Ein paar Gedanken über das ewige Wettrennen um die Facebook Fanzahlen und den Unsinn von Gewinnspielen auf Karriere-Pages

Ein paar Gedanken über das ewige Wettrennen um die Facebook Fanzahlen und den Unsinn von Gewinnspielen auf Karriere-Pages

von Henner Knabenreich. Lesezeit: etwa 7 Minuten.

Als ich letztens in einem Vortrag mal wieder auf die Karstast Karriere-Page zu sprechen kam, gab es eine Meldung aus dem Publikum. Sie müsse eine Lanze brechen, sagte die Teilnehmerin. Für die Unternehmen, die Gewinnspiele auf Facebook Karriere-Pages dazu nutzen, um Fans zu generieren. Denn schließlich müsse man ja gegenüber dem Vorstand mit irgendwelchen Mitteln und Maßnahmen auch das Engagement für die Seite begründen. Und was eignet sich da besser als die Anzahl der Fans, so das Argument. Und da dann noch der Hinweis kam, dass Gewinnspiele auf Facebook ja ohnehin nicht erlaubt seien, ist es doch noch mal an der Zeit, dazu Stellung zu nehmen…

Je mehr Fans, umso erfolgreicher die Facebook-Page?

Jeder kennt meine Meinung dazu, ich wiederhole sie aber gerne, da sie scheinbar noch nicht überall angekommen ist. Seit dem ich hier blogge, beschäftige ich mich mit dem Thema. Letztendlich war es damals sogar Auslöser für meine Untersuchung der damals 23 Karriere-Pages. Ich konnte mir einfach nicht mehr ansehen, wie sich verantwortliche Personaler gegenseitig auf die Schulter klopften und sich daran ergötzten, wie viele Fans man doch habe und dass man ja viel mehr Fans habe, als der andere. Sorry, mit derart Selbstbeweihräucherung ruft man bei mir insbesondere eins hervor: Brechreiz.

Nun wird also das Argument vorgebracht, ja aber irgendwas muss ich doch unserem Vorstand/Geschäftsführer präsentieren, um den Einsatz für dieses Facebook-Engagement zu rechtfertigen. Und da ist es doch das Naheliegendste und Offensichtlichste, ihm eine möglichst hohe Anzahl an Fans zu präsentieren. Tja, und da liegt dann das Problem: Die Geschäftsführung/der Vorstand hat das Prinzip Social Media nicht verstanden und lässt die Personalabteilung machen, weil man ja dabei sein muss. Wird ja überall geschrieben und immer mehr Berater/Agenturen bieten  (vermeintliche) Social Media Expertise im Bereich Employer Branding an (insbesondere die, die gar keine Ahnung davon haben, aber erkennen zu glauben, dass man damit Geld verdienen kann. Daher hier mein Tipp: Schauen Sie sich genau an, welche Aktivitäten „Ihr“ Social Media Berater bzw. die Agentur in Social Media verfolgt. Dabei reicht es nicht aus, ein Blog, einen Twitter-Account oder eine Facebook-Page zu betreiben. Schauen Sie sich an, was da passiert. Heute ist mir bspw. das Angebot einer Agentur über den Weg gelaufen, die bis dato nichts, aber auch rein gar nichts mit dem Thema zu tun hatten, sich nun aber Social Media Personalmarketing auf die Fahnen geschrieben haben. Einen Twitter-Account sowie einen Blog sucht man hier vergeblich. Eine Facebook-Page, ja die gibt’s! Mit 12 Fans und fünf Einträgen auf der Wall, diese in etwa im Abstand von zwei Monaten gepostet. Sollte Ihnen so etwas unterkommen: Finger weg, vergessen Sie’s! Diese Leute haben ungefähr so viel Ahnung von Social Media wie Thilo Weichert von Facebook. Genau so schlimm sind im Übrigen Agenturen, die Ihnen unbedingt Gewinnspiele auf Facebook verkaufen wollen. Auch hier gilt: Finger weg! Aber dazu kommen wir dann später :-))

Kommen wir zurück zu den Zahlen. Wie gesagt offenbart sich bei dieser Haltung/Einstellung/Meinung ein ganz wesentliches Problem. Man lässt die Personalabteilung agieren, bestimmt irgendjemanden, der eigentlich gar keine Ahnung von Facebook hat, sich jetzt aber schnell anmelden muss (geht denn das nicht ohne? Ich will doch meine Daten nicht dem bösen, bösen Facebook anvertrauen!), um dann so eine so genannte Karriere-Page zu betreiben. Weil es ja der Wettbewerb macht oder so. Funktioniert natürlich nicht, Beispiele gibt es zuhauf. Wichtig ist, ein  generelles Verständnis von Social Media zu schaffen (dabei helfe ich gerne) und einen kulturellen Wandel im Kommunikationsverhalten innerhalb des Unternehmens einzuleiten. Da sind Mitarbeiter und auch die Führungsetage gefordert. Denn wenn die Führung zwar den Einsatz von Social Media fordert, ist das zwar schon ein Schritt in die richtige Richtung, aber nur ein winziger Teil. Denn schließlich gilt es als Führungskraft eine Vorbildfunktion zu erfüllen und wer, wenn nicht die oberste Etage, sollte die Geschicke entsprechend lenken und fördern (denn: Social Media bietet nicht nur hervorragende Chancen für das Personalmarketing und das Recruiting, sondern für sämtliche Unternehmensbereiche. Insofern sollten verschiedene Unternehmensbereiche interdisziplinär agieren. Aber das nur am Rande :-))

