Der frühe Vogel läutet Paradigmenwechsel im Recruiting ein

von personalmarketing2null. Lesezeit: etwa 7 Minuten.

Gestern war ein ereignisreicher Tag: Justin Bieber (Justin… wer???) feierte seinen 17. Geburtstag und das Recruiting wurde revolutioniert. Sie dürfen raten, welches Ereignis größere Auswirkungen auf die Menschheit hat. Falsch geraten. Es ist natürlich die Lösung, die das sympathische Startup firstbird aus Österreich gestern dem staunenden und begeisterten Publikum gestern im Microsoft Atrium in Berlin präsentierte. Bescheiden wie die Wiener eben so sind, wurde mal eben „the day recruiting will change forever„, proklamiert. Die Erwartungen waren also entsprechend hoch. Aber sie wurden erfüllt.

Eigentlich wurden sie das für einen ausgewählten Zirkel schon am Vorabend. Eine illustre Runde von Bloggern aus Österreich und Deutschland hatte im kuscheligen Headquarter von tandemploy bei selbst gebrauter Gerstensaftschorle nicht nur die Gelegenheit, die neuesten Microsoft Surface Pro Tablets zu testen, sondern die neue Recruiting-Lösung von firstbird. Während die Microsoft-Tablets nicht eben durch Nutzerfreundlichkeit überzeugen konnten, taten es die Atmosphäre bei tandemploy und die Oberfläche vom neuen firstbird sehr wohl.

Aber die Nutzerfreundlichkeit ist nur ein Aspekt des Produkt-Launches. Viel mehr geht es um nicht mehr und nicht weniger als um einen Paradigmenwechsel in der Personalbeschaffung. Aber eins nach dem anderen. Und da kann ich es Ihnen leider nicht ersparen, etwas weiter auszuholen.

Empfehlungen eigener Mitarbeiter sind der erfolgreichste Recruiting-Kanal

Wenn es darum geht, sich als Arbeitgeber beim passenden (!) Bewerber zu präsentieren, ziehen Unternehmen viele Register. Längst nicht alle, das wissen wir. Da werden Hunderttausende Euro in Employer Branding-Kampagnen gesteckt, die dem Bewerber eine Welt vorgaukeln, wie sie gar nicht ist. Oder unwesentliche Details unter den Tisch gekehrt, wie jüngst bei der Bundeswehr. Man lässt Bewerber, die eigentlich händeringend gesucht werden, monatelang im Regen stehen oder vergrault sie mit umständlichen Prozessen, wie beim BAMF. Man lässt kreative Ideen konzipieren, die sich dann in markigen, aber zumeist sinnentleerten Worthülsen auf Karriereseiten, Stellenanzeigen und Imagebroschüren wiederfinden. Man lässt Online-Agenturen in ihrem Drang zum Ausprobieren neuester interaktiver Spielereien allzu viel Spielraum und geilt sich an unnützen umflippenden Kacheln oder überflüssigen Parallax-Effekten auf. Budget für einen gescheiten Recruitingprozess oder Wertschätzung zeigende Bewerberkorrespondenz bleiben da auf der Strecke. Da nützt die schönste Employer Branding Kampagne nichts. Außen hui, innen aber so was von pfui!

Und bei all diesem Brimborium vernachlässigt man die Ressource Mensch, den eigenen Mitarbeiter. Wer, wenn nicht der eigene Mitarbeiter, sollte am besten wissen, wer den cholerischen Chef, den müffelnden Kollegen, die gurgelnde Kaffeemaschine und das veraltete Computer-Equipment am besten ertragen könnte? Eben. So bestätigt auch der aktuelle IAB Kurzbericht, dass persönliche Kontakte bzw. die Empfehlung eigener Mitarbeiter der häufigste Besetzungsweg bei Neueinstellungen ist.

Such- und Besetzungswege bei Neueinstellungen 2015 - Quelle IAB

Kein anderer Rekrutierungsweg ist so erfolgreich wie Mitarbeiterempfehlungen!

