Auf fimboyangu bewerten Arbeitgeber ihre Mitarbeiter

von personalmarketing2null. Lesezeit: etwa 3 Minuten.

Es ist schon unglaublich, was in den letzten Monaten alles an Employer Branding- und Recruiting-Plattformen wie die sprichwörtlichen Pilze aus dem Boden sprießt. Da gibt es truffls, talentsconnect, feelgood@work, gradeview und viele mehr. Auch das Bewertungsportal fimboyangu gehört dazu. Und sagt kununu den Kampf an.

Nun, wenn ich sage, dass fimboyangu kununu den Kampf ansagt, so ist das nicht ganz richtig. Eher dreht fimboyangu den kununu-Spieß um. Denn hier gibt es nun erstmals eine Plattform, auf der Arbeitgeber ihre Mitarbeiter bzw. Bewerber bewerten können. Schluss also mit dem an den Pranger stellen von um ihre Mitarbeiter bemühten Unternehmen. Nun können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern zeigen, wo der Hammer hängt und auf diese Weise bspw. andere Unternehmen vor notorischen Schlechtleistern warnen.

fimboyangu sorgt für Transparenz auf dem Bewerbermarkt

Spannend dabei ist die unmittelbare Verknüpfung mit den Social Media-Profilen von Mitarbeitern und Bewerbern. Wie das Ganze funktioniert? Ganz einfach. Nehmen wir mal an, Sie seien Arbeitgeber (respektive Vorgesetzter, Recruiter, Geschäftsführer, Personalleiter was auch immer). Sie haben sich schon immer über die 9 to 5-Mentalität ihres Mitarbeiters Karl-Heinz Becker* (Name von der Redaktion geändert) und seine unterdurchschnittliche Arbeitsleistung aufgeregt. Diesen Frust müssen Sie jetzt nicht mehr für sich behalten respektive auf Facebook los werden. Sie gehen einfach auf fimboyangu und legen dort (natürlich anonym) ein Profil für Ihren Mitarbeiter an. Damit für jeden nachvollziehbar ist, um wen es sich handelt, arbeiten Sie selbstverständlich mit Klarnamen. Hier können Sie alle relevanten Daten hinterlegen: Name, Anschrift, Geburtsdatum, Familienstand, Besitzstand, Kinder etc. sind die Basis des Ganzen. Nun haben Sie die Möglichkeit die Leistungen Ihres Mitarbeiters zu bewerten. fimboyangu gibt einige Beispiele vor, im Handumdrehen können Sie aber eigene Bewertungskriterien erstellen und per Expressbewertung Punkte vergeben.

Im Zweifelsfall wird Karl-Heinz Becker* auch über Social Media-Profile verfügen. Mit wenigen Klicks können Sie nun bspw. sein Xing-Profil mit dem fimboyangu-Profil verknüpfen und so bekommt ein potenzieller Interessent (bspw. weil sich Karl-Heinz Becker in einem anderen Unternehmen beworben hat) noch weiterführende Infos über die Person (vorausgesetzt natürlich, Herr Becker hat sein Profil entsprechend gepflegt). Aber es kommt noch besser: Auch eine Schnittstelle zu Facebook gibt es. Auf diese Weise können Sie nicht nur tracken, wenn Ihr Mitarbeiter wertvolle Arbeitszeit auf Facebook verdaddelt, Sie werden auch in Kenntnis gesetzt, wenn sich Ihr Mitarbeiter vor Freunden rufschädigend äußert. Spannend hierbei: Dank der Übernahme von Whatsapp durch Facebook werden auch die Inhalte der Chats getrackt. Auf diese Weise sind sie bestens im Bilde über die Meinungsäußerungen Ihrer Mitarbeiter und haben so die Möglichkeit, das Profil entsprechend „aufzuwerten“.

mfanyakazi bewerten die Kollegen

Wer nun glaubt, das sei alles, der irrt. Die Entwickler von fimboyangu (dies ist im Übrigen Suaheli und steht für „Meine Mitarbeiter“) haben nämlich noch ein Schmankerl parat. Als Nutzer haben Sie nämlich die Möglichkeit, so genannte „mfanyakazi“ einzuladen. Dies können bspw. Kollegen des bewerteten Mitarbeiters aber auch ehemalige Arbeitgeber sein. Mfanyakazi lässt sich zwar schwer aussprechen, hat bzw. haben es aber in sich. Denn diese können wiederum ihrerseits den jeweiligen Kollegen bzw. Ex-Mitarbeiter bewerten und auf diese Weise das Profil aufwerten. So wird die Transparenz deutlich erhöht.

Im Übrigen lassen sich auf fimboyangu nicht nur Mitarbeiter bewerten. Auch vor vorlauten und unqualifizierten Bewerbern können Sie die Recruiterkollegen aus anderen Unternehmen nun warnen.

Mein Fazit: Spannende Plattform mit viel Potenzial, die das Recruting umkrempeln wird und die Machtverhältnisse zwischen Arbeitgeber und Bewerber wieder ins Lot rückt. Nämlich den Bewerber als Bittsteller.

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