Unterhalten sich darüber – hilfreicher Indikator?

Aber nun können ja alle aufatmen, hat Facebook doch gerade eine neue statistische Messzahl ins Leben gerufen (ich berichtete bereits). Da hier nun bereits das erste Ranking zu erschienen ist, werde ich das auch noch einmal aufgreifen, um darzustellen, dass auch diese Maßzahl kein vernünftiger Indikator für Ihr Facebook-Engagement darstellen kann. Warum?

Neues Facebook-Feature - Unterhalten sich darüber

Neues Facebook-Feature - Unterhalten sich darüber

Nun, schauen wir uns doch einmal an, was dieser Indikator so misst:

Wie schon erwähnt, versteht Facebook unter „Unterhalten sich darüber“ die im Zusammenhang mit der Facebook-Page erfolgten Interaktionen.

 

 

 

Folgende Werte fließen in diesen Indikator ein:

  • Anzahl der „Gefällt mir“-Klicks auf die Seite selbst
  • Anzahl der „Gefällt mir“-Klicks auf Posts
  • Anzahl von Kommentaren auf Posts
  • Anzahl geteilter Posts
  • Anzahl der Antworten auf Fragen, welche innerhalb der Facebook-Seite gestellt wurden
  • Anzahl Interaktionen bei erstellten Events
  • Anzahl der Seitenerwähnungen (Mentions)
  • Anzahl von Markierungen (Tags) innerhalb der Page, die auf einem Foto der Seite gemacht wurden
  • Anzahl der Check-Ins bei Facebook Places
  • Anzahl der Empfehlungen bei Facebook Places

Dieser Wert soll nun den Besuchern einer Facebook-Page einen Eindruck über die Popularität, Aktivität sowie das Engagement einer Facebook-Seite vermitteln (mehr zum neuen Messwert und den neuen Facebook-Insights gibt’s bei Thomas Hutter).

Schön und gut und nett gedacht. Problem nur, dass bspw. mangelndes Engagement der Seitenbetreiber in keinster Weise erfasst wird. Schauen wir uns dazu doch einmal das im  Multimedia-Blog erstellte Ranking an:

People talking about Index von deutschen Karriere-Pages

People talking about Index von deutschen Karriere-Pages - Quelle: Multimediablog

Nehmen wir einmal das Beispiel L’Oreal. Leider fiel die Seite in der letzten Zeit insbesondere dadurch auf, dass a) nur sehr rudimentär gepostet wurde und b) Fananfragen leider erst (wenn überhaupt) nach vielen Tagen beantwortet werden. Das ist bei einer E-Mail schon ein absolutes No go, wie man so schön sagt, bei Kommunikation in Echtzeit aber der Super GAU (lassen Sie sich nicht dadurch irritieren, dass in den letzten Tagen fleißig sogar Samstags und Sonntags gepostet wurde. Davor war tagelange Flaute).

Schaut man sich das aus unabhängiger Beobachterperspektive genauer an, so kann man vier Dinge feststellen:

  1. Potenzielle Bewerber erfahren keine Wertschätzung und werden durch so ein Verhalten vergrätzt (im Zweifelsfall entgehen L’Oreal auf diese Weise wertvolle Bewerber)
  2. Diese nicht vorhandene Art der Interaktion lässt auf mangelndes Engagement des Unternehmens und auf mangelndes Interesse an potenziellen Bewerbern schließen
  3. Und dieses wiederum dürfte sich keinesfalls positiv auf das Arbeitgeberimage des Unternehmens auswirken.
  4. Und nicht zu vergessen: Wem man sich auf der Page anvertraut, bleibt leider auch im Dunkeln. Eine Vorstellung des Teams sucht man auf den Seiten leider vergeblich.
9 Tage zwischen Anfrage und Antwort. Echte Fanwertschätzung sieht anders aus

9 Tage zwischen Anfrage und Antwort. Echte Fanwertschätzung sieht anders aus

Ich will hier nicht L’Oreal an den Pranger stellen. Es gibt weitere Beispiele, die zeigen, dass diese Messzahl auch wieder nur ein Ansatz sein kann, etwas zu bewerten. Auch kann ein bloßes Gegenüberstellen der Fanzahlen und „Unterhalten sich darüber“ nur verfälschte Ergebnisse wiedergeben und ist in meinen Augen wenig aussagekräftig. Nichtsdestotrotz kann dieser Index als Richtwert genommen werden. Aussagekräftiger sind aber letztlich Statistiken über Anzahl Kommentare und das Verhältnis von Kommentaren zu Posts, wie sie bspw. das Tool Allfacebook | Stats bietet.

