Die Karriere-Websites von Bertelsmann im Kurzcheck

Nach welchem Karriereweg suchen Sie? – Die neue Bertelsmann Karriere-Website und Karriere als Klempner bei der Bundeswehr

von Henner Knabenreich. Lesezeit: fast 6 Minuten.

Gerade habe ich einen alten Gassenhauer von Karel Gott im Kopf, warum auch immer und irgendwie kann man den Text ja umdichten. In etwa so: „In einem wohl bekannten Land vor gar nicht allzu langer Zeit war eine Website sehr bekannt, von der sprach alles weit und breit, und diese Website, die ich meine nennt sich createyourowncareer.“ Oder so ähnlich. Denn ganz so passt das nicht, da die Karriere-Website von Bertelsmann erst seit einer im Jahr 2008 groß angelegten Employer Branding Strategie so heißt. Vor gar nicht allzu langer Zeit, es waren vor allem die Jahre 2002 und 2003/2004, da glänzte die Karriere-Website zu Recht im Karriere-Website-Ranking der FH Wiesbaden, damals DAS Karriere-Website-Ranking schlechthin, zeichnete es sich vor allem durch einen qualitativen Ansatz aus (im Gegensatz zum rein quantitativen Ansatz von Potentialpark). Ums Jahr 2000 herum gab es in Deutschland die ersten Karriere-Website-Rankings und Bertelsmann war aufgrund des Best-Practice-Charakters immer on top. Die folgenden Jahre passierte dann nicht mehr viel. Bis Bertelsmann dann das Thema Social Media für sich entdeckte und infolgedessen seine Website mit einer Vielzahl an Social Media-Widgets, Videos etc. etc. überfrachtete. Kein schöner Anblick und sowohl die Suche nach bestimmten Inhalten über die Menüstruktur als auch nach emotionaler, authentischer Ansprache via Text und Bild stellte nicht zufrieden.
Ende Mai angekündigt und heiß erwartet, ist nun seit einigen Tagen eine neue Karriere-Website online – ich muss mich korrigieren, es sind gleich zwei an der Zahl. Eine große Chance also, jetzt neue Benchmarks zu setzen und mit einer Super-Website zu glänzen (bzw. zwei).
Aber warum eigentlich zwei Websites??? Die eine Website ist eine „klassische“ Karriere-Website, die bis auf eine „verbesserte“ Navigationsstruktur nicht viel inhaltlich Neues bietet, die andere Website läuft als Social Media Projekt (so will ich es mal nennen) und ist der Versuch, das von Otto umgesetzte Konzept zu adaptieren bzw. zu verbessern. Auf der so genannten Socialnet-Website, die vom Layout im ersten Moment wie eine weitere Jobsuchmaschine daher kommt, dominiert ein großes Suchfenster („Nach welchem Karriereweg suchen Sie?“) , flankiert von Social-Media-Widgets, die Seite. Warum nehme ich mich des Themas an, wurde die Website doch schon im Personalmarketingblog eingehend „rezensiert“? Ganz einfach, erstens habe ich die ersten Berührungspunkte mit der Bertelsmann-Karriere-Website bereits im Rahmen meiner Diplomarbeit gehabt, zweitens habe ich die Bertelsmann-Karriere selbst eine Zeit lang betreut und last but not least, sind Karriere-Websites gewissermaßen mein Steckenpferd :-) und ich lege bei der Konzeption Wert auf echte Nutzerfreundlichkeit, emotionale Ansprache in Text und Bild, zielgruppenrelevante Informationen und natürlich Suchmaschinenoptimierung.

