Von Deutschlands Top Praktikums-Portal meinpraktikum.de, Mops Leo, Frau von der Leyen und Marcel Reich-Ranicki

von personalmarketing2null. Lesezeit: etwa 9 Minuten.

Tja. Eigentlich wollte ich ja mit Mops Leo (von mir liebevoll Horst-Herbert genannt, was die beste Ehefrau von allen wiederum gar nicht lustig findet) nach draußen, ein bisschen die Beine vertreten und frische Luft schnappen. Aber der will bei diesem Schmuddelwetter nicht, wie man unschwer erkennen kann. Mops Horst-Herbert aka LeoDas kann ich ihm wahrlich nicht verübeln und insofern muss ich mich dann wohl doch wohl oder übel an meinen Rechner setzen und einen Blogartikel schreiben. Was ich natürlich unabhängig davon, dass ich jetzt gerne raus gegangen wäre, gerne tue. Also schauen wir uns heute doch mal an, was Deutschlands Praktikantenportal Nummer 1, meinpraktikum.de, nach vor einigen Tagen erfolgtem Relaunch nun alles Schönes zu bieten hat. Und so viel sei schon mal verraten: Es ist eine ganze Menge an sinnvollen Neuerungen dabei herumgekommen…

Wer erinnert sich nicht an den furiosen Neustart des Portals, welches als erste Bewertungsplattform für Praktikanten im Januar 2011 gestartet war und quasi vom Start weg durch die Decke ging. Arbeitgeberbewertungsportale haben nicht immer einen leichten Stand, zumal sie vermeintlich nur Negativbewertungen von gefrusteten Mitarbeitern und Bewerbern anziehen. Dass man das natürlich nicht verallgemeinern kann und das hochgradiger Bullshit ist, muss ich hier an dieser Stelle nicht erläutern. Eine ausführliche Stellungnahme nebst toller Praxisbeispiele, wie man kununu & Co. sinnvoll fürs Employer Branding nutzen kann, habe ich hier im Blog schon des Öfteren abgegeben – unter anderem hier, hier und hier. Das schenke ich mir daher. Ohnehin ist meinpraktikum von jeher etwas anders auf gestellt: Zum einen geht es hier um die Bewertung ausschließlich von Praktikumsstellen, zum anderen wird der unmittelbare Kontakt zu den Bewertenden immer wieder auf entsprechenden Roadshows, verteilt über die gesamte Republik, gesucht. Man ist also hautnah an der Zielgruppe, wenn man so will. Und diese liefert durch diesen engen Kontakt auch sehr fundierte Bewertungen, die sich nicht auf die Vergabe von Punkten beschränkt.

Das, was das Team um Stefan Peukert und Daniel Schütt (der hieß mal Pütz, so wie der Jean) auf die Beine gestellt hat, hat sich wirklich prächtig entwickelt. Zählte man damals noch 1.578 Bewertungen von 1.129 Unternehmen, so sind es mittlerweile 10.322 Bewertungen von 6.447 Unternehmen. Auch personell ist man gewachsen und so bevölkern mittlerweile 15 Mann (und Frau) die Büros in Bochum (nicht mehr in Witten, wo das Startup seinerzeit gegründet wurde) und auch für 2013 sind weitere Stellen in Planung. Hilfreich dürfte da auch die Kapitalspritze in Millionenhöhe sein, wie Deutsche Startups und Gründerszene jüngst berichteten.

Ein Teil des Teams von meinpraktikum.de mit den Gründern Stefan und Daniel in der Mitte

Auch bei meinpraktikum weiß man, dass Stillstand der Tod ist. Und so wurde es Zeit für einen Relaunch des Portals. Und dieser beschränkt sich nicht nur auf ein frischeres, aufgeräumteres und nutzerfreundlicheres Design, sondern auf jede Menge neue Features, die Maßstäbe setzen können und in dieser Form bisher einzigartig sind. Da kann ich nur sagen: Well done, guys! Daher hatte ich mich neulich mit Stefan Peukert per Skype verabredet, um einmal gemeinsam über die neue Oberfläche zu schauen und die neuen Features zu testen.

