Pokémon Go-Fieber erreicht die Recruiting-Welt

von personalmarketing2null. Lesezeit: fast 3 Minuten.

Es ist schon verrückt irgendwie. Da kommt eine App auf den Markt und alle Welt steht Kopf. Pokémon Go heißt der Virus, der gerade für unglaubliche Schlagzeilen sorgt und die Welt in Atem hält. Und Nintendo am Leben. Pokémon, sind das nicht diese possierlichen kleinen Racker, mit denen man seinerzeit auf seinem Gameboy spielte? Genau. Und da Totgesagte ja bekanntlich länger leben, als so manchem recht ist, gibt’s auch hier eine Wiederauferstehung. Eben in Form dieser App. Die lustigen Pocketmonster erobern die Welt zurück. Virtual Augmented Reality nennt man das. Oder in diesem Fall wohl eher Augmented Insanity. Sei es drum, auf jeden Fall hat dieses Pokémon Go-Fieber nun auch die Recruiting-Welt erreicht.

Ich wollte es wirklich kaum wahr haben, als mir das in mein XING-Postfach gespült wurde und mit deutlicher Verspätung in meinem E-Mail-Postfach landete (was ist da los XING – was soll diese verzögerte Zustellung?): Ein Stellenangebot, welches sich ernsthaft an einen solchen Pokémon Go-Verwirrten Fan wendet. Veröffentlicht wurde es auf Jobmehappy, einem Stellenportal aus Köln, welches ja schon mit dem ersten Facebook-Job-Chatbot für Furore sorgten.

Gesucht wird nämlich ein Pokémon Go-Trainer für Gosu Chat. Gosu Chat wiederum ist eine Chat-Lösung des Kölner Startups maple apps. Und über diese Plattform sollen jetzt die Nutzer von Pokémon Go chatten können. So einen Trainer könnte ich in der Tat gebrauchen. Denn genau wie Snapchat verstehe ich nicht im Ansatz, wozu man das Ganze braucht und – wie es funktioniert. Und da es einen Snapchat-Trainer (noch) nicht gibt, stehen die Chancen also deutlich höher, dass auch ich dem Pokémon-Go-Hype erliege. Keine Angst, das wird definitiv nicht passieren!

Was macht ein Pokémon-Go-Trainer?

Die Aufgaben sind eigentlich ganz simpel: Pokémon-Spieler auf der ganzen Welt trainieren, sein Pokémon-Wissen an die Community weiter geben und die Community bespaßen. Wenn es die Zeit während des ganzen Chattens dann zulässt, erarbeitet man nebenher noch das ein oder andere Social Media-Konzept.

Und die Skills, die gefordert werden? Klar, außergewöhnlich gute Englischkenntnisse, schließlich sind die Pocketmonster weltweit unterwegs. Außerdem sollte man Nerd sein. Und natürlich wäre es auch nicht so verkehrt, umfassendes Pokémon-Fachwissen mitzubringen.

Geboten wird dem- oder derjenigen auch einiges: Ein Remote-Arbeitsplatz, ein Besuch im Silicon Valley für mindestens 4 Wochen (dort sitzt das Team von maple apps aktuell), flexible Arbeitszeiten und ein Arsenal von ungefähr 50 Nerf-Guns. Was das ist? Keine Ahnung, einfach googeln. Aber ich muss das auch nicht wissen, ich bin nicht Zielgruppe. Und wir wollen ja bitteschön die passenden Bewerber und nicht möglichst viel, gell?

Also, in diesem Sinne – auf, bewerben, ihr Poké-Maniacs! Aber bitte nicht per Post oder so: Kontaktiert @arne in der GosuChat App – natürlich auf Englisch und beschreibt ihm in genau 4 kreativen Sätzen was dich als Bewerber für die Position auszeichnet.

Wann der Pokémon-Go-Hype im Personalmarketing einzieht, dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Denn mit den so genannten Sponsored Locations sollte es demnächst wohl möglich sein, via Pikachu & Co. Bewerber in Unternehmen zu locken. Mir graut davor.


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