Das ZDF und die Sache mit dem Corporate Social Media Manager

Das ZDF und die Sache mit dem Corporate Social Media Manager

von personalmarketing2null. Lesezeit: etwa 6 Minuten.

Erinnern Sie sich noch an die Stellenanzeige der ARD Programmdirektion, für die vor zwei Jahren ein Social Media Manager gesucht wurde? Klar, dieses wunderbare Beispiel war seinerzeit sogar für die Goldene Runkelrübe nominiert. Und hätte wohl auch gewonnen, wenn die Kreissparkasse Birkenfeld ihr nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Was die ARD kann, können wir schon lange, dachte man sich wohl auch beim ZDF und legt nun nach. Die  öffentlich-rechtliche Medienanstalt aus Mainz sucht nämlich einen Sachbearbeiter. Bzw. einen Corporate Social Media Manager. Was ja quasi das Gleiche ist. Update: Das ZDF hat auf meine Anfrage reagiert – siehe unten.

Diese Stellenausschreibung ist mal wieder ein mustergültiges Beispiel dafür, wie Sie es a) gezielt schaffen, eine negative Candidate Experience zu garantieren, b) nicht nicht Employer Branding zu betreiben und c) zu zeigen, dass das Verständnis von Social Media bei so einigen (in diesem Fall dem ZDF) nicht angekommen ist (Social Media muss (vor)gelebt werden, in der Unternehmenskultur verankert sein. Wenn dem nicht so ist, kommt so was raus wie beim nachfolgenden Beispiel).

Das ZDF sucht einen Sachbearbeiter

Das ZDF sucht nämlich einen Sachbearbeiter. Respektive eine Sachbearbeiterin. Das an sich ist nicht fatal. Sachbearbeiterjobs gibt es wie Sand am Meer. Ohne die Sachbearbeiter dieser Welt würde kein Unternehmen laufen. Keins. Gut, zugegeben, Sachbearbeiter heißen nicht immer Sachbearbeiter. Auch wenn Sie den Job eines solchen machen. Und das ist auch gut so. Schließlich ist die Bezeichnung „Sachbearbeiter“ in etwa genau so aussagekräftig wie „Referent„. Nur, dass sich da eben Tausende von Spielarten hinter verbergen können. Zum Beispiel die eines „Corporate Social Media Managers“. Ja, Sie haben richtig gelesen. Beim ZDF hat ein „Corporate Social Media Manager“ den Status eines Sachbearbeiters. Sie glauben mir nicht?

ZDF sucht Sachbearbeiter. Also Corporate Social Meda Manager

Jetzt glauben Sie mir, oder? Und fallen garantiert, so wie ich, vom Glauben ab. Obwohl – ist schon ein toller Sachbearbeiter-Posten, mit Führungsfunktion und allem Zipp & Zapp. Gibt’s eben nur beim ZDF. Update: Das ZDF hat heimlich still und leise, während ich quasi hier am Schreiben bin, einfach den Sachbearbeiter entfernt. So geht das nicht, liebes ZDF. Hier einfach meine Bloggerei konterkarieren!

Was es nicht nur beim ZDF gibt, ist eine zum Himmel schreiende Candidate Experience (so nennt man das heute, gemeint sind damit im Grunde die Erfahrungen, die ein Bewerber im Laufe seines Bewerbungsprozesses macht). Ausgehend von der Startseite zdf.de, braucht es sage und schreibe fünf Schritte (zdf.de -> Das ZDF -> Unternehmen -> Karriere -> Karriere im ZDF -> Sachbearbeiter/in (Corporate Social Media Manager/in) [mehr], um zum Stellenangebot zu kommen. Mindestens drei zu viel.

