Google for Jobs erobert Deutschland: Was Sie jetzt wissen müssen

von personalmarketing2null. Lesezeit: etwa 22 Minuten.

Lang ersehnt, nun endlich da: Google for Jobs ist mit fast zweijähriger Verzögerung nun auch in Deutschland und anderen europäischen Staaten angekommen. Noch ist Googles Jobsuche nicht für jedermann (und -frau) sichtbar, aber es wird fleißig getestet und so hieß es am Freitag auf Google Deutschlands Twitter-Account:Wir testen derzeit die neue Jobsuche, um das Finden von Arbeitsplätzen leichter zu machen. Einige von euch haben sie vielleicht schon gesehen, wenn ihr nach Jobs gesucht habt. Wir freuen uns, sie schon bald für alle verfügbar zu machen!“ Nicht nur in Deutschland ist Google mit seinem Jobsuch-Erleichtungs-Tool in den Startlöchern, auch in Frankreich und den Niederlanden wurde ein Testballon gestartet, der nun auf eine spannende Reise geht. Was Sie nun alles wissen müssen, um sichtbar zu werden und was das Ganze für das Recruiting und die Jobsuche bedeutet, erfahren Sie in den nächsten 20 Minuten.

Update: Seit dem 22. Mai 2019 ist Google for Jobs flächendeckend in Deutschland verfügbar.

Was ist Google for Jobs?

Auch wenn ich hier in diesem Blog von Beginn an regelmäßig über Googles Jobsuch-Feature und mögliche Neuerungen geschrieben habe und ich es sowohl 2018, als auch 2019 als Recruiting-Trend ausgemacht habe, mag es wohl an dem ein oder anderen vorbeigegangen sein.

Google for Jobs ist keine Stellenbörse

Wenn man so will, ist Google for Jobs eine optimierte Jobsuche innerhalb der Google-Suche. Google for Jobs ist keine Stellenbörse im klassischen Sinne, denn eine Möglichkeit, über einen Button Jobs einzustellen, suchen Sie vergeblich. Streng genommen gibt es das „Produkt“ Google for Jobs nicht einmal. Auf der dazugehörigen Microsite (für deren URL im Übrigen die bisherige Jobsseite für die Google-internen Jobs, also quasi Googles Karriere-Website, den Platz räumen musste), auf der die Jobsuche vorgestellt wird, ist nur die Rede von „Job Search on Google“, niemals von Google für Jobs. Auch gibt es für Googles Jobsuche keine eigene URL.

Google for Jobs: Wie Google den Jobmarkt revolutioniert und Sie im Recruiting profitieren (essentials)
  • Henner Knabenreich
  • Herausgeber: Springer Gabler
  • Auflage Nr. 12019 (22.08.2019)

Wie kann ich Googles Jobsuche aufrufen?

Sie gelangen zu diesem „Feature“, indem Sie bspw. „Jobs in meiner Nähe“ oder „Jobs Verkäufer“ oder „Stellenangebote Pflegefachkraft“ oder Ähnliches in Googles Suchmaske eingeben. Anstatt wie bisher eine Fülle an organischen Suchergebnissen (die überwiegend aus externen Jobbörsen stammen, da die Wichtigkeit von SEO immer noch nicht in vielen Unternehmen angekommen ist) angezeigt zu bekommen, wird dem Nutzer nun eine prominent platzierte blaue Box angezeigt. Diese ist so angeordnet, dass sie (sofern vorhanden) unterhalb von Google Ads, aber auf jeden Fall oberhalb der organischen Suchergebnisse zu finden ist.

Google for Jobs - direkt innerhalb von Google nach Jobs suchen - Screenshot_Google

Jemand der auf Jobsuche ist, kann gar nicht an dieser blauen Box vorbei. Schon gar nicht, wenn er seine Jobsuche mobil startet (was, nur am Rande erwähnt, immer häufiger geschieht. Und so heißt es nicht ohne Grund: Bewerber, die auf Smartphones starren). Dann dominiert die „Google for Jobs-Box“ nämlich den ganzen Bildschirm. Ein Blick auf die organischen Ergebnisse darunter ist im Grunde obsolet, denn ein Klick auf die Box öffnet die eigentliche Jobsuche.

Google for Jobs wird als so genanntes „Enriched Search Result“ angezeigt, in etwa analog zu einer Suche nach Hotels, dem Wetter, dem Kinoprogramm oder einem Restaurant, direkt auf der Google-Startseite. Hier aggregiert Google dann verschiedene Daten und ermöglicht dem Nutzer eine Aktion, etwa ein Hotel zu buchen oder einen Tisch zu reservieren. Oder, im Falle von Google for Jobs, sich auf eine Stelle zu bewerben.

Was kann Google for Jobs?

Die Jobsuche selber bietet eine unglaubliche Vielzahl an Filtermöglichkeiten. Besonders interessant ist die Tatsache, dass das Ganze auf Basis von Machine Learning funktioniert (Googles Cloud Jobs API bzw. genauer Cloud Talent Solution verrichtet unter der Oberfläche seine Dienste) und Nutzern auch Jobs angezeigt werden, nach denen man zwar nicht explizit gesucht hatte, weil man sie vom Titel nicht kennt (z. B. weil Unternehmen manchmal sehr kreativ in der Schöpfung von Jobtiteln sind oder aber weil es eben für ein und dieselbe Stelle durchaus abweichende Rollentitel geben kann oder weil man vielleicht etwas unpräzise war, das soll ja vorkommen).

Google for Jobs bietet eine Fülle an Filtermöglichkeiten - Screenshot google.com

Jobs in der Nähe

Besonders komfortabel auch die Umkreissuche. Hier hat der Nutzer die Möglichkeit, sehr fein abgestimmt nach Jobs in der Nähe seines Wohnortes zu suchen (vorausgesetzt, diese Information wird der Stelle mitgegeben, dazu weiter unten mehr). Google for Jobs zeigt also nicht nur bei einer Suche nach „Jobs in meiner Nähe“ eben genau diese an, sondern berechnet auch den bestmöglichen Anfahrtsweg und zeigt die ungefähre Fahrtzeit an. Sogar eine adressbezogene Suche, etwa „Jobs Kurfürstendamm“ ist bei Google for Jobs möglich. Wohlgemerkt: ohne Berlin explizit anzugeben (es sei denn, Sie sind außerhalb Ihres Wohnortes auf Jobsuche).

