Social Media Personalmarketing falsch verstanden: Blogs auf Facebook

Facebook ist Facebook. Blog ist Blog. Über falsch verstandenes Social Media Personalmarketing.

von Henner Knabenreich. Lesezeit: etwa 8 Minuten.

Es ist schon abstrus, oder? Unser Straßen werden immer voller, Parken in den Innenstädten wird immer problematischer, Sprit wird immer teurer und trotzdem verkauft uns die Automobilindustrie Autos, die immer länger und breiter werden ganz zu schweigen davon, dass insbesondere die deutschen Autobauer nicht in der Lage sind, Elektro- oder Hybridmotoren zu präsentieren. Ein Trauerspiel. Dann setzt man auf Biosprit und schaufelt tonnenweise unter fragwürdigsten Umständen produziertes Billigfleisch in sich herein und wundert sich in der Folge über steigende Lebensmittelpreise. Und dann meinen so superschlaue Agenturen (oder wer auch immer hinter diesem Bullshit steckt) Blogs in Facebook-Seiten zu integrieren. Und zwar so, dass diese ausschließlich in Facebook funktionieren. Ich frage mich wie so oft, was so etwas – gelinde ausgedrückt Dämliches – eigentlich soll und warum mal wieder nicht zu Ende gedacht wird.

Wir erinnern uns: Facebook ist ein großes, weltweit nicht ganz unbedeutendes soziales privates Netzwerk. Alleine in Deutschland tanzen über 24 Millionen Nutzer nach seiner Pfeife und lassen sich ihren Tagesablauf diktieren. Marc Zuckerbergs Traum vom Internet im Internet wird immer greifbarer. Nichtsdestotrotz gibt es mehrere Millionen Facebook-Verweigerer und -Aussteiger. Auch wenn Facebook ein zugegebenermaßen nicht unwesentlicher Teil unseres Lebens geworden ist und einen enormen Einfluss auf dieses hat: Facebook ist NICHT der Nabel der Welt und auch nicht der heilsbringende Alleskönner.

Trotzdem ist dies kein Hinderungsgrund für Unternehmen, sich wie die Lemminge auf Facebook zu stürzen, um dort in wildem Aktionismus ihre Facebook (Karriere-)Seiten einzurichten. Häufigste Argumente, die ich zu hören bekomme: Wir müssen dahin, wo die Zielgruppe ist (ist sie denn wirklich da?) und der Wettbewerb ist ja auch da. Gut, ich will jetzt an dieser Stelle nicht weiter darauf rumreiten. Habe ich schon oft genug und werde ich wohl in naher Zukunft auch weiterhin tun (wobei ich nicht verschweigen will, dass es durchaus das ein oder andere Unternehmen gibt, welches die Prinzipien des blauen Riesen aus Palo Alto verstanden haben).

Ganz besonders schlimm finde ich es, wenn DAS Social Media-Tool schlechthin (nicht nur in Sachen Social Media Personalmarketing), nämlich der oder meinetwegen das Blog, vom Sinn und Prinzip her mit Füßen getreten wird und in Facebook-Seiten implementiert wird. Worst Case ist m. E. das Karriere-Blog auf der Bayer Karriereseite (und ich kann wirklich nichts dafür, dass es nun gerade ausgerechnet wieder Bayer trifft, der eine oder andere mag mir an dieser Stelle eine gewisse Antipathie gegenüber dem Konzern unterstellen). Bevor ich darauf eingehe warum das so ist, erst ein paar Zeilen zum Thema Blogs.

Über die Vorteile eines Blogs

Was ist eigentlich ein Blog? Nun ich gebe hier einfach mal das wieder, was man auf Wikipedia findet (alternativ könnte ich auch schreiben, dass Sie gerade einen lesen):

Das Blog [blɔg] (auch: der Blog) oder auch Web-Log [ˈwɛb.lɔg], engl. [ˈwɛblɒg], Wortkreuzung aus engl. World Wide Web und Log für Logbuch, ist ein auf einer Website geführtes und damit – meist öffentlich – einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Web-Logger, kurz Blogger, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert oder Gedanken niederschreibt.

