Klimaschutz: Mit nachhaltigem Recruiting das Klima retten

von personalmarketing2null. Lesezeit: fast 14 Minuten.

Es ist fünf vor 12. Wenn wir ehrlich sind, ist es wohl eher zwei Minuten vor 12. Den Menschen ist es offenbar egal. Und so zerstören Sie auf Teufel komm raus die Welt, in der sie leben. Bewusster Umgang mit den Ressourcen und unserer Umwelt? Fehlanzeige! Die Ichlinge konsumieren bis zum Umfallen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Dieser gedankenlose Umgang mit den Ressourcen muss ein Ende haben! Jeder von uns kann seinen Beitrag im Klimaschutz leisten. Auch im Recruiting! Wie Sie mit verantwortungsbewusstem Handeln sogar etwas gegen das Insektensterben tun können, zeige ich Ihnen im nachfolgenden Artikel!

Aktuell tagt in Bonn die Weltklimakonferenz COP23. Es soll die umwelt- und klimafreundlichste Klimakonferenz aller Zeiten werden. Auch wenn man sich darüber streiten kann, wie klimafreundlich es eigentlich ist, wenn 25.000 Menschen aus aller Welt in die beschauliche ehemalige Bundeshauptstadt strömen, versucht man hier doch mit aller Macht, die Uhr zurückzudrehen. Das Ganze findet im Übrigen in Bonn statt, weil das eigentliche Gastgeberland Fidschi nicht nur zu wenig Platz hätte, sondern selber bereits massiv vom Klimawandel betroffen ist. Der Anstieg des Meeresspiegels führt dazu, dass einzelne Dörfer dort langsam, aber sicher absaufen (ein kleiner Trost mag sein, dass einer der größten Klimakiller, die USA, auch nicht von den Folgen verschont bleibt. Auch wenn das ausgleichende Gerechtigkeit sein mag  – wirklich tröstlich ist das beim Ernst der Lage wahrlich nicht. Und da Bonn Sitz des Sekretariats der UN-Klimarahmenkonvention ist, findet die Klimakonferenz also dort statt.

Die umweltfreundlichste Klimakonferenz

Staatssekretär Jochen Flasbarth, der die Deutsche Delegation anführt, hat sich vorgenommen, „die umweltfreundlichste Klimakonferenz auszurichten, die es je gegeben hat„. Und er glaubt, dass er diesem Anspruch auch gerecht werden kann. Und so gibt es zwar Coffee-to-go-Becher, dafür fürs Trinkwasser aber statt Bechern Flaschen, die auf dem Gelände wiederbefüllt werden können. Auch große Papierstapel oder Info-Mappen sucht man vergeblich. „Papierarmut ist State of the Art„, weiß Flasbarth. Und das gilt natürlich auch fürs Personalmarketing. Dazu aber später. Übers weitläufige Gelände der Klimakonferenz können Sie sich mittels kostenloser Leihfahrräder oder kostenlosem Shuttle-Service, dessen Fahrzeuge mit Elektro-Power oder Wasserstoff angetrieben werden, kutschieren lassen. Zu essen gibt’s Bio-Kost, die überwiegend vegetarisch und regional ist. Krass finde ich, dass ursprünglich geplant war, das Ganze ganz im Sinne des Klimaschutzes fleischfrei zu gestalten, dieses aber einen großen Shitstorm ausgelöst hat. Unfassbar, wo doch bekannt ist, welch massive Auswirkungen die Massentierproduktion aufs Klima hat.

Ein paar Zahlen gefällig? Die globale Tierzucht ist für rund 8 Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs verantwortlich. Durch Aufzucht, Schlachtung, Produktion und internationalem Transfer fließen in jedes Kilogramm Rindfleisch 15.500 Liter Wasser (zum Vergleich: Ein Kilogramm Getreide verbraucht lediglich 1.300 Liter Wasser). Über 40 Prozent der gesamten Getreide- und Mais-Ernte wird in der Tierzucht verfüttert. Fast zwei Drittel der deutschen Agrarflächen dienen inzwischen der Erzeugung von Futtermitteln. Nahezu ein Drittel der weltweiten Landflächen nutzen wir mittlerweile für die Futtermittelproduktion, während die Kleinbauern zunehmend ihr Land und damit ihre Nahrungs- und Existenzgrundlage verlieren. Und welche Auswirkungen der massive Fleischkonsum auf die Gesundheit hat, sieht man, wenn man sich anschaut, wie die so genannten Zivilisationskrankheiten zunehmen.