Jobs mit Gehaltsangabe

Google aggregiert aber nicht nur Daten aus Google Maps. Auch aus externen Websites werden Daten aggregiert. Weigert man sich als Unternehmen also weiterhin beharrlich, das Gehalt mit anzugeben (Google belohnt solch eine Angabe mit besserer Sichtbarkeit, abgesehen davon sorgt so viel Transparenz für mehr Bewerbungen), zieht sich der Datenkrake eben die erforderlichen Informationen von Seiten wie Glassdoor, XING oder salary.com (oder auf welchen Portalen Google eben relevante Gehaltsdaten findet).

Jobs mit Arbeitgeberbewertungen

Und weil Google möchte, dass Bewerber glücklich sind und nicht will, dass man als Bewerber die Katze im Sack kauft, findet man auch gleich noch ein Rating des Arbeitgebers: Arbeitgeberbewertungen werden bspw. aus kununu, Glassdoor oder aus indeed generiert (Letzteres finde ich besonders interessant, weil sich indeed ja weiterhin beharrlich weigert, Google seine Stellen zur Verfügung zu stellen).

Jobs für Remote-Arbeiter

Als ziemlich neues Feature und neuen Arbeitsformen Rechnung tragend bietet Google for Jobs auch die Möglichkeit, sogenannte Remote Jobs kenntlich zu machen. Also Jobs für digitale Nomaden. Für uns (bisher) nicht von Relevanz (es sei denn, man heißt Amazon), ist ein Label, welches kenntlich macht, dass die ausgeschriebenen Jobs auch für US-Veteranen geeignet sind.

Bewerben, wie und wo man will

Wenn man so will, kann man sich via in Google for Jobs ausgeschriebenen Stellen bewerben, wo man will. Genauer gesagt, kann man sich da bewerben, wo man ohnehin schon sein Konto hat. Google spielt zwar nur einmal eine Stelle aus (selbst, wenn Ihre Stelle auf verschiedenen Portalen ausgespielt wurde), bietet dann aber die Option, sich auf der Seite zu bewerben, über die die Stelle ausgespielt wurde. Mein uneingeschränkter Tipp lautet: Sorgen Sie dafür, dass Bewerber die Jobs direkt von Ihrer Karriere-Website ausgespielt bekommen. Diese Ergebnisse bevorzugt Google nämlich und belohnt Sie damit, dass der Bewerbungs-Button zu Ihrer Karriere-Website bevorzugt behandelt wird.

So sorgt „Google Jobs“ also nicht nur für eine bestmögliche Treffsicherheit, sondern auch für bestmögliche Transparenz.

Klar, dass man sich als Bewerber auch seine Favoriten merken oder einen Job-Alert einrichten kann (vorausgesetzt, man ist bei Google angemeldet).

Warum macht Google das?

Eigentlich ganz einfach: Weil Google DIE Suchmaschine ist. Weil Google quasi alles suchbar macht, was nicht bei drei auf den Bäumen ist und in den Untiefen des Dark Web sein Unwesen treibt. Und weil Google glaubt, es besser machen zu können, als jede Jobbörse dieser Welt (Letzteres glaube ich Google aufs Wort). Und natürlich weil Google hehre Ziele verfolgt. Nämlich aus dieser Welt eine bessere Welt für Jobsucher zu machen und Unternehmen und Jobsuchende best- und schnellstmöglich zusammenzubringen. Oder anders gesagt, mit den Worten Sundar Pichais ausgedrückt, seines Zeichens CEO des Datenkraken:

“Job seekers often don’t know there’s a job opening just around the corner from them, because the nature of job posts – high turnover, low traffic, inconsistency in job titles – have made them hard for search engines to classify.
Through Google for Jobs, we hope to connect companies with potential employees, and help job seekers find new opportunities.”

Während in den USA mittlerweile rund 80 Prozent der Jobsuchenden ihre Stellen googeln, sind es in Deutschland um die 50 Prozent – Tendenz steigend. Insofern wiederhole ich gebetsmühlenartig die Wichtigkeit von SEO für die Jobsuche. Zumindest in Ansätzen erübrigt sich die klassische SEO jetzt dank Google for Jobs.

Wo ist Google for Jobs verfügbar?

All überall auf den Tannenspitzen… nein, aber fast überall auf der Welt. Wo genau weiß man gar nicht, da hält sich Google nämlich relativ bedeckt. Die Seite, die über die aktuell erschlossenen Länder informiert, ist unvollständig (insbesondere die deutschsprachige) und wird nur unregelmäßig aktualisiert und während man sich früher mit Pressemitteilungen überschlug, wenn man das Feature wieder irgendwo ausrollte, hüllte man sich bei den letzten Veröffentlichungen merkwürdig bedeckt.

Gestartet ist das Ganze im Juni 2017 in den USA, dann ging es weiter mit Lateinamerika, dann mit ein paar afrikanischen Staaten, dann mit Kanada und Indien, dann mit der arabischen Welt, dann irgendwo in Asien, Europa wurde letztes Jahr in Spanien und Großbritannien vereinnahmt und dieses Jahr wurde das Feature zuletzt auf den Philippinen, in Japan und in Russland ausgerollt. Laut der Website Betterteam gibt’s Google for Jobs auch in Australien, Neuseeland, Belgien und Vietnam, zeitgleiche Tests laufen derzeit in Frankreich, den Niederlanden und in Deutschland. Nach eigenen Angaben ist Google for Jobs in über 100 Ländern und acht verschiedenen Sprachen verfügbar. Wie gesagt, Genaues weiß man nicht, aber ginge es darum, eine Weltkarte von Google for Jobs zu zeichnen, könnte die in etwa so aussehen:

Verfügbarkeit von Google for Jobs - Stand März 2019

Rot steht für die Länder, in denen Google for Jobs 2017/18 ausgerollt wurde, dunkelblau für die Länder die in 2019 in den Genuss der Jobsuche kamen, hellblau für die Länder, die nach Angabe der Website Betterteam dabei sind und das dunklere Hellblau steht einfach für Deutschland.

