Wie Sie Ihre Facebook-Page im Blick behalten – und die Ihrer Mitbewerber

von Henner Knabenreich. Lesezeit: etwa 5 Minuten.

Auf Vorträgen oder Seminaren bekomme ich häufig die Frage gestellt, was Social Media denn nun eigentlich kostet. Und vor allem, wie viel Zeit es kostet, sich um die eigene Facebook-Page zu kümmern und vor allem, wie es denn möglich ist, die ganze Zeit bei Facebook online zu sein, um nur ja mitzukriegen, wenn denn jemand was postet oder kommentiert, um dann zeitnah drauf zu antworten. Dies ist einerseits sehr erfreulich, zeigt das doch, das man sich mit der Materie auseinandersetzt und wenigstens etwas Gedanken zum Thema macht, anstatt blindlings loszulegen. Andererseits zeigt das aber auch, das hier im Grunde noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten ist, wie man mit dem Medium Facebook umgeht. Was das angeht, reicht im Übrigen ein Blick auf die Profile des ein oder anderen Facebooknutzers, der leider versäumt hat, die Privatsphäre-Einstellungen anzupassen. Und, gehören Sie auch zu denjenigen, die ihre Freundesliste der ganzen Welt offenbaren, aller Welt zeigen, wer Ihr Arbeitgeber ist und mit wem Sie ins Fitnessstudio gehen und der seine unter Umständen fragwürdigen Neigungen in einer Facebook-Gruppe auslebt? Nichts gegen Ihre Neigungen – aber muss das jeder wissen (psst, vor allem Ihr potenzieller Arbeitgeber (ja, ich weiß, Personaler googlen nicht und stalken auch keine Facebook-Profile. Und die deutschen Mädels werden Fußballweltmeister :-)), dass Sie auf Lack und Leder stehen und eine Leidenschaft für Gummipuppen haben? :-)

Aber kommen wir zurück zum Thema. Auch wenn Ihnen klar sein sollte, dass Sie sich, wenn Sie eine Facebook-Page betreiben oder betreuen, von Ihrem bisherigen 9 to 5-Job verabschieden müssen – Social Media ist 24/7 (und im Zeitalter der Smartphones auch keine große Herausforderung, entsprechend präsent zu sein) – so heißt das nicht, dass Sie wie die Katze auf dem heißen Blechdach vor dem Mäuseloch sitzen müssen und abwarten, ob und was denn auf Facebook passiert.

Abgesehen davon, dass Facebook Ihnen – sobald jemand etwas auf Ihrer Page etwas postet – eine Nachricht in Ihr E-Mail (!)-Postfach schickt, gibt es das eine oder andere Hilfsmittel, das Sie beim „Beobachten“ Ihrer Page unterstützt. Und das Schöne dabei ist: Diese Hilfsmittel gibt es teilweise kostenlos und vor allem: Sie können die Seiten Ihrer Mitbewerber ebenfalls tracken, um sich so einen Eindruck zu verschaffen, was denn bei Ihrem Konkurrenten so los ist. Vor allem aber lassen Sie diese Tools Ihren Job machen, den Sie ja im Rahmen Ihres Tagesgeschäfts erledigen müssen. Wobei eine kleine Anmerkung erlaubt sei: Auch wenn Ihnen der eine oder andere weismachen will, Sie kommen mit 15 Minuten Pflege am Tag für Ihre Facebook-Page aus, vergessen Sie’s. Es sei denn, Sie machen es bspw. wie die Finanzverwaltung Rheinland-Pfalz, die ihre Ausbildungspage (!) ausschließlich mit den Tweets füttert, die auf der eigentlichen Homepage gespiegelt werden und nur in 10 % der Fälle etwas mit Ausbildung zu tun haben. Wollen Sie ein Engagement nachhaltig betreiben und die Früchte Ihrer Arbeit säen (wovon ich ausgehe, denn warum sollten Sie es sonst machen – doch mit Sicherheit nicht, weil alle es machen, oder? ;-)), so ist ein Engagement von mehreren Stunden in der Woche erforderlich. Was wiederum zum Umkehrschluss führt, dass so etwas eben nicht NEBEN dem Tagesgeschäft passieren kann, sondern TEIL des Tagesgeschäfts wird.