Ich kann mich noch an die Zeiten meiner Diplomarbeit erinnern, als ich in einem Kapitel die Instrumente des Online-Personalmarketings auflistete. Damals meinte ein Freund von mir, der gerade in den USA weilte, ich sollte mich mal mit dem Thema Blog auseinandersetzen. Block? Habe ich ihn gefragt. Was ist denn das? Ich habe seinen Rat ignoriert, da es hier in Deutschland weit und breit keine Spur von Blogs gab. Schade eigentlich. Wäre ich doch ein Pionier gewesen. Nun denn, weiter im Text.

Das Tolle bei einem Blog – und vor allem gegenüber Facebook – es ist quasi ein offenes, unabhängiges Medium. Was man von Facebook eben nicht behaupten kann. Zum einen gängelt es seine Nutzer immer mal wieder gerne, will man dabei sein, ist man auf Gedeih und Verderb seinen Launen ausgesetzt und vor allem ist man eines: abhängig. Darüber hinaus ist Facebook aber trotz seiner weltweit über 900 Millionen Nutzer ein wenn man so will „geschlossenes“ System. Bin ich nicht Nutzer von Facebook, darf ich bei ganz vielen Sachen nicht mitspielen.

Bei einem Blog wiederum sind Sie der Boss (insbesondere natürlich bei einem selbst gehostetem Blog, also einem Blog, der auf Ihrem eigenen Serverplatz liegt). Und selbst, wenn Sie einen Blog auf WordPress.com oder Blogspot betreiben – der ganz große wesentliche Vorteil eines Blogs ist neben der Unabhängigkeit vor allem die Auffindbarkeit der Artikel. Denn Google liebt Blogs. Zumindest, wenn Sie regelmäßig Content produzieren und es verstehen, die richtigen Begriffe zu verwenden und ihn in der Blogosphäre zu vernetzen, werden sie bei Google immer unter den vorderen Plätzen vertreten sein. Es gibt Personen und Unternehmen, denen es gelungen ist, nur über ihren Blog bekannt und erfolgreich zu werden und Business zu generieren.

Stichwort Content: Kein anderes Medium lässt so viel Raum und Tiefe für Artikel wie ein Blog. Stellen Sie sich mal vor, ich würde meine Blogartikel auf Facebook erstellen. Hätten Sie Lust, solch ewig langen Texte auf Facebook zu lesen (haben Sie eigentlich überhaupt Lust, so lange Artikel zu lesen? ;-))? Facebook ist eher für kurze, knappe Artikel gedacht. Lange Artikel haben dort nix zu suchen (oder sagen wir so: werden in den seltensten Fällen gelesen) und gehören dann eher in den Notizenbereich (die dann wiederum geteilt werden können). Aber ganz ehrlich – so wirklich Spaß macht es nicht, lange Artikel auf Facebook zu lesen. Oder widersprechen Sie mir da?

Noch etwas anderes spricht für Blogs, wird aber leider auf vielen Blogs mit Verachtung gestraft und mit Füßen getreten. Ich spreche von der Kommentarkultur. Auch wenn Sie jetzt hier bei mir nicht unter jedem Artikel einen Kommentar finden, ein wesentlicher Bestandteil von Blogs sind die Kommentare. Sie bieten neben dem Dialog auch Vorteile für die Suchmaschinenoptimierung (sowohl für Sie als auch für Ihre Leser, wenn Sie nämlich gegenseitig Backlinks hinterlassen). Jedes gängige Blogsystem bietet entsprechende Kommentar-Plug-ins frei Haus. Sie sind quasi all inclusive, wenn Sie so wollen.

Und was machen viele Blogbetreiber? Sie verzichten drauf und implementieren lieber die Comment-Box von Facebook. Mit welchem Effekt? Nicht-Facebook-User dürfen und können nichts kommentieren, wertvolle, suchmaschinenoptimierende Aspekte werden obsolet.

Blogs auf Facebook? WTF?

Aber eben nicht nur hier wird der Blog-Gedanke konterkariert. Sondern auch bei Blogs, die in Facebook integriert werden. Kommen wir also zurück zum Beispiel von Bayer:

Nicht zu Ende gedachtes Social Media Personalmarketing - der Bayer Karriere-Blog auf Facebook

Hier wurde für sehr viel Geld von einer namhaften Agentur ein Blog innerhalb einer Facebook-Seite errichtet. Dieses Geld hätte man m. E. besser einer gemeinnützigen Einrichtung spenden sollen und mit im Verhältnis weniger Aufwand besser einen WordPress-Blog erstellt.