Das Createyourowncareer-Socialnet-Portal von Bertelsmann

Das Createyourowncareer-Socialnet-Portal von Bertelsmann

Schade also, dass man bei so einem neuen vermeintlich innovativen Web2.0-Portal versäumt hat, bspw. die AJAX-Technologie einzusetzen (vor allem bekannt durch Amazon – hier werden einem während der Eingabe des Suchbegriffs in die Suchmaske direkt die vorhandenen Treffer ohne neues Laden der Seite angezeigt; auch auf der Jobsuchmaske der ThyssenKrupp-Karriere-Website wird diese nutzerfreundliche Technologie eingesetzt). Über die Social Media-Widgets kann sich der Nutzer dann noch einen Überblick über die Bertelsmann-Aktivitäten bei Facebook, twitter, Xing etc. verschaffen.
Im unteren Drittel bzw. Footer gibt’s dann noch eine relativ verwirrende Seitennavigation, die dann auf die eigentliche Createyourowncareer-Site verweist.

Womit wir dann auch schon mitten im Thema sind. Auch hier haben die Macher der Website leider versäumt, einen Meilenstein zu setzen. Wie schon gesagt, ist der Inhalt der neuen Karriere-Website mehr oder minder identisch mit der alten, auch die Headerbilder wurden nicht aktualisiert. Was aber besonders aufstößt, ist die absolut user-unfreundliche Navigation im Footer- (und auch Header-)bereich, die abgesehen von der teilweise zu hohen Anzahl der Links unterhalb eines Menüpunktes das eine oder andere Mal zu Ratespielen führt.

Was versteckt sich eigentlich hinter Oppertunities und Backstage??

Was versteckt sich eigentlich hinter Oppertunities und Backstage??

Was verbirgt sich zum Beispiel unter „Oppertunities“? Opportunities sind ja bekanntlich Gelegenheiten oder auch Chancen. Was aber hat das mit Kontakt, FAQ, Wie bewerben? etc. zu tun? Und wo ist der Unterschied zu Backstage?? Wieso backstage? Ein Blick hinter die Kulissen? Bei Meet our People mag das ja noch hinkommen – aber wo ist die klare Trennung? Warum finden sich die Praktikanten, Berufserfahrenen, Absolventen bspw. unter Backstage, die Schüler aber unter Oppertunities? Klare, schlüssige, sich selbst erklärende Navigation geht definitiv anders. Unter dem Punkt Social Media hätte ich auch andere Unterpunkte erwartet. Zumindest dann aber einen Link zur „Socialnet“-Site. Aber nun, sei es drum.
Werfen wir noch rasch einen Blick auf den Rest der Seite. Warum auf der Homepage die Jobsuche in der linken Spalte platziert ist, auf dem Rest der Website aber (sinnvollerweise und zu Recht) auf der rechten Spalte, wird wohl ein Geheimnis bleiben. Und was man sich bei der Subnavi gedacht hat – einige Links nicht anzuzeigen, weil sie einfach nicht mehr in die Breite der Menüstruktur passen, ist echt grenzwertig und bedarf der Nachbesserung. Im Übrigen spiegelt diese Kritik nicht nur meine Meinung wider, auch andere User denken so.

Navigation auf Createyourowncareer - ein Ratespiel

Navigation auf Createyourowncareer - ein Ratespiel

Auch die  Jobsuchmaske ist technisch nicht auf der Höhe der Zeit. Dass das Ganze besser und userfreundlicher geht, beweist mal wieder umso mehr die auf der AJAX-Technologie basierende Jobsuchmaske der ThyssenKrupp-Website. Nutzerfreundlicher geht nimmer! Wie man eigentlich auf die Socialnet-Site gelangt ist mir auch nicht ganz klar – von der eigentlichen Karriere-Website wird man auf jeden Fall nicht dorthin verlinkt. Und warum man sich dazu entschieden hat, im Zentrum der Website den Twitter-Feed anzuzeigen und nicht den wesentlich interessanteren und dialogorientierten Facebook-Feed, erschließt sich mir ebenso wenig. Alles in allem hat in meinen Augen momentan Social-Media-technisch also wohl eher die Otto-Group die Nase vorn.