Social Media-Kanäle werden nicht bespielt

Natürlich ist man beim ZDF auf Draht, und so weiß man, dass eine Schwalbe noch keinen Sommer, respektive eine Stellenausschreibung nur auf der Karriere-Website noch keine Bewerber macht (dass eine bessere Auffindbarkeit des Stellenangebots an sich schon die Wahrscheinlichkeit erhöht, von Bewerbern gefunden zu werden, lassen wir an dieser Stelle einfach mal unter den Tisch fallen) und schaltet daher auch auf anderen Jobbörsen (online), wie bspw. stellenanzeigen.de. Oder die Stellenanzeige auf Xing. Und hier verzichtet man dann auf den Sachbearbeiter und konzentriert sich ganz und gar auf den Corporate Social Media Manager. Was an sich ja schon mal ein Schritt in die richtige Richtung ist. Kurz bin ich davor, das ZDF für diese weise Entscheidung zu loben. In aller Öffentlichkeit. Aber ich kann mich zurückhalten.

Was würden Sie tun, wenn Sie eine Stelle zu besetzen hätten, die sich an jemanden richtet, der nicht nur Social Media-affin ist, sondern auch noch eine Position als Corporate Social Media Manager bekleiden soll. Genau, Sie beauftragen einen Headhunter. Nein, natürlich nicht. Sie gehen dahin, wo die Zielgruppe ist. Und nutzen vor allem die Kanäle, die Ihnen zur Verfügung stehen. Weil Sie die ja als Voll-Profi alle bespielen.

Das ZDF beispielsweise verfügt gleich über mehrere Seiten und Accounts auf Facebook bzw. Twitter. Alleine die Seite des ZDF auf Facebook hat über 400.000 Fans. Über 400.000 potenzielle Kandidaten also. Oder aber zumindest Multiplikatoren. Und nun raten Sie mal, auf wie vielen dieser Kanäle die Stelle – ich erinnere: gesucht wird ein Corporate Social Media Manager, also jemand der eine gewisse Affinität zu Social Media mitbringen sollte und sich demzufolge (wahrscheinlich zumindest) in eben diesen Kanälen aufhält – kommuniziert wird. Na?

Daneben! Es sind exakt null Posts aufzufinden, die auf diese Stellenausschreibungen hinweisen. Null. Stattdessen jede Menge unnützer Cat Content. Eine Stelle als Corporate Social Media Manager, auf die nicht in den sozialen Medien hingewiesen wird? Hm.

Nun, glücklicherweise gibt es eine Community, die diese Stelle sehr wohl bemerkt hat und sie entsprechend zu würdigen weiß. Zum Beispiel hier:

 

Jetzt fällt es mir wie Schuppen aus den Haaren: Das Ganze ist eine gefickt eingeschädelte geschickt eingefädelte Viral-Kampagne des ZDF. Und ich lasse mich auch noch zum Handlanger machen.

Eins ist klar: Das ZDF hat diesen Menschen dringend nötig. Sehr dringend sogar. Und schließlich lockt ja auch „eine Vergütung, die der Tätigkeit entspricht„. Jaha! Eine Vergütung, die der Tätigkeit entspricht. Als Sachbearbeiter also auf jeden Fall Mindestlohn und Tarifstufe was auch immer im öffentlichen Dienst.

Nun gut, wer sich trotzdem bewerben möchte, hier noch einmal die Stelle in ihrer vollen Pracht:

ZDF Stellenangebot Corporate Social Media Manager

Bewerbung als Corporate Social Media Manager nur per Post

Allerdings muss er sich als zukünftiger Corporate Social Media Manager dessen bewusst sein, dass er sich nur per Post bewerben kann.  Ja, Sie haben richtig gelesen. Dennoch, ich wiederhole es gerne: Auf die Stelle als Corporate Social Media Manager können Sie sich nur per Post bewerben. Oder sagen wir so: „Bewerbungen per E-Mail können leider nicht berücksichtigt werden.“ So. Und nun? Selbst bei der Stellenanzeige auf stellenanzeigen.de (das ist eine Online-Stellenbörse) besteht keine Möglichkeit, sich online zu bewerben (in der Regel bieten solche Online-Stellenbörsen die Möglichkeit, einen Online-Bewerben-Button zu implementieren). Bei Xing könnten Sie das ZDF aber evtl. austricksen. Denn dort können Sie sich (zumindest theoretisch) online direkt beim Ansprechpartner bewerben. Und wie Sie sehen, ist sogar Internetnutzung beim ZDF möglich! Sogar als Corporate Social Media Manager! Sa-gen-haft!

