Förderprogramm „gut ausbilden – Qualität in kleinen Betrieben“

von personalmarketing2null. Lesezeit: etwa 3 Minuten.

Während draußen die Hitze brütet (aktuell 35 Grad in Wiesbaden), ist es hier im Büro angenehm kühl. Und wenn ich nicht meinen Lieblingssender Generation Soul Disco Funk (für alle Funk- und Soul-Liebhaber ein Muss, da gibt’s 24 Stunden am Tag die heißeste Soul-, Funk- und Disco-Mucke aus den 80er und 90ern) höre, läuft hier HR1. Und dort lief gerade ein Radiospot. Sie wissen schon – „Radio geht ins Ohr – bleibt im Kopf„. Für eine Ausbildungsinitiative hier in Hessen. Grund genug, sich das einmal im Detail anzuschauen.

Eine tolle Initiative, die ich inhaltlich voll unterstütze, aber meine Zweifel habe, dass sie die Zielgruppe erreicht.

Warum ich das glaube? Nun, bleiben wir beim Radiospot. Hier finde ich es generell immer total spannend, wenn Internetadressen kommuniziert werden. Insbesondere, wenn sie vielleicht sogar englischsprachig sind. Ist nämlich immer die Frage, wie buchstabiert man das Ganze? Aber auch bei einer vermeintlich profanen Internetadresse wie „gutausbildende“ stellt sich die Frage, wie die korrekte Adresse lautet. www.gut-ausbilden.de oder doch www.gutausbilden.de? Im Idealfall funktionieren beide. Hier zumindest kann das Regierungspräsidium Kassel schon mal punkten, denn über beide Adressen gelangt man auf diese Seite:

Website gutausbilden.de

Emotional ansprechend (wie bei einer Behördenseite so üblich) bekommt man dort die entsprechenden Infos. Oder auch nicht.

Denn kennt man die Seite bzw. die Initiative nicht, hat der Nutzer das Nachsehen. Gehen Sie nämlich auf die Startseite, finden Sie keinen Hinweis. Und selbst, wenn Sie wüssten, dass sich der Inhalt unter der Rubrik „Arbeit & Soziales“ versteckt, werden Sie da nix finden. Auch bei Klick auf Förderung werden Sie nicht fündig. Und wenn Sie glauben, ein Klick auf Ausbildungsförderung bringt Sie ans Ziel, so muss ich Sie auch hier enttäuschen. Erst ein weiterer Klick führt Sie auf die Inhalte. Das ist sehr bedauerlich, zumal das wirklich eine Super-Initiative ist. Bedauerlich auch, dass die wesentlichen Inhalte nur als PDF bzw. Excel-Dokument bereitgestellt werden. Und auch die muss man erst einmal finden, sind diese doch gut rechts oben in der Ecke versteckt, anstatt sie direkt aus dem Text zu verlinken.

Aber glücklicherweise gibt es ja so sozial eingestellte Blogger für mich (für mein soziales Engagement bekomme ich demnächst sogar die Goldene Lilie verliehen, was mich sehr stolz macht), insofern leiste ich da gerne Schützenhilfe und greife die Initiative hier auf. So etwas tue ich ja immer wieder gerne. Also, worum geht es?

„gut ausbilden – Qualität in kleinen Betrieben“

Es geht um ein Förderprogramm des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

Ziel des Programms ist es, dass Kleinunternehmen „durch hochwertige Ausbildungsqualität überzeugen und als attraktive Ausbildungsbetriebe junge Menschen für Ausbildung gewinnen“. Darüber hinaus sollen die Kompetenzen von Ausbildungspersonal und Betriebsinhabern zur Gestaltung guter Ausbildungsorganisation und Ausbildungspraxis gestärkt werden.

Die Förderung verteilt sich auf je 2.000 Euro, verteilt auf je zwei Förderphasen und wird vom Europäischen Sozialfonds finanziert. Sie richtet sich an Kleinunternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern.

  • Die erste Förderphase: bis zu 6 Monate für die Suche eines Auszubildenden und erstes Ausbildungsjahr
  • Die zweite Förderphase: zweites Ausbildungsjahr bis zum Ausbildungsabschluss

Gefördert werden für Betriebsinhaber und Ausbildungspersonal

  • Ausbildereignungsqualifizierung
  • Qualifizierung / Beratung von Betriebsinhabern oder Ausbildungspersonal zu Ausbildungsthemen auch in Vorbereitung einer Ausbildung
  • Zusatzqualifizierung für Betriebsinhaber oder Ausbildungspersonal zu Ausbildungsthemen

Eine Super-Sache, auf diese Weise Kleinstunternehmen zu unterstützen. Ein ganz wichtiger Aspekt scheint mir aber in diesem Förderprogramm zu fehlen. Nämlich wie diese Kleinstunternehmen überhaupt die potenziellen Auszubildenden für sich begeistern können. Was also nützt mir das schönste Programm, wenn ich gar nicht weiß, wie ich die Azubis gewinne, die es zu fördern gilt?

Was meinen Sie? Ich freue mich auf Ihren Kommentar!

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