m/w/d = männlich/weiblich/deutsch? - "Drittes Geschlecht" sorgt für Verwirrung bei Bewerber*innen und Recruiter*innen

m/w/d = männlich/weiblich/deutsch? – „Drittes Geschlecht“ sorgt für Verwirrung bei Bewerber*innen und Recruiter*innen

von personalmarketing2null. Lesezeit: etwa 7 Minuten.

„ausschreibung was ist m w d“, „bezeichnung x bei mitarbeiter“, „m/w/x“, „m/w/d bedeutung stellenanzeige“, „geschlechtsangabe m/w/d“, „d/m/w“, „m/w/i“ – das sind nur einige der Suchanfragen, über die ein Großteil meiner Leser*innen derzeit auf den Blog kommen. Fakt ist: Das Thema „Geschlechtsneutrale Stellenanzeigen“ steht derzeit hoch im Kurs. Und das wohl nicht nur bei HR-Verantwortlichen, sondern offenbar auch bei Bewerber*innen, die sich fragen, was es denn nun wohl mit dem ominösen „d“ oder dem noch ominöseren „x“ auf sich hat.

Der 10. Oktober 2017 war ein schicksalsschwangerer Tag für die Bundesrepublik. Zumindest für viele Menschen, die irgendwie mit Recruiting zu tun haben. Noch mehr aber für Bewerber*innen. Was war geschehen? In einem in der ganzen Auswirkung wohl nicht ansatzweise erfassbaren folgenschweren Gerichtsurteil beschloss der erste Senat des Bundesverfassungsgerichts, dass (im Geburtenregister) neben dem Eintrag „weiblich“ oder „männlich“ eine dritte Möglichkeit geboten werden muss, ein Geschlecht positiv eintragen zu lassen. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG) schützt demzufolge auch die geschlechtliche Identität derjenigen, die sich dauerhaft weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen lassen. Ein Urteil, welches so für sich genommen, durchaus nachzuvollziehen und sogar zu begrüßen ist.

Quereinsteiger im Direktvertrieb (m/w/x)

Personen mit einem dritten Geschlecht nicht ausschließen

Wenn da nicht die Folgen wären, die Arbeitsrechtler*innen seitdem unheilschwanger verkünden. Diese postulieren nämlich, dass es, da es nun ein drittes Geschlecht gäbe, nicht mehr ausreiche dass eine Stelle mittels „m/w“ respektive „w/m“ AGG-konform deklariert werde. Schließlich gelte laut Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz, dass der (bzw. die), der (bzw. die) das Geschlecht nicht nenne, sich dem Verdacht aussetze, dieses zu diskriminieren. „Die Arbeitgeber*innen sollten darauf achten, Personen mit einem dritten Geschlecht nicht auszuschließen“, gibt die Chef*in (m/w) der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) Christine Lüders zu bedenken.

Glasfaserkoordinator m/w/i

Empfehlungen der Arbeitsrechtler*innen sorgen für Verwirrung

In der Folge verursachen die Empfehlungen der Arbeitsrechtler*innen – wieder einmal – mehr für Verwirrung und Panikmache, als das ein sinnvoller und bedachter Umgang mit dem/der Bewerber*in erfolgt. Während also viele Recruiter*innen nun in blindem Aktionismus den bisherigem „m/w“ nun ein i, ein d, ein „inter“, ein „anders“ oder ein „gn“ hinzufügen, sorgen diese Kürzel bei vielen für Verwirrung. So twitterte Blogger und Beraterkollege Christoph Athanas jüngst, dass ein Seminarteilnehmer von einem Bewerber gefragt wurde, ob denn das „d“ für „Deutsch“ stehe.

Auch in der Community reddit herrscht Ratlosigkeit ob des „d“s, wie dieser Thread zeigt:

Männlich, weiblich, deutsch! from r/de

Und die Suchanfragen bei Google sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache respektive Bände.

