Atemlos im Heimathafen – die Personaler Late Night Show

von personalmarketing2null. Lesezeit: etwa 11 Minuten.

Würde es auch ein drittes Mal gelingen, aufgeschlossene und mit Leib und Seele das Thema Recruiting und Personalmarketing l(i)ebende Menschen im Heimathafen zu versammeln und ein doch eher außerordentliches das wohl außerordentlichste HR-Netzwerktreffen zu zelebrieren? Würden diese Menschen verstört um sich schauen und sich wünschen, sie wären nie an diesem Ort gelandet? Oder würden sie voller Begeisterung feststellen, dass man sich unvoreingenommen jeglicher Zwänge und Konventionen entledigen kann, um mit Gleichgesinnten echtes Recruitainment mit Mehrwert zu feiern?

Fragen, die ich mir natürlich wie jedes Jahr gestellt habe. Dieses Jahr sogar etwas mehr, schließlich waren einige Programmpunkte neu und konnten auch im Vorfeld nicht wirklich geprobt werden. „Erschwerend“ kam noch hinzu, dass jede Menge neue Namen auf der Teilnehmerliste standen, von denen ich nicht die leiseste Ahnung hatte, wie sie wohl auf das Format reagieren würden. Apropos Format: Selbst ich wusste ja nicht, was auf mich zukommt. Der Personaler Late Night Talk mit einem großartigen Moderator war schließlich eine Premiere. Und auch die Band war neu.

Würden die einstudierten Songs sitzen, würde der eigens für den Fachkräftemangel produzierte Jingle funktionieren? Was hatten sich die Sponsoren für ihren Sponsoren-Slam überlegt? Würde das Essen ausreichen und schmecken? Und vor allem: Würde jemand sämtliche Schamgrenzen fallen lassen und sich der Herausforderung Live-Karaoke stellen? Zudem war Nadine Bös von der F.A.Z. mit Fotografen im Gepäck vor Ort, um Inspirationen für einen Artikel zu HR-Kongressen und Events zu sammeln. Auch das erhöhte natürlich den Druck. Würde ich ihre Erwartungshaltung erfüllen (wobei, offen gestanden ist es mir relativ egal. Hauptsache, den Gästen gefällt’s)?

Ja. Es würde. Und wie. Es war ein gran-di-oser Abend, den ich so schnell nicht vergessen werde. Und meiner Meinung nach war es das beste personalmarketing2null & friends von allen. Und während ich ursprünglich schon überlegt hatte, die Personaler Late Night Show als Anlass zu nehmen, mich offiziell und vor Publikum von diesem Event zu verabschieden, konnte ich dies unmöglich bei all den positiven Vibes tun.

Content Marketing & Recruiting im Personaler Late Night Talk

Los ging’s pünktlich auf die Minute (oder auch nicht ganz so pünktlich, wer schaut schon so genau hin) mit der Theater(A)Band und dem Song „I’m so excited“. Und das waren wohl alle Beteiligten, mich eingeschlossen. Weiter ging’s mit dem Personaler Late Night Talk. Für jeden der antretenden Gäste gab es einen Intro-Song bzw. ein Jingle. Passen sollten die natürlich auch irgendwie im Kontext. Und so gab es für Brigitte Herrmann „Fight for your right“, schließlich geht es ja darum, dass Personaler auch für ihre Rechte kämpfen, um dann das Recruiting aus der Sackgasse zu befreien.

Das hatten die nachfolgenden Gäste bereits. Michael Witt („Walk this way“) berichtete von seinen Aktionen Wimmelbus und E-Book. Und natürlich durfte ein Hinweis auf den Recruiter-Slam nicht fehlen, der dieses Jahr das zweite Mal in Stuttgart stattfindet.

Auf ungewöhnliche Recruiting-Maßnahmen setzt auch Comspace aus meiner Heimat Bielefeld. Andreas Kämmer gab spannende Einlicke und erzählte, warum man bei einer modernen Digital Agentur bei der Ansprache von Java-Entwicklern lieber auf SMS als auf WhatsApp oder Snapchat setzt. „Holding out for a (Java-Entwickler)-Hero“ gewissermaßen.

