5 Jahre kununu, Party im Fischhof und zum Abschluss einen Käsekrainer

von Henner Knabenreich. Lesezeit: fast 6 Minuten.

Vor fünf Jahren ging kununu mit dem Slogan „Arbeitnehmer bewerten Arbeitgeber“ erstmals online. Damals noch gar nicht so wirklich konkret wissend, wohin die Reise eigentlich hingehen soll und aus dem Gedanken heraus geboren, dass es keine unabhängige Quelle für Bewerber gibt, sich über Arbeitgeber zu informieren, ist das österreichische Unternehmen mit Sitz in Wien mittlerweile die größte und auch einflussreichste Arbeitgeber-Bewertungsplattform im deutschsprachigen Raum. Auch wenn mich persönlich das schon wurmt, dass die für den deutschen Markt relevanteste Arbeitgeberbewertungsplattform aus Österreich kommt (mehr als zwei Drittel der bewerteten Unternehmen kommen aus Österreich), so bin ich schon vom ersten Mal, seit dem ich mit der Plattform in Berührung gekommen bin, begeisterter Fan. Und auch wenn die Bekanntheit von kununu und die Anzahl der bewerteten Unternehmen stetig zunimmt: Da ist noch ganz viel Luft nach oben. So muss ich in meinen Seminaren bspw. immer wieder feststellen, dass man die Plattform entweder nicht kennt oder sie im Zweifelsfall (aufgrund negativer Unternehmensbewertungen) lieber ignoriert. Wie auch immer, kann man machen, sollte man aber nicht.

Entspannte Atmosphäre bei der Party im kununu-Headquarter (vor dem EM-Halbfinale) :-)

Entspannte Atmosphäre bei der Party im kununu-Headquarter (vor dem EM-Halbfinale) :-)

Umso mehr habe ich mich über eine Einladung zum Fünfjährigen gefreut. Nun stand ich vor der Wahl: Social Recruiting Conference von Crexia in London (unter anderem mit Microsoft, die dargestellt haben, wie sie Social Media fürs Recruiting einsetzen) oder fünf Jahre kununu in Wien… Naheliegend, dass ich mich für Wien entschieden habe (sorry, Crexia :-)), hatte ich doch so die Möglichkeit, die kununu BRA-Boys (der Twitterchannel von kununu) (BRA steht im Übrigen in diesem Falle nicht für BH, sondern ist die hawaiianische Bezeichnug für BRO, also Bruder), Tamara Frast, Caroline Horn und viele andere Mitarbeiter endlich einmal persönlich kennen zu lernen und mich mit ihnen auszutauschen. Ruckzuck waren Flug und Hotel gebucht und ab ging’s nach Wien.

Fischhof 3 in Wien ist die neue Adresse von kununu, laut Google Maps eigentlich ganz leicht zu finden. Eigentlich. Aufgrund meiner leichten Orientierungsschwäche, der auch ein netter Wiener Businessman nicht auf die Sprünge helfen konnte (er hatte weder seine Brille auf, noch kannte er die Adresse Fischhof („Fischhof? Noch nie gehört. Das soll hier in der Ecke sein? Kenne ich nicht. Sind Sie sich sicher? In welchem Bezirk soll das denn sein?“). Hey, woher soll ich wissen, welcher Bezirk. Ich bin das erste Mal in Wien! Apropos Bezirk: Als ich in Wien ankam, war ich schon etwas irritiert, dass es da Straßen gab, die 2. Schiffamtsgasse oder 2. Große Schiffgasse heißen. Interessant, dachte ich mir. Dann gibt es wohl auch eine 1. Schiffamtsgasse und eine 1. Gr0ße Schiffgasse. Aber als ich dann genauer hingeschaut habe, wurde mir klar, dass es „2.,“ (genau, das Komma ist wichtig!) heißt. Und die Ziffer vor der Straße für den Bezirk steht. Für alle, die mal nach Wien reisen, vielleicht eine ganz interessante Information. Ach ja, und es gibt noch einen weiteren Grund, warum ich die Straße nicht sofort entdeckt habe. Eine Baustelle verdeckte nämlich sehr gut das Straßenschild (in dem Gebäude entstehen mehrere millionenschwere Appartements, eins davon wird dann wohl die neue kununu-Zentrale ;-)).

Aber nachdem ich dann endlich die richtige Adresse gefunden hatte, wurde ich mit Hugo (ein leckerer, spritziger Aperitif, abgestimmt in kununugrün) und von Tamara Frast, der Presesprecherin von kununu begrüßt, durch die hellen, modernen Räumlichkeiten geführt und den Mitarbeitern vorgestellt. Absolutes Highlight ist übrigens das „Café Sacher„, der Aufenthaltsraum der Mitarbeiter.

