Nur mal so … strassenfeger und ein Dach über dem Kopf

von Henner Knabenreich. Lesezeit: etwa 2 Minuten.

Gerade komme ich zurück aus Berlin, wo ich das Vergnügen hatte, ein Seminar zu Ausbildungsmarketing via Social Media durchzuführen. Hat viel Spaß gemacht und interessante Diskussionen mit sich gebracht. Ich war am Vorabend in die Hauptstadt angereist – eigentlich mit dem Ziel, ein entspanntes Kaltgetränk in der Strandbar No.1 zu mir zu nehmen. Während in Wiesbaden aber noch der Sommer mein Herz erfreute und mich zum Schwitzen brachte, war in Berlin nüscht mehr davon zu spüren. Also verlegte ich das Abendessen nebst Kaltgetränk in ein Restaurant in der Schlüterstraße, dessen Namen ich hier nicht nennen werde, da das Gericht in der Folge doch zu heftigem Unwohlsein bei mir führte :-).

Während wir so speisten, trat ein Verkäufer der Obdachlosenzeitung strassenfeger an unseren Tisch. Der strassenfeger (er wird nun mal so geschrieben, ich kann nix dafür) erscheint alle 14 Tage montags mit 26 Ausgaben pro Jahr. Der Preis für das von Obachlosen erstellte Magazin beträgt 1,50 Euro; davon sind 90 Cent für die Verkäufer. Da ich solche Projekte gerne unterstütze und auch sonst echten Bedürftigen gerne mit einer warmen Mahlzeit weiterhelfe, nahm ich die Zeitung gerne an. Beim Lesen wurde ich auf eine in meinen Augen tolle Aktion aufmerksam, die Initiative “ Ein Dach über dem Kopf“.

Ein Dach über dem Kopf – worum geht’s?

Die Aktion „Ein Dach über dem Kopf“ wurde vom mob e. V. ins Leben gerufen, um Mitmenschen, die in Not und ohne Dach überm Kopf sind, eben zu einem solchen zu verhelfen. Für nur 2,- Euro/Nacht können Sie, lieber Leser für einen obdachlosen Menschen eine Bleibe in der Berliner Notübernachtung buchen.

Eine Bank ist kein Zuhause - Aktion Dach über dem Kopf

Eine Bank ist kein Zuhause – Aktion Dach über dem Kopf

Grundsätzlich hat man als Mensch mit Herz die Wahl zwischen 7 Nächten (14,- Euro), 14 Nächten (28,- Euro) und einem Monat (60,- Euro). Sogar kann eine Patenschaft können Sie übernehmen und dann wahlweise ein Jahr lang 60,- Euro oder einen geringfügigen Betrag von mind. 3,- Euro pro Monat zahlen. Ausführliche Details gibt’s hier.

Und für alle Zweifler unter uns (zu denen ich selber gehöre), dass das Geld wirklich da ankommt, wo es hingehört, kann man die Räumlichkeiten – nach Absprache – besuchen und die Notübernachtung kennen lernen.

Eine tolle Aktion, die ich gerne unterstütze und an jeden appelliere, dies ebenfalls zu tun. Denn auch wenn es einem unwahrscheinlich erscheint, selber in eine solche Situation zu geraten, manchmal kann so etwas doch ganz schön schnell gehen. Und dann stellen Sie sich mal vor, Ihnen würde geholfen werden. Und wenn es auch nur für eine Nacht ist.

Also, überweisen Sie noch heute eine Spende an folgende Adresse:

mob e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 100 205 00
Kto.: 32838 01

Betreff: „Ein Dach über dem Kopf“ (und Ihre Adresse, wenn Sie eine Spendenquittung, sowie Ihr Geburtsdatum und Ihre Email-Adresse, falls Sie eine Geburtstagsüberraschung möchten).