Sponsoren-Slam mit Videostory ohne Video und jeder Menge Studien

Weiter ging’s im Programm mit dem Sponsoren-Slam. Mal gerade fünf Minuten Zeit haben die Sponsoren, sich bzw. ihre Dienstleistung bzw. etwas, was im Kontext ihrer Dienstleistung steht, vorzustellen. Ohne Powerpoint. Ohne Internet. Aber mit viel Kreativität, Fantasie und vor allem: Persönlichkeit! Mit dabei diesmal Altan Cörekci von stellenanzeigen.de, der seine „Team-Elf“ vorstellte und darauf hinwies, dass der Kunde die Stellenanzeigen dort in jeder Form mitgestalten – wie das Beispiel Voith (Credits to Michael Witt) mit den Vine-Stellenanzeigen ja eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Team Nummer 2 auf der Bühne waren Carl Hoffmann und Philippe Holthuis von talentry, die an ihre Vorjahres-Performance „Power der Empfehlungen“ anknüpfen wollten, sich dann aber doch mit einem Hinweis auf ihre Social Media Recruiting-Studie nach nicht einmal zwei Minuten von der Bühne verabschiedeten und selbige verteilten.

Weiter ging es mit Team Nummer 3, welches allerdings nur aus einer Person bestand. Anand Ronghe von u-form Testsysteme stellte in Anlehnung an „Der Große Preis“ den „Kleinen Preis“ vor – unter Einbeziehung des Publikums. Denn zwei Vertreter aus selbigem durften schätzen, was denn wohl die Azubi-Welt auf einige ausgewählte Fragen der Azubi-Recruiting-Trends-Studie geantwortet hat (Ergebnisse dazu demnächst hier im Blog). Zu gewinnen gab’s jede Menge Haribo.

Torben, alter Checker – neu interpretiert

Nach der ersten Slam-Session hatte das Publikum eine Pause verdient. Und diese beinhaltete ein weiteres Highlight: Die Neu-Interpretation eines alten Recruiting-Rap-Klassikers. „Ok, Torben alter Checker, 1-2-3, du hattest dich beworben, Torben, ja, du warst so frei, Kollege halt dich fest, du bist jetzt mit dabei, Mit sofortiger Wirkung bist du bei der Polizei„. Sylvia Willecke und Multi-Talent Klaus Krückemeyer (der beglückte die Gäste nämlich nicht nur als meisterhafter Late-Night-Show-Moderator, sondern auch als formidabler Sänger – wobei er es bei weitem nicht mit dem Charme und dem Verve von Sylvia mithalten konnte ;-)) hauchten diesem Song im wahrsten Sinne des Wortes neues Leben ein. Wäre die Polizei NRW seinerzeit so auf Bewerberfang gegangen, so hätte es garantiert geklappt. Mit den Bewerbungen. Und Hohn und Spott wären erspart geblieben. Aber hey, so hatten wir auch im zweiten Jahr in Folge (wer erinnert sich nicht an das legendäre Recruiting69.0) viel Spaß mit dem Song.

Sponsoren-Slam Teil II – Poesie und noch mehr Studien

Auf ging’s in die zweite Runde des Sponsoren-Slams. Den Auftakt machten Lucas Spähnhoff und Maik Eller von Employour, die jetzt als embrace auftreten, aber als Employour bereits das dritte Mal mit dabei waren. Auch Lucas und Maik brachten Studien-Ergebnisse mit, nämlich die des aktuellen Ausbildungs-Reports. Präsentiert allerdings auf eine recht unterhaltsame Weise – inhaltlich m. E. definitiv eins der diesjährigen Highlights des Slams.

Und weil da so viel Content drin steckt – und genau um den ging es ja, so von wegen Content Marketing live on stage und der Content sind Sie und so – gibt’s den Beitrag demnächst noch mal in voller Pracht hier auf diesem Blog. Nächster im Bunde war dann whatchado. Ebenso wie Employour war das Team auch bereits das dritte Mal dabei und eben ein echter „friend“. Dieses Jahr allerdings stark dezimiert, war doch „lediglich“ Oliver Eger, seines Zeichens „still first Adult“, vor Ort. Und der präsentierte stilecht das neueste Projekt aus dem Hause whatchado, die Refugee-Stories. Kleine Anekdote am Rande: Oliver rief mich vorher noch an, ob er denn ein Video präsentieren könne, sonst mache das Ganze ja keinen Sinn, diese Stories seien ja die Geschichten von Flüchtlingen. Ich sagte sorry, Oli, für euch gelten die gleichen Regeln wie für die anderen: Kein Powerpoint, kein Internet, kein Video. Oliver nahm die Herausforderung an und transkribierte einfach ein Video und trug es dann quasi im Originalton vor. Das brachte ihm nicht nur viel Aufmerksamkeit, das brachte ihm dann in der finalen Abstimmung dann auch noch den Titel als bester Slammer ein. Respekt!

Aber ich greife vor. Denn einer kam ja noch und mit ihm ein zweites Mal das Thema Mitarbeiterempfehlungsprogramme. Arnim Wahls von firstbird fragte in Analogie zum Film Matrix rote oder blaue Pille und forderte (wiederholt) ein Denken weg von Human Resources hin zu Human Connections.

