Social Employer Branding – Eine empirische Analyse der Interaktion auf Facebook Karrierefanseiten

von Henner Knabenreich. Lesezeit: etwa 3 Minuten.

Was macht eigentlich den Erfolg einer Karriere-Fanpage auf Facebook aus? Während die einen (unverbesserlichen :-)) immer noch glauben, reine Fanzahlen seien alles und einen iPad nach dem anderen verlosen oder sogar Fans bei eBay kaufen (1000 deutsche Facebook-Fans sind bei eBay schon für 99,90 Euro zu haben und damit viel billiger als ein iPad :-)!), wiederhole ich seit Monaten gebetsmühlenartig (eine Gebetsmühle (auch: Mani-Mühle oder Mani-Rad), ist im Übrigen ein Rad oder eine Walze, die auf einer Papierrolle aufgedruckte Gebete oder Mantras enthält, oder außen mit solchen verziert ist, so zumindest Wikipedia. Da soll noch einer sagen, man kann nichts lernen, wenn man mein Blog liest :-)), dass reine Zahlen nur sehr wenig (insbesondere Fanzahlen) über den Erfolg einer Karriere-Page aussagen.

Viel aussagekräftiger hingegen ist die Interaktion auf solchen Seiten. Und mal ganz am Rande, für die jenigen, die das Prinzip Facebook immer noch nicht verstanden haben: Facebook ist keine weitere Stellenbörse. Und es ist auch kein weiterer Presseverteiler. Also hört bitte auf, nur stumpf Jobs zu posten oder eure Pressemitteilungen von der Website 1:1 auf Facebook zu spiegeln. Und bitte, bemüht euch um mehr Kreativität und direkte Ansprache! Behördensprache funktioniert schon auf der Karriere-Website nicht und schon gar nicht auf Facebook!

Umso interessanter ist es also zu erfahren, wie denn so die Interaktion auf deutschen Facebook Karriere-Pages aussieht. Was machen die einen besser als die anderen und warum? Eine Frage, die auch Andrea Bößenecker beantwortet haben wollte. Also machte sie sich daran, im Rahmen ihrer Masterarbeit „Social Employer Branding – Eine empirische Analyse der Interaktion auf Facebook Karrierefanseiten“ die Interaktion auf Facebook Karriereseiten zu untersuchen und hat dabei interessante Ergebnisse hervorgebracht. Grund genug, sie einmal nach ihrer Intention für die Untersuchung zu befragen …

personalmarketing2null: Andrea, was war deine Intention für diese Untersuchung?

Andrea Bößenecker

Andrea Bößenecker

Andrea Bößenecker: Um sich erfolgreich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, ist der Dialog mit der Zielgruppe unerlässlich. Heutzutage findet dieser verstärkt online in sozialen Netzwerken wie Facebook statt. Immer mehr Unternehmen starten hier ihre eigene Karrierefanpage. Doch der Dialog mit den Fans – der findet nur bedingt und nicht auf allen Seiten statt. Weshalb dem so ist, habe ich versucht, im Rahmen meiner Arbeit  herauszufinden. Verhalten sich Unternehmen, auf deren Facebookseite viel kommuniziert wird, anders als diejenigen, auf deren Seiten weniger Interaktion stattfindet? Und was kann man aus den Kommentaren von Fans lernen?

Auf Basis dieser Fragen wollte ich die Lücke an fundierten praktischen Handlungsanweisungen ein klein wenig schließen und Arbeitgebern Empfehlungen mit auf den Weg geben, mit der sie die Interaktion auf ihrer Facebook Karrierefanseite aktiv steigern könnten. Denn wie schon das Cluetrain Manifest besagt: „Märkte sind Gespräche“ und das gilt auch für den Arbeitsmarkt.

personalmarketing2null: Klasse Idee und spannender Ansatz. Was ist denn dein Fazit, welche Kenntnisse hast du gewonnen?

Andrea Bößenecker: Auf Basis der Ergebnisse konnte ich drei Gruppen möglicher Erfolgsfaktoren für eine Interaktionssteigerung identifizieren. Wobei es sich aufgrund des explorativen Charakters der Studie zunächst um Hypothesen handelt. Demnach scheinen die Basisfaktoren eine gewisse Grundinteraktion auszulösen, während die Zusatzfaktoren sowie spezielle Einzelaspekte die Interaktion noch weiter steigern könnten. Natürlich müssen diese jeweils individuell auf das Unternehmen und seine Zielgruppe angepasst werden. Hierbei verhalten sie die interaktiv erfolgreichen Unternehmen allerdings nicht komplett anders als die weniger erfolgreichen. Es gibt jedoch einen Punkt, der sie wesentlich voneinander unterscheidet: das „Commitment“. Die wichtigste Grundzutat ist also kein Geheimrezept – und doch scheint diese Bereitschaft, so banal sie ist, nicht immer vorhanden zu sein.

Tja, und wenn Sie wissen wollen, um welche Erfolgsfaktoren es sich im Einzelnen handelt, sollten Sie in Kürze mal wieder hier im Blog vorbei schauen. Dann gibt es nämlich eine Zusammenfassung der Ergebnisse.Also, dran bleiben. Und am besten den Blog abonnieren, dann entgeht Ihnen nichts!

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