So, nun aber endlich einmal zu den Tools, die ich beide bereits in der Vergangenheit kurz vorgestellt habe, aber eine ausführlichere Würdigung verdient haben. Zum einen, weil sie einfach sehr gut sind, zum anderen weil Sie Ihre Arbeit damit effizienter gestalten können.

Wie schon gesagt, Facebook selber informiert Sie per Mail, wenn irgendjemand etwas an der Pinnwand Ihrer Page postet. Und zwar rubbeldikatz, also just in time, sobald das passiert ist. Wie das dann aussieht, sehen Sie hier:

Facebook Benachrichtigungsfunktion bei Pinnwandeintrag und Kommentar

Facebook Benachrichtigungsfunktion bei Pinnwandeintrag und Kommentar

Soweit, so gut. Aber es geht besser. Denn bei den Facebook-Benachrichtigungen sehen Sie nicht den Kontext, in dem Nachricht und Kommentar stehen. Bei Hyper Alerts schon. Hyper Alerts ist für mich das Tool, mit dem ich meine Facebook-Page „beobachte“. Sobald jemand etwas postet oder kommentiert, werde ich – wie von Facebook auch – per E-Mail benachrichtigt. Der Vorteil bei Hyper Alerts: Ich sehe das Ganze im Kontext. Sehe den Pinnwandeintrag, sehe ggf. meinen Kommentar und sehe Kommentare der anderen (alles „Einstellungssache“). Und zwar nicht nur alles auf einen Blick, wie das nachfolgende Beispiel zeigt, sondern auch quasi in „Echtsicht“:

Hyper Alerts Benachrichtigungsfunktion: Pinnwandeintrag und Kommentar direkt im Kontext

Hyper Alerts Benachrichtigungsfunktion: Pinnwandeintrag und Kommentar direkt im Kontext

Sieht also nicht nur schöner aus, ist auch übersichtlicher. Aber es kommt noch besser.

  1. Hyper Alerts ist kostenfrei. Ein Account dort kostet also nichts. Nada. Niente. Und:
  2. Sie können per Hyper Alerts die Seiten Ihrer Mitbewerber tracken.

Und das ist doch auch mal ganz schön. Können also ggf. dort in eine Diskussion einsteigen oder sie auf Ihrer Seite aufnehmen. Oder ganz einfach schauen, was die anderen so machen und ggf. Ideen klauen. Also sich inspirieren lassen meine ich natürlich :-)

Benachrichtigungen können auf zweierlei Weise eingerichtet werden. Entweder durch „Add alert by URL“, hier wird dann einfach die URL der zu trackenden Page eingegeben – das kann jede, wirklich jede x-beliebige Page sein und im Zeitalter des zu Guttenbergens, Chatzimarkakissens, Saßens oder auch Mathiopoulossens machen Sie das Ganze natürlich per copy & paste :-). Oder aber indem Sie sich einfach mit Facebook connecten und dann per „Add alert from your Facebook user“ Ihre jeweilige Page auswählen.

Hyper Alert Account einrichten ist kinderleicht

Hyper Alert Account einrichten ist kinderleicht

Wie und wann und welche Benachrichtigungen Sie erhalten, können Sie ebenfalls frei wählen. Hier haben Sie übrigens auch die Möglichkeit, sich just-in-time benachrichtigen zu lassen, Sie können sich aber auch eine wöchentliche oder monatliche Statistik senden lassen. Das alles für „umme“ und unbegrenzt. Wo gibt’s das noch, werden Sie fragen. In diesem Fall in Norwegen. Denn daher kommt dieses geniale Tool. Also, gleich ausprobieren und nicht mehr wie hypnotisiert auf die Facebook Karriere-Page starren, bis was passiert.