Drastisch steigende Anzahl an Suchanfragen

Da für viele deutsche Personaler*innen das Internet nach wie vor Neuland ist und die Digitalisierung eher als Bedrohung gesehen wird, liegt es nahe, dass der überwiegende Anteil der Suchanfragen (siehe Grafik) wohl hauptsächlich von Bewerber*innen stammt. Analog zur Häufung von „m/w/i“, „m/w/d“, „m/w/inter“, „m/w/x“, „m/w/divers“ in Stellenanzeigen, nehmen auch die Suchanfragen nach diesen Kürzeln zu. Das lässt sich auch bei der Suche direkt bzw. bei „Ähnliche Suchanfragen zu …“ erkennen.

Genderwahnsinn - Der m_w_d_Wahn nimmt kein Ende

m/w/d = männlich/weiblich/deutsch?

Ist ja auch logisch und absolut nachvollziehbar. Denn mal Hand aufs Herz: Woher sollen Bewerber*innen wissen, worum es sich bei diesen Kürzeln handelt? Digital? Dement? Deppert? Insofern ist die Frage, ob „d“ für „Deutsch“ steht, also absolut berechtigt.

m/w/a = männlich/weiblich/anders
m/w/d = männlich/weiblich/divers (und nicht „drittes Geschlecht, wie manche glauben)
m/w/gn = männlich/weiblich/geschlechtsneutral
m/w/i = männlich/weiblich/inter
m/w/x = männlich/weiblich/x-beliebig (stimmt natürlich nicht, hier wird mehr der Vorschlag von Profx Hornscheid aufgegriffen)

Der Vollständigkeit halber: Das Ganze gibt’s natürlich auch in der „w/m“-Variante.

Zwar gibt es Arbeitgeber*innen, die dann mit einem Erklärsternchen arbeiten. Allerdings nicht so, wie ich es empfehle (siehe unten), sondern als Erklärung des Kürzels selbst (in diesem Falle „gn“ für „geschlechtsneutral“).

Geschlechtsneutraler Genderwahn

Muss es wirklich soweit kommen? Ist es wirklich erforderlich, die ohnehin geschundenen Stellenanzeigen noch weiter zu diskriminieren? Wer soll so etwas noch lesen? Wer sich davon angesprochen fühlen? Oder macht es Ihnen Spaß diesen Text mit seinen vielen Sternchen und „innen“ zu lesen? Schon allein so zu schreiben, fällt mir schwer.

Apropos innen:

Straßenbahnfahrer/innen (m/w/inter)

Mein Favorit ist übrigens „m/w/inter“. „Straßenbahnfahrerinnen im Winter“. Herrlich. Macht sich eigentlich irgendjemand Gedanken, bevor er/sie solche Stellenanzeigen auf die Menschheit respektive Bewerber*innen loslässt?

Personen- respektive Stellenbezeichnungen sind generisch maskulin

Selbst Sprachwissenschaftler*innen haben mehrfach darauf verwiesen, dass Personenbezeichnungen generisch maskulin sind, also weder weiblich noch männlich. Die Bezeichnung Sachbearbeiter schließt die Sachbearbeiterin ein, der Controller die Controllerin, der Recruiter die Recruiterin, der Personalreferent die Personalreferentin, der Manager den Manager (eine weibliche Bezeichnung für Manager gibt es im angloamerikanischen Sprachgebrauch schlicht nicht), der Kaufmännische Leiter die Kaufmännische Leiterin (;)). Und obwohl Berufsbezeichnungen von Haus also eigentlich (geschlechts-) neutral sind, zog mit dem AGG das „m/w“ in die deutschen Personalabteilungen ein (Notiz am Rande: es ist wirklich m/w – und nicht etwa w/m – sollte einem zu denken geben).