Warum? Haben Sie sich schon mal Artikel dort im Blog angeschaut? Da schreiben Bayer-Mitarbeiter mit sehr viel Herzblut (eine der Grundvoraussetzungen für erfolgreiches Bloggen) interessante und mit Sicherheit lesenswerte Artikel. Schade nur, dass diese nur die Facebooknutzer zu lesen bekommen. Genauer: Die Fans der Bayer Karriereseite. Denn selbst, wenn Sie jetzt mal hingehen und ein paar Artikel googeln, finden Sie diese nicht. D. h. ein wesentlicher Vorteil einen Blogs, nämlich Aufmerksamkeit via Google-Suchergebnisse zu wecken und Interessenten auf den Blog zu lotsen (und im Idealfall als langfristigen Leser zu gewinnen), fällt schon mal weg (und das ist sehr wesentlich oder meinen Sie, ich mache das hier alles nur zum Spaß?).

Ein weiteres Manko: Das (nicht vorhandene) Lesevergnügen. Lesen Sie mal einen ewig langen Text in Facebook-Standardschrift (11 Pixel; zum Vergleich hier im Blog: 16 Pixel). Viel Spaß. Dass viele Artikel nicht untereinander verlinkt oder Bilder nicht mit Alt-Tags versehen sind (diese beschreiben im Idealfall den Inhalt des Bildes und liefern auch Google wertvolle Informationen), ist ein häufiger Fehler, der vielen Blogschreibern unterläuft. Darüber sehe ich jetzt mal an dieser Stelle großzügig hinweg. Aber was gar nicht geht: Die Artikel können nicht kommentiert werden. Ja, Sie können nicht mal – obwohl es sich ja um einen Blog auf Facebook handelt – den Artikel liken (und damit ggf. den gewünschten viralen Effekt erzielen)! WTF?

Setzen, 6.

Aber Bayer ist ja kein Einzelfall. Auch Unternehmen wie Krones (das sind die, die die größte Artenvielfalt beim TGIF-Posten aufweisen), Würth oder neuerdings die Karriereseite von AOK PLUS Jobstart schmücken sich mit einem Blog auf einer Facebook-Seite. Immerhin lassen sich die sogar lesen (also von der Darstellung). Und immerhin basieren diese Blogs auf WordPress und lassen sich via Google finden. Nun ja, sagen wir so: Ruft man die Artikel allerdings auf, so landet man wo?

Auch Krones nutzt mit seinem Azubi-Blog die Potenziale von Social Media Personalmarketing nur suboptimal

Hier steht man dann als Nicht-Facebook-Mitglied also mehr oder minder vor verschlossenen Türen. Klar, kann ich den Artikel lesen. Aber kommentieren? Nun gut, das können selbst die Krones-Fans nicht. Aber immerhin können Sie einen Post liken. Das ist aber auch schon alles (zur Ehrenrettung der AOK muss man vorbringen, dass man die Artikel durchaus kommentieren kann ;-). Nun denn). Übrigens will ich gar nicht sagen, dass die Blogs von Bayer, Krones, Würth und der AOK Plus nicht erfolgreich sind (wobei ich es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen kann), sie wären aber definitiv erfolgreicher und bekannter (und würden damit auch die adressierte Zielgruppe erreichen), wenn sie losgelöst von Facebook wären.

Und die Moral von der Geschicht:

Facebook ist Facebook (ich freue mich schon auf den Tag, wo Unternehmen in Ihre Facebook-Seite eine Facebook-Seite integrieren. Irgendeine findige Agentur verkauft Ihnen auch so etwas, da bin ich sicher).

Blog ist Blog. Ein Blog innerhalb Facebooks konterkariert das Grundprinzip eines Blogs. Ein Blog, der ausschließlich über eine Facebook-Kommentar-Funktion verfügt, ebenso.

Meine Empfehlung: Richten Sie einen Blog ein. Und zwar so, wie er sein soll. Kein anderes Medium bietet so viele Darstellungsmöglichkeiten – und freiheiten wie ein Blog. Und Unabhängigkeit. Und Auffindbarkeit. Aber wie immer, so gilt auch hier: Es geht nicht ums ob, sondern ums wie. Auch bei einem Blog sind verschiedene Dinge zu beachten und Klippen zu umschiffen. Gerne verrate ich Ihnen wie!