Jede Menge neue Feautures bei meinpraktikum.de

Wo fangen wir an? Am besten da, wo man in der Regel (und auch außerhalb derselbigen) anfängt: Auf der Startseite :-) Und diese gestaltet sich wirklich verdammt übersichtlich – ohne Schnickschnack, ohne Gedöns und ohne Blingbling. Konzentration auf das Wesentliche ist das Stichwort. Und der Nutzer steht im Mittelpunkt. Und das ist auch gut so.

Die Startseite von meinpraktikum.de - aufgeräumt und übersichtlicher mit simpler Suchfunktion

Gut gefällt mir das “Autovervollständigen-Feature” (kennen Sie von Amazon oder Google), welches gleich erste Stichworte (Unternehmen, Branche, Studienfach) bereits beim Eintippen vorschlägt. Aber natürlich ist auch eine Suche nach Ort und Unternehmensname möglich. Spielen wir das also mal durch. Nehmen wir mal an, ich suchte einen Praktikumsplatz im Bereich Personalmarketing (hat bestimmt das ein oder andere Unternehmen ausgeschrieben, wer sonst sollte sich um die ganze Facebook Karriere-Seiten kümmern, wenn nicht ein gewiefter Praktikant aus der Generation Why? ;-))

meinpraktikum.de - Anzeige der Suchergebnisse für personalmarketing

In meinem Falle bekomme ich 10 Unternehmen angezeigt, die ein entsprechendes Praktikum anbieten. Darüber hinaus sehe ich aber auch die Anzahl der derzeit insgesamt ausgeschriebenen Praktikantenstellen im Unternehmen sowie die Anzahl und Güte der Bewertungen. Aber es geht noch viel mehr: So kann ich die Suchergebnisse nach verschiedenen Kriterien sortieren lassen, Unternehmen in einem bestimmten Umkreis anzeigen lassen und nach Branchen oder nach Bewertungen filtern – Amazon lässt grüßen!

Amazon lässt grüßen - Filterkriterien bei meinpraktikum.de

Aber warum soll man auch immer das Rad neu erfinden und gute, millionenfach bewährte Funktionalitäten nicht einfach übernehmen. Eigentlich das naheliegendste. Darüber hinaus greift man auf diese Weise auch auf im Web etablierte Verhaltensmuster zurück und bietet höchste Nutzerfreundlichkeit.

Stefan hat mir noch mehr Features gezeigt. Auch das neue Unternehmensprofil hat es in sich. Also schauen wir uns das doch mal am Beispiel Dräger an, schließlich suchen die jemanden für Employer Branding mit Schwerpunkt Social Media (sollte meine oben aufgestellte Behauptung tatsächlich zutreffen?). Schauen wir uns also mal an, welche Infos dort bereitgestellt werden und was andere Praktikanten so zu sagen haben.

Alle Infos auf einen Blick, mit einem Klick

Ein weiteres Mal (es ist definitiv nicht das letzte) bin ich begeistert von dem, was ich da zu sehen bekomme. Denn abermals überrascht und überzeugt die Website mit einem aufgeräumten, übersichtlichen Design und intuitiver Nutzerführung:

Unternehmensprofile auf dem Praktikums-Portal meinpraktikum - Employer Branding und Usability in Bestform

Auf einen Blick sehe ich die Anzahl der Praktikumsplätze und bekomme per Slideshow sowie weitere per Text und Bild aufbereitete Einblicke ins Unternehmen. Was aber viel wichtiger ist: Ich sehe die für mich als potenziellen Praktikanten wichtigen Aspekte wie durchschnittliche Arbeitszeit, durchschnittlicher Verdienst und die Anzahl der Weiterempfehlungen. Auch die Anzahl der Gesamtbewertungen kann ich auf einen Blick erfassen. Bei Klick auf die einzelnen Bewertungskriterien bekomme ich sogar noch mehr Infos. Zudem bekomme ich unterhalb dieser Infos natürlich das Wesentliche eines Bewertungsportals angezeigt: Nämlich die Bewertungen. Auch hier kann ich wieder filtern: Nach Tätigkeitsbereich und Bewertung (ob positiv, ob negativ). Und ich bekomme von jedem einzelnen Bewerter direkt die individuelle Bewertung nach Punkten angezeigt. Wieder bin ich begeistert!