m/w/anders

Genderwahnsinn wird im Bewerbungsprozess nicht berücksichtigt

Abgesehen davon, dass wir uns mit diesem Genderwahnsinn wahrlich keinen Gefallen tun, sind die Unternehmen (wie so oft, siehe Du und Sie in der Bewerberansprache) nicht konsequent. Denn wenn Interessent*innen dann weiterlesen, ist es vorbei mit dem „gn“ und plötzlich heißt es wieder „sie“ oder „er“ oder „innen“. Und spätestens, wenn Bewerber*innen auf den „Jetzt bewerben“-Button-klicken wird das „m/w/d“ als Kuschen vor AGG-abmahngeilen Anwälten entlarvt. Hier haben Bewerber*innen nämlich in (und außerhalb) der Regel nur die Möglichkeit zwischen „Herr“ und „Frau“ zu wählen. Und meistens ist das Ganze dann auch noch als Pflichtfeld deklariert. Hier sehe ich – wenn überhaupt – Probleme, die auf HR-Abteilungen zukommen. Denn beim oben zitierten Gerichtsurteil ging es eben nur darum, dass es keine dritte Möglichkeit neben dem „Herr“ und „Frau“ gäbe. Und nun? Eigentlich ganz einfach: Die Anrede weg lassen oder zumindest nicht als Pflichtfeld deklarieren. Oder eine zusätzliche Option wie „keine Angabe“.

Allerdings sollten dann auch die Textbausteine in der Berwerberkorrespondenz angepasst werden. „Sehr geehrter Herr“, „Sehr geehrte Frau“ gehören dann nämlich der Vergangenheit an. Und nun? O. g. Arbeitsrechtler*innen empfehlen die Anrede „Sehr geehrte*r Frau*Herr“. Das wollen wir mal schleunigst vergessen. Aber was dann? Ein Hallo vielleicht? Hallo Henner Knabenreich, ja das ginge. Aber „Hallo“ ist manchen Unternehmen zu salopp. Wie wäre es mit „Guten Tag“, „Servus“, „Moin“, „Gude“ – jeweils gefolgt von Vorname und Nachname.

Fakt ist: Dieser Genderwahnsinn geht wirklich zu weit!

Letztendlich haben uns das Bundesverfassungsgericht und die besagten Arbeitsrechtler*innen da ein schönes Ei ins Nest gelegt. Ich kann nur dringend dafür plädieren, vorm Verfassen der Stellenanzeige das Hirn einzuschalten. Oder poetHRy spam-mäßig zusammengefasst:

Vergesst das m,
vergesst das w,
vergesst das d –
das Sternchen* ist die Lösung,
tut keinem weh.

CEO (m/w/divers)

*Geschlecht egal, Hauptsache, du passt zu uns!

Übrigens: Während die Karlsruher Richter*innen ja ein „inter“ oder „divers“ als „drittes Geschlecht“ vorgeschlagen hatten (was ja auch gerne ohne zu hinterfragen von einem Großteil der Recruiter*innen bei den Stellenanzeigen so umgesetzt wurde), sieht ein neuer Referent*innenentwurf neben „männlich“ und „weiblich“ künftig die neue Kategorie „weiteres“ im Personenstand vor. So. Da haben wir den Salat. Das „w“ ist nämlich schon vergeben.

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    1. Yvonne sagt:

      Ich kann verstehen, dass ein solches Urteil zu Verwirrungen führt und das sicherlich eine Vielzahl an Regelungen und Gesetzen angepasst werden müssen um das Thema richtig umzusetzen. Trotzdem kann ich die Aufregung hier nicht ganz verstehen, ein weiteres d / inter / gn oder ähnliches in einer Stellenanzeige tut niemandem weh und verursacht auch keine riesigen Aufwände und wer nicht weiß was gemeint ist, sucht das einfach mal und findet schnell die Erklärung. Also vielleicht einfach mal ein bisschen weniger Aufregung darum und sich stattdessen lieber darüber freuen, dass unsere Gesellschaft so bunt und tolerant ist und jeder Mensch hier die gleichen Rechte hat.