  1. […] gebeten, die Spur von Introdesk aufzunehmen und darüber etwas zu schreiben. Denn wie Sarina beim Bloggen ist auch Introdesk, der Wegweiser zu den Jobs und Karriereseiten grosser Unternehmungen, ganz neu […]

  2. […] hinaus sind (zumindest selbst gehostete) Blogs im Gegensatz zu einer Facebook Karriereseite absolut unabhängig – d. h. Sie sind der Herr im Haus, wohingegen Sie bei Facebook nur zu Gast […]

  3. […] zeigt), werden Sie sogar rausgeschmissen. So einfach ist das (und tun Sie mir bitte einen Gefallen: Vergessen Sie ausschließlich in Facebook integrierte Blogs. Die sind überflüssig wie ein Kropf. Nein, sogar […]

  4. Michael.P sagt:

    Leider total polemisch und leider totaler Mist, for allem, weil der Grund des „Facebook“-Blogs nicht durchschaut wird.
    Das ist übrigens der Nachteil von Blogs, dass nämlich jeder seinen Mist als Gold verkaufen kann.

    • personalmarketing2null sagt:

      Hallo „Michael P.“,
      wenn es doch so „totaler Mist“ ist – was ist deiner Meinung demnach also der Grund eines Facebook-Blogs?

  5. Eva Selan sagt:

    Danke, super Gedanken und viele davon kann ich auf anhieb unterschreiben!
    Dennoch sehe ich es als nicht ganz so einfach, schlichtweg einen eigenen Blog aufzuziehen. Ich erlaube mir, einfach mal frech auf meinen eigenen Blog zu verweisen, wo ich heute einen Beitrag genau zu diesem Thema (hinsichtlich Personalwesen, Employer Branding, Unternehmenskommunikation – generell gelten die Überlegungen natürlich für viele Bereiche) geschrieben habe: „Sinn & Unsinn eines eigenen HR-Unternehmens-Blogs“ (http://www.hrweb.at/2012/09/sinn-unsinn-eines-eigenen-hr-unternehmens-blogs).
    Die Quintessenz meiner Überlegungen nehme ich gleich mal vorweg: Wenn schon Blog, dann vielleicht lieber bei einem bereits bestehenden Blog mit-partizipieren, denn ein eigener Blog bringt vielevieleviele Herausforderungen mit sich!
    Lest einfach mal rein und ich freue mich auf euer Feedback!

    • personalmarketing2null sagt:

      Hallo Eva,
      danke für deinen Kommentar! Auf den eigenen Blog zu verweisen erfüllt doch schon mal ganz gut den Zweck :-).
      Es ist nicht nur der Blog, der viele, viele Herausforderungen mit sich bringt, es ist generell das gesamte Social Media Gedöns. Ob das nun ein Blog oder Facebook ist, das macht sich nicht von selbst, braucht viel Einsatz, Herzblut und Ausdauer. Aber das tolle bei so einem Blog ist ja (es sei denn, du bist eine One-Man-Show wie ich; was ja auch der ursprüngliche Gedanke eines Blogs war: ein Web-Tagebuch), dass du es auf mehrere Schultern verteilen kannst. Wie ja zum Beispiel auch im personalblogger, wo gleich mehrere Personaler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu Personalerthemen Stellung beziehen :-)
      Deinen Artikel schaue ich mir nachher mal an und werde mich dort mit einem Kommentar revanchieren. So haben wir beide etwas davon .-)
      Lieben Gruß,
      Henner

  6. […] Über falsch verstandenes Social Media Personalmarketing und die Integration von Blogs auf Facebook Karriereseiten.  […]

  7. Jo Diercks sagt:

    Ja, ich habe dazu vor kurzem eine schöne Infografik gefunden: http://blog.recrutainment.de/2012/05/11/fundstuck-zum-wochenende-10-grunde-warum-ein-corporate-blog-besser-ist-als-eine-facebook-seite-2/
    Blogs sind sicherlich „mühsamer“, aber warum sollte man viele der Vorteile, die sie letztlich bringen wieder zunicht machen, indem man diese in Facebook steckt (Suchmaschinenrelevanz, Long Shelf Life, Content Hub und natürlich „Kontrolle über die eigenen Inhalte und deren Darstellung“)? Nein, Blogs sind und bleiben die „Ursuppe“ des Web 2.0, Facebook ist und bleibt eine „Verlängerung“, denn die Seiten sind nur „geborgt“… http://blog.recrutainment.de/2012/04/18/facebook-karriereseiten-sind-nur-geborgt/

