Arbeiten 4.0 – Digitalisierung und Einsatz von Enterprise Social Networks

von Henner Knabenreich. Lesezeit: fast 5 Minuten.

Über die Digitalisierung in Unternehmen wird ja viel geredet und spekuliert. Gelten digitale Technologien doch als Mittel zur Steigerung von Effizienz und Produktivität – und das nicht nur im Recruitingprozess. Schauen wir uns den Status Quo der Digitalisierung in Deutschland an, so hinken wir im Vergleich zu anderen Ländern der EU hinterher. Allerdings äußern gemäß einer aktuellen Umfrage immer mehr Mitarbeiter ihren Wunsch nach Digitalisierung im Berufsalltag. Potenzial, dass Unternehmen für sich nutzen sollten. Zum Beispiel durch den Einsatz so genannter Enterprise Social Networks.

Während Arbeitgeber eher zögerlich auf technologische Neuerungen reagieren, wissen die Mitarbeiter offenbar sehr genau, was sie wollen: Bei einer Umfrage der Hochschule RheinMain in Zusammenarbeit mit der Plattform feelgood@work gaben 85 Prozent der Unternehmen an, dass ihre Mitarbeiter aktiv nach einer höheren Digitalisierung verlangen. Von der jüngeren Generation wünschen sich fast ein Drittel mehr Technologie am Arbeitsplatz. 34 Prozent der Firmen geben an, dass nur in einzelnen Funktionsbereichen aktiver Bedarf nach höherer Digitalisierung besteht (sollte HR etwa dazu gehören?). 22 Prozent der befragten Unternehmen stellen bei der ganzen Belegschaft eine klare Nachfrage fest.

Nachfrage nach Digitalisierung in Unternehmen - Quelle: Hochschule RheinMain

Auch wenn die Digitalisierung laut einer Cisco-Studie zum „digitalen Wirbelsturm“ das Geschäft von fast der Hälfte der heute etablierten Unternehmen in führenden Industrienationen und Schwellenländern innerhalb von fünf Jahren völlig umkrempeln und einzelne Firmen verdrängen wird, gilt für Unternehmen: Allein „Ja“ zur Digitalisierung zu sagen, genügt nicht.

Verbesserung der internen Kommunikation durch Digitalisierung

Denn selbst wenn Menschen den Wunsch danach äußern, müssen Arbeitgeber diese Offenheit auch für sich selbst annehmen, die nötigen Freiräume schaffen und Veränderungen aktiv fördern. Nur so kann der Wunsch auch in erfolgreiches Handeln überführt werden. Spannend in diesem Kontext sind auch die Ergebnisse der Studie „Enterprise 2.0 – Konsequenzen für die Arbeitswelt von morgen“ aus dem Jahr 2013 (demnächst gibt’s dazu aktuelle Ergebnisse). Der Wunsch nach Digitalisierung – in diesem Zusammenhang graben wir mal wieder den Begriff „Enterprise 2.0“ aus – zielt nämlich auf die Verbesserung der internen Kommunikation und Zusammenarbeit ab. Ein ganz wichtiger Aspekt ist auch die Nutzung der „kollektiven Intelligenz“, also die Verfügbarkeit, das Teilen und die Speicherung von implizitem Wissen. Also auch innerhalb des Unternehmens „raus aus dem Silo, rein ins Netzwerk“, wenn man so will.

Enterprise 2.0 - Ziele - Quelle HSRM

Heute spricht kaum einer mehr von Enterprise 2.0, vielmehr ist von New Work die Rede oder gar von Arbeiten 4.0 – in Anlehnung an den Begriff „Industrie 4.0“. Laut Bundesministerium für Arbeit & Sozialeszeigt Arbeiten 4.0 neue Perspektiven und Gestaltungschancen in der Zukunft auf. Der Titel „Arbeiten 4.0“ knüpft damit an die aktuelle Diskussion über die vierte industrielle Revolution (Industrie 4.0) an, rückt aber die Arbeitsformen und Arbeitsverhältnisse ins Zentrum.