Mit Gewinnspielen an die richtigen Fans?

Soweit, so gut. Stellt sich nun also noch die Frage nach den Gewinnspielen. Wie ist denn das? Bringen die was? Auch hier habe ich schon tausend Mal gesagt, was ich davon halte. So lange bspw. nur iPads und sonstige iGadgets verlost werden oder wie im Falle von Karstast Einkaufsgutscheine oder Eintrittskarten für ein Fußballländerspiel und diese Gewinnspiele nur aus einem Grund heraus stattfinden, nämlich dem Generieren von Fans, so bringt das gar nix. Denn letztendlich wollen diese Fans nur den Gewinn abstauben. An einem nachhaltigen Dialog oder an einem Job in Ihrem Unternehmen sind sie aber nicht die Bohne interessiert.

Derzeit kein Gewinnspiel

Derzeit kein Gewinnspiel - Quelle: irgend eine Karriere-Page, auf der momentan gerade kein Gewinnspiel angeboten wird. Nein, nicht Karstast ;-)

Und die Frage, ob Gewinnspiele auf Facebook erlaubt sind? Ja, klar. Sind sie. Aber da gelten gewisse Vorschriften, die sie einhalten sollten. Aber soll ich Ihnen die jetzt verraten? Sie haben doch nicht allen Ernstes vor, ein Gewinnspiel zu veranstalten, oder?

  1. […] eh schon, oder? Oder wo geht ihr Blick morgens nach dem Aufstehen hin? ) ein paar Regeln, die man (wie bei Gewinnspielen bitteschön auch) einhalten […]

  2. […] eh schon, oder? Oder wo geht ihr Blick morgens nach dem Aufstehen hin? ) ein paar Regeln, die man (wie bei Gewinnspielen bitteschön auch) einhalten […]

  3. […] und es wird noch viel Wasser den Rhein herunterfließen und es werden wahrscheinlich auch noch viele iPads auf Facebook Karriere-Pages verlost und es werden wahrscheinlich (da bin ich fest von überzeugt) noch viele Facebook […]

  4. […] und es wird noch viel Wasser den Rhein herunterfließen und es werden wahrscheinlich auch noch viele iPads auf Facebook Karriere-Pages verlost und es werden wahrscheinlich (da bin ich fest von überzeugt) noch viele Facebook […]

  5. […] nicht auf separater App Auch immer wieder beliebt und nicht totzukriegen: Gewinnspiele, die innerhalb der Facebook-Wall stattfinden. Dies ist aber gemäß Facebook Promotions nicht […]

  6. […] nicht auf separater App Auch immer wieder beliebt und nicht totzukriegen: Gewinnspiele, die innerhalb der Facebook-Wall stattfinden. Dies ist aber gemäß Facebook Promotions nicht […]

  7. […] die Bundeswehr innerhalb der letzten 30 Tage für ihre Seite begeistern. Wie machen die das nur? So ganz ohne Gewinnspiel und iPad-Verlosung? Ist es vielleicht tatsächlich der Content, der zählt? (Kleine Anmerkung: Natürlich ist es der […]

  8. […] die Bundeswehr innerhalb der letzten 30 Tage für ihre Seite begeistern. Wie machen die das nur? So ganz ohne Gewinnspiel und iPad-Verlosung? Ist es vielleicht tatsächlich der Content, der zählt? (Kleine Anmerkung: Natürlich ist es der […]

  9. Frank Bärmann sagt:

    Hallo Herr Knabenreich,

    insgesamt gebe ich Ihren Ausführung schon recht. Allerdings stören mich ein paar Dinge. Der erste Punkt ist die Art und Weise, wie Sie alle „Neulinge“ im Bereich Employer Branding und Social Media Personalmarketing in eine Schublade der Unfähigkeit stecken.

    Zwar ist von einer neuen Agentur, „die bis dato nichts, aber auch rein gar nichts mit dem Thema zu tun hatten, sich nun aber Social Media Personalmarketing auf die Fahnen geschrieben haben“ und einer Facebook-Page mit 12 Fans und fünf Einträgen auf der Wall wirklich nichts zu halten.

