Von Keksautomaten, einem Liebesbeweis, einem Amphitheater, dem Kunsthaus Tacheles und Frozen Yoghurt

von Henner Knabenreich. Lesezeit: etwa 5 Minuten.

Wie ja der ein oder andere mitbekommen hat (also zumindest wohl diejenigen, die regelmäßig mein Blog verfolgen – an dieser Stelle einmal vielen Dank an all‘ meine treuen und neuen Leser und Leserinnen), war ich am Freitag in Berlin.Auch erlaube ich mir hin und wieder abseits der Personalmarketing-Themen über andere Dinge zu bloggen. Hört, hört! Und nun ist es mal wieder so weit. Sie sind also vorgewarnt und können jetzt noch rasch das Browserfenster schließen!

Hm, Sie wollten wohl nicht? Nun denn, ich habe Sie gewarnt. In Berlin hatte ich also das Vergnügen, an den Unternehmensgesprächen von WIWEX teilzunehmen und im Rahmen der Podiumsdiskussion über die Zukunft (oder die Vergangenheit?) von Social Media zu diskutieren. Dazu demnächst aber mehr. Da Wiesbaden und Berlin aber gut 600 km voneinander entfernt sind und eine solche Strecke am Tage reicht, habe ich noch einen Tag dran gehängt und ein wenig Berlin-Mitte erkundet. War ich bisher nicht so der große Berlin-Fan, so hat sich das doch grundlegend geändert. Wären nicht die tausenden in seltsamen, schlechtsitzenden blau-weißen Polyesterhemden gekleideten Menschen gewesen, die an dem Wochenende über Berlin hergefallen waren, wäre es wahrscheinlich noch entspannter gewesen ;-). Nichtsdestotrotz möchte ich hier ein paar Tipps un d Eindrücke loswerden, für all diejenigen, die vielleicht demnächst mal wieder nach Berlin wollen und nicht recht wissen, wohin.

Der einmalige Keksautomat

Kennen Sie zum Beispiel den in der Welt einmaligen Keks-Automaten? Der steht im Kunsthof der Oranienburger Straße und ist definitiv einen Besuch wert. Die Kekse sind der HAMMER!

Cookie-Automat im Kunsthof in der Oranienburger Straße

Cookie-Automat im Kunsthof in der Oranienburger Straße

Da meine charmante Lebensgefährtin und ich in der Oranienburger Straße im Arcotel Velvet (sehr empfehlenswert) residierten, bot sich die Umgebung für eine Erkundungstour an. Im etwas schrägen „Edelramsch“ (hier findet man alles, was man definitiv nicht braucht, aber immer schon mal haben wollte, Edelramsch selbst spricht von „notwendigen Nutzlosigkeiten“) gab  uns die unglaublich nette Verkäuferin für den Freitagabend den Tipp, eine Vorstellung im Amphitheater im Monbijoupark anzuschauen (ja, auch Berlin hat ein Amphitheater. Hätten Sie’s gewusst? Ich auch nicht – den Trip zum Kolosseum nach Rom können Sie sich also demnächst sparen). Hätten wir auch gerne gemacht – leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Auch die sich daran anschließende Swing-Tanzveranstaltung fiel daher aus, glücklicherweise trockneten aber nach und nach die Stühle der Strandbar Nr. 1, so dass wenigstens einem lauschigen Abend am Ufer der Spree nichts im Wege stand.

Liebesbeweis

Der darauf folgende Tag konnte also nur besser werden… Wurde er auch, dank strahlendem Sonnenschein. Eigentlich war hier eine Spree-Brückenfahrt geplant, aufgrund der oben erwähnten Invasion der schlecht gekleideten und seltsame Brunftschreie ausstoßenden Menschen aber, verzichteten wir lieber darauf und machten uns zu Fuß los. Nach dem obligatorischen Trip am Reichstag vorbei, durchs Brandenburger Tor und Unter den Linden herunter, schlugen wir uns dann etwas abseits und entdeckten den Flohmarkt an der Museumsinsel bzw. den Antik- und Buchmarkt am Bode-Museum. Beide Märkte gehen im Prinzip ineinander über und insbesondere DDR-Nostalgiker kommen hier auf ihre Kosten. Auf dem Flohmarkt trafen wir auch Michael Belhadi, einen Berliner Fotografen, der „sein“ Berlin in verschiedensten Perspektiven ablichtet. Tolle Motive, die er da vor seine Kamera nimmt. Unter anderem sein „Liebesbeweis Alexanderplatz“ ist ein echter Hingucker. Und wer ein tolles Souvenir aus Berlin sucht, wird bei seinen Fotos mit Sicherheit fündig. Wir wurden’s auf jeden Fall und so hängen jetzt unter anderem die beiden Bilder bei uns in der Wohnung…

Orange Belhadi

Orange Belhadi

Liebesbeweis Belhadi

Liebesbeweis Belhadi

Nachdem der Freitagabend ja doch mehr oder minder ein Reinfall war, versuchten wir unser Glück noch einmal an Berlins Strandbar Nummer 1. Die heißt so, ob sie es wirklich ist, kann ich nicht abschließend beurteilen, dafür fehlt mir der Vergleich. Definitiv ist sie aber zu empfehlen. Quasi nebendran liegt das oben schon erwähnte Amphitheater.

