Google Jobs: Jetzt auch in Indien und Kanada, Seiten mit veralteten Stellenanzeigen werden abgestraft

Google Jobs: Jetzt auch in Indien und Kanada, Seiten mit veralteten Stellenanzeigen werden abgestraft

von personalmarketing2null. Lesezeit: etwa 4 Minuten.

Es tut sich wieder was in Sachen Google Jobs. Noch ist der Suchmaschinen-Gigant und eifrige Datensammler nicht in europäische Gefilde vorgestoßen. Zumindest nicht offiziell ;). Zunächst einmal profitieren nun Jobsuchende (und Unternehmen) in Indien und Kanada von Googles Jobbörse. Warum das in Bezug auf Deutschland interessant ist, erfahren Sie im Artikel. Welch gravierenden Auswirkungen veraltete Stellenanzeigen für die Sichtbarkeit in Google Jobs haben, erfahren Sie außerdem.

Da waren es schon elf: Googles Jobsuche jetzt auch in Indien und Kanada verfügbar

Doch schauen wir uns zunächst einmal das zehnte Land an, auf dem der Datenkrake nun seine Tentakel auswirft. Auch wenn Indien wohl kaum bis wenig Gemeinsamkeiten mit Deutschland hat, eine Parallele gibt es doch: Sowohl Indien als auch Deutschland sind nämlich kaum von Arbeitslosigkeit betroffen. Zumindest, was die Quote angeht, die liegt nämlich in beiden Ländern bei 3,4 bzw. 3,6 Prozent (bezogen auf die Gesamtbevölkerung ist das dann natürlich schon ein Unterschied ;)). Dennoch: Bisher schien Googles Strategie zu sein, die Jobsuche in den Ländern auszurollen, die von einer extremer Arbeitslosenquote betroffen sind. Das ist in Indien nicht so.

Allerdings wächst der Anteil der Menschen in Indien, die online nach Jobs suchen, enorm, so der Blogartikel bei Google India: Bis zum Jahr 2020 werden demnach 63 Prozent der Inder Zugang zu Online-Stellenangeboten haben. Auch verzeichnet Google Trends einen starken Anstieg bei den Suchanfragen nach Stellenanzeigen. Im Vergleich zum Vorjahr waren dies mehr als 45 Prozent. Mehr als 50 Prozent der Such-Anfragen erfolgten über mobile Endgeräte, was in Indien nicht überraschend ist, wo die Mehrheit der Internetnutzer via Smartphones online geht. Ein Trend, der ja auch in Deutschland zu beobachten ist, den aber viele Unternehmen (und selbst Jobbörsen!) bisher immer noch sträflich vernachlässigen.

Heute, am 24. April gab Google bekannt, dass nach den USA, Lateinamerika und drei afrikanischen Staaten nun auch Unternehmen und Jobsuchende in Indien von der Jobsuche in Google profitieren: „Mit 51 Millionen indischen KMUs, die jährlich über 110 Millionen Arbeitsplätze schaffen, haben Arbeitgeber nun die Möglichkeit, ihre Arbeitsplätze kontextbezogen und einem großen Pool relevanter Arbeitssuchender zugänglich zu machen„, so heißt es im Blogbeitrag von Google India.

Update: Und nur zwei Tage später wurde bekannt, dass Google Jobs nun auch in Kanada verfügbar ist. Somit profitiert nach den USA und Lateinamerika fast der gesamte amerikanische Kontinent von Googles Jobsuche

Deutsche Unternehmen in Googles Jobsuche vertreten

Auch wenn Google Jobs hier in Deutschland offiziell nicht verfügbar ist, bedeutet das lange nicht, dass nicht auch die Stellenbörsen deutscher Unternehmen und Jobbörsen indiziert werden. Im Gegenteil: Genau das ist der Fall. Und so finden sich bei einer Suche nach Jobs, bspw. in Berlin, Frankfurt oder München sowohl Stellenanzeigen von Jobbörsen (z. B. Monster, Absolventa, Berlin Startup Jobs) als auch von Karriere-Websites bzw. den eingesetzten E-Recruiting-Anbietern. Umso wichtiger ist es also, auch wenn ich mich da nun zum x-ten Male wiederhole, die Jobs „googlisch“ zu machen. Wie das geht und wie auch Sie dafür sorgen können, dass Ihre Jobs via Google Jobs aufgefunden werden, wird ausführlich auf der Seite jobs.google.com präsentiert. Auch dass Google seine Jobs-Seite aufgehübscht hat und die Informationen deutlich ansprechender präsentiert, ist ein weiteres Signal, dass Google Jobs nicht nur ein Nischen-Dasein in einigen ausgewählten Ländern fristen wird, sondern den globalen Job(börsen)markt durcheinander wirbeln wird.