    Aber generell sind nicht alle „Neulinge“, auch in Ihrem Spezialgebiet, automatisch schlecht.
    Meines Wissens kann man „Social Media Personalmarketing“ noch nicht studieren. Jeder Berater und jede Agentur ist irgendwann ein Einsteiger. Auch Sie selbst haben einst mit dem Thema Personalmarketing und Social Media Personalmarketing begonnen.
    Wenn Erfahrungen und Know-how in ähnlichen Bereichen vorhanden ist, kann man als Quereinsteiger sicher erfolgreich sein

    Natürlich sollte eine Agentur, die Social Media Marketing und/oder Social Media Personalmarketing als Kerndienstleistung anbietet, schon selbst aktiv sein dort.
    Ob es nun reicht, ein Blog, einen Twitter-Account oder eine Facebook-Page zu betreiben oder nicht, mag ich mal offen lassen. Sicherlich müssen hier die Inhalte und Aktivitäten stimmen.

    Und ob Gewinnspiele auf Facebook soooooo schlimm sind, wage ich auch zu bezweifeln. Gestern erst hörte ich von einer Personalagentur, die auf ihrer Facebookseite ein Gewinnspiel zur Fan-Gewinnung anbietet, bei dem die Fans z.B. ein Beratungsgespräch oder eine Bewerberschulung gewinnen können. Ist das so verwerflich?

    Ich finde Ihren Beitrag zwar korrekt, aber an einigen Stellen sehr verallgemeinernd.

    Freundliche Grüße
    Frank Bärmann

    • Hallo Herr Bärmann,

      vielen Dank für Ihr Feedback und Ihre ehrlichen Worte.
      Ja, es ist richtig, man kann nicht alle über einen Kamm scheren. Und ja, es ist richtig, dass nicht jeder Neuling in seinem Spezialgebiet schlecht ist. Um Gottes Willen, das würde ich nie behaupten. Denn, wie Sie ja schon selber schreiben: „in seinem Spezialgebiet“. Das heißt, da ist jemand mit der notwendigen Expertise. Und es ist gut, wenn er sich mit seinem Wissen und seiner Expertise Gehör verschafft und sich als Experte etabliert.

      Aber ich beobachte in den letzten Wochen, dass immer mehr von diesen genannten Social Media-Scharlatanen auf den Markt drängen und das Gelbe vom Ei versprechen. Nach dem Motto, „mit Facebook gelingt es Ihnen sofort und zweifellos, neue Mitarbeiter zu rekrutieren“ oder „über Ihre Facebook-Seite werden Sie rubbeldikatz neue Kunden für Ihr Produkt erschließen und Ihren Umsatz vermehren“. Und dies sind eben keine Spezialisten, sondern Trittbrettfahrer. Und es werden immer mehr. Die haben dann vielleicht ein Zertifikat einer Social Media Akadamie, der IHK oder sogar eines Instituts für Fernstudien. Aber mal Hand aufs Herz: Ist solch ein Zertifikat, dass man innerhalb weniger Lerneinheiten erwirbt, wirklich so viel Wert, wie die eigene Erfahrung? :-) Ein seriöser Berater/eine seriöse Agentur sollte mehr vorweisen, als nur ein Zertifikat oder mal eben aus dem Boden gestampfte Facebook-Page mit einer Handvoll Fans, die dann im Zweifelsfall nur mit Pressemitteilungen bespielt wird. Aber ich glaube, in dem Punkt sind wir uns einig.

      Zum Thema Gewinnspiele: Der von Ihnen geschilderte Ansatz stellt durchaus ein positives Beispiel dar. Ich beziehe mich in meinen Artikeln und in meiner Kritik auf Gewinnspiele, bei denen eben die genannten klassischen Goodies (sprich iPad, iPad oder vielleicht zur Abwechslung mal ein iPad?, auch Einkaufsgutscheine bringen nichts) verlost werden. Diese führen dann zwar dazu, dass die Anzahl der Fans ansteigt, das ist richtig. Und dann? Dann wartet man darauf, als Gewinner gezogen zu werden. Spätestens danach „entfant“ man sich oder blendet die Beiträge der Seite aus (wenn sie denn überhaupt wahrgenommen werden).
      Und was bringt mir dann so ein „Fan“? Richtig, nichts.
      Es geht nicht darum, Fans um der hohen Fanzahlen aufzubauen. Es geht darum, Fans zu generieren, die meinem Vorhaben etwas bringen. Und im Bereich Personalmarketing ist die o. g. Vorgehensweise mit Sicherheit nicht zielführend. Gewinnspiele bzw. Gewinne, die im Kontext der Seite stehen, halte ich durchaus für sinnvoll. So, wie die von ihnen geschilderten. Nur sind diese leider Mangelware.
      Ich hoffe, ich konnte das Verallgemeinernde nun etwas relativieren.