Amphitheater an der Strandbar Nummer 1

Amphitheater an der Strandbar Nummer 1

Und während wir dort genüsslich unsere Pizza aßen (auch die nebenan gelegene Pizzeria ist schon aufgrund der Tanzeinlagen des Pizzabäckers) absolut empfehlenswert, konnten wir auch den Theaterproben lauschen.

Strandbar Nummer 1

Strandbar Nummer 1

Gut gestärkt und gechillt ging es dann wieder in Richtung Hotel.

YoMunchy – Frozen Yoghurt auf Rädern

Auf dem Weg dorthin fiel uns ein mintfarbener Piaggio-Wagen mit einer kleinen Menschentraube auf. Neugierig geworden entdeckten wir das beste frische Yoghurt-Eis auf Rädern in Berlin (wahrscheinlich sogar deutschland-, wenn nicht sogar weltweit :-)). YoMunchy heißt das Konzept des ehemaligen BWL-Studenten Matthias Schwach.

YoMunchy im Einsatz

YoMunchy im Einsatz

Matthias verkauft in den Sommermonaten seinen selbst hergestellten Frozen Yoghurt mit diversen Toppings – meine Empfehlung: Frische Erdbeeren und Heidelbeeren. Einfach nur yummy! Wer verfolgen will, wo Matthias sich gerade mit seinem YoMunchy-Wagen befindet, muss ihm nur auf Twitter oder auf Facebook folgen. (Vorbildlich so was, in Anlehnung an die Podiumsdiskussion: Social Media ist alles andere als Vergangenheit :-)!) Und das sollte man auf jeden Fall tun, denn die Erfrischung ist allererste Sahne (auch wenn sie ohne dieselbe ist).

Kunsthaus Tacheles – Kultur kann man nicht kaufen

Bevor es dann auf die lange Heimreise ging, wagten wir noch einen Abstecher ins Tacheles. In meinen Augen ein absolutes Highlight in Berlin, laut Aussage eines Galeristen dort aber leider bedroht von der Profitgier einer Bank, die hier das soundsovielhundertste Hotel in Berlin errichten will. Was ist das Tacheles? Nun, es ist momentan in allererster Linie eine Kultureinrichtung, in der viele Künstler aus aller Welt in 30 Ateliers ihre Kunstobjekte ausstellen und verkaufen. Noch, muss man sagen, denn wie es mit dem Tacheles weitergeht, steht wie gesagt in den Sternen. Schon allein das Treppenhaus ist ein echter Hingucker :-). Für mich das absolute Highlight hier die Werke des Künstlers Roeloffs. Diese Collagenkunst ist echt brillant! Aber auch Künstler wie „A Guy called Gerald“ sind dort ansässig (wer wie ich die großartige Acid House-Zeit mitgemacht hat, wird „Voodoo Ray“ mit Sicherheit kennen). Aber auch ein Club und Gastronomie sind im Kunsthaus Tacheles integriert. Wer die Tacheles-Stiftung unterstützen will und am Fortbestand dieses Kultur-Highlights interessiert ist, kann das gerne tun, hier das Spenden-Konto: RAK Stiftung Tacheles | Kontonummer: 8853359034 | Berliner Volksbank BLZ 1009000.

Roeloffs - Kultur kann man nicht kaufen

Roeloffs - Kultur kann man nicht kaufen

So viel fürs Erste aus Berlin, demnächst gibt’s noch die Nachlese zu den WIWEX Unternehmensgeprächen und ein kleiner Bericht zum Online-Seminar „Personalmarketing im Social Web“, welches ich am Donnerstag in Heidelberg durchgeführt habe.

Also, bis demnächst!

  1. Denn Sie wissen nicht was Sie tun: Was SCHUFA und Google mit Social Media Personalmarketing auf Facebook zu tun haben « personalmarketing | employer branding | social media – kritisch hinterfragt | personalmarketing2null sagt:

    […] reden wir doch mal Tacheles. Ich weiß nicht, wer von Ihnen mitbekommen hat, was die SCHUFA neulich vohatte. Die SCHUFA kennen […]

  2. […] komme ich zurück aus Berlin, wo ich das Vergnügen hatte, ein Seminar zu Ausbildungsmarketing via Social Media durchzuführen. […]

  3. Nur mal so … strassenfeger und ein Dach über dem Kopf « personalmarketing | employer branding | social media – kritisch hinterfragt | personalmarketing2null sagt:

    […] komme ich zurück aus Berlin, wo ich das Vergnügen hatte, ein Seminar zu Ausbildungsmarketing via Social Media durchzuführen. […]

