Studie „Azubi-Recruiting Trends“ erfragt Perspektive von Ausbildungsbetrieben und Bewerbern

von personalmarketing2null. Lesezeit: etwa 5 Minuten.

Alle lamentieren über den Fachkräftemangel, dabei haben wir doch gelernt, dass alles nur ein Mythos ist. Ja, ein ganzes Buch gibt’s sogar dazu. Für welches im Übrigen uneingeschränkter Lesebefehl gilt (im Übrigen ist auch der Autor beim ersten klimaneutralen HR-Event für frechmutige Personaler in Wiesbaden – also Tickets sichern!). Insbesondere auf dem Ausbildungsmarkt ist das Geschrei groß, laut Agentur für Arbeitslosigkeit konnten letztes Jahr 146.000 Stellen nicht besetzt werden. Dass dies von den Unternehmen oftmals selbst verschuldet ist, muss ich hier glaube ich nicht thematisieren.

Infografik Lehrstelle gesucht - Stand August 2013

Besonders prekär: Wir haben in Deutschland 345 Ausbildungsberufe (hier geht’s zur „Liste der staatlich anerkannten Ausbildungsberufe und Berufe in Erprobung„). Dann gibt’s noch mal ein ganzes Bündel von Dualen Studiengängen. Wer soll da den Überblick behalten? Wenn ich Sie jetzt mal auffordern würde, wenigstens zehn Ausbildungsberufe aufzuzählen, würden Sie das hinbekommen? Gut, vielleicht schaffen Sie noch die Top 10 der beliebtesten Ausbildungsberufe in Deutschland. Aber dann hört es wahrscheinlich auf. Oder haben Sie schon mal von den Ausbildungsberufen  Zupfinstrumentenmacher, Werkgehilfe Schmuckwarenindustrie, Wachszieher, Vergolder, Speiseeishersteller, Revierjäger, Pferdewirt, Orgel- und Harmoniumbauer, Milchtechnologe, Modist, Leuchtröhrenglasbläser, Hafenschiffer, Figurenkeramformer, Chirurgiemechaniker oder Böttcher gehört? „Du, Mutti, ich möchte unbedingt Speiseeishersteller werden.“ „Papi, wenn ich groß bin, will ich unbedingt Leuchtröhrenglasbläser werden!“ Vorstellbare Szenarien? Eher weniger, oder? Wenn ich regelmäßig morgens am Rhein entlang jogge und die ganzen Schiffe sehe, stelle ich mir des Öfteren die Frage, wie die Binnenschiffer (auch so ein Ausbildungsberuf!) eigentlich an ihren Nachwuchs kommen. Definitiv Stoff für einen Blogartikel! Oder gehen Sie mal zur Agentur für Arbeitslosigkeit und fragen Sie da mal den netten Herrn Berufsberater. Auch der wird im Zweifelsfall überfordert sein und erst mal googeln müssen. Wahrscheinlich darf er das aber nicht mal :-)

Nun, wie auch immer. Spannend ist doch tatsächlich einmal zu sehen, wie Arbeitgeber respektive Ausbildungsbetriebe auf dem Ausbildungsmarkt agieren – sprich, welche Mittel und Wege sie nutzen, wenn es darum geht, den Nachwuchs für sich zu begeistern. Ebenso wie die Unternehmen oftmals sehr unbedarft sind, wenn es darum geht, sich als Arbeitgeber zu präsentieren (einige gibt es de facto nicht einmal!), so sind es die Schüler auch, wenn es darum geht, sich über eben diese zu informieren. Bzw. überhaupt auf dem Schirm zu haben, wenn es darum geht, welchen Ausbildungsberuf sie ergreifen wollen. Berufsorientierung wird in Deutschland nun mal leider nur ganz klein geschrieben. Insofern ist es ja gut, dass der geschätzte Recrutainment-Papst Jo Diercks 2014 zum Jahr der Berufsorientierung ausgerufen hat. Hoffen wir, dass es hilft und zu einem Umdenken anregt. Denn nach nach einem Tag vor dem Computer im biz sitzen oder einem Girls‘ respektive Boys‘ Day hat man(n) respektive frau bzw. girl kaum eine Vorstellung von dem, was man mal werden will oder ob einem der Job liegt, oder?

