Cleveres Personalmarketing: Bewerberansprache via (Job-)Newsletter

Cleveres Personalmarketing: Bewerberansprache via (Job-)Newsletter

von personalmarketing2null. Lesezeit: etwa 3 Minuten.

Fachkräftemangel = Ideenmangel. Sage ich immer wieder. Die Mitarbeiter von morgen liegen im übertragenen Sinne auf der Straße. Man muss sie nur aufheben. Übersetzt heißt das: Ja, es gibt sie, die Mitarbeiter, die zu mir wollen. Ich muss eben nur auf mich als Arbeitgeber aufmerksam machen. Und um die zu erreichen, die nicht aktiv auf Jobsuche sind (also die große Mehrheit), muss man andere Kanäle beschreiten. Manchmal sind die so naheliegend, dass man im ersten Moment nicht drauf kommt. Einer davon: der gute alte Newsletter. Wie man den sinnvoll fürs Personalmarketing, respektive die Ansprache potenzieller Mitarbeiter nutzen kann, zeigen zwei Beispiele. Lassen Sie sich inspirieren!

Das eine Beispiel hatte ich ja schon ausreichend gewürdigt hier im Blog. Da mich neulich aber ein weiterer Newsletter erreichte, der sich die Abonennten-Zielgruppe als potenzielle Bewerber auserkoren hatte, nehme ich das mal als Anlass, Sie liebe Leser a) mit der genialen und einfach umsetzbaren Idee von Personalmarketing-Innovator Marcel Rütten ein weiteres Mal zu konfrontieren und b) Ihnen ein weiteres Beispiel zu präsentieren.

Newsletter als Jobs- und Alumni-Tool

Marcel Rütten fiel mir damals auf, als er beim HR Next Generation Award für seine Idee pitchte. Mit (quasi) 0 Euro Budget nicht nur Bewerber zu erreichen, sondern auch die Stellen mit qualifizierten und perfekt zur Unternehmenskultur passenden Bewerbern zu besetzen, das hätte ihm den Preis eigentlich sichern müssen. Tat es aber nicht. Zumindest nicht bei dieser Preisverleihung :). Marcel trat dann auch mit seiner Idee bei „Jede Wette, dass..! -Wetten gegen den Fachkräftemangel“ an und überzeugte auf ganzer Linie. Seine (simple) Idee: Per Newsletter an ehemalige Praktikanten potenzielle Bewerber erreichen. Denn genau diese Zielgruppe ist es ja, die die Kindernothilfe schon als Arbeitgeber kannten und umgekehrt und somit also bestens wussten, passt man zusammen – oder nicht? Der Newsletter dient damit nicht nur als „Alumni-Bindungsmaßnahme“ und wenn man so will, auch als Talentpool. Die ganze Story auf die Ohren gibt’s im Podcast.

Newsletter mit Job-Angebot bei der Kindernothilfe Duisburg - Quelle Kindernothilfe

Klickraten von bis zu 50 Prozent

Bounces gibt es quasi nicht, außer bei Kandidaten, die ihre Uni-E-Mail-Adresse verwenden und die Uni verlassen„, so Marcel auf Nachfrage. Die Öffnungsraten liegen immer zwischen bei 60 und 70 Prozent und sind abhängig von der Headline. Alleine diese Öffnungsraten dürften so manchem Newsletter-Versender die Tränen in die Augen treiben. Aber wenn dann je nach Content und Call-to-Action noch eine Klickrate von bis zu 50 Prozent vermeldet werden kann, weiß man: Der Newsletter funktioniert. Auch wenn der Newsletter nicht nur aus Jobs besteht, sondern Marcel die Leser mit weiteren Beiträgen beglückt: „Nur Jobs bringen höhere Öffnungsraten„.

Job-Newsletter kombiniert mit Empfehlungsprogramm

Möglicherweise weiß das auch Gründer und Geschäftsführer Sven Platte von Digistore24, laut eigenen Angaben „eines der am schnellsten wachsenden Technologie-Unternehmen in Europa„. Denn der verschickt regelmäßig einen Job-Newsletter an alle seine Abonnenten (es dürften einige Tausend sein, wie viel genau, dazu wollte man mir leider keine Auskunft geben). Dieses Mal bezog sich das Schreiben gleich auf mehrere Jobs. „Sie sind anderen Bewerbern einen Schritt voraus, weil Sie etwas von Digistore24 verstehen„, so die Ansprache im Newsletter. Gar nicht dumm, denn genau so ist es: Diejenigen, die Ihren Newsletter abonnieren, haben zumindest eine gewisse Affinität zu Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung. Logische Schlussfolgerung, dass man dann durchaus auch das Interesse für Jobs in diesem Umfeld wecken kann.

Bewerberansprache per Newsletter - am Beispiel Digistore24

Wie erfolgreich Digistore24 mit dieser Maßnahme ist, weiß ich leider nicht. Denn trotz mehrfacher Anfrage wollte man mir dazu keine Auskunft geben. Aber es dürfte wirken, verbindet Platte mit seinem Newsletter nämlich noch auf geschickte Weise ein Empfehlungsprogramm. „Einzigartige Menschen„, so heißt es, „sind uns eine Empfehlungsprovision wert – falls für Sie nichts dabei ist, bieten wir Ihnen tausend Euro für jede erfolgreiche Vermittlung.“ Na, wenn das kein Ansporn ist!

Option prüfen

Und was heißt das jetzt für Sie? Bedeutet das jetzt, dass Sie in blindem Aktionismus einen Newsletter aufsetzen sollen? Nein. Aber prüfen sollten Sie die Option schon. Wenn Sie bspw. eine fest definierte Interessengruppe haben, wie Marcel Rütten mit seinen ca. 200 Alumni der Kindernothilfe, kann das durchaus interessant sein. Oder bspw. Besucher von Karriere-Events, die Sie veranstalten. Wenn Ihr Unternehmen aber ohnehin einen Newsletter an Kunden und Interessenten versendet, dann sollten Sie mal die Köpfe mit den Kollegen aus Marketing und Unternehmenskommunikation zusammenstecken. Ich bin mir sicher, das wird sich lohnen!

Hier geht's zum personalmarketing2null-Podcast!


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