Wie kommen meine Jobs in Google for Jobs?

Wie schon geschrieben, ist Google for Jobs keine Jobbörse im herkömmlichen Sinn. Es gibt keine Möglichkeit, Jobs per Formular oder Upload hochzuladen. Folgende Möglichkeiten haben Sie:

  • Sie schreiben Ihre Jobs in der Stellenbörse Ihres Vertrauens aus und hoffen darauf, dass diese einen Bund mit Google eingegangen sind (hier in Deutschland sind dies etwa XING, stellenanzeigen.de, yourfirm, Monster oder meinestadt. StepStone etwa oder auch Jobware sind ist (noch) nicht dabei. indeed weigert sich beharrlich. Global und aktuell größter Stellenlieferant überhaupt sind mit Abstand Linkedin und Glassdoor. Aber auch viele Spezialjobbörsen, Nischenanbieter und kleine Jobbörsen wie z. B. absolventa.de, praktikum.info, experteer.de, itbavaria.de, gigajob.de, mittelfrankenjobs.de, Jobstairs, fazjob.net, Facebook Jobs, aubi-plus, trainee-gefluester.de, Regio-Jobanzeiger, Die Zeit Jobs, jobmensa.de, dasauge.de, berlinstartups.de, oder myscience.de haben das Potenzial erkannt, auf diese Weise eine bisher nicht gekannte Reichweite zu generieren).
  • Sie vertrauen darauf, dass Ihre Jobs zufällig und wie von Zauberhand in Google for Jobs auftauchen (das kann passieren, wenn sich emsige Crawler Ihre Jobs schnappen und auf ihren Portalen ausspielen und Google sich diese wiederum schnappt, weil sie (zumindest in Ansätzen) die erforderlichen Daten entsprechend aufbereitet haben.
  • Sie vertrauen darauf, dass Ihr Anbieter von E-Recruiting-Software die Zeichen der Zeit erkannt hat und seine (bzw. natürlich Ihre) Stellen Google-fit gemacht hat. Darauf würde ich allerdings nicht vertrauen, Bewerbermanagementsoftware, die auf strukturierte Daten setzt, ist bis dato Mangelware und wieder einmal bestätigt sich, dass diese Dienstleister zwar hervorragend Bewerberdaten verwalten können, aber ansonsten keine große Hilfe sind. Abgesehen davon haben sie nicht unbedingt ein Interesse daran, wollen sie doch als Multiposter lieber daran Geld verdienen, dass Ihre Jobs auf den üblichen verdächtigen Stellenbörsen ausgeschrieben werden.
  • Sie machen Ihre Jobs selber „Google Jobs“-fit (dazu weiter unten – und in meinem aktualisierten Artikel zu typischen Fehlern bei der Einrichtung der Stellenanzeigen für Google for Jobs – mehr). Übergeben werden die Jobs an Google zum einen via Sitemap, zum anderen über eine so genannte Indexing API. Eigentlich sollte das Ihr Ziel sein. Sie sind komplett unabhängig von externen Anbietern und können viel Geld sparen. Zumindest in der Theorie und in der Anfangsphase. Denn natürlich bedeutet trotz Google for Jobs jede Stelle, an der Ihre Jobs einem potenziellen Bewerber auffallen, zusätzliche Reichweite. Abgesehen davon, dass ein Bewerber erst einmal „lernen“ muss, Google als alleiniges Tool für die Jobsuche zu nutzen. Und davon scheinen wir noch weit entfernt.
  • Sie suchen sich einen Dienstleister, der Ihnen das Aufbereiten Ihrer Stellenanzeigen abnimmt und dafür sorgt, dass man Ihre Jobs in Googles Jobsuchmaschine findet. Hier wäre Jobiak zu nennen.

Das müssen Sie beachten, damit auch Sie von Google Jobs zu profitieren

Voraussetzung dafür, dass Ihre Jobs überhaupt via Google for Jobs auffindbar sind, ist eine bestimmt Aufbereitung Ihrer Stellenangebote. Genauer müssen diese den Google-Richtlinen bzw. den Empfehlungen von schema.org entsprechen.

Jetzt wird es ein wenig technisch, aber als Recruiter sollten Sie davor ohnehin keine Scheu haben. Ich verspreche Ihnen aber, dass es nicht zu sehr in die Tiefe geht. Geht es um die Aufbereitung Ihrer Stellenanzeigen, so gibt es Elemente die zwingend erforderlich und welche, die „nice to have“ (in meinen Augen allerdings auch zwingend erforderlich) sind. Starten wir mit den zwingend erforderlichen.

Der Stellentitel (title)

Wirklich überraschend ist es nicht, aber der Stellentitel selbst ist eines der wichtigsten „Gütekriterien“ für Ihre Stellenanzeigen. Das gilt nicht nur für Google for Jobs, das gilt allgemein und ohne Einschränkungen für alle Stellenanzeigen! Denn ohne guten Stellentitel gibt’s auch keine Auffindbarkeit. Das bedeutet für Sie:

  • Sorgen Sie für Klarheit beim Stellentitel!
  • Fragen Sie sich, ob der Titel die Rolle wirklich richtig beschreibt!
  • Seien Sie konkret, statt schwammig: Verwenden Sie lieber den Titel “Senior Frontendentwickler”, als den generischen “Webentwickler” (besser aber, Sie werden noch konkreter). Schreiben Sie anstatt „Jetzt für IT-Job bewerben –Mitarbeiter mit FRANZÖSISCH in Bukarest“ besser „IT-Spezialist/in mit Französischkenntnissen“
  • Verwenden Sie im title-Feld keine Jobcodes (Referenznummern gehören m. E. ohnehin verbannt), Adressen (auch der Ortsname muss im Stellentitel nicht mehr sein. Ach was sage ich, gemäß Googles Richtlinien darf er das nicht. Keine Angst, der bekommt sein eigenes Feld!), Gehaltsangaben, Firmennamen oder Sonderzeichen (Sternchen (gilt natürlich nicht für den Asterisk, mit dem Sie das dritte Geschlecht kenntlich machen, wenn Sie es denn kenntlich machen wollen) oder Ausrufezeichen und auch ausschließliche Großschreibung sind nicht erlaubt)!