Klimafreundlich(er)es Personalmarketing

Nun denn. Nun werden Sie sich vielleicht fragen, was will uns der Knabenreich da jetzt eigentlich wieder sagen. Warum kommt der uns jetzt mit Weltklimakonferenz und Klimaschutz? Und was hat das alles mit Personalmarketing respektive Recruiting zu tun? Nun, eine ganze Menge. Denn genau wie es das Ziel der Kimakonferenz ist, die umweltfreundlichste Klimakonferenz auszurichten, die es je gab, so leiste ich meinen bescheidenen Beitrag, indem ich bereits seit vier Jahren das weltweit erste und wohl einmalige klimaneutrale Netzwerktreffen für Personalx ausrichte. Nächstes Jahr übrigens am 4. Mai. Also schon mal vormerken und Wetten einreichen! Essen gibt’s definitiv tierfrei und nach Möglichkeit regional. Auch die Getränke stammen aus der Region. CO2, welches im Rahmen des Events entsteht (bspw. durch die Anreise der Teilnehmer) wird klimaneutral in Form gepflanzter Bäume und CO2-Zertifikaten kompensiert. Und so ist mein bescheidenes HR-Netzwerktreffen, wohl das einzige, welches das Klima rettet ;). Dass die Erlöse einem wohltätigen Zweck gespendet werden und denen zugute kommt, die gar nichts haben – nicht einmal ein Dach über dem Kopf oder eine Toilette, auf der sie dem wichtigsten Bedürfnis der Welt nachgehen können – sei nur am Rande erwähnt.

Aber natürlich kann jeder von uns, jeder von Ihnen etwas fürs Klima tun. Und es bedarf gar nicht so viel, wie Sie vielleicht glauben. Oft sind es die kleinen Schritte, die viel bewegen. Sie müssen es natürlich wollen. Und das sollten Sie, im ureigensten Interesse und in dem Ihrer Kinder. Der tolle Nebeneffekt: Mit Ihrem guten Willen und Ihrem Engagement tragen Sie zu einer positiven Candidate Experience bei und stärken Ihr Employer Branding. Denn nachhaltig und gesellschaftlich verantwortungsbewusst handelnde Unternehmen kommen an bei Bewerbern.

Neben der Klimakonferenz hat mich zu diesem Artikel auch das Buch Dein Weg zur Nachhaltigkeit: 350 praktische Tipps für den Alltag von Leena Volland und Florian Schreckenbach inspiriert, welches wiederum aus dem grandiosen und von den Vereinten Nationen (UN) als Einzelprojekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichneten Blog nachhaltig-sein.info hervorgegangen ist. Das Buch ist jeden Cent und jede Sekunde Lebenszeit wert. Wenn Sie nur einen einzigen der nachfolgenden Tipps (oder eben aus jenem Buch) berücksichtigen, können wir das Klima retten. Zumindest aber die Uhr ein paar Minuten zurück drehen.

Bereit? Los geht’s!

Mit weniger Papier im Recruiting einen Beitrag zum Klimaschutz leisten

Verzichten Sie auf umfangreiche Bewerber- und Imagebroschüren. Die meisten davon landen ohnehin ungelesen im Papierkorb. Wenn es doch Papier sein muss, nutzen Sie Umweltschutzpapier (ganz am Rande: Das Umweltbundesamt setzt auf die Papierbewerbung via Umweltpapier. Aus Ressourcengründen. Nun denn. E-Mail wäre noch ressourcenschonender) oder FSC-zertifiziertes. Und setzen Sie auf zeitgemäße und papierschonenende Formate wie die Z-Card. Dieses Format lässt sich handlich auf Handyformat zusammenfalten und passt in jede Gesäßtasche. Und wird entgegen des klassischen Broschürenformats nicht achtlos in den Mülleimer geworfen. Eine Alternative wäre natürlich auch die Broschüre als mobiltaugliche App fürs Smartphone. Vorteil hier: Kein Medienbruch und ein zeitgemäßer Arbeitgeberauftritt. Siehe dazu allerdings die Anmerkungen unten zu Online-Recruiting ;)

Und wie wäre es, wenn Sie im Personalmarketing öfter mal den Schulterschluss mit Produktmarketing wagen und dabei auch noch zusätzliche Reichweite generieren: Als Verkehrsunternehmen bspw., in dem Sie Papiertickets auch für die frohe Kunde nutzen, dass Sie ein toller Arbeitgeber sind und tolle Jobs zu vergeben haben. Als Bank, in dem Sie Kontoauszüge auf fürs Personalmarketing nutzen. Als Möbel- oder Versandhändler, in dem Sie Kartons und Verpackung für die Bewerberansprache nutzen. Die Möglichkeiten sind eigentlich unbegrenzt. Lassen Sie sich was einfallen!