  1. Lieber Herr Knabenreich!
    danke für den aufrüttelnden Beitrag! Selbst als bewußter Bürger muss man sich immer wieder selbst aus dem hektischen Tagesgeschäft herausziehen und einmal innehalten. Innehalten und die Augen weit öffnen, was wir alle täglich auf unseren Straßen an sozialer Ungerechtigkeit mit zulassen und dulden. Ich bekenne offen, dass mir unser Party-Prinz Wowi schon länger schwer im Magen liegt. Alle Sympathie, die er angesichts seines mutigen und beispielgebenden Outings einmal hatte, dürfte angesichts der katastrophalen Regierungspolitik in Berlin aufgebraucht sein. Zumindest bei mir. Wo ist da noch der Unterschied zwischen sozialer (sozialdemokratischer?) Politik und den Leitlinien von blau-gelben oder schwarzen Marktwirtschaftsjüngern? Die Caritas-Ambulanz wird geschlossen, aber Millionen gleich im Tausender-Pack am Airport vergraben.
    Man könnte sich freuen über solche engagierten Initiativen wie den strassenfeger oder mob, wenn es für eine so reiche Industrienation wie Deutschland nicht so abgrundtief peinlich wäre, sie überhaupt zu brauchen!
    Nachdenkliche Grüße, J.A.

    • Lieber Herr Albers,
      vielen Dank für den Kommentar. Und gern geschehen.
      Tja, was da in Berlin geschieht, ist ohne Worte. Leider ist das Ganze kein Einzelfall. Was die Initiative angeht, auch die ist es ja nicht. Obdachlosenzeitungen gibt es in vielen Städten. Ich finde so ein Engagement toll und ziehe den Hut vor so etwas. Leider werden wir aber in naher Zukunft wohl aufgrund verfehlter Politik und der Gier nach immer noch mehr, wie man es ja leider tagtäglich dank Geiz-ist-Geil, nimmersatte Banker und korrupte Politiker vorgelebt bekommt, in Zukunft davon noch mehr erleben. Es ist höchste Zeit, dass ein Umdenken in den Köpfen der Menschen stattfindet. Occupy und Attac, ja selbst foodwatch und die Piraten, sind da schon sehr gute Anfänge.

  2. Lieber Herr Knabenreich!
    danke für den aufrüttelnden Beitrag! Selbst als bewußter Bürger muss man sich immer wieder selbst aus dem hektischen Tagesgeschäft herausziehen und einmal innehalten. Innehalten und die Augen weit öffnen, was wir alle täglich auf unseren Straßen an sozialer Ungerechtigkeit mit zulassen und dulden. Ich bekenne offen, dass mir unser Party-Prinz Wowi schon länger schwer im Magen liegt. Alle Sympathie, die er angesichts seines mutigen und beispielgebenden Outings einmal hatte, dürfte angesichts der katastrophalen Regierungspolitik in Berlin aufgebraucht sein. Zumindest bei mir. Wo ist da noch der Unterschied zwischen sozialer (sozialdemokratischer?) Politik und den Leitlinien von blau-gelben oder schwarzen Marktwirtschaftsjüngern? Die Caritas-Ambulanz wird geschlossen, aber Millionen gleich im Tausender-Pack am Airport vergraben.
    Man könnte sich freuen über solche engagierten Initiativen wie den strassenfeger oder mob, wenn es für eine so reiche Industrienation wie Deutschland nicht so abgrundtief peinlich wäre, sie überhaupt zu brauchen!
    Nachdenkliche Grüße, J.A.

    • Lieber Herr Albers,
      vielen Dank für den Kommentar. Und gern geschehen.
      Tja, was da in Berlin geschieht, ist ohne Worte. Leider ist das Ganze kein Einzelfall. Was die Initiative angeht, auch die ist es ja nicht. Obdachlosenzeitungen gibt es in vielen Städten. Ich finde so ein Engagement toll und ziehe den Hut vor so etwas. Leider werden wir aber in naher Zukunft wohl aufgrund verfehlter Politik und der Gier nach immer noch mehr, wie man es ja leider tagtäglich dank Geiz-ist-Geil, nimmersatte Banker und korrupte Politiker vorgelebt bekommt, in Zukunft davon noch mehr erleben. Es ist höchste Zeit, dass ein Umdenken in den Köpfen der Menschen stattfindet. Occupy und Attac, ja selbst foodwatch und die Piraten, sind da schon sehr gute Anfänge.

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