Der Standort (jobLocation)

Google möchte seinen Nutzern bestmöglichen Service und Transparenz bieten. Deswegen ist die richtige Darstellung des Standorts bzw. der Adresse immens wichtig. Auch ist die Entfernung zum Arbeitsplatz für viele Bewerber entscheidend. Pendeln macht krank, ein kürzestmöglicher Arbeitsweg sorgt für höchste Zufriedenheit. Das weiß auch Google. Auch an den Suchanfragen bei Google selbst kann man erkennen, dass die Suche nach “Jobs in meiner Nähe” stetig zunimmt.

  • Eine Angabe des Standortes schafft Klarheit und ermöglicht es Google, dem Bewerber Arbeitsweg und –zeit anzuzeigen.
  • Wenn die Arbeit an mehreren Standorten ausgeführt werden soll, können Sie die Eigenschaft jobLocation mehrfach anlegen.. Google zeigt basierend auf der Suchanfrage des Interessenten den am besten geeigneten Standort an (Google ist ja soooo klug. Doch dazu weiter unten mehr).

Die Stellenbeschreibung (Description)

Wie im wahren Leben gilt auch bei Google for Jobs: Nur eine ausführliche und praxisnahe, beschreibende Stellenbeschreibung, die Lust auf den Job macht, ist eine gute Stellenbeschreibung.

  • Eine detaillierte Stellenbeschreibung sorgt für bestmögliche Orientierung bei der Entscheidungsfindung des Bewerbers.
  • Damit der Leser nicht reine Textwüsten ohne Punkt und Komma präsentiert bekommt, sorgen Sie für Zeilenumbrüche und Absätze, indem Sie HTML-Tags nutzen. Laut Google sind z. B. <p>, <br>, <ul> und <li> sowie für Überschriften <h1> bis <h5> möglich. Es soll sogar möglich sein, Formatierungstags auf Zeichenebene wie <strong> und <em> zu verwenden, schreibt Google in seinen Richtlinien. All das ist allerdings leider nicht korrekt. Die einzigen HTML-Auszeichnungen, die Google in der Description akzeptiert, sind <p> oder <br> sowie <li>. Ein Blick auf den Großteil der bis dato ausgepielten Anzeigen – egal ob in den USA, in Japan, in Deutschland oder sonst im Rest der Welt zeigt, dass es noch eine ganze Menge Optimierungspotenzial in Sachen Aufbereitung der Stellenanzeigen gibt. Kleiner Trost: Selbst Google hält sich nicht immer an die Richtlinien!).
  • Alle, wirklich alle Inhalte (sprich: Einstiegstext, Aufgaben, Anforderungen, Benefits, Ansprechpartner, Bewerbungsaufforderung) gehören in die Description. Alle! Sie können zwar noch nach responsibilities, requirements, IncentiveCompensation u. a. differenzieren, diese Angaben haben aber keinerlei Auswirkungen auf das, was der Nutzer zu sehen bekommt!

Datum der Stellenveröffentlichung (datePosted)

Auch das Datum der Stellenveröffentlichung ist für eine ordentliche Anzeige in Googles Jobsuche erforderlich. Dies dient u. a. dazu, die Aktualität des Einstellungsdatums zu erkennen und danach sortieren zu können. Stellenangebote, die in Google for Jobs erscheinen, aber längst abgelaufen sind, werden von Google geahndet. Im Extremfall mit dauerhaftem Ausschluss. Auch wenn Google bisher nicht wirklich streng auf das Einhalten der Richtlinien zu achten scheint, wird zumindest der hohe Anspruch an die Qualität der Stellenanzeigen ersichtlich.

Der Name des Unternehmens (hiringOrganization)

Klar, dass auch der Name des Unternehmens nicht fehlen darf. Wie sollte ansonsten eine Zuordnung zum Job bzw. zum Unternehmen möglich sein? Zudem bietet Googles Jobsuche eine entsprechende Filtermöglichkeit für den Jobsuchenden an. Auch das Firmenlogo sollten Sie auf keinen Fall vergessen. Aus verschiedenen Gründen:

  • Es fällt auf und sorgt für Wiedererkennungswert (Unternehmen, die kein Logo übergeben, werden in der Job-Ergebnisliste nur mit Anfangsbuchstaben angezeigt. So stünde also bspw. nur ein A bei Unternehmen wie Accenture, Access oder Avature, wenn kein Logo übergeben wird. Das macht’s dem Bewerber (und damit Ihnen) nicht unbedingt leichter.
  • Im Zweifelsfall sucht Google sich ein Logo, wo man meint, dass es bestmöglich passt. Das führt zu merkwürdigen Ergebnissen. So prangte bspw. beim Personaldienstleister FBI Personallösungen das Original-Logo des Federal Bureau of Investigations. Das sorgt zwar für Aufmerksamkeit, aber wohl für die falsche ;)

Die nachfolgenden Datenfelder sind zwar gemäß Google Richtlinien nicht zwingend erforderlich, m. E. geht aber kein Weg daran vorbei, wenn Sie es wirklich ernst mit Transparenz und Bewerber meinen.