    • personalmarketing2null sagt:

      Hallo Jo, danke für deinen Kommentar :-)
      Und, liebe Leser, der Jo zeigt ganz gut wie das mit so einer Verlinkung aussieht. Jetzt werden Sie nämlich neugierig gemacht auf seinen Blog. Der Jo hat so nicht nur neue Leser, sondern auch wenn man so will Backlinks von meinem auf seinen Blog. So einfach geht das. Geht aber nicht, wenn ich Blogs in Facebook implementiere oder das Facebook Kommentar-Plugin in meinen Blog integriere.
      Also noch mal vielen Dank für dein wunderbares Beispiel, lieber Jo! :-)
      (Roland von Deloitte hat es übrigens auch sehr schön demonstriert :-))

  8. Roland sagt:

    Hallo Henner, danke für diesen wunderbaren Beitrag. Auf http://www.deloitte.karriereblog.at gibt es mittlerweile über 100 Artikel zur Karriere bei Deloitte Österreich von echten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Auffindbar und lesbar ;-) Bitte gerne mehr von deinen kritischen Beiträgen :-)

  9. Geraldine sagt:

    Ein großartiger Beitrag, dem Lob kann ich mich nur anschließen. Allgemein würde ich Facebook als alleiniges Recruiting-Instrument sowieso hinterfragen, da sich Berufs-und Privatleben dort zu sehr mischen und viele potentielle Interessenten auf dieser Plattform um ihre Privatsphäre fürchten. Mit dem Transfer des Blogs auf Facebook hat Bayer somit wertvolle Potenziale aus dem Prozess ausgegrenzt.

    • personalmarketing2null sagt:

      Vielen lieben Dank, Geraldine! Ja, und umso trauriger, weil die Beiträge auf dem Blog es durchaus verdient hätten, von einer breiteren Masse gelesen zu werden. Einfach nur dumm und nicht nachzuvollziehen…

  10. Markus sagt:

    Hallo,
    so einen genialen Artikel habe ich lange nicht gelesen, Respekt!
    Vor allem Absatz 2 (mit dem Wort Nabel) und Absatz 3 (Lemminge) sprechen endlich mal die Wahrheit aus und relativieren diesen Hype, den viele blind mitmachen. Meine Erfahrungen betreffen hauptsächlich das touristische Marketing und ich musste mir fast vor Lachen den Bauch halten, als irgendwelche touristischen Zielgebiete plötzlich den mit viel Ressourcen als Marke aufgebauten Ortsnamen ändern mussten (z.B. aus München wird München.de).
    Selber schuld, wenn ich mich in „wildem Aktionismus“ von einem privaten Unternehmen hörig mache!
    …klingt das nach Schadenfreude? Nun gut, Naivität muss bestraft werden, mein Credo.
    Deshalb will ich auch den Tonfall loben, in dem du deinen Eintrag formuliert hast! Gefällt mir!
    Ebenfalls super: die „Moral“ am Ende!
    Viele Grüße,
    markus

    • personalmarketing2null sagt:

      Hallo Markus,
      danke für dein Feedback! Kommentare wie deiner bestärken mich darin, immer weiterzumachen. Freut mich sehr, dass dir der Artikel gefällt.
      Dein Credo ist auch mein Credo :-)
      Viele Grüße,
      Henner

  11. Sophie sagt:

    Guten Tag,
    ein sehr guter Gedankengang, dem ich in den meisten Fällen folgen kann. Gerade aus SEO-Sicht ist das Integrieren eines Blogs in facebook natürlich sinnlos und ich glaube auch nicht, dass man so neue Mitglieder in seine Grupppe lockt.

    Auf jeden Fall ein toller Artikel! Weiter so!

    Grüße
    Sophie

    • personalmarketing2null sagt:

      Guten Tag Sophie,
      vielen Dank fürs Feedback. Ja, ich sehe es genau so. Wollen wir hoffen, dass der Artikel zum Nachdenken anregt und uns weitere Ausfälle dieser Art erspart :-)
      Grüße zurück,
      Henner

  12. Am 16. Juli 2012 ging es auf der Karrierebibel um :“Corporate Social Media – Warum Blogs wichtiger sind als Facebook oder Twitter“ Der Artikel rief einige Diskussionen hervor.