Dieses deutet auf die hohe Relevanz von Netzwerken hin, wenn es um die Besetzung offener Stellen geht, so der Bericht. Und weiter:

„Eine Erklärung dafür ist, dass Mitarbeiter mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nur dann eine Person empfehlen, wenn sie von deren Eignung für den Betrieb und die Position überzeugt sind. Von Seiten des Betriebes dürfte der Empfehlung des Mitarbeiters vertraut werden, da dieser zum Erhalt der eigenen Reputation keinen ungeeigneten Kandidaten empfehlen würde.“

Allerdings stellen Mitarbeiterempfehlungen für die Unternehmen offenbar auch eine echte Herausforderung dar: In der Liste der wichtigsten internen Herausforderungen, denen sich die Unternehmen auf dem Weg hin zu einer innovativen und zielführenden Gestaltung der eigenen Personalbeschaffung stellen müssen, finden sich die Mitarbeiterempfehlungen in der Studie Recruiting Trends 2015 mit nur wenig Abstand zu anderen Aspekten auf dem siebten Platz.

Die Bedeutung interner Herausforderungen für die Personalbeschaffung - Quelle Recruiting Trends 2015

Während es laut IAB-Bericht beim überwiegend Klein- und Mittelstand 30 Prozent sind, bei denen die realisierten Einstellungen aus Mitarbeiterempfehlungen resultieren, sind es bei den Top-1.000-Unternehmen aus Deutschland laut Recruiting Trends 2015 gerade einmal 8 Prozent. „Insgesamt halten mehr als sechs von zehn Studienteilnehmern ihre Mitarbeiter gelegentlich dazu an, im Unternehmen bestehende freie Stellen an ihr privates Umfeld/Bekanntenkreis (offline) weiterzuempfehlen. Eine entsprechende Weiterempfehlung von Vakanzen an die Online-Netzwerke der eigenen Mitarbeiter in sozialen Netzwerkplattformen (z. B. Facebook) wird zwar nur von 23,7 Prozent der antwortenden Unternehmen forciert, im Vergleich zum Vorjahr steigt dieser Wert jedoch um 9,4 Prozentpunkte.“

Wir sehen also, dass auf der einen Seite Mitarbeiterempfehlungen eine mächtige Waffe im „War for Talents“ darstellen, auf der anderen Seite die Unternehmen aber längst nicht alle Register ziehen und eine große Herausforderung darin sehen, dieses Problem zu umschiffen. Wer kennt sie nicht, die Flyer, die in den Schubladen verstauben oder die Aushänge, die keiner mehr wahrnehmen will. Ein Tool muss also her, dass es es einfach macht, sich diese Ressourcen zu erschließen.

Stop thinking in Human Resources. Start of thinking in Human Connections.

Halt! Ressourcen? Wir sprechen hier von Menschen. Klar, es gibt Unternehmen, die beschäftigen Ressourcenmanager, um ihre Ressourcen zu managen (übrigens eins dieser Unternehmen, die Millionen für ihre Employer Branding Kampagne mit offenen Händen aus dem Fenster geschmissen haben), aber dazu gehören Sie nicht, oder? Es geht also um Menschen. Um Beziehungen. Um die Beziehung zwischen Menschen.

Und genau diese Erkenntnis macht sich firstbird zunutze und proklamiert gleich mal einen Paradigmenwechsel.

„Why do we still treat humans like resources?
Humans don’t connect through job ads, headhunters or flashy videos.
Humans connect through personal relationships.
So we stop thinking in human resources. And start of thinking in human connections.“

Und wer es tatsächlich schafft, diesen Hebel im Kopf umzustellen, der hat schon zu einem großen Teil verstanden, warum gestern das Recruiting für immer verändert wurde.

Natürlich ist das nicht alles. Die Frage ist nun, was dürfen Mitarbeiterempfehlungen eigentlich kosten? Eine berechtigte Frage, denn dem neuesten index Recruiting-Report zufolge erhalten Recruiting-Maßnahmen abseits der Stellenanzeige im Durchschnitt nicht einmal ein Zehntel des Gesamtbudgets zur Mitarbeitergewinnung. Für Mitarbeiterempfehlungsprogramme, über die immerhin 10 Prozent des neuen Personals rekrutiert wird, werden beispielsweise lediglich ca. 3 Prozent des Recruitingbudgets bereit gestellt. 3 Prozent des Gesamtbudgets für die erfolgreichste Personalbeschaffungsmaßnahme!