Die Gehaltsangabe (baseSalary)

Ich muss glaube ich nicht viel dazu sagen. Abgesehen davon, dass sich Bewerber eine entsprechende Angabe wünschen, die Gehaltsangabe ein Zeichen von Transparenz und Wertschätzung, Garant für mehr Bewerbungen und Sichten weniger unpassender Bewerbungen ist, erfolgt bei den von Google Jobs ausgespielten Stellenanzeigen ohnehin eine Gehaltsangabe. Es ist Ihre Entscheidung, ob Sie lieber eine u. U. sehr stark divergierende Gehaltsspanne aus Glassdoor, salary. com, gehalt.de oder welcher Quelle auch immer, dort angezeigt haben wollen, oder Ihre eigene. Meine Empfehlung: Nutzen Sie das Feld. Machen Sie es besser, als der Wettbewerb. Einer Untersuchung von Jobiak erfolgte eine entsprechende Angabe in nur 4 Prozent der in den USA via Google Jobs ausgespielten Stellenanzeigen. Da ist viel Luft nach oben.

Art der Stelle/Vollzeit, Teilzeit etc. (employmentType)

Auch diese Angabe ist keine Pflicht, aber unbedingt empfehlenswert. So sieht der Nutzer gleich, um was für eine Stelle es sich handelt oder kann nach diesen Kriterien filtern.

👉  Lesen Sie unbedingt auch meinen Artikel zum offiziellen Deutschlandstart von Google for Jobs! Hier finden Sie wichtige neue Erkenntnisse darüber, welche Fehler die Unternehmen bereits jetzt beim Aufbereiten ihrer Stellenausschreibungen machen – und wie Sie sie vermeiden können!

Was bedeutet Google for Jobs für die Jobsuche und das Recruiting?

Ganz klar wird Google for Jobs die Jobsuche oder wie wir nach Jobs suchen, radikal verändern. So wie Google unser Nutzerverhalten in vielen anderen Punkten ebenso radikal verändert hat. Was wird heute nicht bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit gegoogelt? Und vor allem: Wie beeinflusst Google uns dabei? Ich weiß nicht, ob es Ihnen schon aufgefallen ist, aber Google tut immer mehr dafür, dass wir uns gar nicht mehr großartig auf eine andere Seite bewegen müssen. Mit aller Kraft setzt Google alles daran, dass wir auf Google selbst bleiben. Was bedeutet m/w/d? Zeigt uns Google auf Google an. Wie wird das Wetter? Zeigt uns Google auf Google an. Welcher Film läuft heute Abend im Kino? Zeigt uns Google auf Google an. Wie groß ist Angela Merkel? Zeigt uns Google auf Google an. Wie hat der DSC Arminia Bielefeld gespielt? Zeigt uns Google auf Google an. Und so weiter und sofort. Logische Konsequenz daraus, dass Google uns auch auf Google die Jobs anzeigt. Und wir eine andere Website (im Idealfall Ihre Karriere-Website und nicht die einer Jobbörse!) erst dann aufsuchen, wenn wir uns bewerben. Vorerst zumindest. Denn noch längst sind nicht alle Register gezogen.

Google macht das nicht alles von ungefähr. Google macht das auch, um noch mehr Daten von uns zu erhalten (ich schrieb schon vor einigen Monaten darüber). Natürlich will Google nur unser Bestes, das ist klar :). Aber tatsächlich wird es zukünftig nicht einmal mehr notwendig sein, dass wir auf Jobsuche gehen müssen. Google hat dank der Tatsache, dass wir Google unser Leben bestimmen lassen (Google-Suche, Google-Kalender, Google Docs, Google Mail, alles, was wir über unser Android-Handy machen, also jede App, Smarthome, z. B. Nest, Google Voice etc. pp.) ein so umfassendes Profil von uns, dass der Datenkrake mehr über uns weiß, als dass wir uns das vorstellen können. Und dank noch mehr Daten, die Google im Zuge seiner Jobsuchverbesserungsinitiative sammelt, weiß Google auch lange vor uns, dass es mal wieder Zeit wird für einen Jobwechsel und auch wo und als was. Es gibt schon erste Tests, die genau das belegen!

Aber abgesehen davon hat Google for Jobs andere (teilweise massive) Auswirkungen

  • Der Markt (insbesondere) für aktive Kandidaten wird sich grundlegend ändern; die Bedeutung von Jobbörsen wird sukzessive abnehmen. Wobei es Google natürlich keinesfalls darum geht, ein neues Marktsegment zu erschließen und den Jobbörsenmarkt zu disruptieren. Schließlich besteht eine gegenseitige Abhängigkeit: Google braucht die Jobs der Jobbörsen, um überhaupt eine Relevanz zu haben, die Jobbörsen brauchen die Reichweite von Google, um die notwendige Relevanz zu haben. Leben und leben lassen, heißt also die Devise. Zumindest in der Theorie. Denn wenn man sich so anschaut, wie Google unser Verhalten in anderen Bereichen vereinnahmt hat (siehe oben), so könnte das durchaus auch mittelfristig in eine andere Richtung gehen. Oder wer nutzt bspw. noch Gelbe Seiten (auch die Online-Ausgabe) oder Webkataloge. Aber bevor Google den Markt kannibalisiert, gibt es ja noch die Kämpferin für das Gute, Margrethe Vestager. Aber dazu mehr am Ende des Artikels.
  • Ihre Reichweite als Arbeitgeber (oder Nischen-Stellenbörse) und damit die Auffindbarkeit Ihrer Stellen kann sich signifikant verbessern.
  • Der Großteil des Traffics auf Ihre Website bzw. der Bewerbungen wird zukünftig über Google Jobs erfolgen.
  • Google favorisiert Stellen, auf denen sich der Nutzer direkt bewerben kann.
  • Google belohnt reichhaltig aufbereitete Stellenausschreibungen (Gehaltsangaben, Standort etc.).
  • Die Qualität von Stellenanzeigen wird dank strukturierter Daten und entsprechender Richtlinien besser.
  • Die Qualität der Suchergebnisse selbst wird besser.
  • In der Folge wird die Qualität der Bewerber besser.
  • Die Bedeutung von strukturierten Daten nimmt zu. So setzt bspw. StepStone mit seinem Liquid Design auch auf strukturierte Daten (wartet in Sachen Google for Jobs aber erst einmal ab).
  • Die Bedeutung von SEA, also Google Ads, nimmt zu. Theoretisch zumindest. Zwar werden die Anzeigen oberhalb der blauen Suchbox ausgespielt, tatsächlich habe ich aber bei meinen umfangreichen Tests auf verschiedenen Länderseiten und mit unterschiedlichen Stellentiteln kaum Ergebnisse gefunden, wo das wirklich der Fall war (und exotisch waren die Stellen, nach denen ich suchte nun weiß Gott nicht). Andererseits wird Google kaum seine Cash-Cow seiner (vermeintlich) altruistischen Jobsuche opfern. Wir werden sehen…
  • Dienstleister können sich einen neuen kostenlosen Kanal erschließen. So erlaubt indeed bspw. in den USA nicht mehr das kostenlose Ausspielen von Stellenanzeigen, hier sind nur noch Premium-Anzeigen erlaubt Bis das Ganze auch nach Deutschland schwappt, dürfte nur eine kurze Frage der Zeit sein. So sind bspw. seit Januar keine Anzeigen mehr von externen Jobbörsen in indeed erlaubt.
  • Neue Anbieter, die Unternehmen dabei unterstützen, ohne großen Aufwand bei Google for Jobs zu erscheinen, werden auf den Markt treten (z. B. Jobiak).

