Stellen und Stellenzeigen sind oft schwer zu finden – Warning: Explicit Content!

von personalmarketing2null. Lesezeit: fast 5 Minuten.

Nun ist es also soweit, 2014 hat uns fest im Griff. Zeit also, mal wieder zu Tinte und Feder in die Tastatur zu greifen und Sie mit einem nigelnagelneuen Blogartikel zu beglücken. Natürlich nicht, ohne Ihnen vorab ein frohes neues Jahr mit viel Erfolg zu wünschen. Also: Ihnen, lieber Leser, ein frohes neues Jahr mit gaaanz viel Glück, Gesundheit und Erfolg! Als Einstieg in ein heiter beschwingtes Blog-Jahr gibt es gleich was zu Stellenanzeigen und schwer aufzufindenden Stellen. Apropos Stelle: An dieser Stelle schon einmal der Hinweis für Erziehungsberechtigte, dass es sich im nachfolgenden Beispiel um „explicit Content“ handelt. Also sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt :-)

Parental Advisory - Expicit Content - Quelle Wikipedia

Und nicht nur das, lieber Leser. Nachfolgendes Beispiel dürfte auch ganz heißer Anwärter für die Goldene Runkelrübe 2014 in der Kategorie „Abschreckendste Stellenanzeige“ sein. Vielleicht irre ich mich auch, heißt es ja nicht ohne Grund „Sex sells“. Und das auch im Personalmarketing, wie ja auch der Artikel von Kchultblogger Buckchmann oder auch mein bescheidener Beitrag sowie die nachfolgenden Motive schön zeigen. Oder würden Sie (als Mann) sich nicht von diesen Formen angesprochen fühlen?

Sex im Personalmarketing - am Beispiel Ferrero

Aber, lieber Leser, während die oben gezeigten Motive eher die so genannten sekundären Geschlechtsmerkmale zeigen (wobei…, ich muss mich korrigieren, schließlich sind „sekundäre Geschlechtsmerkmale physische Merkmale, die unter anderem die Attraktivität gegenüber dem anderen oder dem eigenen Geschlecht steigern„. Also, insofern lässt sich ein knackiges Hinterteil dort durchaus einordnen, zumal es durchaus die selbe oder sogar noch andere Wirkung (beim männlichen Geschlecht) erzielen kann), geht nachfolgendes Beispiel noch einen drastischen Schritt weiter, daher also noch mal der Hinweis:

Stellen und Stellenzeigen sind oft schwer zu finden - Warning: Explicit Content! 1 500px Parental Advisory label.svg

So. Bevor ich nun noch weiter abschweife, hier der Stein des Anstoßes Auslöser für diesen Blogartikel:

Interessante Stellen sind oft schwer zu finden - Stellenanzeige des Stadtmagazins reflect

Stellen und Stellenzeigen sind oft schwer zu finden

Demnach sind also „Interressante Stellen“ schwer zu finden. In diesem Beispiel geht es um die Stellenanzeige des Stadt- und Szene-Magazins „reflect“. Angespielt wird hier auf den „famous G-Spot“, also den G-Punkt oder auch Gräfenberg-Zone (nach dem Herrn Gräfenberg wurde dieser Punkt benannt). Ich möchte jetzt nicht weiter auf das Thema eingehen, schließlich geht es in diesem Blog zwar um Aufklärung, aber weniger der sexuellen Art, sondern mit Bezug auf Personalmarketing und was man gegen den Fachkräftemangel so tun kann.

In der Anzeige steht also davon zu lesen (und das gleich mit großzügigem Einsatz des Buchstaben „R“), dass interessante Stellen schwer zu finden sind. Die Anzüglichkeiten gehen heiter weiter. „Direkt zur Sache“ geht es bei reflect. Man bietet einen Arbeitsalltag „voller Höhepunkte“. Alles Anspielungen also auf den G-Punkt. Das an sich ist ja vollkommen in Ordnung. Nur darf man zwei Dinge dabei nicht vergessen.