    Anstatt oben genanntes Geld in einen Facebook-Blog zu stecken (oder überhaupt in Facebook), sollten Arbeitgeber ihre Karriereseiten „mobil“ machen.

    Und zwar nicht als App (das macht Bayer übrigens gut), sondern in html.

    – Hans Steup, Berlin

  13. Lutz Altmann sagt:

    Hallo Henner,
    da ist ja wieder ein „typischer Henner“ rausgekommen. Spitz und auf den Punkt gebracht.
    Wie Du weißt ;-)) befassen wir uns auch ständig mit Blogs und Fanpages für Arbeitgeber und haben genau eine solche Aufstellung der verschiedenen Lösungen intern mit den Kunden diskutiert. Denn wir sehen genau die gleichen Problematiken wie Du es beschrieben hast.
    Zusätzlich sehen wir auch die Chance, Facebook als Marketingkanal für den eigenen Blog gezielt zu nutzen. Wir haben beispielsweise die Idee von PwC Karriere, die Artikel des Ausbildungsblogs „nur“ auf einem Facebook Tab (natürlich zusätzlich zu wenigen, passenden Posts) anzuteasern, umgesetzt. Dies sieht wie folgt aus: http://www.facebook.com/pwc.career/app_397494233647475. Im Fokus steht hierbei weiterhin der Blog und Facebook bietet nur einen Weg dahin.

    Für Neukonzeptionen von Blogs sehen wir hier noch weitere Möglichkeiten für eine dynamische der Blogs in Facebook. Es geht schon zusammen, aber wie Du schon sagtest bitte richtig.

    Liebe Grüße
    Lutz Altmann

    • personalmarketing2null sagt:

      Hallo Lutz,
      danke fürs Feedback! Klar, gehen Facebook und Blogs zusammen. Ich kann wunderbar unmittelbar auf der Wall anteasern, wenn es neue Blogartikel gibt und auf den Blog verlinken – wie es ja bspw. SMA macht. Einen Tab, wie auf der PwC-Seite kann man natürlich auch einrichten, muss man aber nicht. Auch der fungiert ja nur dazu, auf den Blog-Content aufmerksam zu machen. Aber ein Blog ausschließlich innerhalb einer Facebookseite ist nun einmal absoluter Nonsens. Schön, dass wir uns da mal wieder einig sind :-)
      Lieben Gruß und schönes Wochenende,
      Henner

  14. Jan sagt:

    Irgendwie dachte ich mir schon, dass so ein Artikel von Dir folgt, lieber Henner :-)

    Grundsätzlich gebe ich Dir natürlich Recht. Ein Blog ist ein Blog und Facebook ist Facebook. Beides miteinander zu vermischen grenzt schon an Harakiri.

    Dabei muss man allerdings auch etwas hinter die Kulissen und die Zielstellung schauen. Warum Bayer mit so einem großen Aufwand einen Blog auf Facebook betreibt, der sich nicht einmal kommentieren lässt, weiß ich nicht. Warum die AOK PLUS hingegen den Blog als keines AdOn implementiert hat (ohne viel Aufwand), dass weiß ich sehr wohl.

    Nennen wir es Testphase oder die Strategie der kleinen Schritte – in jedem Fall sind die Voraussetzungen geschaffen, um den Blog mittelfristig auszulagern und Stand alone zu betreiben.

    Dass man Blogbeiträge nur als Fan sieht und kommentieren kann, ist natürlich Quatsch. Das hat dann in der Tat nichts mehr mit Bloggen zu tun.

    Ich freue mich trotzdem, dass Du den Case AOK PLUS mit aufgenommen und zumindest ein klein wenig positiver als Bayer und Krones beurteilt hast :-)

    • personalmarketing2null sagt:

      Lieber Jan, was sollte ich machen? :-)
      Ich kenne ja ein wenig die Hintergründe des AOK-Blogs. Auch ist die Umsetzung wesentlich gelungener. Aber ihn komplett zu übergehen wäre m. E. einfach nicht korrekt gewesen.

  15. Danke Henner! Das war der letzte Anstoß, den ich noch gebraucht hatte, um die Facebook-Kommentarfunktion durch deinen Tipp Disqus abzulösen …

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