Online bewerben über Xing doch möglich? - ZDF sucht Corporate Social Media Manager

Ob das allerdings wirklich bewusst so gedacht ist? Ich habe vorsichtshalber mal angefragt (bezeichnend auch, dass das Profil erst einen Tag vor Stellenschaltung angelegt wurde. Und das als Leiterin Abteilung Zentrale Aufgaben Hauptabteilung Kommunikation…). Die Antwort reiche ich Ihnen umgehend nach finden Sie am Schluss des Artikels!

So lange empfehle ich den Verantwortlichen des ZDF das Seminar Social Media-Grundlagen der ARD-ZDF-Medienakademie. Inhalt u. a.: „Welche Relevanz haben die Netzwerke für ARD, ZDF und Co?“ Ziele des Seminars: Die wichtigsten Social-Media-Anwendungen kennen lernen, deren Bedeutung für die journalistische Arbeit einschätzen und sinnvolle Anwendungen für eigene Projekte identifizieren! Na, bitte. Einfach gleich anmelden. Oder wahlweise auch gerne bei mir.

Update: Das ZDF hat auf meine Anfrage reagiert:

Obwohl ich mich ja via Xing beworben habe, sei „eine Bewerbung via Xing nicht möglich„, heißt es da. Und weiter:

„Der derzeitige Stand der Technik verbunden mit den datenschutzrechtlichen Anforderungen ermöglicht leider nur eine Bearbeitung von Bewerbungen auf dem Postweg.“

ZDF reagiert auf meine Anfrage zum Stellenangebot Corporate Social Media Manager

Zudem freut es das Kommunikations-Team des ZDF, wenn mich „das bürokratische Hindernis nicht schreckt“ und sie mit meiner Bewerbung rechnen dürfen.

Wie auch immer: Das ZDF hat dank meines bescheidenen Blogartikels und einer unglaublich regen Community auf Facebook und Twitter mittlerweile so viel virale Aufmerksamkeit und Reichweite, dass die Besetzung der Stelle nun gesichert sein dürfte. Was mich natürlich sehr freut!

  1. […] Manager)“. Das Wort „Sachbearbeiter“ beschreibt den Kern des Problems, wie Henner Knabenreich bei personalmarketing2null treffend feststellte, denn hieraus  lässt sich der Stellenwert ableiten, den das ZDF dieser Tätigkeit beimisst. Auch […]

  2. […] Manager)“. Das Wort „Sachbearbeiter“ beschreibt den Kern des Problems, wie Henner Knabenreich bei personalmarketing2null treffend feststellte, denn hieraus  lässt sich der Stellenwert ableiten, den das ZDF dieser Tätigkeit beimisst. Auch […]

  3. […] Manager)“. Das Wort „Sachbearbeiter“ beschreibt den Kern des Problems, wie Henner Knabenreich bei personalmarketing2null treffend feststellte, denn hieraus  lässt sich der Stellenwert ableiten, den das ZDF dieser Tätigkeit beimisst. Auch […]

  4. […] Der Blog personallmarketing2null und das ZDF haben sich eine kleine online-Schlacht geliefert. Und am Schluss gibt es dank dem viralen Effekt auf Social Media sogar noch ein kleines Happy End für ZDF. mehr ZDF… […]

  5. Chris Heil sagt:

    Frag doch mal nach den Datenschutz-Dingen.
    Nicht, dass dann noch rauskommt, das NUR das ZDF es korrekt macht. Wäre doch denkbar.
    Dann ginge für mich ein rechtlich korrektes Vorgehen vor „coole Distribution“. Glaube ich. Ist halt die Frage, ob mit dem „Stand der Technik“ der hauseigene gemeint ist…

  6. mc sagt:

    Das ist richtig traurig, of course..gute guete..ansonsten waer #offlineheinz genau der richtige fuer den obstladen. Und wie genau sind die eigentlich auf koenner jan boehmermann gestolpert?