  1. Stellenanzeigen sollten immer bei der Wahrheit bleiben.
    Hat man also eine Stelle zu bieten, wo man als Controller sofort Feuer und Flamme ist und durch Feuersbrüstebrünste geht – bitte. Oder eben eine Stelle, die voller Höhepunkte ist – jenseits der Pornobranche natürlich – auch okay. Wecken Sie also keine falschen Erwartungen beim Bewerber!
  2. Konkrete und relevante Infos zu der Stelle
    Aufgaben, Anforderungen, Benefits – Kommunizieren Sie, worum es bei der Stelle geht, was die Anforderungen sind und was Sie als Arbeitgeber so zu bieten haben. Und bleiben Sie bei der Wahrheit! Schönfärberei und Effekthascherei sind fehl am Platz! Konzentrieren Sie sich aufs Wesentliche! Mehr als hier darf es schon sein :-)

Interressante Stellen sind schwer zu finden„. Ich weiß nicht, ob der ein oder andere von Ihnen Schmidteinander kennt? Lief seinerzeit auf WDR bzw. in der ARD. Da gab’s auch die Rubrik „Sprichwortforschung“. Dort überprüfte man, ob Sprichwörter stimmen. Hier mal ein Beispiel für die, die es nicht kennen:

So. Nun werde ich einmal testen, ob die Aussage der Stellenanzeige stimmt. Hierzu gehe ich einmal auf die Website des Stadtmagazins. Die URL wird zwar nicht kommuniziert, diese habe ich aber dank meiner unglaublichen Kombinationsgabe und mithilfe der angegebenen E-Mail-Adresse herausgefunden! Jetzt gehen Sie mal gemeinsam mit mir auf die Suche:

reflect.de - eine Rubrik für Jobs sucht man vergeblich. Oder?

Sehen Sie irgendwo die ausgeschriebene Stelle als Vertriebler? Oder zumindest eine Kategorie „Jobs“? Es scheint also zu stimmen, „interressante Stellen“ sind in der Tat schwer zu finden. Denn erst, wenn man mit der Maus über den Link „Kontakt“ (!!!) fährt, offenbart sich auch die gut versteckte oder anders ausgedrückt „schwer zu findende“ Unterseite „Jobs“.

reflect.de - Jobs sind gut versteckt

Wer nun aber so naiv ist wie ich und dort allen Ernstes die „interressante Stelle“ des Vertrieblers erwartet hat, den muss ich enttäuschen. Denn dort findet sich nur eine Stelle als – wer hätte das gedacht? – Praktikant.

reflect.de - Stellenanzeigen ja, aber nicht für Vertriebler

In diesem Falle kann man sogar sagen: „Interressante Stellen“ sind nicht nur schwer, sie sind sogar gar nicht zu finden.

Und was hat das Ganze mit Ihnen zu tun? Ganz einfach. Schreiben Sie Stellen auf Ihrer Website aus, so ermöglichen Sie potenziellen Bewerbern einen möglichst direkten Zugang zu diesen. Sinnvollerweise in einer Rubrik mit der Bezeichnung „Jobs“ oder „Karriere“. Auf einen Blick, mit einem Klick muss die Devise heißen! Hier weisen Sie ausdrücklich auf Ihre aktuell zu besetzenden Vakanzen hin. Und zwar so, dass diese auch zu finden sind bzw. zu erkennen ist, um was es bei diesen Stellen geht. Wenn Sie also bspw. einen Aktuar suchen, dann benennen Sie das auch im Stellentitel und verfallen nicht auf Schwurbeleien à la „Referent Reservierung Spezial„. Das geht ins Auge!

Klar ist so was wie das oben gezeigte Beispiel ein netter Hingucker (und vielleicht auch Aufreger). Aber ob eine solche Anzeige wirklich die erreicht, die man eigentlich erreichen wollte? Ich wage das mal zu bezweifeln. Im Zweifelsfall wird diese aufgrund des Motivs nicht einmal als solche wahrgenommen… Aber wahrscheinlich ändert sich das nach diesem Blogartikel. Ich vermute mal, dass sich reflect jetzt kaum vor Bewerbungen retten kann :-)).

In diesem Sinne, auf ein besseres Personalmarketing im neuen Jahr!

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