      Freundliche Grüße zurück,
      Henner Knabenreich

  10. Frank Bärmann sagt:

    Hallo Herr Knabenreich,

    insgesamt gebe ich Ihren Ausführung schon recht. Allerdings stören mich ein paar Dinge. Der erste Punkt ist die Art und Weise, wie Sie alle „Neulinge“ im Bereich Employer Branding und Social Media Personalmarketing in eine Schublade der Unfähigkeit stecken.

    Zwar ist von einer neuen Agentur, „die bis dato nichts, aber auch rein gar nichts mit dem Thema zu tun hatten, sich nun aber Social Media Personalmarketing auf die Fahnen geschrieben haben“ und einer Facebook-Page mit 12 Fans und fünf Einträgen auf der Wall wirklich nichts zu halten.

    Aber generell sind nicht alle „Neulinge“, auch in Ihrem Spezialgebiet, automatisch schlecht.
    Meines Wissens kann man „Social Media Personalmarketing“ noch nicht studieren. Jeder Berater und jede Agentur ist irgendwann ein Einsteiger. Auch Sie selbst haben einst mit dem Thema Personalmarketing und Social Media Personalmarketing begonnen.
    Wenn Erfahrungen und Know-how in ähnlichen Bereichen vorhanden ist, kann man als Quereinsteiger sicher erfolgreich sein

    Natürlich sollte eine Agentur, die Social Media Marketing und/oder Social Media Personalmarketing als Kerndienstleistung anbietet, schon selbst aktiv sein dort.
    Ob es nun reicht, ein Blog, einen Twitter-Account oder eine Facebook-Page zu betreiben oder nicht, mag ich mal offen lassen. Sicherlich müssen hier die Inhalte und Aktivitäten stimmen.

    Und ob Gewinnspiele auf Facebook soooooo schlimm sind, wage ich auch zu bezweifeln. Gestern erst hörte ich von einer Personalagentur, die auf ihrer Facebookseite ein Gewinnspiel zur Fan-Gewinnung anbietet, bei dem die Fans z.B. ein Beratungsgespräch oder eine Bewerberschulung gewinnen können. Ist das so verwerflich?

    Ich finde Ihren Beitrag zwar korrekt, aber an einigen Stellen sehr verallgemeinernd.

    Freundliche Grüße
    Frank Bärmann

    • Hallo Herr Bärmann,

      vielen Dank für Ihr Feedback und Ihre ehrlichen Worte.
      Ja, es ist richtig, man kann nicht alle über einen Kamm scheren. Und ja, es ist richtig, dass nicht jeder Neuling in seinem Spezialgebiet schlecht ist. Um Gottes Willen, das würde ich nie behaupten. Denn, wie Sie ja schon selber schreiben: „in seinem Spezialgebiet“. Das heißt, da ist jemand mit der notwendigen Expertise. Und es ist gut, wenn er sich mit seinem Wissen und seiner Expertise Gehör verschafft und sich als Experte etabliert.

      Aber ich beobachte in den letzten Wochen, dass immer mehr von diesen genannten Social Media-Scharlatanen auf den Markt drängen und das Gelbe vom Ei versprechen. Nach dem Motto, „mit Facebook gelingt es Ihnen sofort und zweifellos, neue Mitarbeiter zu rekrutieren“ oder „über Ihre Facebook-Seite werden Sie rubbeldikatz neue Kunden für Ihr Produkt erschließen und Ihren Umsatz vermehren“. Und dies sind eben keine Spezialisten, sondern Trittbrettfahrer. Und es werden immer mehr. Die haben dann vielleicht ein Zertifikat einer Social Media Akadamie, der IHK oder sogar eines Instituts für Fernstudien. Aber mal Hand aufs Herz: Ist solch ein Zertifikat, dass man innerhalb weniger Lerneinheiten erwirbt, wirklich so viel Wert, wie die eigene Erfahrung? :-) Ein seriöser Berater/eine seriöse Agentur sollte mehr vorweisen, als nur ein Zertifikat oder mal eben aus dem Boden gestampfte Facebook-Page mit einer Handvoll Fans, die dann im Zweifelsfall nur mit Pressemitteilungen bespielt wird. Aber ich glaube, in dem Punkt sind wir uns einig.

      Zum Thema Gewinnspiele: Der von Ihnen geschilderte Ansatz stellt durchaus ein positives Beispiel dar. Ich beziehe mich in meinen Artikeln und in meiner Kritik auf Gewinnspiele, bei denen eben die genannten klassischen Goodies (sprich iPad, iPad oder vielleicht zur Abwechslung mal ein iPad?, auch Einkaufsgutscheine bringen nichts) verlost werden. Diese führen dann zwar dazu, dass die Anzahl der Fans ansteigt, das ist richtig. Und dann? Dann wartet man darauf, als Gewinner gezogen zu werden. Spätestens danach „entfant“ man sich oder blendet die Beiträge der Seite aus (wenn sie denn überhaupt wahrgenommen werden).
      Und was bringt mir dann so ein „Fan“? Richtig, nichts.
      Es geht nicht darum, Fans um der hohen Fanzahlen aufzubauen. Es geht darum, Fans zu generieren, die meinem Vorhaben etwas bringen. Und im Bereich Personalmarketing ist die o. g. Vorgehensweise mit Sicherheit nicht zielführend. Gewinnspiele bzw. Gewinne, die im Kontext der Seite stehen, halte ich durchaus für sinnvoll. So, wie die von ihnen geschilderten. Nur sind diese leider Mangelware.
      Ich hoffe, ich konnte das Verallgemeinernde nun etwas relativieren.