Verzichten Sie auf Papier auch bei der Bewerbung

Den Bewerber zu bevormunden und eine Bewerbung per Post grundsätzlich zu unterbinden, halte ich für grob fahrlässig. Wer sich per Post bewerben möchte, soll das tun. Allerdings empfiehlt es sich grundsätzlich, auf die E-Mail als Bewerbungsformat zu setzen. Es ist nicht nur die beliebteste Form bei Bewerbern, es ist auch die ressourcenschonendste. Etwa jedes zwanzigste Holz- oder Papierprodukt stammt aus illegaler Rodung. Auch die legale Papierproduktion ist problematisch, da Baumplantagen zur Holzgewinnung meist nicht umweltfreundlich sind und große Flächen an Land verbrauchen. Und dass Monokulturen die Böden auslaugen und den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln erfordern, macht die Sache auch nicht besser. Und noch etwas: Um 100 Kilo Papier aus Holz zu erhalten, benötigen Sie 300 Kilogramm Holz, 500 Liter Wasser und 1.100 kWh Energie. Außerdem werden 110 Kilogramm CO2 freigesetzt. Recyclingpapier ist da deutlich ressourcenschonender. Und das FSC-Siegel garantiert, dass das Produkt aus Wäldern stammt, die nach anspruchsvollen ökologischen und sozialen Standards bewirtschaftet werden.

Logisch auch, dass Sie eine per E-Mail eintrudelnde Bewerbung nicht ausdrucken und den Eingangsbescheid oder auch die Absage nebst Unterlagen nicht per Post verschicken, oder? Ich kann mich erinnern, dass ich mich seinerzeit auf eine Stelle als Online Marketing-Manager beworben hatte. Online natürlich. Sowohl der Eingangsbescheid als auch die Absage (nebst ausgedruckter Unterlagen!) kamen per Post. Übrigens, der Verzicht auf Papier ist gleich in doppeltem Maße ressourcenschonend: Es schont die Ressourcen unserer Umwelt und Ihre eigenen (sowohl finanzieller als auch personeller Art).

Dass man die Bewerbungsunterlagen auch nicht zwingend ausdrucken muss, um sie dann vor sich im Vorstellungsgespräch zu haben, sei nur am Rande erwähnt. Hier tun es auch Tablet oder Laptop. Und wenn es unbedingt ein Ausdruck sein muss, dann bitte beidseitig! Wobei der Druck natürlich nicht nur Papier, sondern auch Tinte oder Toner kostet. Ja, und wenn Papier, dann hilft auch der Einkauf lokal vor Ort. Das spart nicht nur Versandmaterial, sondern schont in der Regel auch die Umwelt und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Mit Personalmarketing gegen das Insektensterben

Um auf Messen bei potenziellen Bewerbern glänzen zu können, lassen sich viele Unternehmen originelle Give aways einfallen: Flipflops bspw. Oder die obligatorischen Gummibärchen oder Pfefferminzbonbons. Auch hier gilt: Finger weg. Gummibärchen wenn überhaupt vegan oder vegetarisch (die meisten Gummibärchen enthalten Gelatine, die wiederum wird aus Schweineborsten hergestellt, die wiederum aus Massentierhaltung stammen, welche wiederum nicht nur massiv die Umwelt schädigt, sondern unglaublich qualvoll ist. Für die Tiere. Nicht für den Menschen. Aber letztendlich sind wir alle Säugetiere). Wie wäre es stattdessen mal mit richtig sinnvollen Give aways? Zum Beispiel mit so genannten Seedballs? Mit diesen „Samenbomben“ zaubern Sie aus unwirtlichen Flächen schnell eine blühende Blumenwiese. Und helfen so dem stark dezimierten Insektenbestand, sich wieder aufzurappeln. Unter welchen Arbeits- und Umweltbedingungen so manche Give aways (ich sagen nur: Made in China) hergestellt werden, möchte man sich lieber nicht vorstellen.