Fassen Sie sich mal an die eigene Nase – hatten Sie damals einen konkreten Plan, was sie mal werden wollten? Und waren sich da zu 100 Prozent sicher? Ich für meinen Teil war es nicht. Und ich hatte auch keinen Plan. Mein Ausbildungsberuf war mehr ein Zufallstreffer (okay, Sie haben mich ertappt: Blogger ist gar kein Ausbildungsberuf. Wobei – das wär’s doch mal: Ausbildung zum Blogger. Da könnte ich glatt ausbilden, habe ich doch einen Ausbilderschein und verstehe was vom Handwerk :-)).

So, langer Rede, kurzer Sinn: Es wäre doch mal schön zu wissen, wie Unternehmen so ticken, welche Wege sie beschreiten, wenn es um das Thema Ausbildungsmarketing geht. Und ebenso spannend wäre es zu sehen, wie Schüler denn ticken, wenn sie sich über einen Ausbildungsberuf Gedanken machen. Und was sie von Arbeitgebern erwarten. Und, jetzt wird’s spannend: Herauszufinden, inwieweit die Vorstellungen auseinander klaffen. Und das werden Sie, glauben Sie mir!

Informationsquellen für die Berufsorientierung - Azubi-Recruiting Trends 2013

Genau dies herauszufinden, macht sich die diesjährige Studie „Azubi-Recruiting Trends“ aus dem Hause u-Form Testsysteme bereits zum fünften Mal zur Aufgabe. Wie heißt es so schön in der entsprechenden Pressemitteilung? “ Ausbildung gehört zu den Personalthemen mit unmittelbarer betriebswirtschaftlicher, volkswirtschaftlicher und gesamtgesellschaftlicher Relevanz. Aus diesem Grund geht die Studie „Azubi-Recruiting Trends“ auch in diesem Jahr wieder dem Status quo im Employer Branding für und Recruiting von Auszubildenden nach und identifiziert Baustellen für die zeitgemäße sowie zukunftsfeste Gewinnung von Azubis.“

Grundlage der Studie ist wie in den Jahren zuvor auch eine bundesweite Online-Befragung von mehreren hundert Ausbildungsverantwortlichen aus Unternehmen verschiedener Branchen und unterschiedlicher Größen sowie weiterer ausbildender Organisationen. Im Übrigen ist dies die größte ihrer Art zum Thema Azubi-Marketing und -Recruiting in Deutschland. Wie schon in den vergangenen Jahren wird auch 2014 die Studie „Azubi-Recruiting Trends“ wieder von Prof. Dr. Daniela Eisele (Hochschule Heilbronn) wissenschaftlich betreut. Und wie bereits im Jahr zuvor werden auch in diesem Jahr parallel Azubis und Azubi-Bewerber befragt. Um möglichst viele von ihnen zu erreichen, kooperiert u-form Testsysteme erstmals mit Yousty, einem Online-Berufsnetzwerk für Jugendliche in Deutschland.

Unterschiede in der Perspektive von Ausbildungsbetrieben und Bewerbern

Im vergangenen Jahr wurden zum ersten Mal zusätzlich zu den Ausbildungsverantwortlichen auch Schüler und Auszubildende befragt. So konnte die Studie „Azubi-Recruiting Trends“ 2013 Unterschiede in den Perspektiven von Ausbildungsverantwortlichen und (angehenden) Auszubildenden zutage fördern. Zugleich zeigte die Studie, dass aus den „Bewerbern“ von einst selbstbewusste Kunden geworden sind. In diesem Jahr nimmt die Studie neue Fragen in den Fokus, bspw. ob Ausbildungsbetriebe in der Kommunikation Talentpools gezielt ausschöpfen, welche persönlichen und sozialen Kompetenzen sie von Azubi-Bewerbern fordern und wie weit verbreitet ein systematisches Onboarding von Bewerbern ist, die ihren Ausbildungsvertrag schon unterschrieben haben.

Wir dürfen also gespannt auf die Ergebnisse der Studie sein, die im Mai 2014 veröffentlich werden. Zuvor aber sind Sie gefragt! Also, nehmen Sie sich die zehn Minuten!

Hier geht’s zum Fragebogen für die Ausbildungsverantwortlichen

Aufruf zur Azubi-Recruiting Trends Studie 2014

Und hier zum Fragebogen für die Schüler

(bitte an die entsprechende Zielgruppe weitergeben, danke!)

Haben Sie Interesse an den Ergebnissen? Dann schicken Sie eine E-Mail an studie@uforme.de. In diesem Sinne, fleißig abstimmen! Für ein besseres Ausbildungsmarketing!

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