Oder ist mit Google for Jobs schon wieder Schluss, bevor es überhaupt so richtig angefangen hat?

Wenn es nach Margrethe Vestager geht, Ihres Zeichens Chefin der EU-Wettbewerbsrechtskommission und bekennende Google-Bekämpferin, könnte das durchaus der Fall sein. So zumindest wird sie in der Financial Times zitiert:

We are doing very preliminary work on Google’s job and local business search services as some of those businesses that depend on the large platform, they feel that they are being unfairly treated . . . (the complaints) they just keep coming in”.

Ein Anwalt, dem Google for Jobs offenbar ein Dorn im Auge ist (oder der ein dickes Geschäft wittert, wer weiß), wirbt in einem Artikel auf FOCUS sogar dafür, den Konzern wegen seiner Initiative zu verklagen.

Google for Jobs – quo vadis?

Wir dürfen also gespannt sein, wohin die Reise geht. Eins ist klar, die Reise geht auf jeden Fall weiter. Und so ist man auch bei Microsoft aka Linkedin aka Bing nicht untätig. Auch wenn die Bedeutung von Bing als Suchmaschine gegenüber Google eher als untergeordnet einzuschätzen ist (auf Bing entfallen in Deutschland etwa 10 Prozent der Suchanfragen bei Desktops, was der Tatsache geschuldet ist, dass Microsofts Edge-Browser dort installiert ist, auf Google 90 Prozent. In der mobilen Suche sind es nahezu 100 Prozent), so bietet man Googles Jobsuch-Feature doch Paroli. Sucht man auf Bing nach Jobs, bekommt man in Analogie zu Googles blauer Box eine Box mit Jobs angezeigt, die sich ausschließlich aus Linkedin speisen. Und Linkedin wiederum ist (aktuell weltweit) der größte Lieferant für die Jobs, die Google ausspielt. In Deutschland ist das nach Linkedin und Glassdoor übrigens XING. Wie hieß es dort doch noch vor einigen Monaten (obwohl man dort schon mit strukturierten Daten experimentierte): „Spannendes Thema, dessen Entwicklung wir natürlich beobachten. Da „Google for Jobs“ aber derzeit noch nicht im deutschsprachigen Markt ausgerollt ist, können wir zum jetzigen Zeitpunkt kein umfangreicheres Statement dazu geben“.

Also, harren wir der Dinge, die da auf uns zukommen. Was glauben Sie? Wird Google for Jobs zum Gamechanger? Welche Auswirkungen wird Googles Jobsuche aufs Recruiting und die Art haben, wie wir zukünftig Stellen ausschreiben? Kommt Karriere-Websites endlich die Rolle zu, die ihnen qua Status eigentlich zusteht? Bin gespannt auf Ihre Meinung!

Google for Jobs: Wie Google den Jobmarkt revolutioniert und Sie im Recruiting profitieren (essentials)
  • Henner Knabenreich
  • Herausgeber: Springer Gabler
  • Auflage Nr. 12019 (22.08.2019)

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Über den Autor

Hallo, ich bin Henner Knabenreich. Seit 2010 schreibe ich hier über Personalmarketing, Recruiting und Employer Branding. Stets mit einem Augenzwinkern oder den Finger in die Wunde legend. Auf die Recruiting- und Bewerberwelt nehme ich nicht nur als HR-Blogger maßgeblich Einfluss, auch als Autor, als Personalmarketing-Coach, als Initiator von Events wie der HR-NIGHT oder als Speaker hinterlasse ich meine Spuren in der HR-Welt. Sie wollen mich für einen erfrischenden Vortrag buchen, haben Interesse an einem Karriere-Website-Coaching, suchen einen Partner oder Berater für die Umsetzung Ihrer Karriere-Website oder wollen mit bewerberzentrierten Stellenanzeigen punkten? Ob per E-Mail, XING, LinkedIn oder Twitter - sprechen Sie mich an, ich freue mich auf Sie!


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    1. Interessanter Beitrag!

      Als Agentur mussten wir auch feststellen, dass die meisten unserer Kunden zwar bereit sind, mehrere Tausend Euro in Print- und Online-Stellenanzeigen zu investieren, aber leider nicht bereit sind wenige Hundert Euro in die eigene Karriere-Seite zu investieren, damit wir diese für Google for Jobs fit machen können.