Was man aber von der Bundeswehr gar nicht behaupten kann – immerhin hat die auch zwei Karriere-Websites (militärischer und ziviler Bereich). Und darüber hinaus tummeln sich ja gerade auf Facebook mit mehr als 10 Millionen Usern in Deutschland mit Sicherheit diverse Zielgruppen, sei es im zivilen oder militärischen Bereich, seien es Auszubildende oder Ingenieure. Aber im Gegensatz zur US Army versäumt es die Bundeswehr bisher, Social Media zu Rekrutierungszwecken zu nutzen. Warum eigentlich? Was da alles machbar ist, zeigt die amerikanische Streitkraft sehr eindrucksvoll. Gut, da Herr von und zu Guttenberg momentan ohnehin andere Sorgen hat, wird man wohl eine Weile warten dürfen, bis zum einen die Karriere-Website der Bundeswehr überarbeitet wird (was dringend nötig ist) und zum anderen Social Media-Aktivitäten gestartet werden. Bis dahin möchte ich diesen Artikel mit einem wahrhaft motivierenden und emotional ansprechenden Bild von der Karriere-Website aus dem zivilen Bereich beenden.

Karriere bei der Bundeswehr

Karriere bei der Bundeswehr

Die Bundeswehr als Karriere-Chance für Gas, Wasser, Scheiße? Nun sei es drum, immer noch besser als der Beitrag des österreichischen Heeres, der an Plattheit wohl kaum zu überbieten ist.


In diesem Sinne, einen schönen Tag!

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  1. […] Linkwüsten findet man die Informationen hier eher schwerlich. Und wie ich es schon mal am Beispiel der Bertelsmann Karriere-Website gesagt habe, macht es keinen Sinn, sämtliche Web 2.0-Features mit aller Gewalt auf einer Website […]

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  3. […] von personalmarketing2null Es wird mal wieder Zeit für einen Karriere-Website-Check. Und nach Bertelsmann und Bosch habe ich mir dieses Mal die neue Karriereseite von Siemens angeschaut. Die wurde […]

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  5. […] Online-Projekt, Online-Shop, Social Bookmarking, Social Media, twitter von personalmarketing2null Neulich wurde ich von einem meiner geschätzten Leser gefragt, was denn Bertelsmann und die Bundeswehr […]

  6. saatkorn sagt:

    hallo henner,
    danke dass du dich für unsere neuen karriere-websites interessierst. wir betreiben hier einen softlaunch und einige der angesprochenen punkte werden im laufe der nächsten zeit noch geändert werden, denn rein inhaltlich ist ja noch gar nichts passiert. der größte teil der änderungen liegt in bereichen, die sich mehr auf die integration von backend und frontend beziehen, zum beispiel die integration von social media elementen in die einzelnen jobprofile, der aufbau eines employee referral systems, die möglichkeit jeden job mit unseren social media angeboten zu verknüpfen etc. diese änderungen greifen sehr tief in die struktur der site und deren verknüpfung mit der bewerberdatenbank ein und sind in meinen augen die eigentliche innovation. und warum sollten wir die create your own career website grundsätzlich komplett ändern, wenn die site seit 2008 erfolgreicher ist denn je (sowohl in bezug auf das feedback von bewerbern und den sich daraus ergebenden einstellungen als auch in bezug auf feedback aus der fachpresse und in rankings – auch wenn du meinst, sie wäre überfrachtet)?

    die socialnet site ist ebenfalls ein softlaunch und in meinen augen die innovativste idee zum thema „benötigen wir in zukunft überhaupt noch eine recruiting website?“ auf dem markt. die integration der navigation unten auf der site ist eine referenz auf die traditionelle karriere-website, spielt aber hier eigentlich keine große rolle mehr. die von dir angesprochene verwirrung zur zuordnung von themen ist in meinen augen ebenfalls absolut zweitranging, denn man sieht ja ohne klick direkt, was wo ist. die ajax suche ist entgegen deiner aussagen integriert, deine analyse beschränkt sich auf die startseite. egal – wir werden in den nächsten monaten noch ziemlich damit rumexperimentieren und für bertelsmann zu einem schluß kommen, ob und wenn ja was für eine karriere-website wir in zukunft noch benötigen.

    was ich darüber hinaus aber absolut irritierend finde, ist dein bezug auf die bundeswehr site in diesem zusammenhang, nicht nur, weil das inhaltlich in keinem zusammenhang zu bertelsmann steht, sondern vor allem, da du über weite teile aus anderen blogartikeln (teilweise wörtlich) kopierst. etwas mehr originalität und detailschärfe wäre aus meiner sicht wünschenswert.

    besten gruß!