Macht aber gar nix. Denn bei firstbird ist man der Meinung, dass Mitarbeiterempfehlungs-Tools nichts kosten dürfen. Und schenkt uns eine Freemium-Version. Ja, Sie lesen richtig: Das neue firstbird ist für umme! Gratis! Geschenkt! Aber garantiert nicht umsonst (siehe oben). Fängt damit nun der Ausverkauf der Mitarbeiterempfehlungsprogramme statt, wie es bspw. Stefan Scheller unkt und sogar eine Spam-Welle befürchtet? Andere wiederum verstehen erst gar nicht, „weshalb die eigenen Mitarbeiter jede „Hudipfupfstelle“ in ihr Netzwerk blasen sollten„. Das mache doch keinen Sinn.

Klar, macht es keinen Sinn, jede „Hudipfupfstelle“ ins Netzwerk zu blasen. Sie sollten schon mit Ihren Mitarbeitern sprechen (Stichwort Kommunikation und netzwerken), für welche Stelle Sie gerade einen neuen Kollegen suchen und worauf es Ihnen dabei ankommt. Erwarten Sie bitte nicht, dass Ihnen das Tool auch noch diese Arbeit abnimmt. Und das Tool kann so einiges. Um es mit Arnim Wahls Worten zu zitieren:

„A tool made for every person, every team and every organization to use the power of Human Connections.“

Einfach, sozial, verspielt und bindungsfreudig

Es basiert auf den Säulen Simplicity (damit sind ein supersimples Einrichten und eine idiotensichere Bedienung gemeint),

firstbird ist simpel

 

Gamification (es gibt Punkte-Prämien, Badges, Leaderbord und sogar Statistiken, mit denen Sie auswerten können, über welche Kanäle Ihre Empfehlungen kommen – ich bin ja echt kein Gamification-Typ, aber das Punktejagen bei der Sneak Preview hat echt Spaß gemacht und bietet schon für sich einen Anreiz (das wiederum als Anreiz für alle Unternehmen, die zu geizig sind, Ihre Mitarbeiter zu incentivieren)),

firstbird bietet Gamification-Elemente

firstbird liefert Statistiken

Social (Sie können Ihren internen wie externen (!) Talent Scouts folgen, haben einen Activity Stream und können firstbird mit Dropbox, Google Drive, Slack usw. verbinden)

firstbird ist social

und Connectivity (Schnittstellen zu jedem BWMS!).

Und wie gesagt:

„Firstbird is free to use for as long as you like.“

CEO Arnim Wahls: „Firstbird öffnet die Tür in eine komplett neue Welt des Recruitings und das ohne Kosten oder Implementierungsaufwand. Der volle Saal in Berlin gestern Nacht hat gezeigt, dass HR bereit für Mut und Innovation ist.

An der Zeit wäre es. Das Publikum in Berlin zumindest war begeistert. Fast hatte ich das Gefühl, es würde Standing Ovations geben. Und das lag nicht nur am Produkt und seinen Features selbst, sondern auch an der mit Leidenschaft und Emotion vorgetragenen Präsentation von Arnim selbst.

Und so ist nicht nur die Lösung selbst ein Meilenstein, auch der Produkt-Launch war es. Well done, firstbirds!

1march2016 - das Team von firstbird

Und jetzt sind Sie dran. Melden Sie sich an, wie es bereits bis heute Morgen über 200 Neugierige getan haben und gestalten Sie ein Recruiting von Mensch zu Mensch!

https://1brd.com/register-company

Oder empfehlen Sie einfach meine Stelle weiter, wenn Sie sich nicht selbst für das weltweit erste klimaneutrale Net(t)working-Event – Die Personaler Late Night Show bewerben möchten.

  1. […] vor allem im Tech-Umfeld. Die Beschreibung des Produktes ist hier bei den HR-Blogger-Kollegen Henner bzw. Robindro noch ausführlicher und in jedem Fall […]

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