Wer nun aber glaubt, dass sich damit die neuen Features erschöpfen, der sei in die Schranken gewiesen! Mit Nichten und Neffen war es das. Es kommt noch viel besser. Allerdings muss ich persönlich jetzt das Dräger-Profil verlassen und mir ein anderes Unternehmen suchen, um dieses Feature zu zeigen. Nehmen wir doch mal Bertelsmann. Bei meinpraktikum.de denkt man den Social Media-Gedanken etwas weiter und will echten Mehrwert bieten, der über das Integrieren des Like-Buttons weit hinaus geht.

Klasse Feature bei meinpraktikum.de - Kennst du wen verknüpft mit Facebook- oder Xing-Profilen von Freunden

Die einfache, aber naheliegende Idee: Die Schnittstellen, die Facebook und Xing zur Verfügung stellt, sinnvoll nutzen. Hierzu muss ich mich nur mit meinem Facebook-Profil anmelden und ich bekomme dann im Handumdrehen die Profile von Kontakten auf Facebook angezeigt, die im Unternehmen arbeiten. Momentan geht das gerade nur für Facebook, die Xing-Verknüpfung steht aber schon in den Startlöchern. Etwas Ähnliches gibt es bis dato meines Wissens nur bei der Schweizer Plattform eqipia, hierzu hatte ich ja ausführlich darüber berichtet.

Das Rundum-glücklich-Paket für Bewerber

Das Füllhorn der Ideen ist aber immer noch nicht erschöpft. Heiter geht es weiter im Reigen neuer Features. Wie wäre es mit einer Blitz-Bewerbung? Jeder ist es Leid, sich ständig und immer und überall durch ein mehrere Formularfelder umfassendes Bewerbungsformular zu klicken und immer wieder die gleichen Angaben zu machen. Was liegt also näher, sich einfach mit den Daten, die man ohnehin schon in seinem Profil auf Xing oder auf seiner Website hinterlegt hat, zu bewerben? Gesagt, getan. Hier ist sie nun also die Blitzbewerbung:

meinpraktikum.de - Schönes Feature auch die BlitzbewerbungSie sehen also, ein echtes Rundum-glücklich-Paket für Bewerber :-). Wobei ich noch gar nicht am Ende bin. Denn meinpraktikum.de ist weitaus mehr als nur ein Bewertungsportal. Klar, will man sich dem Anspruch stellen, Deutschlands Top-Praktikums-Portal zu sein (denn diesem stellt man sich dort), bedarf es schon noch etwas mehr als “nur” vieler, qualitativ hochwertiger und fundierter Bewertungen und schicker, aber sehr funktionaler und am Nutzer orientierter Features.

Denn wie so oft heißt es auch auf solchen Portalen: Content is King. Und auch das nimmt man dort sehr ernst. So gibt es unter der Rubrik “Rund um dein Praktikum” jede Menge Bewerbungstipps, liebevoll recherchierte Infos zum Thema Auslandspraktikum, Wissenswertes rund ums Praktikum, viele weitere wertvolle Infos und natürlich auch einen Blog :-)

Meine Empfehlung, schauen Sie einfach selber mal, was meinpraktikum.de alles Neues zu bieten hat. Gerade kleinen oder mittelständischen Unternehmen bietet meinpraktikum.de eine tolle Plattform, sich dort als Arbeitgeber zu präsentieren und bessere und adressatengerechtere Möglichkeiten, als Facebook ihnen mit seinen Karriere-Pages jemals bieten kann. Mehr Infos und ein Interview mit Stefan Peukert finden Sie übrigens am Freitag bei meinem geschätzten Bloggerkollegen Jannis Tsalikis, auf seinem Blog Mein Freund die Arbeitgebermarke!

