Nicht totzukriegender Employer Branding Rap und sexistische Diskriminierung im Personalmarketing

von personalmarketing2null. Lesezeit: fast 2 Minuten.

Vor einigen Wochen schrieb mein geschätzter Bloggerkollege (Mein Freund die Arbeitgebermarke, personalblogger) und Mit-Initiator der “Goldenen Runkelrübe” Jannis Tsalikis im personalblogger über Rap-Videos im Employer Branding. Der Employer Branding Rap ist tot, so der launige und vielversprechende Titel.

Nun, ist das wirklich so? Im Rahmen von Seminarvorbereitungen zum Thema “Arbeitgebermarke und Social Media” bin ich auf so viele schöne Fundstücke gestoßen, so dass meine Antwort leider lauten muss: Nein. Der Employer Branding Rap ist noch lange nicht tot. Aber schauen Sie selbst. Viel Vergnügen!

Der KiKxxL-Rap

SOS-Berufsausbildungszentrum Berlin — „Deine Zukunft”

Staudinger Rap – Wir suchen dich!

Der Siegerländer Weg (Ausbildung in der Herkules Group)

Praktikum/Direkteinstieg bei ALLMATIC Spannsysteme

Vorsicht Sexismus!

Erschreckend übrigens auch, dass nun das Thema Sexismus auch im Personalmarketing Einkehr hält. Reicht die Sexismus-Debatte um Reiner Brüderle nicht aus? Muss jetzt auch noch die Mainzer Volksbank in ihrem Ausbildungsvideo so deutliche Züge sexistischer Diskriminierung zeigen? Gut, das ist zwar kein Rap. Aber trotzdem ist das Video ein schönes Beispiel, wie man es besser nicht macht. Wird doch das männliche Geschlecht auf den nackten Oberkörper reduziert und schonungslos gezeigt, wie weibliche Bankangestellte junge Männer von der Straße holen und über sie herfallen. Übrigens ist das nicht das erste Mal, dass sexistische Diskriminierung in einem Personalmarketing-Video gezeigt wird…

Sexismus-Debatte im Personalmarketing

Tja, und was man sich da draußen so über solche Videos denkt, zeigt wunderbar schonungslos und authentisch das Video von My Zwo Cents. Schauen und mitsingen. Ich sag nur: “Du bist nur eine Online-Bewerbung entfernt!” Yo, check this out!

In diesem Sinne, bleiben Sie mir treu, abonnieren Sie mein Blog, folgen Sie mir auf Twitter, connecten Sie mich auf Xing oder werden Sie Fan der einzig wahren Karriere-Fanpage auf Facebook!

Upps, gerade entdeckt. Das wollte ich Ihnen doch nicht vorenthalten!

Jetzt aber schönen Abend!

  1. […] mehr als fahren.” Ja, zum Beispiel Breakdance! Man hat ja allenthalben gedacht, dass nach der Rap-Welle im Personalmarketing die musikalische Fahnenstange erreicht sein würde. Falsch gedacht. Da haben Sie die Rechnung ohne […]

  2. Veronika sagt:

    “Wie auch immer, m. E. sollten solche Videos auf jeden Fall die Realität zeigen und keine falsche Erwartungshaltungen beim Bewerber wecken.”
    > Herr Knabenreich, leider wird wohl das Wort Marketing im Personalmarketing zu ernst genommen. Ähnlich könnte man ja auch fordern (was in der Tat in GB bereits passiert), dass Werbeprodukte der Wahrheit entsprechen. Das Problem sind, meiner Meinung nach, nicht die Filme/Werbekampagnen, sondern, dass viele Firmen keine ehrlichen Filme zeigen können – bei der MitarbeiterUNzufriedenheit/ den Missständen, die in den Unternehmen herrschen. Die armen Personalmarkingfachleutchen können auch nichts dafür, dass sie Unternehmen lobpreisen müssen, die eben nichts Wahres zu zeigen haben. Ich vermute also, wir werden auch in Zukunft mit den Raps oder gefakten Stimmen der Firmenbotschafter leben müssen.

  3. Veronika sagt:

    Interessant wäre jedoch zu erfahren, wie diese Kampagnen bei der Zielgruppe ankommen. Man mag als 30+ darüber den Kopf schütteln, aber vielleicht spricht so etwas die Zielgruppe der neuen Azubis an? Ich kenne dafür keine qualitativen /quantitativen Ergebnisse.

    • personalmarketing2null sagt:

      Hallo Veronika, vielen Dank für deinen Kommentar!
      Ja, das wäre in der Tat interessant. Mit Sicherheit gibt es tatsächlich den einen oder anderen, der sich davon angesprochen fühlt. Keine Frage. Schaut man sich aber mal so um – bspw. in der Blogosphäre, in der durchaus der ein oder andere im Alter der Zielgruppe unterwegs ist – so findet man auch da überwiegend Häme und Schulterzucken. Auch bei dem einen oder anderen Schüler, den ich mit solchen Videos konfrontiert habe, habe ich eher mitleidige Blicke geerntet. Eine direkte Reaktion der Zielgruppe ist ja bspw. das Video von My Zwo Cents oder aber auch jenes hier von Lugstetter, welches sehr schön das McDonalds-Video persifliert. Wie auch immer, klar ist: Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Die Frage darf trotzdem gestellt werden, warum so viele meinen, dass ausgerechnet Rap beim jungen Zielpublikum ankommt. Lipdub ist doch auch mal ganz nett, wie man bei JUVALIA oder auch bei METRO sehen kann. Wie auch immer, m. E. sollten solche Videos auf jeden Fall die Realität zeigen und keine falsche Erwartungshaltungen beim Bewerber wecken. Und das ist bspw. bei McD, bei Saturn oder auch beim EDEKA-Rap definitiv der Fall.

  4. Jo Diercks sagt:

    Nach wie vor die größte Schöpfung der sexistischen Personalmarketing-Videos. Das Ösi-Bundesheer… http://blog.recrutainment.de/2010/01/30/vollig-daneben-oder-funktionierendes-viral-marketing-recruitingvideo-des-osterreichischen-bundesheeres/ #dirndltauglich ist nix dagegen… Noch dazu ist es ein Plagiat. Es vereint also soz. zwei der aktuellen Medienhypes… ;-)

Schreiben Sie Ihren Kommentar

Suche

Anzeige

Kategorien