You are not alone. Oder: Was kostet eigentlich Azubi-Recruiting

von personalmarketing2null. Lesezeit: etwa 3 Minuten.

Mal Hand aufs Herz: Wissen Sie eigentlich, wie viel Sie das Azubi-Recruiting – oder sagen wir: die Personalbeschaffung – von Auszubildenden kostet? Wenn Sie jetzt mit nein antworten, gibt mir das einerseits zu denken (denn solche Kennzahlen sollte man schon parat haben oder zumindest wissen, wer denn darüber Bescheid wissen könnte :-)), andererseits sind Sie damit in bester Gesellschaft oder um es mit den Worten Modern Talkings auszudrücken: You are not alone!


Modern Talking feat. Eric Singleton — You Are Not… – MyVideo

Tja, alle, die den Blogartikel mobil aufrufen, werden jetzt wohl in die Röhre schauen. Leider gibt’s das großartige Video nicht auf Youtube und so erfolgt die Darstellung flashbasiert. Sorry dafür. Aber da sind mir die Hände wirklich gebunden.

Kosten für Azubi-Recruiting? Nobody knows…

Aber genug davon. Also, Sie sind nicht allein. Denn genau wie ich ja jüngst mal gefragt hatte, ob Sie wissen, was Sie an Kosten für die Bewerberadministration aufbringen (konnte keiner in konkreten Zahlen beziffern, auch neulich bei einem Vortrag vor gut 80 Ausbildungs- und Personalleitern nur Schulterzucken), fragte jetzt Younect im Rahmen einer Diplomarbeit 252 Personalverantwortliche wie viel sie das Recruiting von Azubis kostet. Immerhin – das sei fairerweise gesagt – wussten es hier 15,4 Prozent der Befragten. Im Umkehrschluss wiederum bedeutet dieses: 84,6 Prozent wissen es nicht! Ein Skandal!

Der Skandal weitet sich aus: Auf die Frage, warum man denn die Kosten nicht kenne, antworteten 71,1 Prozent, dass die Kosten eben einfach nicht ermittelt werden. Und das bleibt auch so. Basta! Gut, kann man so machen. Ich aber denke mir meinen Teil und schüttele mitleidig mit dem Kopf. WTF?!

Auch die Frage nach Mittel und Wegen der Azubiansprache wurde beleuchtet. Demnach ist der meistgenutzte Rekrutierungskanal bei der Ansprache potenzieller Azubis das Arbeitsamt. Eiei. Gefolgt von Stellenangeboten auf der Unternehmens-Website. Nun denn. Eine absolut untergeordnete Rolle spielen im Übrigen Stellenanzeigen in Jobbörsen. Nach Social Media wurde wohl gar nicht erst gefragt. Eigentlich auch besser, sind Social Media doch ein so breit gefächertes Feld, dass eine klare Aussage da meist nicht möglich ist.

Übrigens, werfen wir in diesem Kontext doch mal einen raschen Blick auf die aktuelle DIHK Ausbildungsumfrage 2013. Hier heißt es u. a.

„Nahezu alle Betriebe nutzen bei der Azubisuche verstärkt alternative Wege und Medien. Die Meldung der freien Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit reicht bei Weitem nicht mehr aus, um geeignete Auszubildende zu finden. 60 Prozent der Betriebe setzen dabei auf das Internet. Social Media-Aktivitäten nehmen deutlich zu. Marketing-Kampagnen werden entwickelt, um sich den zukünftigen Azubis zu präsentieren.“

Eine gute Erkenntnis. Immerhin hat sich die Nutzung des Internets fürs Ausbildungsmarketing im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozentpunkte auf 60 Prozent erhöht. Glückwunsch. Auch wenn hier gilt, dass es nicht um das ob, sondern um das wie geht. Und wie geht es? Auch darauf hat die Umfrage eine, wenn auch nicht erschöpfende, Antwort:

Nutzung des Internet zur Gewinnung von Azubis - Quelle DIHK Ausbildungsumfrage 2013

Insbesondere, wenn ich Folgendes dann lese, bekomme ich so meine Bauchschmerzen:

„Ein Viertel der Antwortenden nutzt andere Online- Börsen (z. B. stepstone, monster) als Plattform für die Bewerbersuche. Soziale Medien, wie z. B. facebook oder XING, wurden in diesem Jahr von 23 Prozent aller Unternehmen, die das Internet zur Bewerbergewinnung nutzen, angegeben. Im Vergleich zu 2011 ist dies ein deutlicher Anstieg um neun Prozentpunkte.“

Online-Jobbörsen wie Stepstone und Monster zur Ansprache von Azubis? Xing zur Ansprache von Azubis? Das wäre ja in etwa so, als würden Sie Ihren Traummann oder Ihre Traumfrau auf eBay suchten. Wobei die Chancen hier sogar wahrscheinlich günstiger stehen, fündig zu werden… (ich hab mal eben nachgeschaut – Backformen gibt’s dort, Bücher oder auch erlesene Herrenmagazine, wenn man den Begriff eingibt. Echte Traumfrauen respektive -männer oder Lehrstellen habe ich nicht gefunden).

Nun gut, widmen wir uns doch wieder der Umfrage von Younect. Dort hat man diese und viele andere aufschlussreiche Ergebnisse als schöne Infografik aufbereitet. Und die will ich Ihnen natürlich mitnichten und Neffen vorenthalten:

Azubi-Recruiting: Wissen Sie was die Rekrutierung von Azubis kostet? - Quelle: Younect

Soviel dazu. Erkennen Sie sich wieder? Oder wissen Sie, welche Kosten Sie für das Azubi-Recruiting aufwenden? Lassen Sie uns daran teilhaben?

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