  7. Roger sagt:

    Oh Mann, ich hab tatsächlich grad geschätzte tausend Zeilen darüber gelesen, dass man sich beim ZDF nicht per Email bewerben kann – wer gibt mir jetzt die 10 Minuten meines Lebens zurück! Jaja, ich weiß, selber schuld – aber ich dachte halt, da kommt noch irgendwas relevantes…

  8. Brigitte sagt:

    Super! Super Text, amüsanter Inhalt und ein wirklich gutes Beispiel, wie (Unternehmens-)Onlinekommunikation verbessert werden kann/sollte. Andererseits… in Sachen Marketing ist das ZDF ja wirklich auf zack – bei so viel Aufmerksamkeit, quasi für lau. Frägt sich nur noch, ob diese Meinungsrichtung auch so geplant war … ;-)

    • personalmarketing2null sagt:

      Danke für die Blumen, Brigitte! Nein, ich glaube nicht, dass das so geplant war. Und die Dankbarkeit des ZDF hält sich auch in Grenzen ;-)

  9. […] die Stellensuche dennoch nicht: Zwar wird ein Manager für Social Media gesucht, doch laut einem Bericht von Personalmarketing 2 Null (via Meedia) vergaß das ZDF, die Stellenanzeige auch über Facebook, […]

  10. Valeska sagt:

    Man trifft ja immer mal wieder auf Leute, die in einem anderen Gebiet arbeiten als man selbst und deren Spezialgebiet sich doch etwas von dem eignen unterscheidet. Und dann kommt man so ins plaudern. Und irgendwann redet man, klar, auch über die Arbeit. Man fängt so an Anekdoten auszutauschen; von nervigen Chefs und dusseligen Kollegen. Und dann kommt man an den Punkt, wo man sich in der Mitte seiner Anekdote so richtig schön in Rage geredet hat über die Trotteligkeit des neuen Praktikanten und man sieht plötzlich im Gesicht des Gegenübers völlige Verständnislosigkeit, warum man sich denn jetzt gerade so aufregt. Der Aufreger ist für den Gegenüber einfach keiner und die Tragweite der Trotteligkeit wird einfach nicht verstanden und man muss dann, wie bei einem schief gelaufenen Witz, peinlich und kleinlaut die Pointe erklären. So gehts mir hier gerade auch. Für mich ist das alles ein absoluter non-Aufreger. Absolut nebensächlich und trivial. Also deshalb: Was ist nun so schlimm am (zugegeben altertümlichen) Einstellungsverfahren des ZDF?

    • personalmarketing2null sagt:

      Ein Aufreger ist das auch nicht. Es ist einfach nur peinlich. Wir schreiben das Jahr 2015. Es geht um eine Stelle als Social Media Manager. Hier wäre ein Bewerbungsformat zeitgemäß, welches auf die Tätigkeit einzahlt. Bspw. per Twitter, Vine, Blog, Instagram.. was auch immer. Aber per Post? Das geht gar nicht. Echt.

  11. Stefan sagt:

    Zur Ehrenrettung des ZDF sei gesagt, dass es sich um eine der wenigen Stellenausschreibungen für den Social Media-Bereich handelt, wo den Verantwortlichen die fachlichen Anforderungen wirklich bekannt zu sein scheinen. Bspw. muss der gesuchte Manager auch fit in Issue Management, Reputations-Management und Krisenkommunikation sein.
    Das habe ich ansonsten kaum irgendwo gelesen. Dahingegend bin ich mehr als beeindruckt!

  12. Greta sagt:

    Durch Ihren Humor blitzt noch was anderes durch … der Geschäftsmann, das ist legitim. Aber Ihre einseitige Betrachtung, Meinung trotz Wissensvakuum im konkreten Falle und destruktive Kritik macht mir eines klar: Sie wären nicht derjenige, dem ich vetrauen würde, wenn ich Unterstützung bräuchte im Personalmarketing.