    2. Michael sagt:

      So ein Wahnsinn. Machen wir uns so langsam mit Vorschriften unsere Wirtschaft kaputt? Wenn ich den Aufwand für HR, IT, etc. ansehe – ein klares „JA“.
      Der nächste Schritt ist dann wohl die Verpflichtung für Gaststätten, Restaurants und Arbeitgeber zwingend eine dritte Toilettenart bereitzustellen.

    3. Herr Kules sagt:

      Es geht auch noch einfacher: (m/w)
      Dabei steht das m für „männlich“ und das w für „weiteres“.
      So ist auch an alle gedacht.

    4. his sagt:

      als frau finde ich schon diese m/w in allen anzeigen unnötig und das *innen usw. da ist ein text viel schwerer zu lesen. man kann doch einfach schreiben- wir suche einen busfahrer. also jemand der einen bus fährt, total egal ob m/w/was-auch-immer. die leute sollen sich damit abfinden, dass die berufsbezeichnung halt männlich ist, genau so wie „der job“, „die arbeit“, „das geld“- sind ja auch nur artikel. auch wenn zb. kochen früher was für frauen war, schreibt man ja in der anzeige wohl eher „wir suchen einen koch (m/w)“ und nicht „wir suchen eine köchin- die kann auch männlich sein“. oder sollen wir auch artikel in der deutschen sprache loßwerden, damit halt alle wörter neutral sind? ich schlage for statt der-die-das einfach alle „d“ zu nennen

      • personalmarketing2null sagt:

        Ich bin zwar keine Frau, stimme dir aber immer in allen Punkten zu. Vor allem frage ich mich, wie weit das noch gehen soll. Sprechen wir uns demnächst auch mit Sternchen an?

    5. Marcel sagt:

      Hallo!
      Ich bin auf Ihren Artikel gestoßen, weil ich mich genau das gefragt habe. Was bedeutet das d? Meine Firma ist auch auf der Suche nach neuen Bewerbern und schreibt genau so ihre Stellen aus.
      Auch wenn ich die Entscheidung begrüße und die problematische Stellenausschreibung verstehe, glaube ich, dass es noch Jahre dauern wird, bis da ein Umdenken im Kopf der Menschen stattfindet.
      Aus meinem Gefühl heraus finde ich es aber unhöflich meine Mitmenschen zu fragen zu welchem Geschlecht sie sich zugehörig fühlen.
      „Bist du ein Mann, eine Frau oder eher divers?“
      Wir werden ja mit klaren Rollenverteilungen großgezogen und es wird überall so vermittelt.
      Aber um Mal über eine Stellenschreibung hinaus zu schauen, zu was entwickelt sich das?
      Was macht das Marketing aus sowas?
      – Gilette, für das Beste im Mann / der/die/dem diversen?
      – Always Ultra, jetzt auch für diverse?
      – Shampoo, „normal“ „for men“ „divers“?

      Darf man denn jetzt noch sagen ‚Typisch Mann‘, ‚typisch Frau‘? Oder fühlt man sich als diverser deswegen beleidigt? Ist es beleidigend alleine diese Frage zu stellen?

      Ich glaube da ist noch sehr viel Aufklärung nötig, wenn man so eine Entscheidung sinnvoll durchsetzten möchte.

      • personalmarketing2null sagt:

        Hallo Marcel,
        ich bin da voll bei dir. Das Urteil an sich ist durchaus okay und zu begrüßen, bezieht sich aber de facto ausschließlich auf den Eintrag im Geburtenregister. Punkt. Gilette gibt’s ja auch schon jetzt für die Frau. Aber guter Punkt, das. Und vor allem: Wie setzt sich dieser Wahnsinn in der direkten Ansprache fort? Da scheint sich keiner Gedanken drüber zu machen, die bereits jetzt in ihren Medien Leser*innen ansprechen und damit die deutsche Sprache vergewaltigen. Mich schaudert’s….

    6. Theresa Maller sagt:

      Als Frau fühle ich mich von diesem Genderschwachsinn total minderbemittelt. Wenn ich mich von einer Stellenanzeige als Softwareentwickler OHNE m/w oder m/w/d benachteiligt fühle, dann würde ich im Job wohl auch ständig wegen irgendetwas beleidigt sein – auch in einem reinen Frauenteam. Zudem stören diese pseudokorrekten Zeichen (*innen usw) den Lesefluss.