      Dann dachten wir uns, was solls! Wir entwickeln einfach ein eigenes, kleines Karriere-Portal für Google for Jobs mit vergleichsweise günstigen Preisen und bieten Ihnen somit eine Alternative um die Stellenanzeigen bei Google zu veröffentlichen. Jetzt läufts :-)

      Ganz nach dem Motto – so haben wir es immer schon gemacht :-)

      LG Tobi von deinejobsfinden.de

    2. […] komt Google for Jobs (heel?) binnenkort ook naar Nederland. Er schijnen momenteel zelfs al testen gedaan te worden, zowel bij ons als in Frankrijk. En in Duitsland is ook al gestart met de uitrol, […]

    3. […] Google for Jobs erobert Deutschland: Was Sie jetzt wissen müssen – Aktuell „heißes Eisen“ in der Recruiter-Community ist der Start von „Google for Jobs“ – u.a. wohl in Kürze auch in Deutschland. Letztendlich geht es dabei um die Bereitstellung von strukturierten Daten über Stellenausschreibungen im Micro-Format, die dann besser maschinell von Google verarbeitet werden können und nativ in entsprechenden Suchergebnissen verlinkt werden. Der schon etwas ältere, aber immer noch aktuelle Beitrag von personalmarketing2null-Blogger Henner Knabenreich gibt einen spannenden Einblick in das Thema. […]

    4. […] und die Social-Media-Präsenz. Bei Beidem gilt es eine gute Auffindbarkeit zu haben – mit Google Jobs kommen da in naher Zukunft zudem strukturierte Micro-Formate (auch) im (deutschen) Stell…. Mit dem zunehmenden Content-Shock braucht es in Social Media neue bzw. fundiertere […]

    5. Hallo Henner – Guten Morgen,

      Danke, für deinen ausgiebigen Beitrag und den umfangreichen Wissenstransfer zum Thema Google for Job. Unglaublich interessant zu beobachten wie Google sich hier wieder einmal einem Feld angenommen hat, welches das Leben eines jeden Menschen schon jetzt beeinflusst: Die Jobsuche. Zu hoffen ist, dass die Unternehmen hier schnell nachziehen, Ihr Job-Postings selber in die Hand nehmen und ready für Google for Jobs machen.

      Gerade heute, wo Entwicklungskapazitäten rares Gut sind, ist dies sicherlich nicht immer Leichtes. Ich bin sehr gespannt wie schnell die Implementierung seitens der Unternehmen nachgezogen werden kann. Bei Bedarf springen wir hier mit „SEO for Jobs“ in die Bresche und bringen die Stellenanzeigen zu Google for Jobs – ohne die IT Abteilung ;)

      Beste Grüße,
      Alex

    6. […] Gründe dafür finden: technische Entwicklungen am Markt, das teilweise zu Schnappatmung führende Google for Jobs und die sich doch stark ändernden Use-Cases der Internet-Adressaten. Diese, und es gibt sicherlich […]

    7. Hallo Herr,
      Vielen Dank für diesen umfassenden und klaren Beitrag zum Thema Jobsuche in Google Deutschland. Jetzt wende ich diese Tipps auf die richtige Suche nach einem Job an……… :)
      viele Grüße
      Tanmay

    8. Hallo Henner,

      danke für die sehr kompakte und inhaltlich gute Zusammenfassung. Wir beliefern Google bereits seit 7/2017 über die von Dir genannten technischen Möglichkeiten (Sitemap, Schema.org…) mit unseren Jobs in den USA – mit sehr guten Erfolgen.

      Seit Anfang 2019 haben wir zusätzlich auf eigene Initiative von Personal eine Schnittstelle (=API) zwischen unseren Webservern der https://www.brose.com/de-de/karriere/ und den Google Servern eingerichtet. Es läuft sehr gut an…

      Grundsätzlich habe ich eines gelernt: Um nicht vollständig den ITlern „ausgeliefert“ zu sein, benötigt Personal per se deutlich mehr Digital- und Online-Know-How im eigenen Bereich. Die Implementierung als auch der Betrieb birgt Herausforderungen, die ohne digitales Know-How über HTML, Schema.org, die Indexierung von neuen Stellen sowie der Löschung von alten Jobs durch Suchmaschinen, nur schwer umsetzbar sind. Ob Google for Jobs direkt eine Revolution wird, zeigt uns der User.

      Ich bin gespannt! Viele Grüße Bernd

      • personalmarketing2null sagt:

        Hallo Bernd,
        danke für die spannenden Insights! Da mögen einige Skeptiker vielleicht verstummen :)
        Und danke auch für deine Einschätzung zum Aufwand der Umsetzung! Und ja, ein wenig technisches Know-how kann definitiv im Recruiting/Personalmarketing nicht schaden. Cool, dass du da so hartnäckig warst und diesen Weg gegangen bist!
        Ob es eine Revolution wird, wird sich zeigen. Fakt ist, Google beeinflusst unser Verhalten in anderen Bereichen massiv. Ich sehe ehrlich gesagt keinen Grund dafür, warum das bei der Jobsuche anders sein sollte. Insbesondere bei der mobilen Suche geht kein Weg an Google for Jobs vorbei. Und Google wird nun mal zu nahezu 100 % mobil aufgerufen..

        Wir werden sehen :)

        Danke noch mal und beste Grüße
        Henner

    9. […] Hyperventilieren in der HR-Szene – und natürlich für ausführliche Blogbeiträge. Allen voran Henner Knabenreich mit einem sehr lesenswerten Beitrag. Auch Alexander Fedossov von der Wollmilchsau hatte zügig berichtet. Nach dieser kurzen Aufregung […]

    10. Lars Hahn sagt:

      Hallo Henner,

      war klar, dass von Dir gleich ein ganzes Kompendium kommt.

      Ich glaube, Googles Jobfunktion wird gerade im niederschwelligen Bereich einschlagen, weil hier die Nutzer/innen eher ausschließlich googlen. Und das sind oft Branchen mit hohem Fachkräftebedarf wie Handwerk, Pflege etc. Und Branchen mit oftmals besonders schlechten Webseiten – von wegen SEO. ;-)

      Bei Professionals, Führungskräften, Akademikern wird die Suchstrategie noch eher vielfältig sein. LinkedIn/XING-Profil, systematische Recherche, E-Mail-Agenten etc.

      D. h. diese werden sich trotzdem bei XING, Linkedin, Jobvector, Expeteer, Stepstone umtun – sofern diese einen echten Mehrwert bieten werden. Und hier wird es dann spannend.

      Möglicherweise wird daher besonders die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, die ja das größte breitenwirksame Angebot hegt, unter Googles Engagement leiden.

      Ich bin gespannt!