  13. Walter sagt:

    Immerhin wird auf diese Weise auch geprüft, ob der SMM übers Netzwerken hinaus auch noch was kann, z.B. einen richtigen Brief schreiben (darf man bisweilen bei einigen SmmErn bezweifeln) oder wenigstens den Brief richtig zu frankieren.

  14. Martin sagt:

    Ich denke, das ZDF beweist mit dieser Stellenanzeige, im digitalen Zeitalter angekommen zu sein. Vielleicht schneller als manch anderer.
    Heute ist Social Media ein Tätigkeitsbereich wie jeder andere. Folglich sind auch damit zusammenhängende Tätigkeiten schlicht Sachbearbeitung.
    Hinzu kommt, gesucht wird hier nicht der Stratege für Konzepte und das große Ganze. Gesucht wird hier der Sachbearbeiter, der kompetent Texte redigiert, crossmediale Verknüpfungen erstellt, und die tägliche Interaktion mit den Nutzern auf dem Endkunden-account pflegt. Eine typische Sachbearbeiter-Position eben.

    Wer lieber in prekärem Beschäftigungsverhältnis als Dauerpraktikant für eine Agentur arbeiten möchte, oder als Scheinselbständiger (aka freelancer) auf Projektbasis Beschäftigung sucht, der darf sich als Wiedergutmachung eine wohlklingende anglo-inspirierte Berufsbezeichnung geben. Ob dieser andere Name das Delta bei Gehalt und Dauerhaftigkeit der Stelle auszugleichen vermag, das entscheide jeder Arbeitnehmer für sich selbst.

    • personalmarketing2null sagt:

      Hm, ja, stimmt. Viele Unternehmen sind noch lange nicht im digitalen Zeitalter angekommen. Richtig. Dennoch: Es ist mehr als eine Sachbearbeiterstelle. So wird ja auch das Führen eines Teams verlangt. Und ein Hochschulabschluss (welcher auch immer, insofern also auch für Sozialpädagogen oder Philosophen geeignet ;-))

  15. […] entgegen und verteilt die Ausschreibung nicht auf den sozialen Medien. Dafür musste sich der Sender viel Spott anhören – die Ausschreibung wurde allerdings zum viralen Inhalt [Personalmarketing 2.0]. Wenn […]

  16. Sieglinde Strohm sagt:

    Mal so ganz kurz… ihr wisst das doch – eine solche Stellenanzeige muss in irgendeiner Form öffentlich gemacht werden. So, das haben sie nachweislich geleistet. Und zwar so, dass sich aber bitteschön ja niemand extern bewirbt, schon gar nicht jemand, der besser sein könnte als die Person, die man intern ohnehin schon dafür vorgesehen hatte.

  17. Icke sagt:

    Ach, mal ehrlich. Mir ist es lieber, die TV-Leute nennen einen SMM „Sachbearbeiter“ als wenn alle Menschen so sprechen müssten, wie der Blogautor schreibt, mit Candidate Experience hier und Employer Branding dort.

    Naja, Scherz beiseite. Ich finde das alles so schlimm nicht, was das ZDF da tut. Beispiel: Sollen die, wie implizit gefordert, auf ihrem Endkunden-FB-Account Stellenanzeigen posten? Wer macht denn sowas? Ziemlicher Humbug, meiner Meinung nach.

    Weiterhin: Das ZDF ist öffentlich-rechtliches Fernsehen. Bei Ministerien kann man sich auch nicht per Mail bewerben. Keine Ahnung, ob da ein Zusammenhang besteht, aber es ist zumindest möglich, dass staatliche Einrichtung an besondere Compliance-Richtlinien gebunden sind. Kann man sich drüber lustig machen, ja, aber nun.