Nach dem Sponsoren-Slam war’s dann wieder Zeit für die traditionelle Scheck-Übergabe. Aber vorher hatte Hanna Drabon noch das Wort. Schließlich passte das zur Übergabe des Spenden-Schecks wie die Faust aufs Auge. Hanna initiierte nämlich die Initiative „Spende dein Talent„. Das Motto: Zeig anderen, was dich begeistert und tue gleichzeitig Gutes. Mitarbeiter lassen andere Mitarbeiter an ihren „Talenten“ (bspw. Stricken, Gitarre spielen, Fotografieren etc.) in Form kleiner Events partizipieren, diese wiederum spenden einen freiwilligen Betrag und der Erlös wird einem guten Zweck zugeführt

Apropos guter Zweck. Auch dieses Jahr ging es nicht nur darum, Allianzen gegen den Fachkräftemangel zu schmieden. Wie jedes Jahr zuvor auch, werden die Erlöse des Abends wieder einem guten Zweck zugeführt. Traditionell ist dies die Teestube in Wiesbaden, ein Projekt für Wohnungslose, welches ausschließlich aus Spenden finanziert wird und dieses Jahr seinen dreißigsten Geburtstag feiert. 4.113 Euro gehen dieses Jahr auf das Konto der Teestube Wiesbaden – Geld welches nach Matthias Röhrig, Leiter der Teestube und auch im dritten Jahr Gast des Events, in das Hauswirtschaftsprojekt einfließen wird.

Auch anderweitig wurde wieder Getan. Wie in den Jahren zuvor, wurde der CO2-Verbrauch mit Unterstützung von Projekt Togo in Form von gepflanzten Bäumen und CO2-Zertifikaten kompensiert. Und noch viel mehr: Die Initiative realisiert Anlagen für die Energie- und Wasserversorgung, für die Bodenverbesserung, die Infrastrukturen, für Gesundheit und Bildung sowie Projekte für nachhaltige Land- und Forstwirtschaft, Selbstversorgungs- und Marktproduktion. Man kann mit einem Event so viel Gutes tun – wenn man nur will.

Atemlos mit Live-Karaoke im Heimathafen

Nach einem würdigen Schlusspunkt mit „The Winner takes it all“, intoniert von der großartigen Theater-(A)-Band, ging es dann in den gemütlichen Teil über. Nach einem hervorragenden Buffet, einem wahren Augen- aber vor allem Gaumenschmaus – diesmal vom Heimathafen selbst ausgerichtet – startete dann das Live-Karaoke. Eine echte Herausforderung. Würde es gelingen, die anwesende Personalerschaft dafür zu begeistern, die Bühne zu stürmen und aus dem „leeren Orchester“ (das nämlich heißt Karaoke wortwörtlich) Theater-(A)-Band ein volles zu machen? Es gelang. Auftakt machte die wunderbare Andrea Hartenfeller. Sie fand schnell Nachahmer und so war die Bühne stets gut besucht und besungen. Selbstverständlich musste auch ich Farbe bekennen und schmetterte das einzige Lied, welches ich (zu dem Zeitpunkt) beherrschte: Atemlos durch die Nacht.

Das Ganze wurde dann noch Programmpunkt vom Rest des Abends. Atemlos stand ich bei unzähligen Songs mit immer wieder wechselnden Gesangspartnern und -partnerinnen auf der Bühne.

Gegen drei Uhr morgens konnte die Crew vom Heimathafen dann endlich aufräumen. Atemlos durch die Nacht, bis ein neuer Tag erwacht eben…

Noch einmal ein herzliches, riesengroßes Dankeschön an die Teilnehmer, die teilweise weite Wege (Hamburg, München, Augsburg, Bielefeld, Berlin, Magdeburg – um nur einige zu nennen) auf sich nahmen, an die Sponsoren Employour/embrace, firstbird, jobware, stellenanzeigen.de, talentry, u-form Testsysteme, viasto, whatchado und knabenreich consult, ohne die dieses Event nicht möglich gewesen wäre, an die Theater-(A)-Band, an den phantastischen, phänomenalen Moderator Klaus Krückemeyer, an die Crew vom Heimathafen – ihr wart wieder großartige Gastgeber! und natürlich an meine Leser – denn ohne die würde es diesen Blog und in der Folge das Event nicht geben.

Und wem das zu viel Eigen-Lobhudelei war – das schrieben andere über das Event:

Die Personaler Late Night Show – zum 3. Mal #pm20af

Auf stürmischer See sehnen sich Personaler nach einem sicheren Heimathafen


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