    • Hallo Gero,

      schön, dass du dich zu Wort meldest und dich der Diskussion stellst! Gerade gestern habe ich noch mit jemandem aus der Branche über eure neue Karriere-Website gesprochen, der ebenfalls meine Meinung teilt. Und da sind wir auch schon beim Thema: Das, was ich in dem Artikel beschrieben habe, gibt eben meine Meinung wieder (und nicht nur meine; aufgrund des Feedbacks Einiger – darunter nicht nur Experten ihres Fachs, sondern auch einfache „Gelegenheitssurfer“ – habe ich mich der Website in einem Artikel angenommen) und ein Blog dient eben auch dazu, persönliche Meinungen mitzuteilen. Und entschuldige bitte, dass ich nicht im Strom derer mitschwimme, die zu allem Ja und Amen sagen, ob es nun gut oder schlecht ist, nur um ja nicht anzuecken. Fakt ist definitiv – und das musst du zugeben -, dass die Site nach Usability-Gesichtspunkten definitiv zu verbessern ist. Du willst mir doch nicht allen Ernstes weismachen, dass so etwas „absolut zweitrangig“ ist und es in Ordnung ist, einen Punkt der Navigation mit 13 Unterseiten, von denen ich vier nicht erkennen kann, nutzerfreundlich ist, oder?
      Das Motto für eine gute Website lautet schlicht und einfach „Don’t make me think!“ Und das sehe ich hier definitiv nicht!
      Auch finde ich es für einen Mediakonzern mit internationalem Anspruch nicht gerade rühmlich, dass obwohl ich schon vor einer Woche drauf aufmerksam gemacht habe, „Oppertunities“ immer noch falsch zu schreiben. Klar, hat das nichts mit der Qualität der Website zu tun, aber ändert ihr das jetzt aus Prinzip nicht? :-)
      Was ich auch nicht verstehe: ihr feiert eure Socialnet-Website als absolute Innovation – und dann verweist ihr nicht mal von der klassischen Website auf dieses Portal? Und wenn ihr doch so innovationsbeflissen seid, warum bietet ihr dann AJAX à la Amazon oder Google (gerade, weil sich Mio im Interview darauf bezieht) nicht für eure Jobsuchmaschine an? Es wäre doch klasse, wenn man als User schon während der Eingabe sofort sieht, ob mein Suchergebnis überhaupt vorhanden ist, oder? Und ist doch klar, dass man als User sich nur das Frontend anschauen kann und keinen Einblick ins Backend bekommt, oder? Apropos innovativ: Innovativ ist mit Sicherheit das vor etwas längerer Zeit gelaunchte Portal von Ogilvy – auch nicht das Gelbe vom Ei in Sachen Usability, aber was die Suchfunktionalität und das Erscheinungsbild angeht, erste Sahne! Aber sei es drum, du hast halt deine Meinung und ich hab meine. Meine Kritik ist ja nicht böswillig gemeint, sondern durchaus konstruktiv!
      Und noch etwas zum Feedback aus der Fachpresse: Was Potentialpark-Rankings und das Streuen der Ergebnisse in diversen Portalen und journalistischen Medien angeht, so habe ich auch dazu eine Meinung. Und die ist, ich glaube, das ist schon durchgeklungen, nicht die beste. Geht es doch da vor allem um quantitative Aspekte, also ist etwas vorhanden oder nicht, also mach ich nen Haken dran, und nicht um die qualitative Ausprägung. Aber das ist wiederum ein anderes Thema.
      Ich lasse mich überraschen, in welche Richtung die „Rumexperimentiererei“ geht und freue mich ja auf jeden Fall, dass sich die Seite weiterentwickelt! Gerne stehe ich hierbei beratend zur Verfügung ;-)