So, und morgen stelle ich Ihnen dann ausführlich das Tool vor, mit dem Sie die Statistiken Ihrer Page (und Ihrer Mitbewerber) bis ins letzte Detail analysieren können und mit dessen Hilfe ich die regelmäßigen Facebook Karriere-Page-Statistiken erstelle: Allfacebookstats. Für heute heißt es: „Gute Nacht!“

  1. bös:artig » Archive » Wie Sie Ihre Facebook-Page im Blick behalten – und die Ihrer Mitbewerber sagt:

    […] Link zum Artikel. […]

  2. bös:artig » Archive » Wie Sie Ihre Facebook-Page im Blick behalten – und die Ihrer Mitbewerber sagt:

    […] Link zum Artikel. […]

  3. Der Socialmedia Zeitaufwand vom @kreativbuero gefällt mir. Da dies ein Thema ist auf das wir auch immer wieder angesprochen werden, haben wir das in unserem Agentur-Blog natürlich auch thematisiert. http://mein-spessart-media.de/socialmedia-kostet-zeit/
    Lustigerweise kommen wir sogar auf ähnliche Zeitfenster.

    Mit Personalmarketing haben wir nichts am Hut :) – lesen den Blog aber trotzdem, weil er einfach von Ihnen gut gepflegt wird.

    Als leicht nutzbare Twitter-Analyze Software hat sich bei uns u.a. SocialBro bewährt. Eventuell ein Blick wert.

  4. Der Socialmedia Zeitaufwand vom @kreativbuero gefällt mir. Da dies ein Thema ist auf das wir auch immer wieder angesprochen werden, haben wir das in unserem Agentur-Blog natürlich auch thematisiert. http://mein-spessart-media.de/socialmedia-kostet-zeit/
    Lustigerweise kommen wir sogar auf ähnliche Zeitfenster.

    Mit Personalmarketing haben wir nichts am Hut :) – lesen den Blog aber trotzdem, weil er einfach von Ihnen gut gepflegt wird.

    Als leicht nutzbare Twitter-Analyze Software hat sich bei uns u.a. SocialBro bewährt. Eventuell ein Blick wert.

  5. Eva sagt:

    Hi Henner, danke für den Hinweis auf unsere Social Media Recruiting Umfrage! Sie läuft noch mindestens bis Ende des Monats!
    Ich nutze derzeit auch nutshellmail, um mein Facebook Account, meine und andere Pages, denen ich folge, zu tracken. Das Gute ist, dass man damit auch Twitter-Follower und Twitter-Aktivitäten tracken und verfolgen kann. So sieht man z.B. auch, welche Follower einem den Rücken kehren (ist besonders dann interessant, wenn es diese typischen „follow-you-follow-me“ Accounts sind.

    LG, Eva

    • Hallo Eva, gerne! Und danke für den Hinweis. Das Tool schau ich mir direkt mal an, kannte ich noch gar nicht. Auf den ersten Blick scheint es sehr interessant, vor allem wegen der Einbindung von Twitter und LinkedIn. Allerdings gebe ich hier auch wesentlich mehr meiner Daten preis… :-) Nichtsdestotrotz einen Blick und ggf. ein Review wert.
      Danke und viele Grüße, Henner

  6. Eva sagt:

    Hi Henner, danke für den Hinweis auf unsere Social Media Recruiting Umfrage! Sie läuft noch mindestens bis Ende des Monats!
    Ich nutze derzeit auch nutshellmail, um mein Facebook Account, meine und andere Pages, denen ich folge, zu tracken. Das Gute ist, dass man damit auch Twitter-Follower und Twitter-Aktivitäten tracken und verfolgen kann. So sieht man z.B. auch, welche Follower einem den Rücken kehren (ist besonders dann interessant, wenn es diese typischen „follow-you-follow-me“ Accounts sind.

    LG, Eva

    • Hallo Eva, gerne! Und danke für den Hinweis. Das Tool schau ich mir direkt mal an, kannte ich noch gar nicht. Auf den ersten Blick scheint es sehr interessant, vor allem wegen der Einbindung von Twitter und LinkedIn. Allerdings gebe ich hier auch wesentlich mehr meiner Daten preis… :-) Nichtsdestotrotz einen Blick und ggf. ein Review wert.
      Danke und viele Grüße, Henner

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