Auch wenn es um die „Umverpackung“ von Broschüren und Give aways geht, lohnt sich das Prüfen sinnvoller, ressourcenschonenender, umweltfreundlicher Alternativen. Weg von Einweg- oder Papiertüten, hin zu Jute oder Recycling-Materialien. „Nachhaltige“ Taschen haben übrigens einen tollen Nebeneffekt: Die tragen nämlich die frohe Botschaft bzw. Ihren Unternehmensnamen nämlich weit über die Grenzen einer Jobmesse hinaus. Zum Beispiel als Einkaufs- oder Sporttasche.

Klimafreundlich(er)es Online-Recruiting

Wäre das Internet ein Land, so hätte es weltweit den sechstgrößten Stromverbrauch„, so Greenpeace. Während der Anteil der IKT-Branche am gesamten Stromverbrauch bereits 2007 10,5 Prozent betrug, so rechnen Experten damit, dass dieser bis 2020 auf 20 Prozent ansteigen wird. Wahrscheinlich eher mehr, fressen doch Anwendungen für künstliche Intelligenz & Co. noch mehr Strom. Bereits vor zehn Jahren rechnete der Autor Nicholas Charr aus, dass ein Avatar aus Second Life fast genau so viel Strom pro Jahr verbraucht, wie eine reale Person. Und gerade war zu lesen, dass eine Bitcoin-Transaktion so viel Strom verbraucht wie ein Einpersonenhaushalt im Monat! Übrigens: Jeder „Facebookfreund“ stößt durch Likes, Kommentare, Pflegen seines Profils, Upload von Bilder und Nutzung des Chats jährlich 3,8 Kilogramm CO2 aus. Das entspricht Facebook zufolge der Energie, die man zur Herstellung von zwölf Latte Macchiato oder 36 Gläsern Wein benötigt. Rechnen Sie das mal die Anzahl der Facebook-User! Wahnsinn, oder? Auch vor dem Hintergrund sollte man die Effizienz einer Karriereseite auf Facebook also unbedingt hinterfragen!

Kaum auszudenken auch, was da auf unseren Planeten durch die Digitalisierung, Recruiting Chatbots und App-getriebenes Recruiting zukommt. Oder Active Sourcing: Google selbst gibt an, dass pro Suche 0,2 Gramm CO2 entstehen, andere Berechnungen kommen sogar auf 1 bis 10 Gramm CO2 pro Suche! Allerdings stammt bei Google ein Drittel des verwendeten Stroms aus erneuerbaren Quellen, Emissionen werden durch Kompensationsprogramme ausgeglichen und die Rechenzentren auf Energieeffizienz optimiert. Klar, es gibt auch „grüne“ Suchmaschinen, wie bspw ecosia.org. Diese eignen sich aber leider nicht fürs Active Sourcing…

Sollte man vor dem Hintergrund also aufs Online-Recruiting verzichten? Wohl eher nicht. Gegen die Bewerbung per Post spricht aus umweltschutztechnischen Aspekten neben den oben genannten Aspekten auch die Tatsache, dass so ein Brief natürlich auch transportiert wird. Und auch das belastet unsere Umwelt.

Die Bewerbung per E-Mail ist da also definitiv die bessere Alternative. Und natürlich dürfen Sie auch Online-Formulare einsetzen. Wenn Sie denn so gestaltet sind, dass sie einfach auszufüllen und aufs Wesentliche reduziert sind. Sie können aber beispielsweise bei der Auswahl Ihres E-Recruiting-Anbieters z. B. auf dessen regionale Nähe achten. Auf jeden Fall aber auch darauf, wo er seine Lösungen hostet bzw. wie. Denn hier gibt es durchaus Unterschiede bei den Anbietern So gibt es welche, die komplett auf erneuerbare Energien setzen und darüber hinaus dafür sorgen, dass die Server möglichst energieeffizient und umweltschonend sind. Hier trennt sich schnell die Spreu vom Weizen!

Und in der Recruiting-Abteilung oder im Personalbüro selbst? Auch da lässt sich mit verantwortungsvollem Handeln ein Beitrag zum Klimaschutz leisten. Z. B. in dem man auf Ökostrom setzt. Also auf den richtig echten (z. B. zertifiziert mit dem ok power-Siegel). Und den Stromverbrauch generell senkt. Bspw. durch den Einsatz von LED-Leuchten. Diese verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Energie und gasen im Gegensatz zu den so genannten Energiesparlampen auch kein schädliches Quecksilber aus. Dass man Geräte ganz ausschaltet und nicht einfach nur auf Stand-by, spart nicht nur Strom, sondern reduziert auch die Energiekosten.