      Freundliche Grüße zurück,
      Henner Knabenreich

  11. Paul sagt:

    Hallo!

    Ich freue mich, immer wieder gute Quellen im Internet zu finden, welche es mir erlauben eine Karriere-Fanpage weiter zu optimieren. So bin ich auf Ihre Seite gestoßen – danke für die Anregungen!

    Jedoch verstehe ich die nachfolgende Aussage nicht ganz:

    „Ich konnte mir einfach nicht mehr ansehen, wie sich verantwortliche Personaler gegenseitig auf die Schulter klopften und sich daran ergötzten, wie viele Fans man doch habe und dass man ja viel mehr Fans habe, als der andere. Sorry, mit derart Selbstbeweihräucherung ruft man bei mir insbesondere eins hervor: Brechreiz.“

    Zeitgleich sehe ich einen Post auf Ihrer Fanpage mit folgendem Wortlaut:

    „…Wahnsinn, Bundeswehr Karriere ist nicht aufzuhalten. Bereits mehr als 15.000 Fans und schon lange an Daimler und Volkswagen vorbei gezogen….“

    Jetzt frage ich mich, wie diese Aussagen miteinander zu vereinbaren sind? Wird hier nicht der direkte Vergleich von Fanzahlen, welche Ihrer Aussage nach bei Ihnen Brechreiz verursacht, angestrebt?

    Wenn ich richtig lese, ist Ihrer Auffassung nach der qualitative und quantitative Dialog mit den Fans ausschlaggebend für eine erfolgreiche Fanpage. Doch dann stellt sich für mich die Frage: Wie soll sich ein Dialog ergeben, wenn nicht ausreichend Fans vorhanden sind? Führt dies nicht zu einem Monolog?

    Dies führt mich zur nächsten Frage: Wie soll ein kleines oder mittelständisches Unternehmen effektiv zu einer größeren Fangemeinde gelangen, welche erst einen intensiven Dialog ermöglicht? Nicht jedes Unternehmen ist einem Konzern gleich zu stellen, welches von Haus aus einen enormen Bekanntheitsgrad genießt, sodass potenzielle Bewerber selbst Ausschau nach einem z.B. Facebook-Auftritt halten. Sind in einer solchen Anfangsphase Gewinnspiele nicht ein geeignetes Instrument, um überhaupt an Bekanntheit zu gewinnen? Dass man dann Fans mit qualitativen Inhalten versorgt ist selbstverständlich, aber was helfen Inhalte, wenn Niemand auf diese zugreift? Und bietet sich nicht mit dem Angebot eines Gewinnspiels auch die Möglichkeit, eigene Mitarbeiter zusätzlich zu motivieren und durch diese multimediale Zusammengehörigkeit einer Fangemeinde den internen Dialog und ein „Wir-Gefühl“ zu intensivieren?

    Leider muss ich dem nachfolgendem Zitat (Quelle: http://www.bundesregierung.de) hinsichtlich Ihrer Tipps an dieser Stelle völlig Recht geben: „99,7 Prozent der Unternehmen in Deutschland sind klein- oder mittelständisch. 70 Prozent der Beschäftigten arbeiten in Klein- und Mittelunternehmen. 83 Prozent der Auszubildenden werden in diesen Unternehmen ausgebildet. Dennoch steht der Mittelstand nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit.“

    • Hallo Paul,
      zunächst einmal vielen Dank für den sehr konstruktiven Kommentar und die lobenden Worte. So etwas lese ich immer wieder gerne. Nun zu den Anmerkungen:

      Was den Brechreiz angeht, so geht es mir insbesondere darum, dass sich die genannten Beteiligten ausschließlich an ihren Fanzahlen orientiert haben, nicht aber an dem qualitativen „Output“ der Seite.

      Was den Post zu Bundeswehr Karriere angeht, ja, in der Tat, hier hebe ich diese Zahlen insofern hervor, als dass diese Page von Anfang von vielen spöttisch belächelt wurde (durchaus auch von mir), nun aber vielen anderen Unternehmen als Vorbild dienen kann, inwiefern sich Dialog auf einer Karriere-Page gestalten kann. Würde hier nur auf reines, durch Gewinnspiele generiertes Fanwachstum geschielt werden, so würde ich das auch nicht kommentieren. Bei der Bundeswehr-Page passen aber sowohl die Fanzahlen, als auch das, was dahinter steht. Nämlich der in der Regel zeitnahe Austausch mit den „Fans“ (siehe dazu auch den entsprechenden Artikel).