      • personalmarketing2null sagt:

        Hallo Lars,

        danke für deine Einschätzung, die ich im Wesentlichen teile. Wie heißt es so schön? „Niemand weiß, was die Zukunft bringt“. Das gilt auch hier. Insofern, lassen wir uns überraschen oder anders gesagt, wie im Twitter-Post von Google zum Start von Google Jobs in Deutschland: #StayTuned :)

        Beste Grüße
        Henner

    11. Jochen Iseke sagt:

      Lieber Henner,

      danke für deinen wie immer aufschlussreichen und umfassenden Beitrag. Insbesondere der Hinweis, dass Google for Jobs gar kein eigenes Produkt, sondern schlicht eine spezialisierte Google-Suche ist, ist sicher hilfreich. Das heißt: wer SEO kann, wird G4J lieben :-)

      Was die Bedeutung für den deutschen Arbeitsmarkt angeht, bin ich allerdings verhalten. Auch weiterhin wird es auf die Fähigkeit von Unternehmen und Bewerber*innen ankommen, genau beschreiben zu können, was sie eigentlich suchen (und was sie anbieten). Diese Fähigkeit ist bisher nur mäßig ausgeprägt und wird sich alleine durch das Google-Schema nicht verbessern.

      Auch mit G4J wird sich die Suche in erster Linie auf fachliche Fähigkeiten und Fertigkeiten konzentrieren. Wir wissen bereits heute, dass auf diese Weise eine Vielzahl geeigneter Kandidat*innen nicht zum Zug kommen, was den gefühlten Fachkräftemangel verstärkt. Der „Cultural Fit“ wird auch mit Google keine Rolle spielen, obwohl er mittlerweile nicht mehr nur unter Fachleuten als besonders wichtiges Kriterium angesehen wird. Auch viele Unternehmen fragen sich zunehmend, wie sie die kulturelle Passung von Bewerber*innen sinnvoll erfassen können.

      Im Ringen um die besten Talente hat Active Sourcing sein volles Potential bei weitem noch nicht entfaltet und wird in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung zunehmen. Ob G4J für Recruiter ein geeignetes Hilfsmittel sein wird, halte ich für fraglich.

      Alles in allem: natürlich wird Google den Markt der Stellenbörsen dramatisch durrcheinander wirbeln. Die Gründe liegen in der schieren Marktmacht – das hast du in deinem Beitrag ja sehr eindrücklich beschrieben. Ob Google aber den Sprung schafft, mir vorausschauend die passenden Jobs vorzuschlagen und dann geich einen Interviewtermin mit der KI des Recruiters im Unternehmen zu vereinbaren? So gerne ich das noch erleben würde – dazu fehlt aber wahrscheinlich noch ein ganzes Stück.

      • personalmarketing2null sagt:

        Hallo Jochen,

        danke für deinen Kommentar! Ich bin in vielen Punkten bei dir. Klar, geht es darum, einen Job so anzupreisen, dass man sich wiedererkennt und einfach gar nicht anders kann, als sich zu bewerben. Daran scheitern viele. Auch setzt Google seine hohen Qualitätsstandards nicht wirklich um. Klar, dann wären kaum Job-Anzeigen zu sehen :)
        Aber es grundästzlich gut, dass Google und auch StepStone einen Weg gehen, den Nutzer ein Stüc weit zu „erziehen“, wie Stellenangebote gestaltet werden sollten. Dann wird sich etwas zum Positiven ändern. Allerdings bin ich auch Realist. Ich beobachte den Markt nun seit über 15 Jahren. Die Fortschritte, die in Unternehmen ist dieser Zeit gemacht haben, sind da, aber überschaubar.
        Und was Active Sourcing angeht: das Problem ist, dass jeder meint, nun Active Sourcing machen zu müssen, weil man es eben so macht. Dabei wird leider viel Erde verbrannt, denn es ist nicht das Identifizieren von Kandidaten, es ist die richtige Ansprache und der richtige Umgang, die den Erfolg von Active Sorucing ausmachen. Und da gibt es leider diverse schwarze Schafe, die wild mit der Gießkanne hantierend, den Markt kaputt machen bzw. Kandidaten für immer vergraulen.

        Beste Grüße
        Henner

    12. Hallo Henner,
      vielen Dank für den ausführlichen und sehr informativen Artikel. Zur Frage, ob Google hier zum Game Changer wird: Ja! Ich teile Deine Auffassung, das Google mehr und mehr zur ersten Anlaufstelle wird und dadurch Marktanteile gewinnt. Im Bereich der Flugsuche oder auch Shopping hat Google bereits eindrucksvoll die Marktmacht bewiesen und kontinuierlich ausgebaut. Viele Personalverantwortliche haben dem Thema Google for Jobs bisher aber wenig Bedeutung beigemessen und jetzt wird es spannend, wie schnell hier reagiert wird. Da sind noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Zudem ist es nicht nur wichtig bei Google for Jobs gefunden zu werden, sondern Stellenanzeigen via Google Ads als auch Google SEO sichtbar in den Suchergebnisseiten zu platzieren. Auch da besteht Nachholbedarf. Hier bieten wir Unternehmen mit persomatch eine gute Lösung alle Disziplinen abzudecken. Es ist und bleibt spannend!

      • personalmarketing2null sagt:

        Hallo Thorsten,
        ich predige seit dem Markteintritt von Google for Jobs, dass die Unternehmen ihre Stellenanzeigen anpassen sollen. Was ist seitdem passiert? So gut wie nichts. Auch viele Stellenbörse pennen, größtes Problem sind aber die Anbieter von E-Recruiting-Software, die überhaupt kein Interesse daran haben, dass die Jobs ihrer Kunden eine bessere Sichtbarkeit haben. Mal sehen, wie lange es nun dauert. Bewegung wird in den Markt kommen, da bin ich mir sicher. Und natürlich haben Unternehmen immer noch die Möglichkeit (und jetzt eigentlich besser, als je zuvor), ihre SEA-Aktivitäten auszubauen. Geht ja mit den richtigen Tools auch kinderleicht :)
        Beste Grüße nach Bielefeld!
        Henner

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