      Nun noch zum letzten Punkt: Was Bertelsmann mit der Bundeswehr zu tun hat? Rein gar nichts natürlich. Nur musste ich so schmunzeln, als ich das Bild auf der Bundeswehr-Karriereseite gefunden habe, dass ich es einfach mal erwähnen wollte. Und so viel Freiheit musst du mir schon eingestehen, dass ich das, was mich beschäftigt, auch mal in einem Blogartikel unterbringe – ob es nun passt oder nicht. Was mich allerdings interessieren würde, wo ich denn was aus welchen Blogartikeln kopiert habe. Das irritiert mich zugegebenermaßen. Sei bitte so lieb und lass mir diese Quellen zukommen. Sollte es tatsächlich so sein, so beziehe ich mich natürlich gerne darauf. Denn eins liegt mir fern – mich mit fremden Federn schmücken zu wollen.

      In diesem Sinne, ein schönes Wochenende und Grüße in die alte Heimat!

  7. saatkorn sagt:

    hallo henner,
    danke dass du dich für unsere neuen karriere-websites interessierst. wir betreiben hier einen softlaunch und einige der angesprochenen punkte werden im laufe der nächsten zeit noch geändert werden, denn rein inhaltlich ist ja noch gar nichts passiert. der größte teil der änderungen liegt in bereichen, die sich mehr auf die integration von backend und frontend beziehen, zum beispiel die integration von social media elementen in die einzelnen jobprofile, der aufbau eines employee referral systems, die möglichkeit jeden job mit unseren social media angeboten zu verknüpfen etc. diese änderungen greifen sehr tief in die struktur der site und deren verknüpfung mit der bewerberdatenbank ein und sind in meinen augen die eigentliche innovation. und warum sollten wir die create your own career website grundsätzlich komplett ändern, wenn die site seit 2008 erfolgreicher ist denn je (sowohl in bezug auf das feedback von bewerbern und den sich daraus ergebenden einstellungen als auch in bezug auf feedback aus der fachpresse und in rankings – auch wenn du meinst, sie wäre überfrachtet)?

    die socialnet site ist ebenfalls ein softlaunch und in meinen augen die innovativste idee zum thema „benötigen wir in zukunft überhaupt noch eine recruiting website?“ auf dem markt. die integration der navigation unten auf der site ist eine referenz auf die traditionelle karriere-website, spielt aber hier eigentlich keine große rolle mehr. die von dir angesprochene verwirrung zur zuordnung von themen ist in meinen augen ebenfalls absolut zweitranging, denn man sieht ja ohne klick direkt, was wo ist. die ajax suche ist entgegen deiner aussagen integriert, deine analyse beschränkt sich auf die startseite. egal – wir werden in den nächsten monaten noch ziemlich damit rumexperimentieren und für bertelsmann zu einem schluß kommen, ob und wenn ja was für eine karriere-website wir in zukunft noch benötigen.

    was ich darüber hinaus aber absolut irritierend finde, ist dein bezug auf die bundeswehr site in diesem zusammenhang, nicht nur, weil das inhaltlich in keinem zusammenhang zu bertelsmann steht, sondern vor allem, da du über weite teile aus anderen blogartikeln (teilweise wörtlich) kopierst. etwas mehr originalität und detailschärfe wäre aus meiner sicht wünschenswert.

    besten gruß!