      Was den Dialog und die Fanzahlen angeht. Auch hier benötige ich nicht zwingend viele Fans. Mir sind auch schon Seiten aufgefallen, wo weniger als 100 Fans versammelt waren, das Angebot aber gerne angenommen wurde, um Fragen zu stellen (die dann auch zeitnah beantwortet wurden) (durchaus auch von mittelständischen Unternehmen).

      Was den Mittelstand angeht: Auch hier gibt es genügend Beispiele, wo vorgemacht wird, wie man mittels Social Media erreichen kann, die Arbeitgeberbekanntheit zu erhöhen und neue Zielgruppen auf sich aufmerksam zu machen. Dazu bedarf es keines Gewinnspieles. Vor allem nicht, wenn hier nur stumpf irgendwelche iPads etc. verlost werden, ohne dass eine SINNVOLLE Aufgabe dahinter steht. Sinnvoller wäre es auch (wenn es denn schon ein Gewinnspiel sein muss), dann etwas zu verlosen, was auch im Kontext des Unternehmens oder des Themas Ausbildung steht.
      Aber es bedarf keiner Gewinnspiele, um eine Community aufzubauen. Zumal diese Fans kaum zu nachhaltigem Engagement beitragen. Viel wichtiger ist es auf andere Art Aufmerksamkeit zu schaffen. Und ein Wir-Gefühl mit Gewinnspielen zu schaffen, halte ich eher für fragwürdig. Viel wichtiger ist es doch, den Mitarbeitern aufzuzeigen, welche Chancen ein Engagement in Social Media dem Unternehmen bietet und wie man dabei partizipieren kann. Wie das geht, habe ich hier im Blog und in anderen Medien schon an diversen Stellen beschrieben und erspare ich mir daher. Gerne unterstütze ich Sie aber bei einem möglichen Engagement in Social Media oder biete Ihnen an, eines meiner Seminare zu besuchen.

      In diesem Sinne, viele Grüße!

  12. Paul sagt:

    Hallo!

    Ich freue mich, immer wieder gute Quellen im Internet zu finden, welche es mir erlauben eine Karriere-Fanpage weiter zu optimieren. So bin ich auf Ihre Seite gestoßen – danke für die Anregungen!

    Jedoch verstehe ich die nachfolgende Aussage nicht ganz:

    „Ich konnte mir einfach nicht mehr ansehen, wie sich verantwortliche Personaler gegenseitig auf die Schulter klopften und sich daran ergötzten, wie viele Fans man doch habe und dass man ja viel mehr Fans habe, als der andere. Sorry, mit derart Selbstbeweihräucherung ruft man bei mir insbesondere eins hervor: Brechreiz.“

    Zeitgleich sehe ich einen Post auf Ihrer Fanpage mit folgendem Wortlaut:

    „…Wahnsinn, Bundeswehr Karriere ist nicht aufzuhalten. Bereits mehr als 15.000 Fans und schon lange an Daimler und Volkswagen vorbei gezogen….“

    Jetzt frage ich mich, wie diese Aussagen miteinander zu vereinbaren sind? Wird hier nicht der direkte Vergleich von Fanzahlen, welche Ihrer Aussage nach bei Ihnen Brechreiz verursacht, angestrebt?

    Wenn ich richtig lese, ist Ihrer Auffassung nach der qualitative und quantitative Dialog mit den Fans ausschlaggebend für eine erfolgreiche Fanpage. Doch dann stellt sich für mich die Frage: Wie soll sich ein Dialog ergeben, wenn nicht ausreichend Fans vorhanden sind? Führt dies nicht zu einem Monolog?

    Dies führt mich zur nächsten Frage: Wie soll ein kleines oder mittelständisches Unternehmen effektiv zu einer größeren Fangemeinde gelangen, welche erst einen intensiven Dialog ermöglicht? Nicht jedes Unternehmen ist einem Konzern gleich zu stellen, welches von Haus aus einen enormen Bekanntheitsgrad genießt, sodass potenzielle Bewerber selbst Ausschau nach einem z.B. Facebook-Auftritt halten. Sind in einer solchen Anfangsphase Gewinnspiele nicht ein geeignetes Instrument, um überhaupt an Bekanntheit zu gewinnen? Dass man dann Fans mit qualitativen Inhalten versorgt ist selbstverständlich, aber was helfen Inhalte, wenn Niemand auf diese zugreift? Und bietet sich nicht mit dem Angebot eines Gewinnspiels auch die Möglichkeit, eigene Mitarbeiter zusätzlich zu motivieren und durch diese multimediale Zusammengehörigkeit einer Fangemeinde den internen Dialog und ein „Wir-Gefühl“ zu intensivieren?

