Wenn Employer Branding nicht mehr helfen kann. Weder in Social Media, noch sonst wo

von Henner Knabenreich. Lesezeit: etwa eine Minute.

Na, kommen Sie gerade aus der Kantine und hatten ein lecker Schweineschnitzel? Oder Putenflügel? Oder ein saftiges Rindersteak? Zugegeben, saftige Rindersteaks sind in deutschen Kantinen eher Mangelware. Ohnehin ist die Qualität dort eher dürftig und ein Schnitzel besteht zum Großteil aus Formteilen. Will sagen, da wurde ein Stück Fleisch mit aus geschredderten Fleischresten zusammengeklebt. Naja, wohl bekomm’s.

Aber haben Sie sich einmal Gedanken darüber gemacht, woher eigentlich das Fleisch auf Ihren Tellern kommt, welches Sie heutzutage mittlerweile in jeglicher Form bekommen? Betonung auf tagtäglich?

Wahrscheinlich weniger. Und Sie machen sich wahrscheinlich auch keine Gedanken darüber, woher und zu welchen Bedingungen ihr täglich Fleisch kommt?

Dann schauen Sie sich mal folgende Filmchen an. Übrigens, dass diese teilweise erst ab 18 freigegeben sind (kein Scherz), sagt einiges. Viel „Spaß“!

BiofleischScheu & Weber, „aus Liebe zur Region“ (da, wo die Stellenangebote unter der Rubrik Rezepte zu finden sind)

Wiesenhof Mit 5.000 Mitarbeitern erwirtschaftet Wiesenhof jährlich über 2 Milliarden Umsatz. Rechnen Sie das mal in gequälte und Schmerzen leidende Hühner um. Die vor allem eins bei Wiesenhof sind. Produktionsfaktor. Fallen Sie bitte nicht auf die Augenwischerei mit der Herkunftsgarantie herein!

Wenn Schlachthäuser Wände aus Glas hätten, wäre jeder Vegetarier

Na, noch Lust auf einen Job bei Wiesenhof oder KFC? Wohl weniger. Hoffe ich. In einem solchen Falle helfen Employer Branding-Maßnahmen auch bei Wiesenhof, Tönnies, KFC , Mc Donalds oder sogar bei einem vermeintlichen Bioschlachter wie der Landmetzgerei Scheu & Weber nicht mehr. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Bilder hängen bleiben… Wer noch mehr über die Massenvernichtung von Tieren erfahren möchte, dem empfehle ich das Buch „Tiere essen„. Der Name ist Programm.

Guten Appetit!

  1. Meister Proppy sagt:

    Absolut unglaublich…
    Aber die meisten Einzeller die sich noch nie Gedanken gemacht haben an welchelm Baum ihr Döner wächst, reicht wahrscheinlich ein nettes Bild vom Bauernhof auf der Verpackung um sie zu überzeugen das ihr fleisch von glücklichen tieren kommt. außerdem kann man doch beim lidl treuepunkte sammeln und grill meister werden, yay!

    Man will einfach gar nicht wissen wie es Tieren in China oder Bulgarien geht.

  2. Social Media Personalmarketing falsch verstanden: Blogs auf Facebook sagt:

    […] Elektro- oder Hybridmotoren zu präsentieren. Ein Trauerspiel. Dann setzt man auf Biosprit und schaufelt tonnenweise unter fragwürdigsten Umständen produziertes Billigfleisch in sich herein und wundert sich in der Folge über steigende Lebensmittelpreise. Und dann meinen so […]

  3. Karriere-Pages auf Facebook – neues Jahr, neues Glück – die Statistiken für Januar 2012 « personalmarketing | employer branding | social media – kritisch hinterfragt | personalmarketing2null sagt:

    […] schweife schon wieder ab. Nun, vielleicht auch nicht. Vielleicht möchte ich Sie einfach nur mal sensibilisieren. Wenigstens ein kleines […]

  4. Angelika Wilhelm sagt:

    Lieber Henner,
    ich habe mir nur ein paar Sekunden angesehen, um nicht den Rest des Tages heulend vor Wut und Ohnmacht durch die Gegend zu laufen. Ich fürchte, dass eh‘ nur die Leute solche Aufnahmen wahrnehmen, die sich bereits gegen den Konsum von Fleisch aus der Massen-tierhaltung entschieden haben.
    Und die Homepage von Scheu und Weber: ein Idyll hoch drei … man wünscht sich so sehr, man könnt es glauben.

  5. Angelika Wilhelm sagt:

    Lieber Henner,
    ich habe mir nur ein paar Sekunden angesehen, um nicht den Rest des Tages heulend vor Wut und Ohnmacht durch die Gegend zu laufen. Ich fürchte, dass eh‘ nur die Leute solche Aufnahmen wahrnehmen, die sich bereits gegen den Konsum von Fleisch aus der Massen-tierhaltung entschieden haben.
    Und die Homepage von Scheu und Weber: ein Idyll hoch drei … man wünscht sich so sehr, man könnt es glauben.

  6. Stefanie sagt:

    Das ist absolut schrecklich!!! Bin schockiert!!! Konnte mir nicht mal das erste Video zu Ende anschauen. Was kann dagegen getan werden?