Selbstverständlich gehört zum verantwortungsvollen und ressourcenschonenden Umgang auch, dass man Computer, Smartphone und Co. nicht alle paar Monate wechselt, nur weil es ein neues Modell gibt. Eine möglichst lange Lebenszeit der Geräte schont nicht nur die Umwelt, sondern auch das Budget. Und: Das grünste Gerät ist das Gerät, was gar nicht erst gekauft wird.

Mit der Bahn zum Vorstellungsgespräch

Auch wenn es ums Vorstellungsgespräch geht, können Sie in Sachen Klimaschutz punkten. Wie wäre es bspw., jedem Bewerber ein Bahnticket oder ein Ticket für den ÖPNV zur Einladung zum Vorstellungsgespräch beizulegen? Oder die Kosten für die Bahnfahrt zu übernehmen? Wäre nicht nur eine tolle Geste, die ankommt, sondern schont auch die Umwelt. Die können Sie auch anderweitig schonen, indem Sie zum Beispiel den gesamten Fuhrpark ausmisten und auf Carsharing setzen. Hier bieten die einzelnen Anbieter attraktive Lösungen. Attraktive Lösungen gibt es auch in Sachen geldwerter Vorteil: Wie wäre es zum Beispiel mit Fahrrad-Leasing? Dank einer neuen Steuerregelung gilt das Dienstwagenprivileg (die sog. 1 %-Regel) nämlich auch für Fahrräder und E-Bikes. Das Jobticket sollte ja an sich heute Standard sein und sei nur am Rande erwähnt. Ach ja und natürlich könnten Sie auch jede Fahrt zum Vorstellungsgespräch klimaneutral kompensieren.

Im Vorstellungsgespräch: Schluss mit Kaffeekapseln und Mineralwasser aus Plastikflaschen

Kaffeeautomaten, die aus irgendwelchen Kapseln ein Getränk zaubern, dass zwar wie Kaffee aussieht, aber meistens nicht danach schmeckt, sind voll im Trend. Dass diese Kapseln aber auch einen unglaublichen Müll produzieren, ist wohl den wenigsten bewusst. Auf sechs Gramm Kaffee kommen etwa drei Gramm Plastikmüll oder Aluminiumabfall! Verbannen Sie solche Geräte aus der Kaffeeküche und setzen Sie auf den guten alten Filterkaffee. Oder meinetwegen auf Maschinen, die tatsächlich frisch gemahlenen Kaffee zubereiten.

Und was das Wasser angeht: Bei uns in Deutschland kommt das wertvollste Getränk, dass wir haben, direkt aus dem Wasserhahn. Es schmeckt und ist gesund. Verzichten Sie also in Zukunft auf Mineralwasser aus Plastikflaschen. Deren Produktion und Transport ist nicht nur enorm ressourcenfressend, auch die dadurch produzierten Müllberge wachsen uns über den Kopf. Ganz zu schweigen von Weichmachern und anderen giftigen Inhaltsstoffen, die solch Produkten zu eigen sind. Und wer auf Sprudelwasser steht: Da helfen Sodastream und Co.

Für jeden eingeladenen Bewerber einen Baum

Und noch etwas können Sie für den Klimaschutz tun. Wie wäre es z. B., wenn Sie für jeden eingeladenen Bewerber einen Baum pflanzen würden? Oder mit CO2-Zertifikaten 1 Tonne CO2 aus der Luft holen. Das rettet nicht nur das Klima, sondern hat eine enorme Außenwirkung, die wunderbar aufs Employer Branding einzahlt.

Und überhaupt: Klimaschutz und nachhaltiges Handeln zahlen sich aus. Die nachhaltige Entwicklung und die Sorge um unseren Planeten bewegt uns alle. Und so spielen der Schutz der Umwelt, soziale Aspekte und zukunftsorientiertes Wirtschaften eine zunehmende Rolle auch bei der Bewerbung. Was meinen Sie, was es für Ihre Reputation bedeuten würde, wenn Sie auf die umweltfreundliche Bewerbung setzen und dies auch kommunizierten! Vor meinem geistigen Auge sehe ich gerade ein neues Siegel aufblitzen: Ausgezeichnet für nachhaltiges Recruiting oder so. Man wird ja mal träumen dürfen..

Also, wann pflanzen Sie Ihren ersten Baum?

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