So, und wenn Sie sich nun fragen, was da nun mit dem Knabenreich los ist, ob der auf der Droge ist, oder ob der für den Artikel bezahlt wird oder warum er das Portal sonst über den grünen Klee lobt, wo er doch sonst immer alles in Grund und Boden schreibt? Und Sie haben Recht, ja, es kann nicht sein, dass ich nicht etwas zu kritisieren hätte. Aber da stoßen Sie erst drauf, wenn Sie als Arbeitgeber ein Praktikum einstellen wollen: Da prangt nämlich das Konterfei von Frau von der Leyen. Meine These: So etwas wirkt abschreckend und konterkariert letztendlich alle Bemühungen, Personalmarketing der nächsten Generation für die nächste Generation anzubieten :-)

meipraktikum.de - Ursula von der Leyen könnte abschreckend wirkenQuatsch, natürlich sollten Sie die Gelegenheit nutzen und kostenlos zwei Premiumstellen schalten. Sie wären ja schön blöd, wenn Sie nicht die Gelegenheit beim Schopf packen würden!

Aber zurück zum Thema Kritik. Da habe ich eine klare Antwort drauf: Wenn etwas gut und durchdacht ist, wenn etwas da ist, was mich begeistert und überzeugt, dann bin ich sehr wohl in der Lage, auch wohlwollend zu schreiben (dazu gibt es auch genug Beispiele :-)). Ich meine, Marcel Reich-Ranicki hat auch nicht jedes Buch zerrissen und wirklich gute Literatur durfte auch mit einem Lob rechnen. Und letztendlich ist er doch so populär, weil er polarisiert und vieles verrissen hat (gut, vielleicht liegt es auch an seiner Art, sich zu artikulieren :-)). Und wer erinnert sich nicht an eine der Sternstunden der deutschen Fernseh-Unterhaltung?

Nicht, dass ich mit Herrn Reich-Ranicki auf eine Stufe stellen will, Gott bewahre!

Aber eigentlich lesen Sie diesen Blog doch ohnehin nur, weil Sie genau so etwas lesen wollen und vieles anderes einfach zu weichgespült ist, oder?

Dann bleiben Sie mir treu, ich werde Sie nicht enttäuschen.

So, und jetzt werde ich es noch mal mit Leo versuchen. Bis bald!

 

 

  1. Anne Bauer sagt:

    Lieber Herr Knabenreich,

    ich freue mich, dass Sie sich unser Profil auf meinpraktikum.de als Beispiel ausgesucht haben. Es ist ja auch ein schönes :) Dennoch möchte ich nochmal erwähnen, dass wir unseren Social Media Praktikanten nicht mit der Pflege unseres Facebook-Profils betrauen. Das ginge auch nicht – wir haben nämlich gar keins ;) Wir suchen allerdings immer noch nach Verstärkung auf diesem Gebiet. Wenn Ihnen also jemand einfällt der Lust auf Lübeck und auf Social Media hat – immer her mit den Vorschlägen!

    Herzliche Grüße
    Anne Bauer (HR Social Media Manager bei Dräger)

    • personalmarketing2null sagt:

      Liebe Frau Bauer,
      vielen Dank für die Richtigstellung :)
      Na, wenn Sie immer noch jemanden suchen, twittere ich das doch mal. Oder ich weiß was: Ich poste das bei Xing und streue es über Facebook UND Twitter. Na, ist das was?
      Vielleicht bringt es was. Würde mich freuen. Und sollte es klappen, dürfen Sie mir gerne eine Vermittlungsprovision überweisen ;-)
      Schöne Grüße ins schöne Lübeck,
      Henner Knabenreich (Geschäftsführer von knabenreich consult)

  2. [...] mal was lobend erwähnen? Erstens, ja kann er. Wenn etwas wirklich gut gemacht wird. Wie z. B. der Relaunch des Praktikumportals meinpraktikum.de oder kreative Ansätze der Personalgewinnung im Mittelstand. Zweitens, [...]

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