Heißt also für Unternehmen bspw. den Einsatz von Facebook, damit sich Mitarbeiter stärker untereinander vernetzen und Geschäftsgeheimnisse in die Welt hinaus posaunen. Oder wenigstens den Zugriff auf selbige der stets interessierten und aufgeschlossenen NSA zu erleichtern. Da ändert auch Facebooks Enterprise 2.0-Network Facebook@work nichts dran. Facebook ergänzt hier bekannte Funktionen wie Newsfeed, Gruppen, Nachrichten und Veranstaltungen um integrierte Kollaborationslösungen wie interne E-Mails und Messenger. Noch mehr Futter für die allgegenwärtige NSA also. Snowden würde sich freuen. Und dank geplatztem Safe Harbor Abkommen wohl ein weiterer Grund, das Tool argwöhnisch zu beobachten.

Enterprise Social Network

Eine andere Lösung, die auf heimischen Servern gehostet wird, ist das „Enterprise Social Network“ vom HR-Software-Anbieter rexx Systems. Analog wie bei Facebook auch können die Nutzer – also die Mitarbeiter des Unternehmens – ihre eigenen Beiträge posten, kommentieren oder favorisieren („liken“).

Die Software unterstützt die Forderung von Mitarbeitern nach mehr Digitalisierung, das Know-how von Kollegen zu nutzen und Wissen zu teilen. Zudem können mittels des HR Blog-Moduls beispielsweise eigene Artikel, Fachthemen oder Projekte veröffentlicht und diskutiert werden. Mithilfe dieses Tools werden also in der Folge auch die soziale Interaktion und damit die Mitarbeiterbindung gefördert. So können bspw. in den Gruppenbereichen After-Work-Aktivitäten geplant oder eine Wohnungsbörse eingerichtet werden. Zudem kann das interne Employer Branding durch Berichte über Betriebsfeste und -ausflüge, wichtige Auszeichnungen oder Corporate-Social-Responsibility-Aktivitäten gestärkt werden.

Rexx Self Service Portal mit Newsfeed

Spannend ist so ein Enterprise Social Network (ESN) vor allem für Unternehmen mit mehreren Standorten. Aber nicht ausschließlich, denn leider bleibt die interne Kommunikation in vielen Unternehmen oftmals auf der Strecke. Über das ESN können alle Mitarbeiter Standort übergreifend digital an aktuellen Betriebsthemen teilnehmen und sich auch aktiv einbringen.

Spielerisches Onboarding mit dem Teamquiz von rexx Systems

Auch für das Onboarding neuer Mitarbeiter ist die browserbasierte Software prima geeignet. Die neuen Mitarbeiter können dann bspw. mittels Teamquiz ihre zukünftigen Kollegen oder das neue Arbeitsumfeld spielerisch kennenlernen. Schnell können sie sich auf diese Weise einen Überblick verschaffen und sind bereits ab Vertragsunterzeichnung mittendrin – statt nur dabei.

Integration weiterer Funktionen schafft Mehrwert

Was definitiv kein Facebook@work bieten kann, ist die Integration weiterer Self-Service-Funktionen. So ist es bspw. möglich, digitale Urlaubs- und Abwesenheitsanträge zu erstellen, die Erfüllung von Zielvereinbarungen oder aber die Zeiterfassung einzusehen.

Diese Kombination von Mitarbeiterportal und sozialem Netzwerk ist eines der Hauptmerkmale, mit dem sich das rexx ESN von weiteren Anbietern unterscheidet. Oft scheitern soziale Netzwerke im Unternehmen an dem notwendigen Wandel in der Unternehmenskultur hin zu Transparenz und Diskussionsbereitschaft. Durch den Zugang über rexx Self Service – eine von Mitarbeitern und Führungskräften als sehr nützlich empfundene Funktion – wird dieser Wandel erheblich erleichtert. Der Verbesserung der internen Kommunikation und einem (verbesserten) Wissensmanagement sind auf diese Weise also Tür und Tor geöffnet.

Enterprise Social Network - Mobile Ansicht des Self Service Portals von rexx Systems

Dass sich das Ganze auch mobil einwandfrei nutzen lässt, ist selbstverständlich.

Und so lassen sich die Schnappschüsse von der Betriebsfeier dann direkt ins ESN hochladen ;-)

Meine Empfehlung:

Einfach mal einen Testzugang beantragen und testen. Damit auch Sie die Digitalisierung im Unternehmen vorantreiben und für eine bessere Vernetzung Ihrer Mitarbeiter sorgen!

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