Seiten mit veralteten Stellenanzeigen werden abgestraft

Und Google meint es auch ernst, wenn es um veraltete Stellenanzeigen geht. Wer kennt das nicht, dass via Jobcrawler irgendwelche Stellen angezeigt werden, die de facto aber nicht mehr aktuell sind. Damit ist nun Schluss. Sollte in der Google Jobsuche nun ein veraltetes Stellenangebot aufgefunden werden oder eine Job-Seite indiziert werden, die gar nicht mehr aktuell ist, so kann das gravierende Folgen für die Jobbörse oder das Unternehmen bedeuten.

Google straft veraltete Stellenanzeigen als Spam ab

„Jobs that are no longer open for applications must be expired in one of the following ways. Failure to take timely action on expired jobs may result in a manual action“.

Denn nicht mehr und nicht weniger als den kompletten Ausschluss aus dem Index kann das bedeuten, interpretiert Google solche Seiten als Spam. Und „derart markierte Websites können entweder in den Google-Suchergebnissen abgewertet oder sogar vollständig daraus entfernt werden„, so die Richtlinien. Umso wichtiger ist es also, auf die Aktualität der Job-Angebote zu achten und „alte“ oder „besetzte“ Stellen offline zu nehmen bzw. von der Indizierung durch den Google-Bot auszuschließen.

„We’ll continue to add relevant filters, and surface more pertinent job-related information in the future“. Quelle

Es tut sich was, bei Google Jobs. Und es bleibt spannend, welche Pfeile Google noch im Köcher hat. Denn in dem Blogpost auf Google India heißt es auch, dass weitere Features folgen werden. Übrigens, das hat zwar nicht unmittelbar was mit Google Jobs zu tun, ist aber dennoch interessant: Ist Ihnen schon aufgefallen, dass Google keine Paginierung mehr anzeigt, wenn Sie die Suche mobil aufrufen? Nun heißt es „Weitere Ergebnisse“, um sich zusätzliche Suchergebnisse anzeigen zu lassen. Und noch etwas: Google hat jüngst mit dem Rollout des Mobile-First-Index begonnen. Sprich, Google wird ab sofort die mobile Version einer Seite heranziehen, um deren Relevanz für die (mehrheitlich mobil suchenden) Nutzer zu bewerten. Spätestens jetzt sollten Sie sich also aufgrund auf Smartphones starrender Bewerber um eine mobile Version Ihrer Karriere-Website kümmern ;).

All diese Entwicklungen sollten dringendst beachtet werden, um auch zukünftig von Kandidaten gefunden zu werden. Es sei denn, Sie ziehen eine Bewerbervermeidungs-Strategie vor ;)

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    1. Sascha sagt:

      Hallo Henner. Cooler Tipp mit dem Blickwinkel aus Indien! danke dafür.

      Aus Deinem Artikel: „Umso wichtiger ist es also, auf die Aktualität der Job-Angebote zu achten und „alte“ oder „besetzte“ Stellen offline zu nehmen bzw. von der Indizierung durch den Google-Bot auszuschließen.“

      Man muss die Stellen nicht vom Netz nehmen. Es reicht aus, die strukturierten Daten zu entfernen und Google das so schnell wie möglich mitzuteilen. Es gibt viele verschiedene Gründe warum man Expired Content auf der Website zur Verfügung stellt. Gerade einige SEO-Aspekte sind hiervon betroffen.

      • personalmarketing2null sagt:

        Hallo Sascha, danke dir für deinen Kommentar! Klar, das kann man natürlich auch machen. Hatte ich aber bewusst nicht erwähnt, um es nicht unnötig kompliziert zu machen ;) Content auf der Website zu belassen macht in vielen Fällen definitiv Sinn, ja. Allerdings weniger bei veralteten Stellenanzeigen ;)
        Beste Grüße
        Henner

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