      • personalmarketing2null sagt:

        Hallo Theresa,
        vielen Dank für dein Feedback! Ich bin zwar keine Frau, aber mir geht es ähnlich :)
        Besonders schlimm ist aber in der Tat dieses „*in“ in Texten. Man mag manche Online-Magazine gar nicht mehr lesen, weil das Lesevergnügen vor lauter *innen doch arg getrübt wird…

    7. Uwe sagt:

      Für mich gibt es da ein ganz anderes Problem, wie spreche ich die/den/das dann an? Frau Müller, Herr Müller, ???? Müller.
      Bei fast jeder Software muss man eine Anrede auswählen, dort steht Herr, Frau und Firma zur Verfügung, um was muss die Auswahl nun ergänzt werden?

      Gruß Uwe

      • personalmarketing2null sagt:

        Hallo Uwe,
        das ist eigentlich ganz einfach:
        Hallo Uwe Müller
        Guten Tag Uwe Müller
        Servus Uwe Müller
        usw., also immer Vorname, Nachname. Oder nur Vorname, das hängt natürlich davon ab, ob gesiezt oder geduzt wird.
        Bei der Software würde ich entweder die Anrede um „keine Angabe“ ergänzen, oder aber besser: Das Formularfeld einfach entfernen. Jedes (unnötige) Formularfeld weniger ist ein Gewinn für die Nutzerfreundlichkeit.
        Beste Grüße
        Henner

    8. Patrick sagt:

      Geschlechtswahnsinn ad absurdum. Statt alle zu nennen, könnte man doch auch wieder nichts nennen. Und wie überhaupt wäre „Straßenbahnfahrer/innen“ geschlechtsneutral zu beschreiben? Da beißt sich die/der Katze/Kater in den Schwanz/Va…

      Vielleicht könnte ein findiger Anwalt die DSGVO, wie Ralf kommentierte, das Geschlecht aus den Stellenbeschreibungen komplett verbannen, da es für die Stellenanzeigen doch völlig irrelevant ist. Dann wäre mit dem Wahnsinn vorbei.

      Außer… Obacht: „Stellenausschreibungen dürfen jetzt nicht mehr geschlechtsbezogen geschrieben werden“. Das sieht dann so aus:
      „Wir suchen jemanden zum Straßenbahn fahren. Eigenschaften sind pünktlich, Aufgaben sind …“

    9. Beate Winkler sagt:

      nebenbei:
      „…die Suchanfragen bei Google sprechen ebenfalls deutliche Bände.“ schreiben Sie.

      entweder sprechen sie „Bände“ (ohne „deutliche“)
      oder sie sprechen „eine deutliche S p r a c h e“

      • personalmarketing2null sagt:

        Hach, ich liebe es, wenn meine Leserinnen so aufmerksam sind! (Leser natürlich auch ;)) Vielen Dank, ich habe es angepasst!

    10. Ralf Eisenbeiß sagt:

      Lieber Henner,

      wieder ein wunderbarer Beitrag der mir aus der Seele spricht.
      Zitat: „In einem in der ganzen Auswirkung wohl nicht ansatzweise erfassbaren folgenschweren Gerichtsurteil beschloss der erste Senat des Bundesverfassungsgerichts,…“ Tatsächlich wurden die volkswirtschaftlichen Folgen dieses Gerichtsurteils wohl von keinem beteiligten Richter*in erwogen. Man denke nur an die ganzen Datenbanken in Berwerber-, Personal- und Kundenmanagement-Programmen, die nun geändert werden müssen. Der Bezug auf Datenbankfelder funktioniert nicht mehr, wie wir aus Deinem Beispiel mit der Anrede auch ablesen können. Darf man im Sinnen der DSGVO denn überhaupt noch nach dem Geschlecht fragen? Das ist doch in der Bewerbungssituation noch völlig irrelevant für die Auswahl.
      Und wie sieht es mit der Arbeitssicherheit aus? Es gibt gesetzlich definierte Belastungsgrenzen für Männer und für Frauen, aber nicht für Intersexuelle. Wie sind diese denn nun vom Arbeitgeber in Bezug auf Arbeitssicherheitsvorschriften zu behandeln?
      Das Ausmaß, bzw. die Folgen des Genderurteils sind wirklich schwer abschätzbar.
      Herzliche Grüße
      Ralf