    • Hallo Gero,

      schön, dass du dich zu Wort meldest und dich der Diskussion stellst! Gerade gestern habe ich noch mit jemandem aus der Branche über eure neue Karriere-Website gesprochen, der ebenfalls meine Meinung teilt. Und da sind wir auch schon beim Thema: Das, was ich in dem Artikel beschrieben habe, gibt eben meine Meinung wieder (und nicht nur meine; aufgrund des Feedbacks Einiger – darunter nicht nur Experten ihres Fachs, sondern auch einfache „Gelegenheitssurfer“ – habe ich mich der Website in einem Artikel angenommen) und ein Blog dient eben auch dazu, persönliche Meinungen mitzuteilen. Und entschuldige bitte, dass ich nicht im Strom derer mitschwimme, die zu allem Ja und Amen sagen, ob es nun gut oder schlecht ist, nur um ja nicht anzuecken. Fakt ist definitiv – und das musst du zugeben -, dass die Site nach Usability-Gesichtspunkten definitiv zu verbessern ist. Du willst mir doch nicht allen Ernstes weismachen, dass so etwas „absolut zweitrangig“ ist und es in Ordnung ist, einen Punkt der Navigation mit 13 Unterseiten, von denen ich vier nicht erkennen kann, nutzerfreundlich ist, oder?
      Das Motto für eine gute Website lautet schlicht und einfach „Don’t make me think!“ Und das sehe ich hier definitiv nicht!
      Auch finde ich es für einen Mediakonzern mit internationalem Anspruch nicht gerade rühmlich, dass obwohl ich schon vor einer Woche drauf aufmerksam gemacht habe, „Oppertunities“ immer noch falsch zu schreiben. Klar, hat das nichts mit der Qualität der Website zu tun, aber ändert ihr das jetzt aus Prinzip nicht? :-)
      Was ich auch nicht verstehe: ihr feiert eure Socialnet-Website als absolute Innovation – und dann verweist ihr nicht mal von der klassischen Website auf dieses Portal? Und wenn ihr doch so innovationsbeflissen seid, warum bietet ihr dann AJAX à la Amazon oder Google (gerade, weil sich Mio im Interview darauf bezieht) nicht für eure Jobsuchmaschine an? Es wäre doch klasse, wenn man als User schon während der Eingabe sofort sieht, ob mein Suchergebnis überhaupt vorhanden ist, oder? Und ist doch klar, dass man als User sich nur das Frontend anschauen kann und keinen Einblick ins Backend bekommt, oder? Apropos innovativ: Innovativ ist mit Sicherheit das vor etwas längerer Zeit gelaunchte Portal von Ogilvy – auch nicht das Gelbe vom Ei in Sachen Usability, aber was die Suchfunktionalität und das Erscheinungsbild angeht, erste Sahne! Aber sei es drum, du hast halt deine Meinung und ich hab meine. Meine Kritik ist ja nicht böswillig gemeint, sondern durchaus konstruktiv!
      Und noch etwas zum Feedback aus der Fachpresse: Was Potentialpark-Rankings und das Streuen der Ergebnisse in diversen Portalen und journalistischen Medien angeht, so habe ich auch dazu eine Meinung. Und die ist, ich glaube, das ist schon durchgeklungen, nicht die beste. Geht es doch da vor allem um quantitative Aspekte, also ist etwas vorhanden oder nicht, also mach ich nen Haken dran, und nicht um die qualitative Ausprägung. Aber das ist wiederum ein anderes Thema.
      Ich lasse mich überraschen, in welche Richtung die „Rumexperimentiererei“ geht und freue mich ja auf jeden Fall, dass sich die Seite weiterentwickelt! Gerne stehe ich hierbei beratend zur Verfügung ;-)

      Nun noch zum letzten Punkt: Was Bertelsmann mit der Bundeswehr zu tun hat? Rein gar nichts natürlich. Nur musste ich so schmunzeln, als ich das Bild auf der Bundeswehr-Karriereseite gefunden habe, dass ich es einfach mal erwähnen wollte. Und so viel Freiheit musst du mir schon eingestehen, dass ich das, was mich beschäftigt, auch mal in einem Blogartikel unterbringe – ob es nun passt oder nicht. Was mich allerdings interessieren würde, wo ich denn was aus welchen Blogartikeln kopiert habe. Das irritiert mich zugegebenermaßen. Sei bitte so lieb und lass mir diese Quellen zukommen. Sollte es tatsächlich so sein, so beziehe ich mich natürlich gerne darauf. Denn eins liegt mir fern – mich mit fremden Federn schmücken zu wollen.

      In diesem Sinne, ein schönes Wochenende und Grüße in die alte Heimat!

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