    Leider muss ich dem nachfolgendem Zitat (Quelle: http://www.bundesregierung.de) hinsichtlich Ihrer Tipps an dieser Stelle völlig Recht geben: „99,7 Prozent der Unternehmen in Deutschland sind klein- oder mittelständisch. 70 Prozent der Beschäftigten arbeiten in Klein- und Mittelunternehmen. 83 Prozent der Auszubildenden werden in diesen Unternehmen ausgebildet. Dennoch steht der Mittelstand nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit.“

    • Hallo Paul,
      zunächst einmal vielen Dank für den sehr konstruktiven Kommentar und die lobenden Worte. So etwas lese ich immer wieder gerne. Nun zu den Anmerkungen:

      Was den Brechreiz angeht, so geht es mir insbesondere darum, dass sich die genannten Beteiligten ausschließlich an ihren Fanzahlen orientiert haben, nicht aber an dem qualitativen „Output“ der Seite.

      Was den Post zu Bundeswehr Karriere angeht, ja, in der Tat, hier hebe ich diese Zahlen insofern hervor, als dass diese Page von Anfang von vielen spöttisch belächelt wurde (durchaus auch von mir), nun aber vielen anderen Unternehmen als Vorbild dienen kann, inwiefern sich Dialog auf einer Karriere-Page gestalten kann. Würde hier nur auf reines, durch Gewinnspiele generiertes Fanwachstum geschielt werden, so würde ich das auch nicht kommentieren. Bei der Bundeswehr-Page passen aber sowohl die Fanzahlen, als auch das, was dahinter steht. Nämlich der in der Regel zeitnahe Austausch mit den „Fans“ (siehe dazu auch den entsprechenden Artikel).

      Was den Dialog und die Fanzahlen angeht. Auch hier benötige ich nicht zwingend viele Fans. Mir sind auch schon Seiten aufgefallen, wo weniger als 100 Fans versammelt waren, das Angebot aber gerne angenommen wurde, um Fragen zu stellen (die dann auch zeitnah beantwortet wurden) (durchaus auch von mittelständischen Unternehmen).

      Was den Mittelstand angeht: Auch hier gibt es genügend Beispiele, wo vorgemacht wird, wie man mittels Social Media erreichen kann, die Arbeitgeberbekanntheit zu erhöhen und neue Zielgruppen auf sich aufmerksam zu machen. Dazu bedarf es keines Gewinnspieles. Vor allem nicht, wenn hier nur stumpf irgendwelche iPads etc. verlost werden, ohne dass eine SINNVOLLE Aufgabe dahinter steht. Sinnvoller wäre es auch (wenn es denn schon ein Gewinnspiel sein muss), dann etwas zu verlosen, was auch im Kontext des Unternehmens oder des Themas Ausbildung steht.
      Aber es bedarf keiner Gewinnspiele, um eine Community aufzubauen. Zumal diese Fans kaum zu nachhaltigem Engagement beitragen. Viel wichtiger ist es auf andere Art Aufmerksamkeit zu schaffen. Und ein Wir-Gefühl mit Gewinnspielen zu schaffen, halte ich eher für fragwürdig. Viel wichtiger ist es doch, den Mitarbeitern aufzuzeigen, welche Chancen ein Engagement in Social Media dem Unternehmen bietet und wie man dabei partizipieren kann. Wie das geht, habe ich hier im Blog und in anderen Medien schon an diversen Stellen beschrieben und erspare ich mir daher. Gerne unterstütze ich Sie aber bei einem möglichen Engagement in Social Media oder biete Ihnen an, eines meiner Seminare zu besuchen.

      In diesem Sinne, viele Grüße!

Was meinen Sie? Ich freue mich auf Ihren Kommentar!

Suche

Keinen Artikel mehr verpassen?

Der personalmarketing2null Podcast

Vorträge mit personalmarketing2null

Buchen Sie mich als Sprecher zum Thema Personalmarketing!

Sie haben Interesse an fundierten, aber launigen Vorträgen zu den Themen Personalmarketing, Azubimarketing, Candidate Experience, Employer Branding, Recruiting…, die Know-how vermitteln und Ihr Publikum begeistern?

Dann buchen Sie mich als Sprecher!

Kategorien

Arbeitgeber Ausbildungsmarketing Authentizität Bewerber Candidate Experience employer branding Facebook Fachkräftemangel Karriere-Fanpage Karriere-Page Karriere-Website Karriere-Website-Check Karriereseiten kununu Personalmarketing recruiting Social Media Social Media Personalmarketing Stellenanzeige Stellenanzeigen Studie twitter Xing Youtube Zielgruppe

Archive

Die App für HR-Blogs

HR_BloggerBadge Get it on Google Play