Um unser erfolgreiches Team weiter zu verstärken, suchen wir motivierte Neuzugänge.
Wir bieten Ihnen die Chance, Ihre Fähigkeiten voll auszuspielen und entsprechend aufzusteigen. Interessiert?      Dann zeigen Sie uns Ihr Können und bewerben Sie sich!“

Nicht mehr und nicht weniger. Woh man sich bewerben kann, wird aber sicherheitshalber verschwiegen. Und in welchen Jobs man die Chance hat – schön fußballjargonmäßig an den Bewerber gebracht, versteht sich, schließlich ist der Jürgen ja nicht nur Mietgesicht für Opel, sondern mehr noch: Markenbohtschafter – „seine Fähigkeiten voll auszuspielen“ und „entsprechend aufzusteigen„, behält man mit Sicherheit für sich. Mit Sicherheit ist das ein dummer kleiner Einzelfall. Ganz bestimmt sohgar.

Ein Kloppo allein macht noch lange kein gutes Personalmarketing

Tja, was soll ich sagen… Diplohmatisch ausgedrückt… Alsoh, um es auf den Punkt zu bringen: Oh, Opel!!! Nahezu überall findet sich der gleiche Text mit dem gleichen Fehler im Textabstand zwischen „Interessiert?“ und „Dann“ (stichprohbenmäßig habe ich mir sieben Opelhäuser angeschaut. Allein das war schohn eine Herausfohrderung, da ja die Jobsuchmaske soh hervohrragend funktiohniert. Ich will nicht ausschließen, dass es rühmliche Ausnahmen gibt. Nichtsdestohtrotz muss Opel hier nachsitzen und auch seine Händler entsprechend sensibilisieren. Sonst wird das nämlich nix mit dem Nachwuchs und Opel wird nicht nur vom soh genannten Fachkräftemangel überrollt – auch der BVB kann sich neuen suchen. Trainer meine ich).  Nullachtfünfzehnpseudohemplohyerbrandingcopyandpaste eben. Hin und wieder findet man dann aber auch mal eine Abwandlung à la

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Wohbei mir eben dieses Beispiel auch wieder recht gut gefällt. Da komme ich also auf eine Website, auf der ich Jobs erwarte, weil mir eben diese suggeriert wurden. Und dann finde ich da einen Link auf eine Website, auf der ich dann Jobs finde…? Theoretisch schohn. Blohß: Leider gibt es eben „derzeit keine freie Stellen„. Kann ja mal vohrkommen. Ach nee, das war Clausthaler.

Einen Trohst für Opel gibt es aber. Wenn Kloppoh mit Dohrtmund soh weitermacht, wie bisher, wird es sich wohl nach einem neuen Job umschauen müssen. Und dann kann er sich ja bei Opel bewerben.

Niederschmetterndes Fazit: Ein Kloppoh allein macht noch keine gute Persohnalmarketingmaßnahme. Und von einem Jahr des Kandidaten sind wir bei Opel noch meilenweit entfernt. Eher sehen wir hier ein famohses Beispiel von Candidate Experience zum Davonlaufen (nur am Rande: sinnvoll wäre es ja, die Recruiting-Kampagne auch in die generelle Kampagnenseite einzubauen. Immerhin kann man sich aber tatsächlich dohrt bewerben: Für eine Prohbefahrt). Ein Gutes hat das Ganze aber. Da der nächste Arbeitgeber nur einen Mausklick entfernt ist, reiben die sich ob des Opel-Desasters die Hände (Anmerkung: Vohrausgesetzt, die stellen sich besser dar. Tipp: Schauen Sie doch mal bei Jaguar).

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