  4. […] Eigentlich wollte ich mich ja dieses Wochenende mal zurückhalten. Ist ja schließlich Pfinxten. Wissen Sie eigentlich, warum man das feiert? Na? Jetzt mal ehrlich! Also, ich wusste es nicht. Aber ich bin durchaus entschuldigt. Schließlich bin ich reinrassiger und ungläubiger Heide. Da ist das durchaus erlaubt . Und ich bin da ja auch nicht alleine. So konnten bspw. nur 83 Prozent von 1000 Befragten in einer Umfrage des Stern richtig beantworten, warum wir Ostern feiern. Ähnliches lässt sich auch für andere Feiertage immer wieder feststellen. Aber ganz ehrlich: Who cares? Als Selbstständiger hat die Woche ohnehin sieben Tage. Und die kann man sich sehr schön frei gestalten. Da vergisst man dann auch schnell mal einen Feiertag. Und ein Sonntag wird zum Wochentag. Und umgekehrt. Aber darum soll es hier ja gar nicht gehen. Ich schweife schon wieder ab. Und obwohl das ja eins der Merkmale meines Blogs ist, wird er trotzdem gelesen. Was mich umso mehr freut , vielen Dank dafür, liebe Leser! So, nun aber Tacheles! […]

  5. 12 Dinge, die Sie beachten sollten, wenn Sie eine Ausbildungs- oder Karriere-Fanpage auf Facebook planen « personalmarketing | employer branding | social media – kritisch hinterfragt | personalmarketing2null sagt:

    […] Eigentlich wollte ich mich ja dieses Wochenende mal zurückhalten. Ist ja schließlich Pfinxten. Wissen Sie eigentlich, warum man das feiert? Na? Jetzt mal ehrlich! Also, ich wusste es nicht. Aber ich bin durchaus entschuldigt. Schließlich bin ich reinrassiger und ungläubiger Heide. Da ist das durchaus erlaubt . Und ich bin da ja auch nicht alleine. So konnten bspw. nur 83 Prozent von 1000 Befragten in einer Umfrage des Stern richtig beantworten, warum wir Ostern feiern. Ähnliches lässt sich auch für andere Feiertage immer wieder feststellen. Aber ganz ehrlich: Who cares? Als Selbstständiger hat die Woche ohnehin sieben Tage. Und die kann man sich sehr schön frei gestalten. Da vergisst man dann auch schnell mal einen Feiertag. Und ein Sonntag wird zum Wochentag. Und umgekehrt. Aber darum soll es hier ja gar nicht gehen. Ich schweife schon wieder ab. Und obwohl das ja eins der Merkmale meines Blogs ist, wird er trotzdem gelesen. Was mich umso mehr freut , vielen Dank dafür, liebe Leser! So, nun aber Tacheles! […]

  6. […] Künstlers Roeloffs (ein großartiger Künstler fürwahr, zu bewundern unter anderem im Kunsthaus Tacheles in Berlin. Unbedingt hin, lohnt sich!). Und die sind meistens nicht ganz jugendfrei. Aber das ist die […]

  7. Gewinnspiele, Social Media und Ausbildungsmarketing an der Grenze des guten Geschmacks « personalmarketing | employer branding | social media – kritisch hinterfragt | personalmarketing2null sagt:

    […] Künstlers Roeloffs (ein großartiger Künstler fürwahr, zu bewundern unter anderem im Kunsthaus Tacheles in Berlin. Unbedingt hin, lohnt sich!). Und die sind meistens nicht ganz jugendfrei. Aber das ist die […]

  8. […] diesjährigen WIWEX Unternehmensgespräche in Berlin. Von den Eindrücken nach der Veranstaltung hatte ich ja schon berichtet, hier nun also endlich der von dem ein oder anderen schon heiß ersehnten Bericht der Veranstaltung […]

  9. WIWEX Unternehmensgespräche: Social Media – Zukunft oder schon Vergangenheit? « personalmarketing2null – personalmarketing | employer branding | social media – kritisch hinterfragt sagt:

    […] diesjährigen WIWEX Unternehmensgespräche in Berlin. Von den Eindrücken nach der Veranstaltung hatte ich ja schon berichtet, hier nun also endlich der von dem ein oder anderen schon heiß ersehnten Bericht der Veranstaltung […]

Was meinen Sie? Ich freue mich auf Ihren Kommentar!

Keinen Artikel mehr verpassen?

Suche

Der personalmarketing2null Podcast
Vorträge mit personalmarketing2null

Buchen Sie mich als Sprecher zum Thema Personalmarketing!

Sie haben Interesse an fundierten, aber launigen Vorträgen zu den Themen Personalmarketing, Azubimarketing, Candidate Experience, Employer Branding, Recruiting…, die Know-how vermitteln und Ihr Publikum begeistern?

Dann buchen Sie mich als Sprecher!

Kategorien
Arbeitgeber Arbeitgeberbewertungsportale Ausbildungsmarketing Authentizität Bewerber Candidate Experience Dialog employer branding Facebook Fachkräftemangel Karriere-Fanpage Karriere-Website Karriere-Website-Check Karriereseiten kununu Personalmarketing recruiting Social Media Personalmarketing Stellenanzeige Stellenanzeigen Studie twitter Xing Youtube Zielgruppe
Archive
Die App für HR-Blogs
HR_BloggerBadge Get it on Google Play HR-Blogger App - Itunes Store