30. November 2017

Stack Overflow Entwickler-Report: Wo Entwickler sind und was sie wollen
Die SPD sucht derzeit einen Data Scientist. Und liegt damit voll im Trend. Denn die Nachfrage nach solchen Experten, die
weiterlesen22. August 2017
Lesezeit: 6 Min. Recruiting
Was man ja schon vermutet oder auch von Kunden gehört hat: Entwickler-Jobs können nicht (oder nicht ausreichend) besetzt werden – oder wie ich seinerzeit schon schrieb: Entwickler wachsen nicht auf Bäumen. Überraschend ist diese Aussage indes nicht, allerdings gibt’s nun endlich mal ein paar nackte Zahlen zum IT-Recruiting, die das Bauchgefühl bestätigen. Der Stack Overflow IT-Recruiter Report bringt Licht ins Dunkel dessen, wie das Recruiting in deutschen Unternehmen so läuft. Oder auch nicht.
Befragt wurden für den IT-Recruiter Report im Juni/Juli 2017 über 200 Teilnehmer, schwerpunktmäßig IT-Recruiter und HR-Profis aus Unternehmen der Informationstechnologie und der Telekommunikationsbranche. Allen gemein ist die Suche nach IT-Talenten. Und die Nachfrage geht über Web-Entwickler weit hinaus. So sucht bspw. der Verfassungsschutz derzeit Business Intelligence Scientists. Sehr zeitgemäß übrigens per Flyer, den man hier als PDF downloaden kann. Kann man machen, man muss sich aber nicht wundern, wenn man dann nicht so wirklich erfolgreich ist.
Der Verfassungsschutz oder auch der Bundesnachrichtendienst, der verzweifelt nach Hackern sucht, sind allerdings keine Einzelfälle. Tatsächlich können lediglich 5,8 Prozent der befragten Unternehmen alle ihre Entwickler-Stellen besetzen.
Und 41 Prozent der Unternehmen finden nicht ausreichend Entwickler für ihre offenen Positionen. Und das ist durchaus kritisch zu bewerten. Wir erinnern uns: Die größte Bedrohung für Unternehmen stellt gemäß EY Mittelstandsbarometer der Fachkräftemangel dar. 50 Milliarden Euro an Umsatzeinbußen werden erwartet. Wäre dann doch mal an der Zeit, über die Budget-Verteilung nachzudenken, oder? Was nützt es, mal wieder das Personalmarketing-Budget einzudampfen, wenn die Leistungsfähigkeit des Unternehmens dadurch massiv geschwächt wird? Umso erschreckender ist es, dass Personalmarketing und Recruiting immer noch mal so eben zwischendurch gemacht werden. Aktuell habe ich einen Fall, wo ein Mitarbeiter aus der HR-Abteilung pro Woche ca. 1 Tag (neben dem üblichen Personaladmin-Gedöns) fürs Recruiting zur Verfügung hat, um aktuell ca. 50 ausgeschriebene Positionen zu besetzen. Wie das funktionieren soll? Gar nicht. Gut, dass da wieder der Fachkräftemangel als Kassenschlager herhalten kann.
Umso spannender, dass auch hier die IT-Recruiter Umfrage Zahlen erhoben hat. Über die Hälfte der befragten Unternehmen hat demzufolge ein Recruiting-Team mit 2 – 4 Mitgliedern, bei 26,45 Prozent ist es sogar lediglich 1 Mitarbeiter, der sich um den für das Überleben eines Unternehmens strategisch bedeutenden Job des Recruiters kümmert. Was mich umso mehr überrascht: 52 Prozent der Teams verfügen über Personal, das sich ausschließlich mit der Rekrutierung von Entwicklern befasst. Wow, oder? Das nenne ich mal Luxus! Recruiter, die sich ausschließlich um IT-Profis kümmern. In dieser Situation dürften flächendeckend wohl die wenigsten Unternehmen in Deutschland sein.
Was sich allerdings meines Erachtens dringend ändern sollte – die Arbeitsmarkt-Entwicklung spricht hier eine deutliche Sprache. Offenbar aber nicht verständlich für Geschäftsführer und Vorstände, die zwar darauf schielen, größtmögliche Gewinne zu erwirtschaften und noch weiter wachsen wollen, aber immer noch nicht verstanden haben, dass
Eine weitere Überraschung war für mich auch die Aussage, dass nur 22 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass das IT-Recruiting von der Geschäftsführung ausreichend Priorität und Ressourcen erhält (ich hätte deutlich mehr erwartet). Möglicherweise ist bei den anderen der Leidensdruck noch nicht groß genug… Abgesehen davon: Umso wichtiger für Sie, liebe Recruiter ist es, mit entsprechenden Recruiting-Kennzahlen die Geschäftsführung zu überzeugen. Manchmal muss auch eine externe Meinung sein. Der Prophet im eigenen Lande ist ja bekanntlich nichts wert. Kontaktieren Sie mich also gerne ;) Oder nutzen Sie die Gelegenheit des Netzwerkens auf Veranstaltungen wie der HR-NIGHT, die einen Austausch mit Gleichgesinnten auf Augenhöhe ermöglicht!
Auch auf die Frage nach den Top-Herausforderungen liefert der IT-Recruiter Report Antworten, für die ich direkt ein paar Lösungen parat habe (die eigentlich auf eine Master-Antwort hinausläuft: Mehr Budget bereitstellen und Ressourcen schaffen).
“Gute Softwareentwickler können sich den Arbeitgeber aussuchen. Deshalb ist es wichtig, die Attraktivität der eigenen Arbeitsplätze klar herauszustellen und Kandidaten zu begeistern.”
Hier gibt’s den IT-Recruiter-Report mit weiteren spannenden Fakten zum Download.
Jobs, auch für IT-Recruiter gibt’s hier – nämlich
30. November 2017

Die SPD sucht derzeit einen Data Scientist. Und liegt damit voll im Trend. Denn die Nachfrage nach solchen Experten, die
weiterlesen05. Mai 2017

Manchmal gibt es Momente in meinem Leben, da fehlen mir echt die Worte. Zumindest für einen Augenblick. Nach einem kurzen
weiterlesen