Café Sacher im kununu-Quartier - Quelle: kununu

Café Sacher im kununu-Quartier – Quelle: kununu

In liebevoller Detailarbeit hat man dort das Café Sacher nahezu detailgetreu nachgebaut, mit Original-Tapeten und -Fußboden und Nachdrucken von Bildern aus dem traditionsreichen Wiener Café. Ein absolutes Kleinod, welches einen krassen Kontrast zu dem Rest der Räumlichkeiten bildet.

Neben den Mitarbeitern waren dann langjährige Freunde, Partner und Wegbegleiter der ersten Jahre eingeladen, die Erfolgsgeschichte zu feiern. Mit dabei unter anderem Ausbildungsmarketing-Profi Josef Buschbacher, der gerade aktuell ein neues E-Book zum Thema Facebook-Pages für Ausbilder veröffentlicht hat und Hans-Christoph Kürn, der nicht nur einer der ersten E-Recruiting-Spezies in Deutschland war, sondern meines Erachtens auch den Titel des so genannten Social Media Personalmarketing Innovators verdient hätte, war er doch derjenige, der als erster eine Facebook Karriereseite erstellt hatte und das quasi auf eigene Kappe. Ohnehin beherrscht er die Klaviatur des Social Web aus dem Effeff und lässt so manchen so genannten Digital Native oder Millenial im Regen stehen. Apropos Social Media Personalmarketing Innovator: Schöne Grüße auch an Bernd Schmitz, der gerade mit dieser Suppen-Auszeichnung geehrt wurde ;-). Es war mir eine große Freude, ihn endlich einmal persönlich kennen zu lernen.

Auch die Eröffnungs- respektive Dankesrede von Martin Poreda hatte es in sich. So verriet er ein paar nette Anekdoten, z. B. dass die Anregung zu den Unternehmensprofilen durch einen potenziellen Kunden kamen, der dieses Feature gerne gehabt hätte. Eine gute Idee, die man in Wien gerne aufgegriffen hat. Endlich hatte man eine Möglichkeit gefunden, mit der Plattform echtes Geld zu verdienen. Übrigens ist das Unternehmen bis zum heutigen Tage kein Kunde von kununu :-) Auch die Entstehungsgeschichte des Namens an sich ist interessant. Ein Unternehmensberater empfahl, einfach mal in ein Suaheli-Wörterbuch zu schauen…

Nach dem offiziellen Part ging’s dann mit dem Rest noch einmal kurz ins Wiener Nachtleben und ich bekam doch noch ein wenig von Wien zu sehen. Mit dabei das Volkstheater, genauer die „Rote Bar“ im Volkstheater. Tolles Ambiente in stilvollen Räumen. Auf einen Absacker ging es dann noch ins Café Leopold im Wiener Museumsquartier (sehr stylish, schicke Hängelampen, die hätte ich gerne für unser Wohnzimmer!!!), der momentan angesagtesten Wiener Flanier- Party- und Kulturmeile inmitten vieler Museen.

Bevor es dann endgültig ins Hotel ging und ich meinen Besuch Revue passieren lassen konnte, gab es noch Martin und Marks Poredas Leibgericht: Käsekrainer.

Zum Schluss noch ein paar Käsekrainer

Zum Schluss noch ein paar Käsekrainer

Das scheint wohl der Currywurst-Ersatz der Wiener zu sein. Es sieht eklig aus, scheint aber wohl zu schmecken. Mir blieb das Ganze als Vegetarier glücklicherweise erspart.

Ich freue mich auf den zehnten Geburtstag von kununu. Geben sollte es den wohl auf jeden Fall. Schließlich sind Bewertungsportale nicht mehr weg zu denken und spielen bei Kaufentscheidungen eine zunehmende Rolle. Und nicht nur da. Auch Bewerber wissen die Transparenz solcher Portale zunehmend zu schätzen. Auch kununu selbst wird dort bewertet. Und wie es sich für eine „Open Company“ gehört, wird dort auch auf Kritik eingegangen, die es neben überwiegend positiven Stimmen durchaus gibt. Eine Möglichkeit, die bis dato noch viel zu wenig Unternehmen nutzen und damit wertvolles Potenzial verschenken.

Übrigens: kununu will weiter wachsen und sucht noch Mitarbeiter. Also, ich würde mich sofort bewerben! Cooles Team, coole Location, coole Company!

So, Schluss mit der ultimativen Lobhudelei. Die Gäste kommen sind da!

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