    • Liebe Stefanie, mir ging es sehr ähnlich. Auch mir fiel es schwer, die Videos zu Ende zu schauen. Das, was ich da gesehen habe, war letztendlich auch der Auslöser für diesen Artikel. Schließlich müssen möglichst viele Menschen solche Bilder zu sehen bekommen.
      Vielleicht ändert sich dann etwas.
      Grundsätzlich wäre aber der erste Schritt einmal grundsätzlich die Ernährungsgewohnheiten zu hinterfragen. Ich weiß, dass das nicht einfach ist. Bekommen wir es doch im Grunde von Kindesbeinen auf beigebracht, das Fleischkonsum unser täglich „Brot“ ist. Trotzdem einfach mal versuchen. Ich tue mich da auch noch etwas schwer mit. Selbst so genanntes Biofleisch ist nicht mehr guten Gewissens zu genießen, wie man sehr schön an den Bildern von Scheu und Weber sieht (Video 1).
      Ein zweiter, ganz wesentlicher Schritt, ist der Boykott von Produkten aus dem Hause Wiesenhof, McDonalds, KentuckyFriedChicken & Co. KFC ist bspw. der größte „Produzent“ von Hühnerfleisch. Es ist wirklich schlimm, was da passiert. Da werden Hühner und andere Tiere bewusst so gezüchtet, damit sie vor allem eines sind: Gewinn bringend. Um mehr geht es nicht. Und so richten wir aufgrund unserer Profitgier unseren ganzen Planeten zugrunde. Aber das ist ein anderes Thema.
      Ein weiterer Schritt wäre, solche Arbeitgeber ebenfalls zu boykottieren. Ist ja immer die Frage, ob man so etwas unterstützen will. Jeder Mensch, der Anstand, Ehre und Moral in sich trägt, sollte so etwas aber auf jeden Fall tun.
      Wie gesagt, wir Verbraucher entscheiden über so etwas. Und wenn wir unser Verhalten nicht ändern, wird sich nichts, aber auch gar nichts an diesen Massenvernichtungsprogrammen – denn nichts anderes ist es, was hier passiert: das gezielte Vernichten und Abschlachten von Tieren, ein regelrechtes Gemetzel, ein Krieg – ändern.

      • Stefanie sagt:

        Hallo Henner,

        vielen Dank für deine Antwort und für deinen Artikel.

        Es ist sehr schade, dass die Tiere nur als Ware gesehen werden und entsprechend, oder sogar schlimmer, behandelt werden!!! Wirklich schockierend!

  7. Stefanie sagt:

    Das ist absolut schrecklich!!! Bin schockiert!!! Konnte mir nicht mal das erste Video zu Ende anschauen. Was kann dagegen getan werden?

    • Liebe Stefanie, mir ging es sehr ähnlich. Auch mir fiel es schwer, die Videos zu Ende zu schauen. Das, was ich da gesehen habe, war letztendlich auch der Auslöser für diesen Artikel. Schließlich müssen möglichst viele Menschen solche Bilder zu sehen bekommen.
      Vielleicht ändert sich dann etwas.
      Grundsätzlich wäre aber der erste Schritt einmal grundsätzlich die Ernährungsgewohnheiten zu hinterfragen. Ich weiß, dass das nicht einfach ist. Bekommen wir es doch im Grunde von Kindesbeinen auf beigebracht, das Fleischkonsum unser täglich „Brot“ ist. Trotzdem einfach mal versuchen. Ich tue mich da auch noch etwas schwer mit. Selbst so genanntes Biofleisch ist nicht mehr guten Gewissens zu genießen, wie man sehr schön an den Bildern von Scheu und Weber sieht (Video 1).
      Ein zweiter, ganz wesentlicher Schritt, ist der Boykott von Produkten aus dem Hause Wiesenhof, McDonalds, KentuckyFriedChicken & Co. KFC ist bspw. der größte „Produzent“ von Hühnerfleisch. Es ist wirklich schlimm, was da passiert. Da werden Hühner und andere Tiere bewusst so gezüchtet, damit sie vor allem eines sind: Gewinn bringend. Um mehr geht es nicht. Und so richten wir aufgrund unserer Profitgier unseren ganzen Planeten zugrunde. Aber das ist ein anderes Thema.
      Ein weiterer Schritt wäre, solche Arbeitgeber ebenfalls zu boykottieren. Ist ja immer die Frage, ob man so etwas unterstützen will. Jeder Mensch, der Anstand, Ehre und Moral in sich trägt, sollte so etwas aber auf jeden Fall tun.
      Wie gesagt, wir Verbraucher entscheiden über so etwas. Und wenn wir unser Verhalten nicht ändern, wird sich nichts, aber auch gar nichts an diesen Massenvernichtungsprogrammen – denn nichts anderes ist es, was hier passiert: das gezielte Vernichten und Abschlachten von Tieren, ein regelrechtes Gemetzel, ein Krieg – ändern.

      • Stefanie sagt:

        Hallo Henner,

        vielen Dank für deine Antwort und für deinen Artikel.

        Es ist sehr schade, dass die Tiere nur als Ware gesehen werden und entsprechend, oder sogar schlimmer, behandelt werden!!! Wirklich schockierend!

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