    • personalmarketing2null sagt:

      Ach ja, Employer Branding und Candidate Experience usw. Schlimm, oder?
      Eine Stelle für einen Social Media Manager auf einer extrem stark frequentierten FB-Seite zu posten, ist alles andere als Humbug. Im Kontext dieses Jobs ist es eine der sinnvollsten Maßnahmen überhaupt.
      Dass man sich in Ministerien auch nicht per E-Mail bewerben kann, ist übrigens genau so erschreckend und alles andere als eine Entschuldigung. Aber, ja, nun…

  18. Daniel sagt:

    Hehe. Eins sollte da noch erwacht werden. „Bewerbungen ausschließlich ueber Postweg“ Klar, als Social-Media-Manager bewirbt man sich ja nie online..

  19. Alena Kotter sagt:

    Vielen Dank für diesen wertvollen und unterhaltsamen Beitrag! Ich bin selbst im Bereich Social Media tätig und würde mich grundsätzlich nur online oder über soziale Netzwerke bewerben. Wenn dieser Weg nicht angeboten wird, kann man daraus schließen, dass man es in dem Unternehmen nicht leicht haben wird bzw. das viel Potential besteht das Unternehmen in die Social Media Welt zu führen.

  20. Nina sagt:

    „Wir bieten… eine Vergütung, die der Tätigkeit entspricht“ versus „Wir erwarten… ein abgeschlossenes Hochschulstudium, mehrjährige Berufserfahrung“ => ZDF sucht billige Arbeitskraft mit viel Know-how, aber ein „interessanter Arbeitsplatz“ und „EntwicklungsMÖGLICHKEITEN“ müssen reichen… Wirklich SEHR attraktiv diese Stelle…

  21. Crossmedia_ts sagt:

    Ja, es macht Spaß, über so’n Old School Laden herzuziehen; die haben sowas von Null Ahnung in Punkto Kommunikation via Social Media, Recruiting über digitale Kanäle und „immer an den Bewerber denken“ alias Candidate Experience. Ist aber nicht angebracht. Immerhin hat das ZDF die Notwendigkeit einer solchen Aufgabe erkannt und Bedarf angemeldet. Dass dann über Jahrzehnte eingefahrene interne Prozesse und Strukturen beim Stellenausschreiben nicht hinterherkommen und – „das war doch immer schon so“ – auf einer Bewerbung per Post bestehen, wundert mich gar nicht. Es gibt noch mehr als genug solcher Unternehmen, da steht das ZDF nicht allein auf weiter Flur. Die- oder Derjenige, der den job bekommt, kann den Verantwortlichen ja als Erstes erzählen, dass solche Stellenausschreibungen heutzutage ein Unding sind. Der Corporate Social Media Manager wird beim ZDF viel zu tun haben und benötigt großes Stehvermögen. Wünschen wir ihm doch einfach mal gutes Gelingen, statt kübelweise Häme über seinen neuen Arbeitgeber auszuschütten!

    • personalmarketing2null sagt:

      Wenn er sich denn auf diesem Wege findet, sich nicht von den verkrusteten Strukturen stören lässt und sich gegen alle Widerstände durchsetzen kann, auf die er definitiv stoßen wird, und sich voller Motivation auf seine Aufgaben stürzt, wünschen wir ihm definitiv gutes Gelingen! Aber ja!

  22. […] sucht das ZDF SachbearbeiterInnen aka ” Corporate Social Media Manager”, die “Social Media”-Kanäle […]

  23. Karin sagt:

    Klasse! Vor allem, da man sich nicht mal online bewerben kann. Ich frage mich, wie das ZDF es überhaupt auf irgendeinen Social Media geschafft hat. :-)
    Gruß, Karin

  24. Marcel sagt:

    Das ist echt der Oberburner schlechthin. ob sich da trotzdem noch jemand bewirbt der auch wirklich gut in diesen Dingen ist? ich jedenfalls würde da keinen Finger krum tun um eine Bewerbung zu schreiben – da kann man sich schon vorstellen wie das abläuft, vor allem wenn man mal etwas neues einbringen will…

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