    11. Arne sagt:

      Ich finde das Lesen schon sehr schwer mit diesem
      „sternchen – Innen“
      Früher (mindestens vor 15 Jahren) hieß es z.B.
      Sehr geehrte/r Leser/in
      warum man den Schrägstrich nun unbedingt mit einem Sternchen ersetzen will weiß ich nicht.
      Sehr verwirrend, da ein Sterchen (so zumindest eingebürgert) meistens auf eine Fußnote unterhalb des Textes hinweist.

      Oder doppelt ;) : Verkäufer*Innen*Er*Es :P

      MfG

    12. BuGaSi sagt:

      So wunderbar flüssig, hab ich selten einen genderkonformen Artikel gelesen und dabei noch so viel schmunzeln müssen… Ein mal bin ich allerdings gestolpert. Und weil wir es hier ja heute ganz genau nehmen: Im angloamerikanischen Sprachgebrauch mag es keine weibliche Bezeichnung für Manager geben. Im eingedeutschten Sprachgebrauch aber schon:
      https://www.duden.de/rechtschreibung/Managerin
      Schöne Grüße und weiter so!

    13. Theosebeios sagt:

      Ich finde, m/w/d spielt eindeutig der AfD in die Hände. Wenn das mal kein Komplott ist!
      Meine spontane Übersetzung: männlich, weiblich (wurscht), Hauptsache deutsch.

    14. H. Laufer sagt:

      Ein nicht ganz ernst zu nehmender Beitrag.

      Auf der Suche nach m/w/d bin ich aif ihre Seite gestoßen. Um es gleich voraus zu schicken, ich gehe auf die 80 zu. Vor Jahren bin ich auf das Wort gender gestoßen. Auf deer Suche nach dem passenden Hauptwort und dem dazu gehörigen Artikel (er darf ja nicht m oder w sein) bin ich nicht fündig geworden. Ich finde diese ganze ziemlich lächerlich.Ich erinnere an die Marlies Krämer aus Sulzbach, die von ihrer Bank als Kundin angesprochen werden will. Der Bundesgerichtshof legte sich auf die Seite der Bank, nun will sie zum europäischen Gerichtshof. Die Ehrenbürgermedaille lehnte sie ab, sie wil eine Ehrenbügerinnenmedaille. Bei dem ganzen Gendergedöns müsste ja schließlich alles dreifach geschehen, wobei ich dann immer noch über den Artikel rätsle.
      Aberbei denganzen Überlegungen hat man etwas total vergessen. Bei der Anredewird aus dem Mann ein Herr, aber Frau bleibt Frauobwohl es auch hier einen höheren sprachlichen Ausdruck gibt vermeidet man in der Anrede das Wort Dame. Von Weib wollen wir absehen. Nun um es abzuschließen: ich finde das alles herrlich. Oh STOPP schon wieder herr in einem Wort, machen wir es doch vornehmer „dämlich“, damit diesem Geschlecht genüge getan wird.

      Wie gesagt: ein nicht ganz ernst zu nehmender Beitrag zur Herrlichkeit und Dämlichkeit

      • personalmarketing2null sagt:

        Hallo Herr Laufer,
        herzlichen Dank für diesen herrlich dämlichen… äh… dämlich herrlichen Kommentar :)
        Genial. Oder wie man so schön neudeutsch sagt: „Made my day!“
        Herzliche Grüße
        Henner Knabenreich

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